Jedes Mal...

Jedes Mal, wenn zwei Menschen einander verzeihen, ist Weihnachten. Jedes Mal, wenn ihr Verständnis zeigt für eure Kinder, ist Weihnachten. Jedes Mal, wenn ihr einem Menschen helft, ist Weihnachten. Jedes Mal, wenn jemand beschließt, ehrlich zu leben, ist Weihnachten Jedes Mal, wenn ein Kind geboren wird, ist Weihnachten. Jedes Mal, wenn du versuchst, deinem Leben einen neuen Sinn zu geben, ist Weihnachten. Jedes Mal, wenn ihr einander anseht, mit den Augen des Herzens, mit einem Lächeln auf den Lippen, ist Weihnachten. Denn es ist geboren die Liebe. Denn es ist geboren der Friede. Denn es ist geboren die Gerechtigkeit. Denn es ist geboren die Hoffnung. Denn es ist geboren die Freude. Denn es ist geboren Christus, der Herr.


Weihnachten ist ... Wenn ein stilles Lächeln von Herzen kommt. Wenn das Ich zum Wir sich wandelt. Wenn Hände lieber geben als nehmen. Wenn Abstand Nähe wird. Wenn Helfen ein wichtiges Wort wird. Wenn Augen zu leuchten beginnen. Wenn eine Träne nicht Leid bedeuten muss.

*aus Brasilien 

Das Tor der Tränen


Isaak von Ninive wurde einst gefragt, was der Ausspruch bedeute: 
„Wenn alle Pforten verschlossen sind, 
ist das Tor der Tränen geöffnet“ !

Er gab zur Antwort:
Siehe, da liegt einer auf den Knien, auf einmal, während er so im Flehen und Seufzen liegt, bricht plötzlich aus seinem Herzen die Quelle der Süßigkeit, seine Glieder beginnen zu wanken, seine Augen schließen sich, sein Antlitz neigt sich zur Erde und seine Sinne schwinden, so daß selbst die Knie ihn nicht mehr zu tragen vermögen vor Entzücken über die Seligkeit, die seinen ganzen Körper durchstrahlt. Dies sei dir das Merkzeichen, daß auch du in der Ruhe und in der rechten Übung der Demut bist und deine Seele daran ist, die Finsternis zu verlassen. Dein Herz wird entbrennen und Tag und Nacht wie im Feuer überwallen, und alles Irdische wird dir wie Asche und Kot erscheinen, so mächtig und glühend ist das Entzücken, das du in deiner Seele erlebst. Und eine Quelle der Tränen wird dir gegeben, so daß sie von selbst wie Bäche strömen aus deinen Augen und sich mit all deinen Werken verbinden; und mit allem, was du nur tust, mischen sich deine Tränen.


Wenn du solches in dir bemerkst, dann sei getrost: du hast das Meer überschritten! Aber mühe dich immer mehr und halte sorgfältig Wache über dich, so wirst du Tag um Tag zunehmen.Der innere Mensch steht ohne Frucht, solange er noch der Frucht der Tränen ermangelt. Hast du aber dies Land betreten, dann wisse, daß dein Geist verlassen hat das Gefängnis dieser Welt und seinen Fuß gesetzt auf den Weg des neuen Menschen und seine Luft zu atmen beginnt, des wunderbaren, des neuen Standes. Denn beginnt der Fluß der Tränen, so beginnen die Geburtswehen des geistlichen Menschen. 


