Ausdauer

Wenn man über Ausdauer verfügt, sagt man: "Es ist in Ordnung. Gut, ich werde so oft beginnen, wie nötig. Tausendmal, zehntausendmal, einhunderttausendmal werde ich, wenn nötig, von neuem anfangen - aber ich werde bis zum Ende durchhalten, und nichts wird die Macht haben, mich auf diesem Weg zu stoppen!" *Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

Das große Abenteuer


Wir sind in einer ganz besonderen Situation, einer höchst besonderen, einer bisher noch nie dagewesenen. Wir werden jetzt zu Zeugen der Geburt einer neuen Welt. Sie ist sehr jung, sehr schwach - nicht in ihrem Wesenskern, sondern in ihrer äußerlichen Manifestation - noch nicht erkannt,nicht einmal gefühlt, ja sogar von der Mehrheit verleugnet. Aber sie existiert. Sie ist hier und bemüht sich zu wachsen. Dabei ist sie sich ihres Erfolges vollkommen sicher. Aber der Weg dorthin ist ein vollständig neuer, einer, der niemals vorher beschritten wurde - dort ist noch niemand gegangen, niemand hat das getan! Es ist ein Anfang, ein universaler Anfang.

Es gibt Menschen, die das Abenteuer lieben. Diese sind es, die ich rufe, und ich sage ihnen dies: "Ich lade euch ein zu einem großen Abenteuer." Es geht nicht darum, spirituell zu wiederholen, was andere vor uns getan haben, denn unser Abenteuer beginnt jenseits davon. Es geht um eine neue Schöpfung, eine ganz und gar neue, mit all den unvorhersehbaren Geschehnissen, den Risiken und Wagnissen, die sie mit sich bringt - ein wirkliches Abenteuer, dessen Ziel der sichere Sieg ist, zu dem wir den Weg jedoch nicht kennen und der im Unerforschten Schritt für Schritt ausfindig gemacht werden muß.

Wir müssen alles Vorherberechnete, alles Ersonnene, alles Konstruierte ablegen und dann... aufbrechen in das Unbekannte - komme, was wolle !

Tatsächlich ist es das erhabenste aller Abenteuer, und trägt man die leiseste Spur eines wahren Abenteuergeistes in sich, dann lohnt es sich, alles von sich hineinzuwerfen - seine ganze Bemühung, seine ganze Kraft, sein ganzes Leben, sein ganzes Sein und alles für alles zu wagen, um auf die andere Seite zu gelangen.

Und vieleicht reicht es, wenn einige einzelne zu reinem Gold würden, denn das wäre genug, den Lauf der Dinge zu ändern.

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

Der Egoist

"Der Egoist fühlt sich von fremden und feindlichen Erscheinungen umgeben, und alle seine Hoffnung ruht auf dem eigenen Wohl. Der Gute lebt in einer Welt befreundeter Erscheinungen: Das Wohl einer jeden derselben ist sein eigenes."
 *Arthur Schopenhauer

Eckhart Tolle - Es ist immer JETZT!

Die Schlange


Ich habe mich aus meinem Ich herausgeschält, wie die Schlange aus ihrer Haut. Dann sah ich mich an und – siehe, ana huwa (ich war Er). *Bayazid

Wenn du meinst, du habest Ihn gefunden, dann hast du Ihn verloren, und wenn du meinst, du habest Ihn verloren, dann hast du Ihn gefunden. *Dschunaid

Zweck

"Halte meine Worte nicht für eine Lehre. Stets sind sie eine wirkende Kraft. Sie wurden zu einem ganz bestimmten Zweck geäußert, und sie verlieren ihre eigentliche Macht, wenn sie von diesem Zweck getrennt sind."

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

Liebe


Liebe ist das freie Gefühl eines freien Herzens:
unbegrenzt, nicht anhaftend, sich nirgends festhaltend,
sondern immer nur gebend.
Das ist allerdings
nur ohne Ego möglich.


Ayya Khema (1923 – 1997)

hineinblicken

Ich will jetzt meine Augen schließen, meine Ohren verstopfen und alle meine Sinne ablenken, auch die Bilder der körperlichen Dinge sämtlich aus meinem Bewusstsein tilgen, oder doch, da sich dies wohl kaum tun lässt, sie als eitel und falsch gleich nichts achten; ich will mich nur mit mir selbst unterreden, tiefer in mich hineinblicken und so versuchen, mich mir selbst nach und nach bekannter und vertrauter zu machen.
* René Descartes (1596-1650)

Nichts

Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken, alles vergeht, Gott bleibt derselbe. Geduld erlangt alles; wer Gott hat, dem fehlt nichts. Gott allein genügt. *Teresa von Avila (1515 – 1582)

St. Teresas Gebet:
Möge heute überall Frieden sein. Mögest du Gott vertrauen, daß du genau dort bist, wo du vorgesehen bist zu sein. Mögest du dir der unendlichen Möglichkeiten gewahr sein, die durch den Glauben geboren werden. Mögest du jener Geschenke bedenken, die du erhalten hast und die Liebe weiterleiten, die dir gegeben wurde. Mögest du in Zufriedenheit wissen, daß du ein Kind Gottes bist. Laß diese Gewißheit mit tiefen Atemzügen bis in deine Knochen dringen und dort ihren Platz finden und erlaube deiner Seele die Freiheit zu singen, zu tanzen, zu loben und preisen und zu lieben. All dies ist da für jeden und jede von uns.  *Teresa von Avila (1515 – 1582) 

Arbeit & Fortschritt

Nasruddin wandte sich an eine große Menschenmenge und rief: "Wollt ihr Wissen erlangen ohne Prüfung, Wahrheit ohne Lügen, Vollkommenheit ohne harte Arbeit und Fortschritt ohne Opfer?"

