Praktizieren

Manche Menschen beklagen sich, dass ihnen das Praktizieren der Spiritualität nicht viel bringt. Aber in welchem Zustand wären sie, wenn sie sich niemals darum bemüht hätten, ihr inneres Leben zu disziplinieren? Schon die wenigen Regeln, die sie anzuwenden versuchen und die Übungen, die sie machen, führen sie auf den Weg der Gesundheit, des Friedens und der Hoffnung. Sie sollen diese Praktiken nur aufgeben, sie werden schon sehen, ob das besser wäre. Seit eurer Geburt atmet, esst und schlaft ihr und meint, das hätte euch weder intelligenter noch reicher noch stärker gemacht. Aber hört damit auf zu atmen, zu essen und zu schlafen und es wird sich zeigen, wo ihr euch dann befindet: auf dem Friedhof! Man isst, man trinkt und bemerkt keinerlei Veränderung. Hätte man jedoch nicht gegessen und getrunken, dann, ja dann hätte es große Veränderungen gegeben! Also, sagt nicht, die Spiritualität würde euch nichts bringen. Sie unterstützt euch, sie hält euch auf dem rechten Weg; und ihr seid doch immerhin noch am Leben und habt mindestens noch Hoffnung und Licht. Wenn ihr euch mit all diesem Licht nicht erhellt fühlt, was wäre dann ohne dieses Licht?

*Omraam Mikhael Aivanhov

Sound & Silence Festival

Der Tag wird in der Nacht geboren

Jeder Aufstieg bedarf eines Abstieges,
jede Füllung bedarf eines Mangels.
Auf jeden Winter folgt der Frühling.
Auf jede Nacht der Tag.
So geht es abwärts auf dem Weg,
der nach oben führt.

*Azmuto


Die sechs Stanzen über das Nirvana von Shankara; ca. 800 n.Chr.

OM!
Ich bin weder Denken, Intelligenz, Ich, noch Geist, weder Ohren noch Zunge, noch Riechen und Sehen, weder Luft noch Akasha, weder Feuer noch Wasser, noch Erde: Ich bin ewige Seligkeit und Gewahrwerdung: Ich bin Shiva! Ich bin Shiva!

Ich bin weder Prana noch die fünf Lebenslüfte, weder des Körpers sieben Elemente noch seine fünf Hüllen, weder Hand noch Fuß, noch Zunge, noch Tätigkeitsorgan: Ich bin ewige Seligkeit und Gewahrwerdung: Ich bin Shiva! Ich bin Shiva!

Ich kenne weder Gier noch Täuschung, weder Zuneigung noch Abscheu; keinen Stolz und kein Ich, nicht Dharma, nicht Befreiung; weder Verlangen des Denkens noch ein Objekt des Verlangens: Ich bin ewige Seligkeit und Gewahrwerdung: Ich bin Shiva! Ich bin Shiva!

Ich kenne weder Freude noch Leid, weder Tugend noch Laster; weder Mantra noch Heiligtum, weder Veden noch Opfer; weder bin ich der Esser, die Nahrung, noch der Vorgang des Essens: Ich bin ewige Seligkeit und Gewahrwerdung: Ich bin Shiva! Ich bin Shiva!

Ich kenne weder Tod noch Furcht, noch Unterschied der Kaste; habe weder Vater noch Mutter, noch eine Geburt; weder Freund noch Kameraden, weder Schüler noch Guru: Ich bin ewige Seligkeit und Gewahrwerdung: Ich bin Shiva! Ich bin Shiva!

Ich habe weder Form noch Fantasie; das Alldurchdringende bin ich. Überall bin ich vorhanden und dennoch jenseits der Sinne. Weder bin ich Erlösung noch etwas Erkennbares: Ich bin ewige Seligkeit und Gewahrwerdung: Ich bin Shiva! Ich bin Shiva!