Die Gnade, die allen bestimmt ist, hat deine Seele befruchtet, daß sie heimlich gebäre die Gottesgestalt für die Glorie der künftigen Welt. Und da die Zeit gekommen, da sie gebären soll, beginnt es in der Seele sich zu regen, und von verborgener Kraft gezogen tritt das Kind aus seinem Mutterschoße. Das Ungewohnte aber, das ihm widerfährt, läßt allsogleich die Glieder sich bewegen: es weint Tränen, die doch süß wie Honig sind. Und je kräftiger es von innen wächst, um so reichlicher ist die Fülle von Tränen, und gleich einer Wasserquelle sind die Augen. So geht es einige Zeit, dann aber kommt man zum Frieden der Gedanken, zu jener Ruhe, von der der selige Paulus spricht. Und wenn du gelangt sein wirst in dieses Land des Friedens der Gedanken, so wird von dir genommen werden die Menge der Tränen, und danach werden sie nur mehr in bekömmlichem Maße kommen. Die Heiligen alle trauerten und ihre Augen waren immer tränenvoll. Allüberall haben die Vollkommenen und die Überwinder geweint. Und keine Zeit ist, wo sie nicht die Tröstung dieser Tränen erfahren würden, und so schauen sie stets dem lichte zu. Solang sind die Tränen in ihren Augen, bis sie verdienen das Gesicht seiner Offenbarungen, wie er sagte: »Selig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden«.


Zur selben Zeit, wo die Gnade angefangen hat, deine Augen zu öffnen, so daß du die wahre Gestalt der Dinge merkst, beginnen deine Augen Tränen zu vergießen, bis daß sie durch ihre Menge deine Wangen abwaschen, und der Andrang der Sinne wird zur Ruhe gebracht, indem sie friedlich in dir eingeschlossen werden.Nach diesem Tore zielen alle Heiligen; denn durch Tränen öffnet sich ihnen die Pforte, daß sie eintreten zum Lande des Trostes zum Lande, wo Gottes Spuren dem Schauenden sichtbar werden durch Offenbarung. Durch unversiegliche Tränen empfing die Seele den Frieden der Gedanken und ward erhöht zur Reinheit des Geistes. Durch Reinheit des Geistes gelangt sie zur Schauung der Geheimnisse; denn die Reinheit ist beschlossen in jenem Frieden, der dem inneren Kampfe folgt.

Die Gnade (Gottes) kam zu uns in dieser Nacht: deshalb heißt diese nunmehr Weihnacht. *Speculum ecclesiae

Das erste Wortglied weih wird von germanisch wīʒja, wīha ‚heilig‘ aus der Grundform des Verbs *wīʒjan ‚weihen‘, und des Weiteren aus der indogermanischen Wortwurzel *ueik ‚aus-, absondern, weihen‘ abgeleitet. Für die deutsche Sprache wichtige ableitende Formen sind: gotisch weih-s, althochdeutsch, altsächsisch wîh und mittelhochdeutsch wî(c)h und das schwache Verb wîchen. Das Wort kann also mit „heilige Nacht“, beziehungsweise eher als „heilige Nächte“ übersetzt werden, da zum einen das zweite Wortglied -naht hier an die alte Zeiteinteilung vom Tag mit Beginn der Nacht ansetzt (englisch fortnight ‚vierzehn Tage“ aus altenglisch fēowertyne niht) und zum anderen der Plural auf mehrere Feiertage in Bezug auf die altkirchliche Tradition der „zwölf Weihnachtstage“ vom 25. Dezember bis Epiphanias am 6. Januar hinweist.

Der Standpunkt

Nasreddin saß am Flussufer, als jemand vom anderen Ufer aus rief: „Wie komme ich denn hier auf die andere Seite?“ Drauf antwortete Nasreddin: „Du bist auf der anderen Seite!“

 

 



 











~ Der Prediger ~

Nasreddin kam einmal in ein Dorf und trat eine Stelle als Mullah an. Zu seinen Aufgaben gehörte es, jeden Freitag eine Predigt über eine Sure des Korans zu halten. Am ersten Freitag stieg er auf die Kanzel und fragte seine Zuhörer nach Verlesung der Sure: „Versteht ihr, was ich gerade las?“ Seine Hörer sagten natürlich: „Nein.“ Darauf antwortete Nasreddin: „Dann brauche ich auch erst gar nicht anzufangen, weil das für euch ja sowieso zu schwierig ist.“ Sprach’s und stieg von der Kanzel. Die Dorfbewohner wunderten sich über ihren neuen Mullah, und machten aus, am nächsten Freitag anders zu antworten. Wieder fragte Nasreddin: „Versteht ihr auch, was ich gerade las?“ Diesmal sagten sie: „Ja.“ Nasreddin antwortete: „Dann brauche ich es euch ja nicht noch einmal zu erklären.“ Und stieg von der Kanzel. Die Dorfbewohner waren nun etwas ungehalten und verabredeten, ihrem Mullah eine Falle zu stellen. Als der dritte Freitag kam, stieg Nasreddin wieder auf die Kanzel, las die Sure und fragte: „Versteht ihr auch, was ich gerade las?“ Diesmal sagten einige „Ja“, und einige „Nein“. Nasreddin blickte sie lächelnd an, und antwortete: „Dann mögen doch bitte die, die es verstehen, denen, die es nicht verstehen, erklären.“ Stieg von der Kanzel und zog weiter.