Alle schrieen "Ja!"

"Wunderbar!" sagte Nasruddin. "Ich auch, und wenn ich jemals herausfinden sollte, wie man das macht, wird es mir ein Vergnügen sein, euch davon in Kenntnis zu setzen."


Das Wort

Beispiele zum Thema:  Herkunft, Bedeutung und Form der Wörter:

Etymologie = (altgriechischen ἐτυμολογία etymologíaetymologische Erklärung, Ableitung‘ her, das sich seinerseits auf die Bestandteile ἔτυμος étymos ‚wahr, wirklich, leibhaftig, deutlich‘ sowie λόγος lógos (hier: ‚Definition, Begriffsbestimmung‘; vgl. -logie)bezieht.

Idiot = (von griechisch ἰδιότης (idiótes) „Privatperson“ „Eigentümlichkeit“, „Eigenart“

Katharsis = (gr. κάθαρσις kátharsisReinigung“)

Religion = (lat: religio, wörtlich „Rück-Bindung“,Rücksicht,Bedenken)

Keuschheit = (keusch aus lat. conscius, „bewusst“ , des selbst bewusst, mitwissend)

Wollust = (lat. Luxuria: Prunksucht, Genusssucht, Luxus )

Askese = (griechisch ἄσκησις askesis, von askein „üben“, „sich befleißigen“)

Esoterik = (von altgriechisch ἐσωτερικός esōterikós „innerlich“)

Metaphysik = (lat. metaphysica, von altgr. μετά metá = „danach, hinter, jenseits“ und φύσις phýsis = „Natur, natürliche Beschaffenheit“)

Buddha = (Sanskrit, m., बुद्ध, buddha, wörtlich „Erwachter“ )

Apokalypse = (griechisch: αποκάλυψις, „Enthüllung“, „"Offenbarung" )bezeichnet das Erschließen (Eröffnen) von etwas bisher Verborgenem. 

Seele = (die zum See Gehörende, Im Lateinischen hat "anima" die Doppelbedeutung "Seele" und "Atem")

Aura = (griech. αύρα, ávrader Hauch, Lufthauch)


Wissen = (von althochdeutsch wizzan; zur indogermanischen Perfektform *woida,ich habe gesehen,“ somit auch „ich weiß“; von der idg. Wurzel *weid- leiten sich auch lateinisch videre, „sehen“ und Sanskrit veda, „Wissen“ ab)

Spiritualität (von lat. spiritus ,Geist, Hauch‘ bzw. spiro ,ich atme‘ – wie altgr. ψύχω bzw. ψυχή, siehe Psyche

Psyche (altgriechisch ψυχή, psychḗ, für ursprünglich „Atem, Hauch“, von ψύχω, „ich atme/ lebe“)

Person = ( lateinisch: persōna (deutsch: die Maske, die Rolle)

Meditation (von lateinisch meditatio, abgeleitet von dem Verb meditari „nachdenken, nachsinnen, überlegen“, verwandt mit lateinisch mederi „heilen“, medicina „Heilkunst“ sowie griechisch μέδομαι bzw. μήδομαι „denken, sinnen“

Mantra (sanskrit, m., मन्त्र, mantra, wörtl.: „Instrument des Denkens, Rede“

Sünde  der griechische Ausdruck ἁμαρτία (hamartia) des Neuen Testaments und das hebräische Wort chat’at des Tanach bedeuten: "Verfehlen eines Ziels" – konkret und im übertragenen Sinn, also Verfehlung – und werden in deutschen Bibelübersetzungen mit Sünde wiedergegeben


Zwei Brüder

Ein Weiser berichtete von zwei Brüdern, die zusammenkamen um ein gemeinsames Leben zu führen. Der eine nahm sich folgendes vor: "Wenn mein Bruder etwas wünscht, dann werde ich es ihm tun." Ebenso dachte auch der andere. "Ich werde den Willen meines Bruders tun." Und sie lebten viele Jahre in großer Eintracht. Als der böse Feind das sah, zog er aus, sie zu trennen. Er stellte sich an die Vordertür und zeigte sich dem einen als Taube, dem anderen als Krähe. Da sagte der eine: " Siehst du die Taube da?" Der andere darauf: "Das ist doch eine Krähe" Und sie begannen zu streiten, indem einer dem anderen widersprach, und sie erhoben sich und begannen einen Kampf bis aufs Blut zur größten Freude des Feindes, und sie trennten sich. Nach drei Tagen kamen sie zu sich und besannen sich, warfen sich voreinander zu Füßen und dann gab ein jeder zu, daß es ein Vogel gewesen sei, was sie gesehen hatten. Sie erkannten den Feind und blieben ungetrennt beieinander bis zum Ende.