Reinheit und das Licht

Unter dem Leiden, das die Menschen zu ertragen haben, kommt natürlich vieles von außen. Und doch tragen auch sie bei diesem Leid, das ihnen auferlegt wird, und für das sie nicht direkt verantwortlich sind, einen Teil der Verantwortung: Sie haben nicht gelernt, immun zu werden. Wenn sie derart verletzlich sind, so bedeutet dies, dass die von der äußeren Welt auf sie einströmenden negativen Elemente in ihnen auf eine Resonanz treffen. Es kann sogar sein, dass das Böse durch die in ihnen liegenden Unreinheiten und Dunkelheiten noch zunimmt. Derjenige, der danach trachtet, in sich die Reinheit und das Licht aufrechtzuerhalten, erreicht nicht nur, das Böse zu neutralisieren, sondern das Gute, das ihm zu empfangen gelingt, noch zu verstärken. Und wenn er die Segnungen, die jeden Tag aus den sichtbaren und unsichtbaren Welten auf ihn zukommen, nicht intensiv wahrnimmt, so deshalb, weil alle möglichen undurchdringlichen Materialien in ihm für die Segnungen ein Hindernis bilden. Ihr seht also, alles hängt von uns ab: Das Böse abzuweisen, aber auch das Gute anzuziehen, zu bewahren und sogar zu verstärken.

*Omraam Mikhael Aivanhov

ONE DAY TO CELEBRATE UNITY - 30.Okt 2016

Link:

www.unityineurope.com/unity-day

www.unityineurope.com

Tarur..




Lyrics:
Tarur niche asle base Chaya dei se bhalobese Satya satya baro je jan Pakhir haise parer karan Aloy chere rishi yogi Tarur sathe thaken ese Tarur mato basbo bhalo Sabar prane alor deshe.

Translation:
When we sit at the foot of a tree, It shelters us with love. He who is really great Gives away all that he has and is for others. The Seers and the Yogis leave their homes And go and sit at the foot of the trees. They find in the trees their true friends. We must try to love all human beings In the world of Light As a tree loves us.

*Sri Chinmoy 

source: www.radiosrichinmoy.org/temple-song-hearts

A drop am I

A drop am I.
Ocean I shall become soon,
By Your Grace.

*Sri Chinmoy

Der König und der Kehrjunge

Weisheiten und Zitate aus dem Buddhismus

Sonne

Nähert euch bewusst der Sonne, mit dem Wunsch, wie sie zu werden, dann werdet ihr schließlich etwas von ihrem Leben, ihrer Wärme und ihrem Licht empfangen. Und wollt ihr Freunde? So wisst, dass die Sonne euch die besten Mittel lehrt, um sie anzuziehen. Wie sollte man nicht auf ein Wesen zugehen wollen, in dessen Nähe man sich belebt, erwärmt und erhellt fühlt? Jemanden, der kalt, finster und leblos ist, meidet man hingegen; oder wenn man gezwungen ist, ihn zu treffen, so tut man alles, um sich zu schützen, und man verschließt sich vor ihm. Schaut die Blumen an: Sie verschließen sich während der Nacht, aber öffnen sich am Tag der Sonne. Ist das nicht eine Sprache? Die Blumen sprechen zu uns und sagen: »Ihr könnt die Herzen und Seelen nur öffnen, indem ihr Licht und Wärme verbreitet.«

*Omraam Mikhael Aivanhov

Das höchste Geheimnis

Das höchste Geheimnis ist Gott selbst. Er kann gesehen werden. Er kann gefühlt werden. Er kann verwirklicht werden. Wenn Er gesehen wird, ist Er Existenz. Wenn Er gefühlt wird, ist Er Bewusstsein. Wenn Er verwirklicht wird, ist Er Wonne. In Seiner Verkörperung der Existenz ist Er ewig. In Seiner Enthüllung des Bewusstseins ist Er unendlich. In Seiner Manifestation der Wonne ist Er unsterblich. Seine alles übersteigende Schau und Seine absolute Wirklichkeit sind die zukünftigen Errungenschaften des Menschen.

Die sich ausdehnende Liebe, die weinende Hingabe und die glühende Selbstüberantwortung des Menschen sind der zukünftige Besitz Gottes.

Gott ist zugleich endlich und unendlich. Er ist im Raum. Er kann gemessen werden. Er muss gemessen werden. Er ist jenseits des Raumes. Er ist unermesslich. Er ist grenzenlos. Er ist unendlich. Kleiner als eine Nadelspitze ist Er. Größer als die sieben höheren und die sieben niederen Welten zusammen ist Er. In Seinem Herzen ist das Leiden der Erde. In Seiner Seele ist die Freude des Himmels. Insgeheim sagt Er der Erde: „Mein Kind, Ich bin dein. Ich stehe dir zu Diensten. Nimm Mich in Anspruch, und wir beide sind erfüllt.“ Zum Himmel sagt Er offen: „Mein Kind, du bist Mein. Du stehst Mir zu Diensten. Beuge dein Haupt, gehe hin und schenke das Licht Meiner Schau und die Höhe Meiner Wirklichkeit deiner Schwester Erde, die jünger ist an Weisheit, älter aber an Geduld.“ Das höchste Geheimnis ist das höchste Wissen. Dieses Wissen ist das Lied der Befreiung. Dieses Wissen ist der Tanz der Enthüllung. Dieses Wissen ist die Stille der Vollkommenheit.
...