keine Lehre annehmen...

Nein, keine Lehre konnte ein wahrhaft Suchender annehmen, einer, der wahrhaft finden wollte. Der aber, der gefunden hat, der konnte jede, jede Lehre gutheißen, jeden Weg, jedes Ziel, ihn trennte nichts mehr von all den tausend anderen, welche im Ewigen lebten, welche das Göttliche atmeten.
*Hermann Hesse - Siddhartha

Von dieser Welt zur nächsten

"Ich bin eingezwängt wie das Kind im Mutterleib, ich bin neun Monate alt geworden, ich muss dringend auswandern."  
* Koran 

Die schwangere Frau weint bei der Geburt und sagt: "Wo gibt es Zuflucht?" - doch das Kind lacht und sagt: "die Erlösung ist da."
* Rumi

Nimm alles Kommende in Liebe auf dich, und du wirst diese und die kommende Welt haben.
* Baal Schem Tow 

Der Vogel kämpft sich aus dem Ei. Das Ei ist die Welt. Wer geboren werden will, muß eine Welt zerstören.
* Hermann Hesse 

Gib was du hast. Gib was du bist. Dann wirst du gesegnet sein mit neuem Licht und neuen Welten.
* Sri Chinmoy

Der Mensch kommt mit einem Seufzer zur Welt, und mit einem Seufzer scheidet er aus der Welt. Er kommt zur Welt in Liebe, und er scheidet aus der Welt in Liebe.  
* Mirdrasch Raba 

„Woher kommst du?“ Sie sagte: „Aus jener Welt.“ „Und wohin gehst du?“ Sie sagte: „In jene Welt.“ „Was tust du hier ?“ wurde sie gefragt. Sie sagte: „Ich treibe ein Spiel.“ „Welcher Art?“ wurde sie gefragt, und sie antwortete: „Ich esse das Brot dieser Welt und verrichte das Werk, jener Welt“
 * Rabia al-Adawiyya

Der Mensch muss diese Welt auf einem sehr schmalen Steg durchqueren. Es kommt darauf an, sich niemals zu fürchten. *Rabbi Nachman von Bratzlaw
 “Welt” (”oLaM” vom Hebräischen “aLaMa”, Verhüllung) genannt, in anderen Worten das Ausmaß der von uns erkannten Verhüllung. Daher sind “diese Welt” und die “nächste Welt” nichts anderes als zwei Stufen. Die eine ist das, was ich jetzt fühle und beobachte, ich kann das nachprüfen, erforschen und studieren. Die andere ist der Zustand, nach welchem ich strebe, das Ausmaß der Verhüllung, die ich enthüllen und erkennen möchte. Ihn nennt man meine nächste oder zukünftige Welt.
* Rav M. Laitman

Silence Hearts - Urdhe Chila



source:
www.radiosrichinmoy.org/10137

www.srichinmoysongs.com/urdhe

Einen von Tausend fand ich ! Tausend kommen in das Zimmer, doch nur einer geht zum Licht hinaus. *Zohar

Es sät Samen zu seinem Ruhm, wie der Samen feiner purpurner Seide hüllt es sich selbst darin ein, webt sich einen Palast, begründet sein Lob, befruchtet alles. *Zohar

Immer wieder wird eine höhere spirituelle Stufe offenbart. Uns erscheint sie als Dunkelheit, als eine unangenehme Empfindung.

