Damit wäre also alles geregelt !

Ein armer Jude findet eines Tages eine Geldbörse mit 700 Talern. Am Gemeindezentrum liest er einen Anschlag, dass ein reicher Jude seine Geldbörse verloren hat und dem ehrlichen Finder 50 Taler zahlen will. Der arme Jude freut sich und bringt dem reichen die Börse. Als der sein Geld wiederbekommt, bereut er schon sein Versprechen, einen Finderlohn zu zahlen. Also zählt er vor dem Armen das Geld nach und meint: "Wie ich sehe, hast du dir schon den Finderlohn herausgenommen, denn in meiner Börse befanden sich 750 Taler. Damit wäre also alles geregelt!" Doch der arme Jude will das nicht gelten lassen und bringt die Sache vor den Rabbi. Der hört sich in Ruhe beide Männer und ihre Standpunkte an. Der Reiche beschwört den Rabbi, dass er ihm glauben müsse. "Ich glaube dir, dass in deiner Börse 750 Taler waren, aber ich glaube auch dem Finder, denn sonst hätte er die Börse gar nicht zurückgebracht, sondern behalten. Daher kann die Börse, die er gefunden hat nicht von dir sein." Der Rabbi gibt dem Armen die Börse mit den 700 Talern mit der Bitte, sie aufzubewahren, bis sich der Mann meldet, der 700 Taler verloren hat. Und wenn nicht, mag er sie behalten. Den Reichen aber bittet er, darauf zu warten, bis jemand seine Börse mit 750 Talern gefunden hat.

Meine Liebe

"Meine Liebe wird dich jagen durch die Welt, verfolgen will ich dich durch die Jahrhunderte, kein Schild soll dich schirmen, keine Unwissenheit dich schützen, nirgendwo wirst du verborgen bleiben meinen lebendigen Augen, nirgendwohin entkommen können meinem göttlichen Verlangen."

*Sri Aurobindo - Savitri

Alle Probleme des Lebens sind im wesentlichen Probleme der Harmonie. *(Sri Aurobindo - Das Göttliche Leben - Erstes Buch)


Die einzige Arbeit...

"Die einzige Arbeit, die spirituell läutert, ist jene, die ohne persönliche Beweggründe verrichtet, ohne Ruhm, öffentliche Anerkennung oder Einfluß in der Welt zu erstreben, ohne auf eigenen mentalen Beweggründen, vitalen Freuden und Forderungen oder materiellen Vorteilen zu bestehen, ohne Eitelkeit oder Geltungstrieb oder Anspruch auf Stellung und Ansehen, sondern ausschließlich um des Göttlichen willen und auf dessen Befehl getan wird.

* Sri Aurobindo - Licht auf Yoga

Die Umgebung


Wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle

Die Wichtigkeit der Gruppe

Ein Mensch, der ein gewisses Verlangen nach dem Weg der Wahrheit hat, sich aber ständig unter Menschen befindet, die keinerlei Interesse an diesem Weg haben bzw. die sich diesem Weg sogar aktiv widersetzen, so ein Mensch wird allmählich von seinem Weg abkommen und der Meinung der anderen zustimmen, da die Gedanken der Menschen, die engen Kontakt miteinander pflegen, sich sozusagen „vermischen“.

Daher gibt es keinen anderen Weg, als eine eigene Gruppe mit einem bestimmten Rahmen zu bilden, ein separates Kollektiv. Außerdem müssen Mitglieder dieses Kollektivs sich stets an das Ziel der Gruppe erinnern, damit sie nicht von ihrem Weg abkommen und von der Mehrheit beeinflusst werden. Die Natur des Menschen ist so, dass er gern der Mehrheit hinterherläuft.

* Rabash 1907-1991

UNENDLICHES SEIN

Wenn wir hören, daß irgendein Sternennebel Millionen
Lichtjahre entfernt ist, und wissen, daß eine Lichtsekunde
schon 300 000 km beträgt, können wir ahnen, wie unermeßlich
weit »unendlich« reicht.

Gehst du im Kreis in der Runde - und ist der Kreis auch
noch so klein -, du kommst nie an ein Ende.

Unendlichkeit bedeutet: Das
Werden hat keinen Anfang und nimmt kein Ende.
Das Werden als Unendliches teilt dir mit: "Wenn du
nur das Werden kennst, bleibst du gefangen. Vom Sein her
kommt die Befreiung." Die Suche in Zeit und
Raum ist ein Herumirren im Kreise.
Das »Bald« hat sich erfüllt,
ein Berechnen ist überflüssig.
 *Friedrich Weinreb

Nasruddin saß am Flussufer, als jemand vom anderen Ufer aus rief: „Wie komme ich denn hier auf die andere Seite?“ Drauf antwortete Nasreddin: „Du bist auf der anderen Seite!“

Kabir (Hindi, कबीर, * 1440; † 1518)

Kabîr, der ein einfacher Weber war, gilt in Indien als einer der größten Dichter. In Indien ist er vielleicht der meist zitierte Autor zusammen mit Tulsidas. 

"Wiederhole, "Du, Du", Ich bin geworden, wie Du. Nichts von mir verbleibt in meinem Selbst. Wenn der Unterschied zwischen meinem Selbst und anderen entfernt ist, dann - wohin ich auch schaue, sehe ich nur Dich." 

 *Kabir (Hindi, कबीर, * 1440; † 1518)

Als...

Als der Tag kam, für den ich gelebt habe und gestorben bin, der Tag, der in keinem Kalender verzeichnet ist, Ergossen sich Wolken, schwer von Liebe, mit ungestümer Fülle über mich. Meine Seele wurde durchtränkt. Um mich herum wurde sogar die Wüste grün.

*Kabir

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Das Ziel der Schöpfung, enthüllt sich, in der Verbindung zwischen uns. *Rav M. Laitman