In der Vereinigung der Gegenteile findet sich die wahre Weisheit und die völlige Wirksamkeit. *Mira Alfassa


Jeder von uns hat noch eine Million Leben auf Erden zu erfüllen. Warum also diese Eile, dieser Lärm und diese Ungeduld? *Sri Aurobindo

 Arbeite, als müßte das Ideal schnell und zu deiner Lebenszeit erfüllt werden, beharre, als wüßtest du, daß es erst durch weitere tausend Jahre des Mühens erkauft werde. Was du nicht vor dem fünften Jahrtausend zu erwarten wagst, mag mit dem morgigen Tagesanbruch erblühen, und was du jetzt erhoffst und begehrst, mag dir für deine hundertste Wiederkunft bestimmt sein.

Weder ist es so, daß ich jemals nicht gewesen bin, noch du, noch diese Könige, noch daß wir alle jemals nicht sein werden. Nicht allein Brahman, sondern auch die Wesen und Dinge in Brahman sind ewig, ihre Erschafung und Vernichtung ist ein Versteckspiel mit unserem Außenbewußtsein.

*Sri Aurobindo

Die höchste Regel der Weisheit



Erkenne, was du bist, und sei, als was du dich erkannt hast, dies ist die höchste Regel der Weisheit. *Friedrich Schelling

*

Der Spiegel ist weder dies noch das, er ist einfach. Er hält dir dein Bild vor.

Ein Egoist begegnete einem Selbstlosen im Kampf: Der Egoist stach sich selbst einen Dorn ins Auge. O du, der die Selbstlosen mit einem Schwert niedersticht, du stichst deinen eigenen Körper damit. Hüte dich! Denn der Selbstlose ist entworden und sicher, er lebt bis in alle Ewigkeit in Sicherheit. Seine Form ist vergangen und er ist ein Spiegel geworden, darin gibt es nichts als das Abbild eines anderen Gesichts. Wenn du darauf spuckst, spuckst du dir selbst ins Gesicht, und wenn du auf den Spiegel schlägst, schlägst du dich selbst. Und wenn du ein hässliches Gesicht darin siehst, dann bist du es, und wenn du Jesus und Maria siehst, dann bist du es. Der Spiegel ist weder dies noch das, er ist einfach. Er hält dir dein Bild vor. Wenn die Rede an diesen Punkt gelangt, schließen sich die Lippen. Wenn die Feder diesen Punkt erreicht, zerbricht sie.

*Rumi

МУЗЫКУ ШРИ ЧИНМОЯ

Zitate & Aphorismen von Paul Ferrini

"Manchmal schlägt dir das Leben plötzlich ein Tür vor der Nase zu und du begreifst nicht, warum. Erst wenn sich die richtige Tür öffnet, erkennst du, weshalb die falsche geschlossen wurde."

"Dein Versuch, Liebe außerhalb von dir zu finden, ist immer zum Scheitern verurteilt, weil du von keinem anderen empfangen kannst, was du dir selbst nicht geben konntest."

"Deine wichtigsten Lektionen sind die, gegen die du dich am meisten sträubst."

"Du bist derjenige, der den Schlüssel zum Paradies in der Hand hält. Wenn du wahrhaftig Liebe schenkst, kann nichts Geringeres zu dir zurückkehren."

"Solange du Kontrolle ausüben musst, kann dir Gott nicht helfen."

"Wenn du deinen Fehler erkennst, hast du bereits begonnen, ihn zu korrigieren."

"Liebe beginnt in dem Augenblick, wo du dich entschließt, dich nicht gekränkt zu fühlen."

"Alles ist Gott, auch das, was ohne ihn auszukommen versucht."

"Führung erhältst du von Moment zu Moment. Um den nächsten Schritt zu tun, musst du das endgültige Ziel nicht kennen."

"Nur wenn du andere in dein Herz hinein lässt, kannst du sie auch freilassen."

"Eine furchtsame Einstellung zum Leben führt zu defensivem, kontrolierendem Verhalten, das die Liebe und Fülle von dir fern hält."

"Das was du liebst, gedeiht. Es blüht auf. Es bekommt Wurzeln und Flügel."