Das Licht der zukünftigen Stufen

Um uns zu den fortgeschrittenen Zuständen zu erwecken, beginnen diese fortgeschrittenen Zustände, uns von weitem zu beeinflussen. Wir entwickeln dadurch eine Hoffnung auf etwas Gutes. Als ob jemand dem Kind das Eis zeigen würde. Trotz der Vorfreude auf das Eis geht es ihm schlecht, weil das Eis noch nicht in seinen Händen ist. Das Eis neckt das Kind bloß!

Das Gleiche geschieht mit uns. Wir beginnen, nach einem besseren Zustand zu streben. Unser jetziger Zustand scheint uns in unseren Empfindungen schlecht zu sein und wir richten uns nach einem besseren Zustand aus. So steigen wir auf. Immer wieder wird eine höhere spirituelle Stufe offenbart. Uns erscheint sie als Dunkelheit, als eine unangenehme Empfindung. In dem Fall mit dem Eis ist alles klar und verständlich.

Das Kind weiß, dass die Belohnung kommt, wenn das Eis nur in seine Hände gelangt. Uns dagegen ist es nicht ganz klar, ob wir für unsere Anstrengungen belohnt werden. Deshalb erscheint uns die Verhüllung des Höheren als ein unangenehmer Zustand, wir befinden uns im Fallen und empfinden keinen Geschmack an der spirituellen Arbeit. Deshalb sind für uns zusätzliche Unterstützungsmittel so notwendig: die Gruppe, das Studium.

*Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 26.10.2011
quelle: www.laitman.de/das-licht-der-zukünftigen-stufen

Alles Leid

Alles Leid der Welt
entsteht aus dem Wunsch
nach eigenem Glück.
Alles Glück der Welt
entsteht aus dem Wunsch,
dass andere glücklich sein mögen.

*Shantideva (7./8. Jahrhundert)

Wenn ich mich nicht für eine höhere Stufe eigne, nehme ich sie nicht wahr.

Checkpoints in allen 125 Stufen 

http://www.laitman.de/checkpoints-in-allen-125-stufen/

Vergiß nie...

Vergiß nie, daß du nicht allein bist. Das Göttliche ist bei dir, um dir zu helfen und dich zu führen. Es ist der Gefährte, der dich nie im Stich läßt, der Freund, der dich mit seiner Liebe tröstet und stärkt. Wenn du Vertrauen hast, tut ES alles für dich.

*Mira Alfassa, bekannt als The Mother / Die Mutter, (* 21. Februar 1878 in Paris; † 17. November 1973 in Puducherry)


Links:
- http://azmuto.label/Die Mutter Mira Alfassa 

- www.mother/writings 

Als ich ein Kind war..

Als ich ein Kind war - etwa dreizehn Jahre alt und während eines Jahres ungefähr, schien es mir jeden Abend, wenn ich zu Bett gegangen war, dass ich meinen Körper verließ und mich gerade über das Haus erhob und dann sehr hoch über die Stadt. Ich sah mich da in ein prächtiges goldenes Gewand gekleidet, länger als ich, und als ich stieg, wurde es immer länger und breitete sich rings um mich herum aus, um gleichsam ein ungeheures Dach über der Stadt zu bilden. Da sah ich von allen Seiten Männer, Frauen, Kinder, Greise, Kranke, Unglückliche hervorkommen; sie scharten sich unter dem ausgebreiteten Gewand, flehten um Hilfe, erzählten ihre Nöte, ihre Leiden, ihre Schmerzen. Zur Antwort dehnte sich das Gewand, geschmeidig und lebendig, auf die Einzelnen zu, und sobald sie es berühert hatten, waren sie getröstet oder geheilt und kehrten glücklicher und stärker als zuvor in ihren körper zurück.

