Als Mose zum Himmel fuhr

„Als Mose zum Himmel fuhr, fand er den Allmächtigen damit beschäftigt, jeden einzelnen Buchstabe der Torah mit Zeichnungen zu zieren. Mose fragte Gott, was er da tue, und Gott antwortete, dass in einer der künftigen Generationen ein Mann sein werde, der aus jedem einzelnen Zug der Feder Haufen von Regeln herleiten würde: Akiba ben Josef. Da wünschte sich Mose, den Mann sehen zu dürfen, was ihm auch versprochen wurde. Die Tage des Kabbalisten Rabbi Akiba kamen und Mose besuchte dessen Schule, setze sich in die hinteren Reihen und hörte zu. Er verstand aber die gelehrten Argumentationen nicht und wurde mehr und mehr bestürzt. Als sich ein schwieriges Problem stellte und ein mutiger Schüler Akiba fragte, woher er die Autorität nehme, um seine Regel herzuleiten, antwortete der Rabbi: הלכה למשה מסיני (‚Es ist eine Vorschrift des Moses, aus dem Sinai.‘) Da wurde Mose wieder stolz und munter.“  

*Babylonischer Talmud - Traktat Menachot

Mirabai - मीराबाई, Mīrābāī (1498 - 1546)

Ich bin verrückt vor Liebe Und niemand versteht meine Notlage. Nur die Verwundeten Verstehen die Qualen der Verwundeten, wenn das Feuer wütet im Herzen. Nur der Juwelier kennt den Wert des Juwels Nicht derjenige, der es gehen lässt. In Schmerzen wandere ich von Tür zu Tür Konnte aber nicht einen Arzt finden.

 Die ganze Nacht Find ich keinen Schlaf, Wann endlich Wird es Morgen?

Geliebter, so komme doch und zeig Dich mir, Ohne Dich kann ich nicht leben. Wie der Lotos ohne Wasser und die Nacht ohne Mond, So bin ich ohne Dich, Dürstende nach Leben. Leidend, ruhelos verbringe ich die Nächte, Die Trennung zerfrißt mein Herz. Weder Appetit am Tag noch Schlaf in der Nacht, Die Zunge versagt mir gescheite Rede. Wem kann ich mein Herz ausschütten? Mein Liebster, lösche meinen Durst in der Vereinigung! Warum quälst Du mich, mein Gott, mein Innerer Lenker? Komm doch, in der Vereinigung mit Dir Verfliegt mein Leid! Die Trennung brennt in meinem Herzen, Von Unruhe geplagt ist mein Körper. O Herr, ohne Deinen Anblick Will mein Herz sich nicht beruhigen, so komme doch zeig Dich mir.

* Mirabai - मीराबाई, Mīrābāī (1498 - 1546)

Heilmittel

"Was guckst du so traurig? Brau dir doch einfach ein Heilmittel für deinen Schmerz! Wozu bist du Apotheker!?" Fariduddin Attar: "Ich bin zu sehr in meinem Schmerz versunken, als das ich an Heilmittel denken kann."

Eine Krankheit, die dazu führt, die Hilfe des Arztes zu suchen, ist eine Krankheit, die zum Heile gereicht. *Der Heilige Bernhard von Clairvaux


Ein Liebender

Ein Liebender
fürchtet sich nicht,
denn er ist sich der Liebe
des Geliebten
sicher. (*Rumi)

Verschmelzung mit dem "Schöpfer"

Über welche Vorzüge verfügt der Mensch, der einer Verschmelzung mit dem Schöpfer würdig wurde? 

Das wird nirgends klar beschrieben, und es werden nur feine Andeutungen gemacht. Um jedoch das in diesem Artikel Gesagte zu verdeutlichen, muss ich es ein wenig enthüllen, gemäß dem Maß der Notwendigkeit. Und ich werde es an einem Beispiel erklären.

Der Körper mit seinen Organen stellt ein einziges Ganzes dar. Und der Körper tauscht Gedanken und Empfindungen mit jedem einzelnen Organ aus. Wenn zum Beispiel der Organismus denkt, dass einer seiner Organe ihm dienen und Genuss bringen kann- erfährt dieses Organ sofort von diesem Gedanken und bereitet dem Körper jenen Genuss, an welchen er denkt. So auch, wenn irgendein Organ denkt und sich in der Position eingeschränkt fühlt, in der es sich befindet, erfährt der Körper unmittelbar von dessen Gedanken und dessen Empfindung und nimmt eine dafür angenehmere Position ein. Wenn es jedoch geschah, dass irgendein Organ sich vom Körper abspaltete, dann werden sie zu zwei unterschiedlichen, selbstständigen Teilen, und der Körper kennt nicht mehr die Bedürfnisse dieses einzelnen Organs. Und das Organ kennt nicht mehr die Gedanken des Körpers, um eine Möglichkeit zu haben, ihm zu dienen und Nutzen zu bringen. Wenn jedoch ein Arzt dieses Organ mit dem Körper so verbindet, wie es früher war, wird das Organ wieder die Gedanken und Bedürfnisse des Organismus kennen, und der Organismus wird wieder die Bedürfnisse des Organs kennen. Aus diesem Beispiel kann man verstehen, über welch einen Vorzug der Mensch verfügt, welcher der Verschmelzung mit dem Schöpfer würdig wurde.

* Baal HaSulam (aus: Artikel zum Abschluss des Buches "Sohar")

Link: Artikel zum Abschluss des Buches "Sohar"

Nelson Mandela - ehem. Staatspräsident Südafrika, Antrittsrede 1994

Jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten!

Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind, unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Meßbare hinaus kraftvoll zu sein. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer ich bin, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes. Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen. Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen, geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.

Deine Aufgabe ist den Blick in dich selbst wagen und Glück in die Welt tragen.