Das Geheimnis

Alle Dinge mußt du suchen, um sie zu finden, ausgenommen diesen Freund, den du, ehe du ihn gefunden hast, nicht suchen wirst.

Die Leiter 

Den Freund sah ich heute, dem alles zum Verdienst gereicht. Am Himmel nahm er seinen Weg wie die Seele des Propheten! Ich sagte: "Zeig mir die Leiter, damit ich zum Himmel steige." Er sagte: "Du selbst bist die Leiter; du mußt auf deine eigene Schulter klettern. Der Lauf der Seele ist geheim. Siehst du denn nicht, wie weit der Weg der Weintraube war, um süß zu werden? Aber ihr Weg wird nicht kenntlich. Erst wenn sie reif geworden, zeigt sich, wie weit sie gehen mußte, um diesen Zustand zu erreichen. Die heranwachsende Traube wird nie süß werden, es sei denn unter der Obhut der Sonne. Und obschon das Licht Helligkeit verbreitet, ist es der Begleiter der Sonne; und wenn sie untergeht, bleibt auch die Helligkeit nicht. Darum muß man zur Sonne werden !

* Rumi

Aus dem Divan

Die Ruhe, und dann Schweigen, und dann Stummheit, Und Wissen, und dann Finden, dann Begraben, Und Erde, darauf Feuer, dann ein Leuchten, Und Kälte, dann ein Schatten, und dann Sonne, Und Felsgrund, und dann Flachland, und dann Wüste, Und Fluß, und dann ein Meer, und dann Vertrocknen, Und Rausch, und dann Ernücht'rung, und dann Sehnsucht, Und Nähe, und dann Treffen, dann Vertrautheit, Bedrängnis, dann Befreiung, dann Vernichtung, Und Trennung, dann Vereinung, dann Verlöschen, Ergreifen, dann ein Rückstoß, dann Entrückung, Beschreibung, dann Enthüllung, dann Bekleidung. Nur Worte für die Menschen, die das Diesseits Gleichsetzen mit wertlosen Kupfermünzen, Und Stimmen hinter einer Tür; denn Worte Der Menschen sind, wenn man sich nähert, Murmeln. Das Letzte doch, des sich ein Mensch erinnert, Wenn er das Ziel erreicht, ist »Ich«, »Mein Glückslos«, Denn die Geschöpfe sind der Wünsche Diener, Und Gottes Wirklichkeit ist »Heiligkeit«.

*Mansur al-Halladsch


Fällt ein Fisch vom Meere an den Strand, dann zappelt er, bis er es wiederfand. *Attar


Spielzeug und Süßigkeiten

"Man kann ein Kind mit Spielzeug und Süßigkeiten beschwatzen, hat es aber genug gehabt an Süßigkeiten und Spiel, dann verlangt es nach seiner Mutter. Mit nichts ist es zu beschwichtigen, es will die Mutter sehen. Erst wenn der Mensch alles erlebt und erlitten hat, verwirft er die vergänglichen Dinge und weint nach der Göttlichen Mutter. Sie wird herbeieilen und ihn in die Arme schließen."