Nichts schien mir schöner, nichts machte mich froher, und alle Betätigungen des Tages kamen mir stumpf und grau vor, ohne wirkliches Leben, neben diesem Tun der Nacht, das für mich das wahre Leben war. Oft wenn ich mich so erhob, sah ich zu meiner Linken einen schweigenden und reglosen Alten, der mich mit wohlwollender Zuneigung betrachtete und mich durch seine Gegenwart ermutigte. Dieser Alte, in ein dunkelviolettes Gewand gekleidet, war die Verkörperung - ich erfuhr es später - von jenem, den man den Schmerzensmann nennt. Jetzt überträgt sich die tiefe Erfahrung, die fast unsägliche Wirklichkeit, meinem Gehirn in anderen Begriffen, die ich so umreißen kann: Sehr häufig scheint es mir, am Tage und in der Nacht, dass ich - oder richtiger mein Bewusstsein - insgesamt in meinem Herzen gesammelt bin, das nicht mehr ein Organ, nicht einmal eine Empfindung ist, sondern die göttliche Liebe, unpersönlich und ewig; indem ich diese Liebe bin, fühle ich mich im Mittelpunkt jeden Dinges auf der ganzen Erde leben, und gleichzeitig scheine ich mich in unermesslichen, unendlichen Armen auszubreiten und mit schrankenloser Zärtlichkeit alle Wesen zu umfangen, die sich scharen, zusammendrängen, hinkauern auf meiner Brust, die weiter ist als das Weltall...
 Worte sind armselig und ungeschickt, O göttlicher Meister, und mentale Übertragungen sind immer kindisch... Aber meine Sehnsucht zu Dir ist beständig, und in Wahrheit bist sehr häufig Du es und einzig Du, der in diesem Körper lebt, einem unvollkommenen Mittel, Dich zu offenbaren. Mögen alle Wesen glücklich sein im Freiden Deiner Erleuchtung!

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

Wahrheit

Die Wahrheit ist unabänderlich, während die möglichkeiten der Lügen in Vielheit erscheinen. Wahrheit, auf hebräisch »emeth«, schreibt sich 1-40-400, ergibt also 441. Die Quersumme dieser Zahl ist 9 - die einzige Zahl, deren Produkt bei der Multiplikation mit den Grundzahlen als Quersumme 9 ergibt, die sich also immer gleich bleibt (zum Beispiel 2 mal 9 = 18, also l + 8 = 9; 4 mal 9 = 36, also 3 + 6 = 9; usw.). Daher sagt man, die Wahrheit bleibt sich gleich, was immer man mit ihr tut; sie ist eine Einheit. Deutungen dagegen haben die vielen Möglichkeiten des Betruges. Oft lassen wir uns gern betrügen, wollen schnell einen nützlichen Rat. Das Wesentliche fürchten wir, es entzieht sich uns; wir haben Angst vor der Konfrontation mit dem Leben. Unser Leben ist vielfach ein ständiges Ausweichen vor der Entscheidung. Wir verschieben, möchten eine schöne Ablenkung o. Betäubung haben. Das Gegenteil der Angst ist die Sicherheit, und sicherheit bedeutet Nicht dem Entweder-Oder verfallen, sondern beide Möglichkeiten leben.

* Friedrich Weinreb

Verstand

Die Tür zur Befreiung ist sehr eng, enger als die Breite eines Senf Korns. Der Verstand ist größer als ein Elefant, wie soll der da durch?  
*Kabir, (1440 - 1518)

Versuchst du den Weg zur Wahrheit mit dem Verstand zu finden, erweist sich das als unmöglich. Sobald du den Verstand jedoch fahren läßt, sind da keine Hindernisse mehr.  
*Sanai, (1080 - 1131)

Verstand

Verstand ist so lange gut und wünschenswert, bis er dich zum Tor des Königs bringt. Hast du einmal sein Tor erreicht, dann ergib dich und scheide dich vom Verstand, denn in jener Stunde ist der Verstand schädlich, ein richtiger Wegelagerer. Wenn du den König erreicht hast, ergib dich Ihm; du hast dann keinen Nutzen vom Wie und Warum! Ebenso ist Verstand so lange gut für den Kranken, bis er ihn zum Arzt gebracht hat; wenn er ihn zum Arzt gebracht hat, ist der Verstand zu nichts mehr nütze, und er muss sich ganz dem Arzt ergeben.

"Spreche immer aus dem Herzen, niemals aus dem Verstand. Deine Aufrichtigkeit und dein Mut werden auch für andere ein Beispiel sein, und wenn sie Dir zuhören, dann werden sie begeisternd ihr gewonnenes Herz offenbaren. Dieses "Sprechen des Herzens" ist spirituelle Tat.