source: www.srichinmoy.org//vortrag/mystik5


*Sri Chinmoy 
 

Das göttliche Spiel

Wie eine Mutter

So wie eine Mutter ihr Kind mit ihrem Leben beschützt und behütet, so möchte ich mich zu allen Wesen in grenzenloser allumfassender Liebe verhalten. Möge diese Liebe die ganze Welt und ihre Wesen durchdringen.

*Buddha

Der Achtfache Pfad des Buddha

Jeden Augenblick..

Jeden Augenblick sehen wir Schranken zwischen uns Menschen, als stünden Betonwände zwischen uns. Wir können nicht von ganzem Herzen miteinander sprechen. Warum? Weil uns die Liebe fehlt. Liebe ist unsere untrennbare Einheit mit dem Rest der Welt, mit der gesamten Schöpfung. Mit unserer seelenvollen Liebe können wir diese Beton-Wand zum Einsturz bringen.

*Sri Chinmoy

Teil des Ganzen

Das Herz lebt nicht etwa für sich selbst,
es lebt für den gesamten Körper.
Und ohne den Körper,
würde es nicht existieren können.
So auch der Mensch.

*Azmuto

Tun, was zu tun ist.

Wir sind Leben, wir sind Natur, wir sind Gott. Bloß zu existieren, ist nicht genug. Wir müssen unsere Bestimmung kennen und tun, was zu tun ist.  
*Rabbi Akiba Ben Joseph (*50 - † 136)

jetzt leben !

Wie du beim Sterben gelebt zu haben wünschest, so solltest du jetzt schon leben. 
*Mark Aurel (* 26. April 121 - † 17. März 180)

Nichts ändert sich, außer ich ändere mich. Alles ändert sich, sobald ich mich verändere.

Es ist ein Grund zur Freude,
wenn man sich selbst erkennt,
denn nur dann kann man sich ändern.
Solange man sich nicht ändern kann,
bleibt alles beim Alten.

*Ayya Khema

Beziehungen..

...Bei der Entwicklung guter Beziehungen mit anderen gibt es drei Stufen: Denken, Sprechen und Handeln. Selbst wenn Sie nicht gut über mich denken, aber versuchen, Gutes über mich zu sagen, wird sich Ihre Haltung zu mir verändern.

Eine Arbeitsübung für zu hause oder wo auch immer: Wählen Sie jemanden aus, und schmeicheln Sie ihm. Er wird Ihnen sympathischer. Selbst wenn Sie jemanden hassen, wird sich ihre Haltung ihm gegenüber ändern, wenn Sie freundlich zu ihm sprechen. Durch Ihre Haltung beeinflussen Sie die Haltung des anderen Menschen Ihnen gegenüber und sie wird sich zum Besseren verändern. Stärker als die Kraft der Worte ist die Kraft der Gedanken. Gute Gedanken sind die stärkste Kraft in der Welt. Versuchen Sie, über die Menschen positiv zu denken. Was Ihnen als schlecht erscheint, kommt aus Ihrem eigenen Ego. Ein positiver Gedanke wie dieser verursacht eine Verbesserung für beide, für den anderen und für Sie, da wir alle in einem inneren Netzwerk verbunden sind.

*Rav M. Laitman

Quelle: www.laitman.de/die-macht-eines-wortes

Tiefe ewigen Schweigens

Alles Vollkommene in Wort und Tat stammt aus der Tiefe ewigen Schweigens.

In den Tiefen der Weltmeere gibt es keine Stürme mehr, nur an der Oberfläche lärmen die jauchzend landwärts donnernden Wogen; genauso ist es mit der befreiten Seele inmitten turbulenter Aktion, sie handelt nicht, sie atmet nur überwältigende Tatenfülle aus.