*Sri Ramakrishna

Sperling

Du wohnst in meiner Seele immer drinnen;
ich bin die Schale, Du der Kern tief innen.
Das Herz 'Attars ward voller blut'ger Wunden,
bis er die Einung mit dem Freund gefunden.
Nichts will ich, Liebster, als Dich zu beschreiben,
und dann allein mit Deiner Liebe bleiben.
Willst Du allhier mir diesen Wunsch versagen,
so werde über Deine Hand ich klagen.
Durch Deine Gnade gabst Du Hoffnung mir -
vereine mich in Liebe nun mit Dir!
Vereinigung nur wünsche ich von Dir,
daß Herz und Seele leuchten dann in mir.
Du bist die Sonne, und in Deiner Nähe
bin ich wie Schatten, wenn ich bei Dir stehe.
Nein, auch den Schatten machst du noch zunicht,
wenn Du verströmst, o Herr, Dein ew'ges Licht!
In stetem Hoffen ward zu Blut mein Herz,
in stetem Hoffen ruhelos, voll Schmerz.
Ich bin dem niedern Selbst ja so verfallen -
ein kleiner Sperling in des Falken Krallen!
Du mögest mich  vor diesem doch bewahren -
ach, laß mich Deinen Anblick nur gewahren!
Daß ich den Schmerz der Liebe trank - Du weißt es!
Und Tag und Nacht darin versank - Du weißt es!
Ich klage laut in Deiner Liebe Schmerz,
 denn immer bleibt im Strudel Blut mein Herz.
Du mögest mich von diesem Schmerze heilen -
laß mich aus Güte nicht alleine weilen!
Du weißt: ich habe nichts als Dich erlesen -
besitze nichts, o Seele, als Dein Wesen.
In dieser Welt und jener hab' ich Dich,
Du Ziel von allem hier und dort für mich!
Oh Herr, verwirrt, verstört ist mein Gemüt,
da es im Feuer Deiner Liebe glüht!
Vor Sehnen ward mein Herz zu Blut - Du weißt es!
Laß mich vergehn! Oh höchstes Gut - Du weißt es:
Dein Bleiben ist am Ende mein Vergehen,
und Du wirst stets auf Teil und Ganzes sehen.
Du bist ja ewig - ich kann es nicht sein!
Ich werd vergehen - und Du bleibst ganz Allein!

*F. Attar


Ein Fremdling

Es wird von einem Zaddik gesagt, er habe sich wie ein Fremdling verhalten, so wie es König David sagte: Nur ein Gast bin ich in diesem Lande, wie ein Mann, der aus der Ferne kam, aus der Stadt seiner Geburt. Er sinnt nicht auf Ehre und nicht auf irgendein Ding zu seinem Wohl, nur darauf sinnt er, zur Stadt seiner Geburt heimzukehren. Nichts will er besitzen, denn er weiß: Das ist Fremdes, und ich muß heim.  
*Baal schem Tov




Nur ein Gast bin ich in dieser Welt vergänglicher Dinge, durch nichts in ihr gebunden. Keinem Land gehöre ich an. keine Grenzen schließen mich ein. 
*Jiddu Krishnamurti

Licht & Gold

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Der Kritiker, kritisiert immer entsprechend seiner eigenen Verdorbenheit ! ["The critic always criticizes according to his or her own degeneracy!"]


DieSchönheit ist verborgen, suche sie in der Verborgenheit.
Oh du von der eigenen Ungerechtigkeit Ahnungsloser,
schau einmal auf die Gerechtigkeit derer, die den Weg sehen !
Wie kannst du mit Fehlersehenden Augen jemals das Verborgene
erkennen ?
 

*Fariduddin Attar

Der Beobachter & das Beobachtete bzw. Quantenphysik & Kabbala

Die zugrunde liegende Wahrheit

All die Spaltungen, die wir in religiösen Dingen überall sehen, all der Streit und die Gegenerschaft kommen nur daher, daß die Menschen an Ritualen und äußerlichen Regeln festhalten und die schlichte, allem zu Grunde liegende Wahrheit vergessen.

Der Mensch muß das Licht lieben, gleichgültig, woher es kommt. Er muß die Rose lieben, gleichgültig, in welchem Boden sie wächst. Er muß ein Sucher nach Wahrheit sein, gleichgültig, aus welcher Quelle sie fließt. Anhänglichkeit zur Lampe ist nicht Liebe zum Licht.

 *Abdu'l-Baha, (1844 - 1921) ist der bekannteste Titel des ältesten Sohnes des Religionsstifters Baha'ullah und Oberhaupts der Religionsgemeinschaft der Bahai

Einst
















Einst redete im Wahn ich und als Tor;
dann ließ ich Wie, Warum und Nach und Vor.
Ich pochte lang; man öffnete das Tor -
da trat ich selbst aus diesem Tor hervor!

*F. Attar

O Liebe ! Unendliche Güte !

O Liebe! Unendliche Güte!
Ich kann dir nicht mehr entfliehen!
Du bist mir überall voraus,
und ich finde dich überall.
Ich sehe dich nicht mehr wie durch Nebel,
sondern klar und offenbar.
Nichts Mittelndes ist mehr zwischen dir und mir.
Was soll ich nun tun? 