 *Rumi

Chanukka („Weihung / Einweihung“) – Das jüdische Lichterfest - 17. bis 24. Dezember 2014 (5775)

Dem Verstand enstprechend leben oder der Liebe entsprechend leben.

Frage: Die Feiertage von Channukah beginnen und erinnern uns an den Sieg der Makkabäer in dem Krieg gegen die Griechen. Was ist die tiefere  innere Bedeutung ihres Wiederstandes ?

Antwort: „ Die Griechen“ ist mein Verlangen; mein Egoismus der mir sagt:“ Hör zu, du musst dich auf deinen logischen Verstand und deine Instinkte verlassen. Wir müssen im Verstand leben. Du kannst dein Leben rational gestalten und jede Möglichkeit evaluieren und abwägen. Sei wie alle anderen auch.“

Aber es gibt eine andere Sichtweise: die der „Makkabäer.“

„Nein,“ sagt der Makkabäer, „ wir wollen so nicht vegetieren. Wir wollen nach Abrahams Gesetzen leben, der die Grundlage gelegt hat, nach dem Prinzip der Liebe für andere wie für einen selbst. Das ist was wir erlangen müssen.“

Der Grieche, in mir, antwortet: „Ehrlich gesagt hast du 100% recht.
Aber warte, wie soll das funktionieren? Selbstverständlich würde ich gerne im Sinne der Liebe leben. Aber das ist eine unerreichbare Utopie. Habt ihr eine Pille die ich schlucken kann, die mir versichern kann, dass alle Menschen auf der Erde einander lieben werden? Kann man Verbindung durchsetzen, gegenseitige Fürsorge, Hilfe, Bürgschaft und Gleichheit überall anwenden? Bist du in der Lage alle miteinander zu befreunden ?

Ein kleiner Makkabäer versteckt sich in meinem Inneren und ein großer strammer Grieche hat sich vollständig in mir etabliert. Welcher Krieg wird zwischen ihnen entfacht? Ich erhalte eine Antwort die mir sagt:“ Auch wenn du das äußere Bild aufgibst, so verstehst du, dass es keinen anderen Weg gibt. Wir müssen absolute Verbindung erreichen, jene, welche die Liebe ist.

Dann wird dir bewusst werden, dass die gesamte Welt nur ein Theater der Illusion war. Es wird verschwinden und verblassen; wie in den Hollywood-Filmen. Sie wird sich auflösen und es wird klar sein, dass das Gesamtbild pure Illusion war. Dies wird unter einer Bedingung geschehen: Dass du deinen Funken, deine Kerze mit dem gesamten Licht der Welt vereinst. Um die Notwendigkeit zu fühlen, musst du Anstrengungen auf dich nehmen, die deinem Verstand entgegengesetzt sind.

Die "Makkabäer" haben den Krieg gewonnen, weil sie sich verbunden haben. Sie haben es ihrem Volk als notwendigen Schritt erklärt. Es geschieht bereits. Wenn wir uns jetzt verbinden werden wir alle negativen Kräfte neutralisieren. Also lasst uns diese Einheit erlangen. Was kann schon schlimmes passieren? Nichts. Wir müssen uns nur ein bisschen anstrengen. Das ist was die Chanukkia (Chanukkaleuchter) uns erzählen will: Durch Verbindung werden wir die größte Schlacht schlagen.

























source: http://www.laitman.de/dem-verstand-enstprechend

Wille & Hindernis

Es gibt kein Hindernis, das man nicht überwinden kann,
denn das Hindernis ist nur wegen des Willens da,
und in Wahrheit sind keine Hindernisse als nur im Geist.

*Rabbi Nachman von Bratslav (* 1772 - †1819)


*

video

Zustand

"Niemand kann den Zustand von jemand beschreiben, der den Willen Gottes zu seinem eigenen gemacht hat. Wer auch immer es versucht, muß sich seine Torheit eingestehn. Kein Ausfüllen von Papier, keine Schreibfeder oder Schreiber kann jemals den Zustand eines solchen Menschen beschreiben. Ja, die Macht der Worte ist groß, aber es sind nur Wenige, die das wissen."