*Sri Aurobindo

Der Verstand trennt, stellt Einzelheiten fest und setzt sie einander gegenüber; Weisheit eint und verbindet die Gegensätze in einer einzigen Harmonie. *Sri Aurobindo

"Was die Seele sieht und erfahren hat,
das weiß sie; das Übrige ist Schein,
Vorurteil und Meinung."

"Nur jene Gedanken sind wahr,
deren Gegenteil zu seiner Zeit
und an seinem Platz ebenfalls wahr ist;
unbestreitbare Dogmen
sind die gefährlichste Art von Lüge."

*Sri Aurobindo



Die Bodhisattva-Gelübde im Mahâyâna (Shântideva: Bodhicaryâvatâra, aus Kapitel III )

Möge ich den Schutzlosen ein Beschützer sein,
ein Führer den Reisenden,
denen die zum anderen Ufer wollen, ein Boot, ein Damm, eine Brücke,
eine Lampe für die, die eine Lampe brauchen,
ein Bett für die, die ein Bett brauchen,
ein Diener für alle Lebewesen, die einen Diener brauchen.

Möge ich den Lebewesen ein Wunschjuwel sein,
ein Glückskrug, eine Zauberformel, ein Wunderheilkraut,
ein Wunschbaum und eine Wunschkuh.

So wie die Erde und die drei anderen Elemente,
zusammen mit dem Raum, alle Wesen beständig nähren und stützen,
möge auch ich zu einer solchen Quelle der Nahrung und Stütze
für alle Wesen werden, die den Raum ausfüllen,
solange noch nicht alle Wesen den Frieden erlangt haben.

Wenn die Buddhas der früheren Zeiten sich dem Bodhicitta,
dem Herz-Geist der Erleuchtung, verpflichteten,
beschritten sie stufenweise den Pfad der Bodhisattva-Praxis.
So verpflichte auch ich mich dem Bodhicitta zum Wohle aller Wesen
und werde stufenweise den Pfad der Bodhisattva-Praxis beschreiten.

Heute ist meine Geburt fruchtbar geworden;
meine Geburt als Mensch hat eine Berechtigung erhalten.
Heute wurde ich in Buddhas Familie geboren.
Jetzt bin ich ein Kind Buddhas.

Jetzt bin ich entschlossen, Handlungen auszuführen,
die meiner Familie würdig sind.
Ich werde die Reinheit dieser fehlerlosen,
edlen Familie nicht beschmutzen.

So wie ein blinder Wanderer
ein Juwel in einem Kehrrichthaufen findet,
so entstand, scheinbar durch einen Glücksfall,
Bodhicitta in mir, Dieser überragende Nektar, der den Tod zerstört;
der unerschöpfliche verborgene Schatz, der alle Armut beseitigt;

Die überragende Medizin, die sämtliche Krankheiten heilt;
der Baum, der allen Wesen Schutz gewährt,
die es müde sind, die Pfade des Samsara zu wandern;
Das Fahrzeug für alle Reisenden,
die die Sorgen hinter sich lassen;
der Mond des Geistes,
der die Hitze der Begierde kühlt;

Die große Sonne,
welche die Dunkelheit der Unwissenheit zerstreut;
die aus der Milch des Dharma geschlagene reine Butter;

Die große Glückseligkeit
für Wanderer auf den Pfaden des Samsara,
die nach Freude Ausschau halten.
In Anwesenheit aller Buddhas lade ich alle Wesen ein,
meine Gäste zu sein.Mögen die Götter
und alle anderen Wesen sich freuen.
 
Möge das kostbare Juwel des Bodhicitta entstehen,
Wo es noch nicht entstanden ist.
Und wo es bereits entstanden ist,
Dort möge es nicht abnehmen,
Zunehmen möge es von Gipfel zu Gipfel.















Der Moses Code

Das Lied "Du"

Rabbi Levi Jizchak ben Meir von Berditschew
pflegte ein Lied zu singen, in dem es heißt:


"Wo ich gehe - du !
Wo ich stehe - du !
Nur du, wieder du, immer du !
Du, du, du !
Ergeht`s mir gut - du !
Wenn`s weh mir tut - du !
Nur du, wieder du, immer du !
Du, du, du !
Himmel - du, Erde - du !
Oben - du, unten - du,
Wohin ich mich auch wende,
du bist an jedem Ende !
Nur du, wieder du, immer du !
Du, du, du !"

