My heart

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My heart is a born God-seeker.
My life is a born God-lover.
My soul is a born God-distributor.

source: www.radiosrichinmoy.org/10137

score: www.srichinmoysongs.com/my-heart

*Composed by Sri Chinmoy on April 12, 1989


Herzen

Die Menschen, die ihre Herzen polieren, sind dem Reich der Gerüche und Färbungen entkommen. Mit jedem Atemzug betrachten sie das Schöne - ohne Zögern, ohne Hast. Niemand kann ihre Herzen besiegen, die Hiebe treffen die Austernschale, nicht die Perle.

*Rumi (Masnavi)

Finderlohn

Nasrudin lief durch die Straßen seines Dorfes
und rief so laut er konnte: "Finderlohn!
Wer meinen Esel findet, erhält ihn als Belohnung!"
"Aber Nasrudin!", sagte da ein Nachbar.
"Bist du verrückt geworden?"
"Ganz und gar nicht", entgegnete Nasrudin.
"Weißt du denn nicht, dass die Freude
etwas wiederzufinden größer ist als die,
es zu besitzen?"



Verliebe dich!

"Verliebe dich! Verliebe dich in das Leben, in jeden Atemzug. Sei von Herzen verliebt in dich selbst, in deine innere Schönheit, in die Schönheit und die Großzügigkeit des Lebens, des Daseins. Du bist am Leben, du bist Lebendig. Verliebe dich in dein  DaSein, in diesen Tag, in diesen Augenblick. Verliebe dich in die Klarheit, in das Licht, in das Göttliche in deinem inneren, in all das was so schön ist. Verliebe dich in die Dankbarkeit, in die Hingabe, in den unumstößlichen Frieden und die weite ewig währende Liebe die dein Wesen erfüllt. Sei von Herzen erfüllt vom Atem des Lebens, sei erfüllt von der Lebendigkeit selbst. Die Liebe ist da, sie ist da, die Liebe ist da, das Leben ist da, der Atem ist da, das Göttliche ist da, jetzt und immer, in Dir, im Herzen der Ewigkeit!"

"Verliebe dich in dein von Liebe und Dankbarkeit erfülltes Herz. Verliebe dich in deinen, von Frieden und Stille erfüllten Verstand. Verliebe dich in deinen dich mit Liebe und Lebendigkeit erfüllenden Atem, in dein Leben, in dein DaSein. Sei verliebt in dich selbst, deine eigene Klarheit. Sei verliebt in dein ewig weites Herz und dein von Liebe überfließendes Leben. Sei verliebt - jeden Moment - jeden Moment, sei anwesend, sei hier, sei gegenwärtig, sei der lebendige Fluss des Atems, sei die ewig verliebte Allgegenwart."

*Azmuto

Echtes Wissen ist Erkenntnis aus eigener Erfahrung

„Glauben Sie an nichts, nur weil Sie es gehört haben. Glauben Sie nicht einfach an Traditionen, weil sie von Generationen akzeptiert wurden. Glauben Sie an nichts, nur auf Grund der Verbreitung durch Gerüchte. Glauben Sie nie etwas, nur weil es in Heiligen Schriften steht. Glauben Sie an nichts, nur wegen der Autorität der Lehrer oder älterer Menschen. Aber wenn Sie selber erkennen, dass etwas heilsam ist und dass es dem Einzelnen und Allen zugute kommt und förderlich ist, dann mögen Sie es annehmen und stets danach leben.“

* Buddha (Kālāma Sutta Anguttara-Nikāya)

Psalm David's - Nr. 27 - Thora - Pentateuch - Die fünf Bücher Mose

[Von David.] Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? Dringen Frevler auf mich ein, um mich zu verschlingen, meine Bedränger und Feinde, sie müssen straucheln und fallen. Mag ein Heer mich belagern: Mein Herz wird nicht verzagen. Mag Krieg gegen mich toben: Ich bleibe dennoch voll Zuversicht. Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel. Denn er birgt mich in seinem Haus am Tag des Unheils; er beschirmt mich im Schutz seines Zeltes, er hebt mich auf einen Felsen empor.

Das Göttliche..

Das Göttliche möchte in dich einströmen, durch dich hindurch fließen, so wie die strahlende warme Sonne der Liebe dein Herz und deinen ganzen Körper durchströmt und erfüllt.

Das Göttliche möchte in dich einströmen, durch dich hindurch fließen, gerade so wie das Licht des Bewusstseins, das dunkle Denken durchtränkt mit Heiligkeit.

Das Göttliche möchte in dich einströmen, durch dich hindurch fließen, dich ganz einhüllen in seinen Palast höchster Seligkeit und Wonne. Es möchte sich selbst in Dir entdecken. Es möchte sich in Dir niederlassen und dich erfüllen mit dem Licht der Liebe und Einheit, mit dem Frieden, dem Vertrauen und der Geborgenheit des ewigen Daseins.