*Guru Nanak

Moving Forward

Urteile sind Mauern

Alles ist Überraschung, alles ist immer neu, immer anders. Für die meisten ist nichts Überraschend, sie wissen alles schon, sie sind sich sicher. Jedoch für unwissende Augen ist alles neu, es gibt nichts mehr, womit ihr vergleichen könnt, nichts, was euch an Vergangenes erinnert, nichts, was euch die Zukunft deutet – alles – ist einmalig. So war es nie zuvor und so wird es nie wieder sein. Das bloße Urteilen ist feindselig. Alles auch der Mensch ist ein sich ständig verändernder Strom. Das Leben ist Bewegung, ein ständiges Fliessen. Eine sich Ständig ausgleichende Ordnung. Jeden Augenblick ist es neu. Aber das Denken ? Das Denken ist niemals neu. Es hinkt immer hinterher. Der Verstand sammelt nichts als tote Fußspuren. Sie beweisen, dass das Leben hier war, aber jetzt schon weitergegangen ist. Der Verstand hinkt immer hinter dem leben hinterher.



Denke immer daran, 
dass es nur eine wichtige Zeit gibt. 
HEUTE. HIER. JETZT. 
*Tolstoi

This is my day...


“This is my day; I love it.
This is my morning God-Hour; I need it.
This is my Supreme moment; and I am it.”



source: www.radiosrichinmoy.org/9887/

score: www.srichinmoysongs.com/This+is+my+day

Lieber bin ich ein Optimist der sich irrt,als ein Pessimist der immer recht hat.


Die Reise

Ich werde mich nun rufen,
ich werde mich rufen,
Im Wald meines Herzens,
mir selbst gegenüber,
werde ich mich lieben und lieben.
Ich werde meine eigene Suche sein,
mein höchster Reichtum.
Die Reise des höchsten Lichts
wird im Herzen der Freiheit beginnen.

*Sri Chinmoy

Zitate & Aphorismen von Paul Ferrini

"Manchmal schlägt dir das Leben plötzlich ein Tür vor der Nase zu und du begreifst nicht, warum. Erst wenn sich die richtige Tür öffnet, erkennst du, weshalb die falsche geschlossen wurde."

"Dein Versuch, Liebe außerhalb von dir zu finden, ist immer zum Scheitern verurteilt, weil du von keinem anderen empfangen kannst, was du dir selbst nicht geben konntest."

"Deine wichtigsten Lektionen sind die, gegen die du dich am meisten sträubst."

"Du bist derjenige, der den Schlüssel zum Paradies in der Hand hält. Wenn du wahrhaftig Liebe schenkst, kann nichts Geringeres zu dir zurückkehren."

"Solange du Kontrolle ausüben musst, kann dir Gott nicht helfen."

"Wenn du deinen Fehler erkennst, hast du bereits begonnen, ihn zu korrigieren."

"Liebe beginnt in dem Augenblick, wo du dich entschließt, dich nicht gekränkt zu fühlen."

"Alles ist Gott, auch das, was ohne ihn auszukommen versucht."

"Führung erhältst du von Moment zu Moment. Um den nächsten Schritt zu tun, musst du das endgültige Ziel nicht kennen."

"Nur wenn du andere in dein Herz hinein lässt, kannst du sie auch freilassen."

"Eine furchtsame Einstellung zum Leben führt zu defensivem, kontrolierendem Verhalten, das die Liebe und Fülle von dir fern hält."

"Das was du liebst, gedeiht. Es blüht auf. Es bekommt Wurzeln und Flügel."




Das Vernetzende


Wir stehen nicht isoliert in diesem Kosmos. Wir sind wirklich Kinder des Kosmos. Wir sind von unserem Wesen her mit allem vernetzt. Das Vernetzende nennt die Mystik “Liebe”.

