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Die Sieben Abenteuer Rostam`s

Wie Herakles musste Rostam, der mit einem Tigerfell bekleidet war,
Aufgaben für den Herrscher bestehen. Als Kämpfer für das Land des Lichtes,
gegen das Land der Finsternis.

Die Bedeutung des Namens "Rostam" ist umstritten. In der Übersetzung des Buchs der Könige von Helen Zimmern wird erklärt, dass der Name aus einem Ausruf von Rostams Mutter Rudabeh nach der schmerzhaften Geburt entstanden sei und sie ihn somit Ich bin befreit
(von den Geburtsschmerzen) nannte.

Rostams Pferd Rakhsh tötet einen Löwen, während Rostam schläft.
Persische Miniatur aus einem Manuskriptes des Schahname.


SIEBEN
















...Sieben Zeitalter dauert es, ehe etwas vollendet wird, ehe die "Zeit reif ist".

Jakob warb sieben Jahre lang um Rachel. Buddha suchte sein Heil sieben Jahre lang. Rostam besteht im Laufe der Zeit erfolgreich sieben Abenteuer. Die Helden der Edda wanderten sieben Tage, Sindbad durchquerte sieben Meere. Der Kandidat des Mitras-Kultes stieg auf sieben Stufen der Weihe empor. Über sieben Etagen des Zikkurats stieg die Priesterin empor, indem sie die Göttin Ischtar nachahmte, und in jeder legte sie einen ihrer Schleier ab. Die Seele steigt durch sieben himmlische Sphären zu Gott empor, oder - wie im indischen Tantra - durch die sieben Lotuszentren im menschlichen Körper, die mit den sieben Bewusstseinsebenen verbunden sind. Sie wandelt durch sieben Täler, wie der persische Dichter Attar sagt, oder sie betritt die sieben Burgen des Inneren wie es Theresia von Ávila schrieb. In Indien werden die „sieben Kühe der höchsten Himmelsräume“ verehrt und erst in der siebenten Generation wird eine Abänderung der Kaste nach „oben“ oder „unten“ erreicht. Die Zahl Sieben ist die häufigste Zahl in den Buddhalegenden. Und auch in China besitzt die Sieben eine Sonderrolle. In Ägypten sind die Hauptgötter, Ra und Osiris von sieben Gottheiten umgeben. Sieben Arme hat der Leuchter Menora der jüdischen Tradition. Im Koran steht geschrieben das Allah sieben Himmel und sieben Höllen erschuf. In der Thora heist es: Gott schuf die Welt in sechs Tagen und ruhte am siebenten. Es steht geschrieben, Sieben Stufen führen zum Salomonischen Tempel.

Es heist die Siebener-Rhythmen seien eine verborgene Gesetzmäßigkeit in der inneren Entwicklung des Menschen...




Tausend kommen in das Zimmer, doch nur einer geht zum Licht hinaus.



Es sät Samen zu seinem Ruhm, wie der Samen feiner purpurner Seide hüllt es sich selbst darin ein, webt sich einen Palast, begründet sein Lob, befruchtet alles.(~ Zohar)

                                         
                    
Des Königs wird geschaut auf dreierlei Art.

Die eine Art:

Die Erscheinung, die sich zeigt dem "Auge",entfernt sich, und das Auge vermag
nicht zu bestimmen die Deutlichkeit der Erscheinung, weil sie sich entfernt; bis das Auge ein Winziges der Erscheinung in seinen Falten trägt. [Denn wer eine Sache von ferne schauen will, zieht das Auge ein wenig zusammen.] Und darauf steht geschrieben: »Von ferne erschien der König mir.«

Die zweite Art:

Die Erscheinung dieser sieht das Auge in seiner Geblendetheit; denn diese Art zeigt sich dem Auge nicht, außer in Geblendetheit, daß es ein Winziges erfasse. Und es begreift nicht in Klarheit; schließt man das Auge und öffnet es ein wenig, so erfaßt man diese Erscheinung. Und diese Art bedarf der Deutung, um sich klar zu
werden in dem, was das Auge erfaßt hat. Und darauf steht geschrieben: »Was
siehst Du

Die dritte Art:

Sie ist der Strahl des leuchtenden Spiegels, in dem nichts gesehen wird, außer mit dem innern Gesichtskreis des Auges, das geblendet ist in Verschlossenheit. Und man
läßt ihn rollen in den innern Gesichtskreis, und es erscheint in diesem Kreis ein Spiegel,der leuchtet. Und es kann nicht begreifen diese Art, außer wer leuchtenden Strahl bei Geschlossenheit des Auges schaut. Und darauf steht geschrieben: »Es war
über mir des Königs Hand«, »Und des Königs Hand ward über mich mächtig«.
Und sie alle wurden klar den wahren Sehern, dasHöchste zu schauen,
wie es nie geschaut wurde.

(ZOHAR)

Siebenfach

Einfach sind des Weisen Worte,
Doch zu ihren Tiefen hin,
Führt durch der Erkenntnis Pforte
Anderer, geheimer Sinn.

Nun auch dies ist nicht der letzte,
Der des Wissens Drang erfüllt;
Noch ein dritter Sinn, ein vierter
Liegt darin nur ihm enthüllt.

Siebenfacher Sinn, verborgen,
Ruht in seinem hehren Wort,
Einer baut sich auf dem andren
Bis zur Endbedeutung fort.

Hafte nicht am äuß'ren Wesen
Nein im innern musst du lesen.

So die äußere Erscheinung,
Der Schrift liegt auf der Hand
Aber seine wahre Meinung
Verbirgt sich äußerem Verstand. 
~ Rumi