*Azmuto

Was sich entgegenstellt..

Wir können mit größter Zuversicht den ungeheuren Kampf, den Haufen feindlicher Kräfte betrachten, die, ohne es zu wissen, schließlich der Verwirklichung Deines Planes dienen. Wir würden uns zu Unrecht aufregen, weil es uns nicht gegeben ist zu wissen, wie das Deinem Plan dient und mit welchem Mittel Du all die Widerstände überwinden wirst, denn Dein Sieg ist so vollkommen, dass jedes Hindernis, jeder böse Wille, jeder gegen Dich gerichtete Hass die Verheißung eines noch umfassenderen, noch vollständigeren Triumphes ist. An der Summe der Widerstände lässt sich der Umfang ermessen, den Du dem Walten dessen geben willst, was von Deinen reinen Kräften auf die Erde zur Offenbarung kommt.

Was sich entgegenstellt, ist gerade das, worauf zu wirken diese Kräfte gesandt sind, der finsterste Hass muss berühert und in leuchtenden Frieden gewandelt werden.

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

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Du solltest nur den Ort identifizieren wo „eine Türe, eine Offenbarung und ein Eingang“ sein könnte, und der befindet sich dort, wo es am schmerzhaftesten ist. Die angenehmen gemeinsamen Essen, die Freunde, die schönen Ausflüge – sie haben überhaupt nichts mit Spiritualität zu tun! Es sind nur Begleiterscheinungen, um die Momente der Ablehnung zu enthüllen, die für unsere Arbeit von so großer Bedeutung sind.

...Der spirituelle Weg wiederstrebt deinem Ego, was bedeutet, er arbeitet gegen dein Verlangen und gegen deinen Verstand. Du musst dich ununterbrochen über diese Momente der Reibung erheben, die gegen deine Gefühle und deinen Verstand arbeiten, immer und immer wieder. Dies sind die Momente auf dem spirituellen Weg, die sich in „eine Türe, eine Offenbarung und einen Eingang“ verwandeln...

...nach einigen Jahren des Lernens beginnst du, die Momente der Reibung, in welchen du steckst, zu fühlen und zu sehen. Genau dort, in eben diesen Momenten befindet sich der Eingang, der zur Öffnung bereit steht. Es ist keine Türe sondern eine Wand, aber durch die Arbeit über dem Verstand wirst du plötzlich eine Türe in dieser Wand wahrnehmen, die sich in der Sekunde öffnen wird, um ein Eingang für dich zu werden. Der Eingang kann nur in diesen Momenten der Ablehnung und Reibung stattfinden, deshalb sollt ihr diese Momente sehr genau beobachten und von allen anderen differenzieren!..

*Rav Michael Laitman

Quelle: www.laitman.de/wo-es-am-schmerzhaftesten-ist

Die Brücke, welche die Wahrheit und die Lüge verbindet

Es ist bekannt, dass die winzigen Teile vom Auge nicht wahrgenommen werden, größere um so leichter. Solange ein Mensch irregeführt wird, ist er nicht in der Lage, die Wahrheit zu erkennen, dass er den falschen Weg geht, er ist getäuscht, als ob er den Weg der Wahrheit gehen würde … Wenn die Täuschung schon groß ist, und diese Größe erreicht hat, dann ist man in der Lage, die Wahrheit zu sehen. Und dann sieht der Mensch, dass er den falschen Weg geht, das heißt, er enthüllt seinen wahren Zustand. Es stellt sich heraus, dass er in seiner Seele einen Punkt der Wahrheit enthüllt, der ihm zeigt, wie man auf den richtigen Weg kommt. Und das ist eine Brücke, welche die Wahrheit und Lüge miteinander verbindet, wo die Täuschung endet und der Weg der Wahrheit beginnt. Wir streben stets nach dem Guten, nach der Wahrheit, nach der Eigenschaft des Gebens, aber wenn unsere Anstrengungen einen bestimmten Stand erreichen, dann fühlen wir genau das Gegenteil, was uns zeigt, dass wir uns in einer Lüge befinden: wir geben nichts und wollen nichts geben, kümmern uns nur um uns selbst. Doch die Wahrnehmung von diesem falschen Zustand ist die Enthüllung der Wahrheit! Es ist zwar nicht angenehm, und der Mensch weiß nicht, was zu tun ist. Aber wenn er trotz allem wieder versucht, zur Eigenschaft des Gebens zu gelangen, diese als gut empfindet, die Wahrheit will – denn Wahrheit ist die Eigenschaft des Gebens -, dann findet er heraus, dass die Irreführung umso größer geworden ist … Aber das ist die Wahrheit! Die Wahrheit, dass er sich in der Lüge befindet. Und das geht so lange, bis die Lüge eine solche Größe erreicht, dass es unerträglich wird, in ihr zu bleiben. Und dann schreit er so, dass die Rettung kommt. Es gibt den Zustand selbst, und es gibt dessen Wahrnehmung. Und je mehr sich unsere wahren Zustände der Wahrheit annähern, umso polarer werden sie.