Wie werde ich auf dieser Erde leben
bei dem Licht und dem Feuer, das mich verzehrt?
Nie war ich wie heute verwirrt.
Die Kraft, die ich fühle, übertrifft alles Maß.
Ich weiß nicht, wohin mich wenden,
noch was sagen, nur dies:
Deine Liebe führt mich aus mir selber fort
und überwindet mich, wo immer ich bin.
ich sehe meine Seele von allen Dingen los und frei, so rein, so allein,
so abgeschieden, dass es scheint, als wohne sie nicht mehr
in meinem Leibe, der wie mich dünkt nichts anderes sucht
als der Seele wie unempfindlich zu folgen. Ich habe keine
Gedanken noch irgend etwas mehr, das mich aufhielte
oder beschäftigte, wie es sonst gemeiniglich geschieht.
Die Liebe, die mich verzehrt, kann niemand aussprechen,
niemand verstehen. Sie ist unendlich und wächst dennoch
alle Tage mehr und mehr.

~ ARMELLE NICOLAS, 1606-1671

 Das Tal der Liebe 

Um hier einzutreten, muss man ganz in Feuer tauchen, 
ja man muss selber Feuer sein, denn sonst könnte man 
da nicht leben. Der wahrhaft Liebende muss dem Feuer 
gleich sein, entflammten Angesichts, brennend und un- 
gestüm wie das Feuer. Um zu lieben, darf man keinen 
Hintergedanken haben; man muss bereit sein, hundert 
Welten ins Feuer zuwerfen; man muss weder Glauben 
noch Unglauben kennen, weder Zweifel noch Zuversicht 
hegen. Auf diesem Wege ist kein Unterschied zwischen 
Gut und Böse; wo die Liebe ist, sind Gut und Böse ent- 
schwunden . . . 

In diesem Tale ist die Liebe das Feuer und sein Rauch ist 
die Vernunft. Wenn die Liebe kommt, entflieht die Ver- 
nunft in Eile. Die Vernunft kann mit der Liebe 
nicht zusammen wohnen; die Liebe hat nichts zu schaffen 
mit der Vernunft des Menschen. Gewännest du einen 
rechten Blick der unsichtbaren Welt, dann erst vermöch- 
test du zu erkennen die Quelle der geheimnisreichen 
Liebe, die ich dir verkündige. Das Dasein der Liebe wird 
Blatt für Blatt völlig zerstört von der Trunkenheit der 
Liebe selbst.
 
 ~ Fariduddin Attar (1136-1220) 

die vollständigen Texte von Armelle & Attar sind hier zu finden:http://www.archive.org

oder hier:



Die Menschen sind wie drei Schmetterlinge vor einer Kerzenflamme. Der erste ging nahe heran und sagte: "Ich weiß Bescheid über die Liebe." Der zweite streifte die Flamme mit seinen Flügeln und sagte: "Ich weiß wie sehr die Flamme der Liebe brennt." Der dritte warf sich mitten in die Flamme und wurde verzehrt. Nur er weiß, was die Liebe ist.

~ Fariduddin Attar (1136-1220) 

We start with self-giving. We end in God-becoming. *Sri Chinmoy

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We start, we start, we start
with self-giving.
We end, we end, we end
in God-becoming.

*Composed by Sri Chinmoy on July 9, 2007

Leben

Du wirst den Verstand verlieren und darüber sehr glücklich sein - wirst lachen wie jemand verrücktes. Du wirst krank sein vor liebe, und voll süße im Herzen der Ewigkeit. Du wirst tränen der Dankbarkeit vergießen, die strömen wie Bäche aus deinen Augen. Du wirst dich verbeugen voll Hingabe und Demut, wirst Herr und Gebieter, Sklave und Diener sein. Du wirst brennen wie trockenes Holz im Wald und alles mit deinen Funken anstecken. Du wirst reich ohne etwas gewonnen zu haben. Du wirst unermessliche leere und unstillbarer Hunger sein, und darüber glücklich voll Dank. Du wirst die Sonne sein die keine Nacht kennt, und nichts und niemanden bedarf. Strahlen wirst du aus dir selbst heraus voll Kraft, voll Würde und Anmut. Du wirst sterben und dann lebendiger sein als je zuvor, wirst auferstehen mit neuen Augen und höherem Verstand. Du wirst frei sein von Dir selbst und das süße Leben schmecken in Ewigkeit. Das Paradies wird in deinem Herzen Blühen, und seine Früchte wirst du verschenken.