Begegnungen

"Wenn du einen Menschen aus dem Schlamm und Kot heben willst, wähne nicht, du könntest oben stehen bleiben und dich damit begnügen, ihm eine helfende Hand hinabzureichen. Ganz musst du hinab, in Schlamm und Kot hinein. Da fasse ihn dann mit starken Händen und hole ihn und dich ans Licht."

"Wenn wir uns auf Begegnungen nicht mehr einlassen, verlieren wir einen entscheidenden Bestandteil unseres Lebens. Es ist so, als würden wir aufhören zu atmen." 


*Martin Buber 




Den inneren Gott wahrnehmen


„Ich möchte, daß ein jeder von uns dahin gelangt, wo er den inneren Gott wahrnehmen kann, der auch im verdorbensten menschen wohnt. Statt diesen zu verdammen, sollten wir sagen: ‚Steige auf, du strahlendes Wesen, das für immer rein ist und weder geburt noch tod kennt, steige auf, du Allvermögendes, und offenbare deine natur!'"Folgen wir diesem schönen rat, und wir werden sehen, wie alles um uns sich wie durch ein wunder verwandelt. So verhält sich wahre, bewußte und klarsichtige liebe, jene liebe, die hinter die erscheinungen zu blicken und trotz der worte zu verstehen weiß, liebe, die durch alle hindernisse hindurch dauernd mit den tiefen in verbindung steht. Was wiegen unsere impulse und begierden, ängste und gewalttätigkeiten, unsere leiden und kämpfe, all diese persönlichen wechselfälle, die unsere ungeordnete einbildungskraft ungebührlich dramatisiert — was wiegen sie gegen diese große, erhabene, göttliche liebe, die sich aus der innersten tiefe unseres wesens über uns neigt und uns die schwächen nachsieht, die irrtümer berichtigt, die wunden heilt und unser ganzes wesen in ihren neubelebenden fluten badet?

Denn die Gottheit im innern drängt sich niemals auf, stellt nie einen anspruch, droht nie; sie bietet sich dar, sie gibt sich selbst, verbirgt und vergißt sich im herzen der wesen und dinge; sie tadelt keinen, urteilt, verwünscht und verdammt nie, sondern arbeitet unaufhörlich daran, ohne zwang zu vervollkommnen, ohne vorwurf wiedergutzumachen, ohne ungeduld zu ermutigen und jedermann mit all den schätzen zu bereichern, die er empfangen kann; sie ist die mutter, deren liebe gebiert und nährt, wacht und schützt, rät und tröstet; weil sie alles versteht, erträgt sie alles, entschuldigt und verzeiht alles, erhofft alles, bereitet alles vor. Weil sie alles in sich trägt, hat sie nichts, was nicht allen gehört, und weil sie über alle regiert, ist sie dienerin von allen; darum werden alle, ob groß oder klein, die mit ihr könige und in ihr götter sein möchten, gleich ihr keine despoten, sondern diener unter ihren brüdern. Wie schön ist diese demütige rolle des dieners, diese rolle all derer, die offenbarer und künder des Gottes waren, der in allen ist, der göttlichen Liebe, die alle dinge beseelt ... Und bis wir ihrem beispiel folgen und wie sie wahre diener sein können, laßt uns von dieser göttlichen Liebe durchdrungen und gewandelt werden, und stellen wir Ihr rückhaltlos dies wundervolle werkzeug unseres stofflichen organismus’ zur verfügung! Sie wird es auf jeder ebene des wirkens sein bestes leisten lassen.

Um zu dieser umfassenden weihung unserer selbst zu gelangen, sind alle mittel gut, haben alle methoden ihren wert. Auszuharren im willen, das ziel zu erreichen, ist das einzige wirklich unerläßliche. Dann werden alle studien, in die man sich vertieft, alle taten, die man vollbringt, alle menschen, denen man begegnet, uns einen hinweis, eine hilfe, ein licht brin- gen, die uns weiterführen auf dem weg.

*Mira Alfassa

Ananda - Seligkeit

Ananda, die Wonne, die Seligkeit, ist die eigentliche Natur des Geistes. In ihr findet er sein wahres Selbst, sein wesentliches Bewustsein, die absolute Macht seines Seins. Das Eintreten unserer Seele in diese absolute, unbegrenzte, bedingungslose Seligkeit ist sowohl unendliche Vollkommenheit wie ewige Befreiung.

Ananda ist der Schlüssel zum herrlichsten göttliche Leben, der selbst jetzt von seiner verborgenen Quelle aus alle anderen Kräfte des Weltalls unterstützt.