*Aus: Igrot Rabash ("Briefe [des] Rabash (№ 16)
(Es handelt sich um Briefe, die Rav Baruch Shalom HaLevi Ashlag (The Rabash) seinen Schülern schickte, während er in Übersee war. In seinen Briefen beantwortete er die Fragen seiner Schüler in Bezug auf ihren spirituellen Weg und Fortschritt, erklärte die spirituelle Bedeutung der jüdischen Feiertage gemäß Kabbala und befasste sich mit vielen anderen Themen.)

Rungs of the Ladder - Stufe der Leiter

http://kabbalahmedia.info/


Lavinia Meijer & Branka Parlic Plays Philip Glass - Metamorphosis


Der Augenblick


„Der Augenblick des Erkennenden ist gleich dem Frühlingstag; der Donner grollt, die Wolke weint; der Blitz brennt, der Wind bläst, die Knospen tun sich auf und die Vögel singen - das ist sein Zustand; er weint mit seinen Augen, lächelt mit seinen Lippen, brennt in seinem Herzen, spielt mit seinem Haupt, spricht den Namen des Freundes und kreist um dessen Tür.“  

*Schibli († 945)

Koyaanisqatsi

Der Atheist und der Gläubige

"Der Atheist ist Gott, der mit sich selbst Versteck spielt; aber ist der Theist ein irgendwie anderer ? Nun, vielleicht; denn er hat den Schatten Gottes gesehen und klammert sich daran."

*Sri Aurobindo

Zitate - Fariduddin Attar

"Du sprachst: Was ist des Weges Zeichen, oh Derwisch ? Höre von mir, und wenn du hörst, so überlege ! Das ist für dich das Zeichen: Das du, obwohl du vorwärts gehst, dein Elend größer werden siehst."

"Wo ist ein Herz, daß nur für einen Augenblick Sein Geheimnis wüßte ? Wo ist ein Ohr, das nur für einen Augenblick auf Seine Worte hörte ? Jener Schönheitsmond, er zeigt sich Tag und Nacht. Wo ist ein Auge, das sich am Blick auf ihn erfreut ?"

"Nicht gelangt der Verstand an die Grenzen Deiner Vollkommenheit. Nicht aus sich gelangt die Seele zum Schloss der Vereinigung. Würden auch alle Atome dieser Welt zu Augen: Erfassen würden sie niemals Deine grenzenlose Schönheit !"

mehr von F. Attar: http://azmuto.blogspot.de/Attar


Mi Haish - Psalm 34, 13-15





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Lyrik: Aus Psalm 34,13-15

Wo ist derjenige, der das Dasein begehrt,
der seine Tage liebt, um Gutes zu sehen?
Bewahre deine Zunge und Lippen,
dass sie nicht Trug reden.
Weiche von der Torheit und tue Gutes,
suche Frieden und jage ihm nach.

Hebräisch:

Mi-ha-ísh hey-chah-fáytz chah-yím,
Oh-háyv yah-mím li-róte tov?
Neh-tzór le-shon-cháh may-ráh,
Uus-fah-táy-chah mi-dah-báyr mir-máh.
Súr may-ráh va-ah-say-tóv,
Ba-káy sha-lóm va-rad-fáy-hu.

Der Kritiker, kritisiert immer entsprechend seiner eigenen Verdorbenheit ! ["The critic always criticizes according to his or her own degeneracy!"]


DieSchönheit ist verborgen, suche sie in der Verborgenheit.
Oh du von der eigenen Ungerechtigkeit Ahnungsloser,
schau einmal auf die Gerechtigkeit derer, die den Weg sehen !
Wie kannst du mit Fehlersehenden Augen jemals das Verborgene
erkennen ?
 