*Ko-un Rōshi o.a. Willigis Jäger 
(geb.1925 - Benediktinermönch, Zen-Meister & Mystiker)

Erkenntnislosigkeit

Durch unsere Erkenntnislosigkeit scheinen wir aufgeteilt, begrenzt zu sein und sind zu Herrn und Frau Soundso geworden. Doch die ganze Natur straft diese Täuschung Lügen. Ich bin nicht der kleine Mann oder die kleine Frau, von allen anderen getrennt. Ich bin die eine, universale Existenz. Die Seele erhebt sich in jedem Augenblick in ihrer ganzen Majestät und tut die ihr innewohnende Göttlichkeit kund.
* Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Sockosophie

„Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.“ *Yoda


Die Zukunft des Menschen hängt von der Dankbarkeit für die Vergangenheit ab. *Shamati 26

Wenn ich auf mein vergangenes Leben zurückblicke, sehe ich, ohne Scheitern und Leiden hätte ich meines Lebens höchste Segnungen verpaßt; doch zum Zeitpunkt des Leidens und Scheiterns quälte mich das Gefühl von Unheil. Weil wir bloß die eine Tatsache vor unserer Nase sehen können, erlauben wir uns dies ganze Schnauben und Klagen. Seid still ihr närrischen Herzen ! Beseitigt das Ego, lernt weit und allheitlich sehen und fühlen.

*Sri Aurobindo

The Open Door

"When one door of happiness closes, another opens; but often we look so long at the closed door that we do not see the one which has been opened for us."

*Helen Keller

Die Sprossen der Liebe

Zuerst liebt man nur, wenn man geliebt wird. Dann liebt man spontan, will jedoch wiedergeliebt werden. Später liebt man, auch wenn man nicht geliebt wird, doch liegt einem daran, daß die Liebe angenommen werde. Und schließlich liebt man rein und einfach, ohne ein anderes Bedürfnis und ohne eine andere Freude als nur zu lieben.

*Mira Alfassa

"Die Gewissheiten des Ego’s sind eine Illusion. Ungewissheit ist die Grundlage des Lebens." * Deepak Chopra

"Das Ego vermag allerlei, aber zwei Dinge kann es nicht: die Angst abschaffen, denn die Angst ist seine Basis, und es kann keine Liebe erzeugen, denn Ego und Liebe schließen sich definitionsgemäß gegenseitig aus."

 "Die Gewissheiten des Ego’s sind eine Illusion. Ungewissheit ist die Grundlage des Lebens."

 "Echt und authentisch zu sein bedeutet, Gegensätze im eigenen Wesen miteinander zu vereinbaren. Wenn wir lernen, uns selbst in wachsendem Maß zu akzeptieren, bis es nichts mehr in uns gibt, dessen wir uns schämen und das wir zu verbergen suchen, gewinnt unser Dasein jene Großzügigkeit und Wärme, die alle wahrhaft liebenden Menschen auszeichnet."

 "Man kann niemals mehr Liebe empfangen, als man anzunehmen bereit ist."

 "Man kann nicht mehr Liebe schenken, als man abzugeben bereit ist."

 "Die Liebe, die von einem anderen Menschen auf uns zukommt, hat ihren Quell im eigenen Herzen."

"Das Ego, so hören wir, blende uns mit seinen ständigen Forderungen, seiner Gier, seiner Selbstsucht und seiner Unsicherheit. Das ist eine beliebte, aber falsche Anschuldigung, denn wenn wir das Ego in ein dunkles Verlies verbannen, machen wir es zum Feind, und das führt zu noch mehr Trennung und Zersplitterung."

*Deepak Chopra

Flucht

Wir müssen auf unsere Seelen hören, wenn wir gesund werden wollen. Letztlich sind wir hier, weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und im Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt,
dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet durchschaut zu werden, kann er weder sich selbst noch andere erkennen, er wird allein sein. "Alles ist mit Allem verbunden."

*Hildegard von Bingen

Das reflektierende Denken

Das reflektierende Denken des Menschen vermag erst einen kleinen Teil der unendlichen Fülle der Strukturen, Formen und Zusammenhänge der Welt wahrzunehmen und zu ergründen - und kann meistens kaum feststellen, ob etwas "wahr" ist, oder ob Bilder und Gefühle von den eigenen Gedanken erzeugt sind.