*Azmuto

My life’s death and my death’s life

video 


Bhalo lage jiban maran bhalo lage


My life’s death and my death’s life
Soulfully, without a second, I love.

*Composed and translated
by Sri Chinmoy on October 17, 1977

score: www.srichinmoysongs.com/song/bhalo-lage

Der Blick auf unsere Welt durch das Prisma spiritueller Handlungen

Im Universum gibt es nichts außer spiritueller Kräfte. Sie können jegliche Art von Geschichte nehmen und diese in die Sprache spiritueller Handlung übertragen. Im Märchen von Rotkäppchen, zum Beispiel, ist die Großmutter Bina (Eigenschaft zu geben). Und der böse Wolf entspricht unserem Egoismus (Klipa), der die Großmutter ausnutzen will. Zugleich aber hilft er dem Mädchen und weist ihm den Weg. Die Fragen von Rotkäppchen, weshalb der Wolf so große Augen, Ohren und solche großen Zähne habe … – , sie symbolisieren die allmähliche Offenbarung des Bösen im Menschen, mithin also einen Zustand, der vorher nicht erkannt werden kann. Und die Jäger – , sie symbolisieren das Umgebene Licht, denn sie schneiden dem Wolf den Bauch auf und befreien schließlich die Großmutter. Man kann allerhand Beispiele aus der Weltgeschichte auswählen und diese auf der Basis spiritueller Handlungen betrachten, weil jedwede äußere Handlungen zugleich innere Prozesse beinhaltet...

Link:
http://www.laitman.de/der-blick-auf-unsere-welt

Das Heiligengrab





Nahrung

Was Sie lesen und schreiben, kann eine heilende Wirkung haben. Deshalb sollten Sie auch hier darauf achten, was Sie konsumieren. Schreiben Sie eine E-Mail oder einen Brief, der von Verständnis und Mitgefühl zeugt, nähren Sie sich während des Schreibens selbst. Auch wenn es nur eine kurze Nachricht ist, alles, was Sie schreiben, kann für Sie und die andere Person wertvolle Nahrung sein.

*Thich Nhat Hanh

Der Weg zur Seligkeit..


Der Weg zur Seligkeit führt nach innen, nicht nach außen. Es ist nutzlos, nach Ruhm und Palästen zu streben. Manch armer Bettler sitzt voller Verzückung im Winkel einer Moschee, während ein anderer in seinem Schloss trübsinnig vor sich hin brütet. Die prachtvolle Fassade dieser Welt ist nichts, zerstöre sie, der Schatz liegt in ihrer Ruine verborgen.
*Rumi  (1207 – 1273)

Manifestieren

Ich bin..

Ich bin weder fromm noch gottlos, Ich lebe weder nach Geboten noch nach Sinn, Ich bin weder eine Sprecher noch ein Zuhörer, Ich bin weder ein Diener noch ein Herr, Ich bin weder gebunden noch frei, Ich bin weder anhänglich noch losgelöst. Ich bin zu niemand auf Distanz: Ich bin niemand nahe. Ich werde weder zur Hölle gehen noch zum Himmel. Ich mache alle Arbeiten, doch bin ich von allen Arbeiten getrennt. Wenige begreifen meinen Sinn: Der, der es begreift, bleibt gelassen.

*Kabir

MECHTHILD VON MAGDEBURG - (1212 - 1277)

Oh fröhliche Anschauung! Oh freundlicher Gruss! Oh  liebreiche Umhalsung! Herr, dein Wunder hat mich verwundet, deine Gnade hat mich überwältigt. O du hoher  Stein, du bist so wohl verborgen, in dir kann niemand  nisten als Tauben und Nachtigallen. Du bist mein Spiegel, meine Augenweide, das Verlieren meiner selbst, der Sturm meines Herzens, der Zerfall und Untergang meines Wesens, du bist meine höchste Sicherheit.

