Dein Herz


Oh ihr Menschen ! Durch die Augen führt kein Weg zu Ihm ! Durch die Zunge erreicht ihr ihn auch nicht. Das Ohr ist nur der peinvolle Weg der Redner, und Hände und Füße sind in Machtlosigkeit versunken. Es bleibt nur ein Mittel, und das ist dein Herz. Strebe danach, dass du dein Herz wach erhältst.


* Rabi'a von Basra (Rābiʿa al-ʿAdawiyya al-Qaysiyya * 714 - † 801)

Großzügigkeit

"Großzügigkeit ist eine charakteristische
Eigenschaft der Bewohner des 
Paradieses."

"Verstehe, daß das, was du wahrhaft besitzt,
nicht das ist, was du deinen Besitz nennst,
sondern das, was du gibst."


"Wenn jemand eine Frage über den Willen hat und keinen Führer finden kann, der sie ihm beantwortet, dann soll er seine Egoistischen Absichten betrachten und das genaue Gegenteil tun. Dann wird er die Wahrheit über die Sache erfahren."
~ Sulami (936 - 1021) 


Der Unterschied

Der Unterschied zwischen mir und euch ist nur einer, nämlich dass ihr zu mir sprecht und ich zu ihm spreche; dass ihr von mir hört und ich von ihm höre; dass ihr mich seht und ich ihn sehe. Ansonsten aber bin ich ein Mensch wie ihr.

* Abu l-Abbas-i Qassab von Amul

Glückseligkeit

Nur wenn der Geist das Oberflächliche und das Verborgene versteht, kann er über seine eigene Begrenztheit hinausgelangen und jene Glückseligkeit entdecken, die nicht an die Zeit gebunden ist. *Jiddu Krishnamurti

Hermaphroditen


Überliefert wurde, dass Schibli einmal eine Weile verschwunden war, und man ihn nicht finden konnte. Schliesslich fand man ihn in einem Haus der Hermaphroditen und sagte: „Das ist doch hier kein Ort für dich !“ „Das ist grade hier ein Ort für mich“, antwortete er, „denn wie sie in der Welt weder Mann noch Frau sind, so bin ich es im Spirituellen. Also ist das hier ein Ort für mich.“


Tirmidhi erzählte:


So sehr ich auch mit meiner Seele rang, um sie zu bezwingen – ich erreichte nichts, verlor jede Hoffnung und sagte mir: „ Vieleicht hat Gott, der Hocherhabene, diese Seele für die Hölle geschaffen. Wozu bewahre ich, was zur Hölle verdammt ist ?“ Ich lief zu dem Ufer des Oxus und bat jemanden, meine Hände und Füsse zu binden. Dieser ging fort, und ich rollte mich zur Seite, warf mich mich in das Wasser, um zu ertrinken. Das Wasser schlug zusammen, und befreite meine Hände; eine Welle kam und warf mich ans Ufer zurück. Ich verzweifelte an mir und sagte: „Gepriesen seist Du, Gott! Du hast eine Seele geschaffen, weder des Paradieses würdig noch der Hölle.“ In jenem Augenblick, als ich an mir selbst verzweifelte, tat sich mein Inneres auf, ich erkannte, was mir not tat, und nahm Abstand von mir selber. Solang ich lebe, lebe ich dank dieses Augenblickes.“

Ich sah meinen Herrn mit dem Auge des Herzens und sagte: "Wer bist du?" Er antwortete: "Du." (*Halladsch)


Ich bin der, den ich liebend begehre, und der, den ich liebend begehre, ist ich; wir sind zwei Geister, die zusammen in einem Körper wohnen. Wenn man mich sieht, sieht man ihn; wenn man ihn sieht, sieht man uns. 

* Husain ibn Mansur al-Hallâdsch, (858 - 922)

Meister des Herzens


“Selbst wenn du ein Steinbrocken oder Marmor bist,
du wirst zum Edelstein in der Gegenwart eines Herzensmeisters.”
*Rûmî, Mesnevî-i Man’âvî, I:1723

Kenntnis

„Sayf ad-Dawla entließ die Gelehrten und verblieb mit al-Fârâbî allein. Er fragte ihn: „Möchtest du etwas essen?“ Al-Fârâbî antwortete: „Nein.“ Sodann fragte er ihn: „Möchtest du etwas trinken?“ Dieser erwiderte: „Nein.“ Sayf ad-Dawla fragte: „Möchtest du etwas Musik hören?“ Al-Fârâbî bejahte. So gab Sayf ad-Dawla den Befehl die besten Sänger und Instrumentalisten zu holen und diese begannen. Al-Fârâbî bemängelte ihr Spiel, und auf die Frage, ob er Kenntnis in dieser Kunst habe, bestätigte er dies. Sodann holte er aus seiner Weste einen Lederbeutel, entnahm aus diesem mehrere Hölzer, setzte sie zusammen und begann darauf zu spielen. Die gesamte Versammlung musste wegen diesem dargebrachten Musikstück lachen. Dann zerlegte er das Instrument und setzte es in einer anderen Weise wieder zusammen, begann zu spielen und alle Anwesenden fingen zu Weinen an. Dann setzte er das Instrument in einer anderne Weise und spielte so, dass alle selbst der Türhüter einschliefen. Darauf verschwand al-Fârâbî.“

Die Linde















Heute sah ich eine älter Dame wie sie im Park Lindenblätter & Blüten vom Baum Pflückte und aß, Ich tat es ihr gleich und war überrascht wie angenehm sie schmecken, Probiert es mal aus ;)

Sie enthalten viel Proteine, Pflanzenschleime, Lebendiges Chlorophyll,
Vitamin C, Mineralsalze, Flavonoide und Farnesol. In den Blüten finden sich ätherisches Öl, Gerbstoffe Saponine und Glykoside. Die Samen sind reich an fetten Ölen.

Die Linde wirkt u.a. beruhigend, blutreinigend und entzündungshemmend.
















>>> Lebendiges Chlorophyll: Grünes Elixier
für Gesundheit und Wohlbefinden <<<

Einfalt

O du wahre 3-falt, hilf aus allem 2-spalt zu der wahren 1-falt.
Aus dem 17. Jahrhundert

Ein Edelstein liegt oft in unscheinbarer Hülle. Anderes Gestein liegt darüber, macht ihn unsichtbar und unschön. Diese anderen Schichten wollen entfernt sein, soll der Edelstein in seiner Klarheit leuchten. Er muss geschliffen werden, damit er in seiner Schönheit strahlt. Entfernen des Hinderlichen, das ist die Methode, damit das Schöne zum Strahlen kommt.

Dionysius Areopagita (5. Jh.)

Sei Wasser



Das Wirken oder die Absicht der Natur zu erkennen, und zu erkennen, in welcher Beziehung das menschliche Wirken dazu stehen muß: das ist das Ziel.Der höchste Mensch wendet seinen Geist zurück zur Ewigkeit und genießt die Geheimnisse des Jenseits. Er ist wie das Wasser, das fließt, ohne Formen anzunehmen.Die Menschen der Masse versuchen Dinge, die sich nicht erzwingen lassen, zu erzwingen, darum sind sie fortwährend in Aufregung.
(*Dschuang Dsi)

Was ist Demut ?

 "Was ist äußerste Demut ?"
"Sie besteht darin, dass du aus dem Haus gehst und jeden, den du siehst, gemessen an dir, als besser erkennst denn dich selbst."