Gott nur als Gedanken zu erfassen, genügt nicht, Er muß auch als Wonne gefühlt werden: Ideen, Kräfte, Prinzipien sind nur hohle Formen, es sei denn, der Atem seiner Seligkeit erfülle sie.

*Sri Aurobindo

Freiheit besteht im Erkennen und überwinden der eigenen Grenzen.

Freiheit ist kein fernes Ziel, Befreiung nicht das angestrebte Ergebnis. Freiheit muss am Anfang stehen, sonst kannst du nichts entdecken“. 
*Jiddu Krishnamurti

Wir gleichen Vögeln im Käfig, die zwar oft vom Fliegen, vom Sich erheben und von der Weite des Himmels träumen, die geöffneten Käfigtüren aber ängstlich ignorieren. Alles kommt zu uns, wartet darauf, eingelassen und würdig empfangen zu werden. Auf unsere Offenständigkeit, auf unsere ständig offene Tür kommt es an. Doch das kleine Ich versucht ständig sich abzugrenzen, abzusichern, Türen zuzusperren, Berechnungen anzustellen, es ist gefüllt mit Paranoia, Angst, Gier, Ablehnung, Neid, Stolz, Mangelgedanken, Hass und Misstrauen. Nun Frei zu sein heißt seine eigenen Grenzen zu Erkennen und zu Überwinden, Frei zu sein heißt sich zu öffnen und zu öffnen und zu öffnen, ohne Selektion, ohne Bedingung, sogar ohne Türsteher, ohne Grenzen, ohne Absicherung und ohne Ende.

Freiheit und wahres Glück

Das Verlangen nach Sicherheit bringt Trägheit hervor, es macht das Geist-Herz unflexibel und dumpf, es verhindert, dass wir offen für die Wirklichkeit sind. Die Wahrheit offenbart sich nur in großer Unsicherheit.  

*Jiddu Krishnamurti - Freiheit und wahres Glück

Das System

Das System ist auf eine ungewöhnliche weise Art aufgebaut. Mit unserem persönlichen Wachstum korrigieren wir gleichzeitig auch das gesamte System im großen Maßstab, weil die Erweckung von Oben in uns einen außergewöhnlichen Zustand in uns erzeugt. Dadurch beeinflußt selbst eine mikroskopische Veränderung, die wir in uns erreichen, das ganze System und verbessert die Bedingungen anderer Leute, indem sie ihnen eine Menge Glück bringt.

*Rav M. Laitman

Messias bedeutet übersetzt das Herausziehende, die Kraft, die dem Menschen aus seiner Selbstsucht hilft. *Rav M. Laiman

Der Messias ist die Kraft des Schöpfers, die uns aus unserer derzeitigen begrenzten Wahrnehmung herauszieht. Messias kommt vom Verb „Lishmo” – herausziehen. Heraus aus dem Willen zu empfangen, hin zum Willen zu geben.

*Rav M. Laitman

Menschen Gott

Was bedeutet Diener Gottes zu sein? Dieser Ausdruck wird nie korrekt verstanden werden, solange die Menschen Gott als ein Wesen außerhalb von sich selbst betrachten. Jener, der dienen muss, weiß, dass er seiner Freiheit entsagt und es ist ganz normal, dass der Gedanke, sich in den Dienst einer Kraft zu stellen, von der man nicht weiß, wo sie ist und die vielleicht nicht einmal existiert, für manche unerträglich ist. Wer sich in den Dienst Gottes stellt, der dient keinem Wesen außerhalb von sich selbst; deshalb kann er auch nicht seine Freiheit verlieren, im Gegenteil, er erwirbt sie sich. Genau das ist die Grundlage der Religion. Die Idee, Gott zu dienen, macht nur dann Sinn, wenn der Mensch sich bewusst wird, dass die Gottheit, der er dienen soll, in seiner Seele wohnt. Je mehr er sich Ihr weiht, desto mehr nähert er sich Ihr an und nimmt Verbindung mit Ihr auf. Dank seiner Arbeit gelingt es ihm, die in seinem Inneren aufgrund seiner niederen Gedanken, Gefühle und Begierden angehäuften Schlacken aufzulösen. Auf diese Weise entdeckt er nach und nach die Quintessenz seines Wesens, welche die Quintessenz von Gott selbst ist.

*Omraam Mikhael Aivanhov