*Mechthild von Magdeburg (1212 - 1277)



Mehr von Mechthild von Magdeburg:
 http://azmuto.blogspot.de/Mechthild

Liebe meines Herzens

Mein Vater, ich überlasse mich dir, mach mit mir, was dir gefällt. Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir. Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an. Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt Und an allen deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott. In deine Hände lege ich meine Seele. Ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe, und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen; denn du bist mein Vater.  

*Charles de Foucauld (1858-1916)

МУЗЫКУ ШРИ ЧИНМОЯ

komm

Komm nur, ja komm, wer immer Du bist;
Sucher, Verehrer, Freund des Verlassens.
Es ist kein Problem, was es auch sei,
mit Zweifeln müssen wir uns nicht befassen.
Du hast Schwüre gebrochen?
Und das tausendmal?
Auch dann, komm komm, beginn nochmal.


Jeden Augenblick dringt von allen Seiten
der Ruf der Liebe auf uns ein.
Willst du mit uns gehen ?
Dies ist nicht die Zeit, zu Hause zu bleiben,
sondern hinauszugehen
und sich selbst dem Garten zu schenken.
Unsere Karawane ist keine der Verzweiflung.
Unsere Karawane ist eine des unendlichen Glücks.


Die Laute erklang...
Mein Herz sprengte seine Ketten.
Etwas sang aus den Fesseln -
Verwundeter Verrückter.... komm!

*Rumi 





Kolam - glückverheißend


Was du suchst, ist in Dir.


Der Diamant

Ein weiser Mann hatte den Rand seines Dorfes erreicht und ließ sich unter einem Baum nieder, um dort die Nacht zu verbringen, als ein Dorfbewohner angerannt kam und sagt: „Der Stein! Der Stein! Gib mir den kostbaren Stein!" „Welchen Stein?" fragte der weise Mann.„Letzte Nacht erschien mir Gott Shiva im Traum", sagte der Dörfler, „und sagte mir, ich würde bei Einbruch der Dunkelheit am Dorfrand einen weisen Mann finden, der mir einen kostbaren Stein geben würde, so dass ich für immer reich wäre." Der weise Mann durchwühlte seinen Sack und zog einen Stein heraus."Wahrscheinlich meinte er diesen hier", sagte er, als er dem Dörfler den Stein gab. „Ich fand ihn vor einigen Tagen auf einem Waldweg. Du kannst ihn natürlich haben."Staunend betrachtete der Mann den Stein. Es war ein Diamant. Wahrscheinlich der größte Diamant der Welt, denn er war so groß wie ein menschlicher Kopf. Er nahm den Diamanten und ging weg. Die ganze Nacht wälzte er sich im Bett und konnte nicht schlafen. Am nächsten Tag weckte er den weisen Mann bei Anbruch der Dämmerung und sagte: „Gib mir den Reichtum, der es dir ermöglicht, diesen Diamanten so leichten Herzens wegzugeben."

http://spirituelle-kurz-geschichten.pdf

A heart of beauty And a life of duty My Lord Supreme Has given me. I swim and swim In ecstasy-sea.

 
*Composed by Sri Chinmoy on July 22, 2007

Neu

Es gibt kein Vergangenes, das man zurücksehnen darf, es gibt nur ein ewig Neues, das sich aus den erweiterten Elementen der Vergangenheit gestaltet, und die echte Sehnsucht muß stets produktiv sein, ein Neues, Besseres zu schaffen.

*Giordano Bruno (1548 – 1600)

Folge deinem Herzen,..


Demjenigen der kommt, um sich zu reinigen, dem wird geholfen...

"Wer kommt, um sich zu reinigen, dem hilft man", d.h. der Mensch muss immer im "kommen" sein, und dann spielt es keine Rolle, ob er fühlt, dass er rein ist, denn dann braucht er keine Hilfe mehr, denn er reinigte sich und ging. Und wenn er fühlt, dass er in der Kategorie von "kommt und geht" ist, dann hilft man ihm natürlich, denn der Wille kennt keine Hindernisse, da er um das Wahre bittet. „Denn deine Liebe ist lieblicher als Wein“, das heißt vom Wein kann man betrunken werden, und einem Betrunkenen gehört die ganze Welt, da es ihm an nichts mangelt, nicht einmal in sechs Tausend Jahren.

*Shamati 131

Werde der Geliebte