*Fariduddin Attar

Sprache

Es hat einmal jemand behauptet, daß Gott die Bibel geschrieben und daß der Teufel sie publiziert hätte, und wenn diese Behauptung in dem Sinne aufgefaßt wird, wie sie gemeint war, so hat es wohl damit seine Richtigkeit, denn das Wahre kommt aus der Wahrheit und tut viel Gutes in der Welt, aber die mißverstandene Wahrheit wird zur Lüge, welche nur Unheil gebiert. Die Bibel ist für diejenigen, die ihren tieferen Sinn verstehen, ein wissenschaftliches Buch, in welchem die höchsten Wahrheiten der Religionsphilosophie, welche sich auf geistige und göttliche, nicht aber auf sichtbare, äußerliche und materielle Dinge bezieht, niedergelegt sind; aber diejenigen, welche die darin enthaltenen Angaben im äußerlichen und buchstäblichen Sinne auffassen, werden dadurch in die Irre geführt. Die Bibel ist in der Tat ein Lehrbuch der okkulten (verborgenen) Wissenschaft, das deshalb nur dem Okkultisten verständlich sein kann. „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört, und in keines Menschen Gemüt gekommen ist, das hat Gott denen, die ihn lieben, bereitet.“ Die göttlichen Geheimnisse in der Natur sind nicht den äußeren Sinnen offenbar; sie werden nur durch den Geist Gottes im Menschen erkannt. Auch sind die Erzählungen der Bibel zum großen Teile so kindisch und unglaublich, und beziehen sich oft, so wie andere Märchen, auf Dinge, die erfahrungsgemäß für unmöglich gehalten werden müssen, daß es ein Wunder ist, daß heutzutage noch gebildete Leute zu finden sind, welche an die darin erzählten Wunder glauben, oder sich einbilden, daran zu glauben. Dr.

*Dr. Franz Hartmann (1838 – 1912)


 

*Rav M. Laitman

Man muss..

Man muss in jedem Augenblick alles zu verlieren wissen, um alles zu gewinnen, die Vergangenheit abstreifen wie einen toten Körper, um in eine größere Fülle geboren zu werden... So drückt sich die ständige Sehnsucht des inneren Wesens aus, das Dir zugewandt Dich widerstrahlen will wie ein immer reinerer Spiegel, und Deine unwandelbare Wonne überträgt sich in ihm durch eine zum Fortschritt treibende Kraft von unvergleichlicher Stärke, diese Kraft setzt sich im äußersten Wesen um in einen ruhigen, sicheren Willen, den kein Hindernis vereiteln kann. O göttlicher Meister, mit welch inbrünstiger Liebe bin ich Deine Dienerin ! Mit welch reiner, unbewegten, unendlichen Freude bin ich Du selbst in allem, was jenseits allen geformten Daseins ist. Und die beiden Bewusstseine verbinden sich in einer Fülle ohnegleichen.

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

Ich muss..

„Der Fisch kann im Wasser nicht ertrinken, der Vogel in den Lüften nicht versinken. Das Gold ist im Feuer nie vergangen, denn es wird dort Klarheit und leuchtenden Glanz empfangen. Gott hat allen Kreaturen das gegeben, dass sie ihrer Natur gemäß leben. Wie könnte ich denn meiner Natur widerstehen?

Ich muss von allen Dingen weg zu Gott hingehen, der mein Vater ist von Natur, mein Bruder nach seiner Menschheit, mein Bräutigam von Minnen, und ich die Seine ohne Beginnen. Meint ihr, ich würde diese Natur nicht fühlen? Gott kann beides: kräftig brennen und tröstlich kühlen!”

*Mechthild von Magdeburg
(aus: "Das fließende Licht der Gottheit")

Das fließende Licht der Gottheit

DIESES BUCH sende ich nun als Boten allen geistlichen Leuten, beiden: bösen und guten. Es ist nur ein Bild meiner selber und sagt hold mein Heimlichstes aus. Man soll es freundlich annehmen: Gott selber spricht die Worte.

Eya, Herr! Gott! Wer hat dieses Buch gemacht? - Ich, die ich von der Gnade, so mir verliehen ward, nicht schweigen konnte, habe es gemacht in meiner Unmacht. Ich kann und will nicht schreiben, aber ich sehe das Herrliche mit den Augen meiner Seele und höre es mit den Ohren meines ewigen Geistes und fühle in allen Gliedern meines Leibes die Kraft des heiligen Geistes.

Eya, Herr! wie soll es, Dich zu ehren, heißen, dieses Buch? - Es soll heißen: Ein Fließendes Licht Meiner Gottheit, entbrannt in allen reinen Herzen.

Dieses Buch hob an in der Liebe und in der Liebe soll es auch vollenden. Denn nichts ist weise noch heilig noch schön noch stark noch vollkommen als die Liebe.

Buch als free PDF : www.rudihaberstroh.de/zit/zitmechtmagdgottheit.pdf

Das fließende Licht..

Da sprach der liebende Mund,
Der meine Seele küßte wund,
In seinen erhabenen Worten,
Die ich niemals würdig hörte:
Du bist meiner Sehnsucht Liebesfühlen,
Du bist meiner Brust ein süßes Kühlen,
Du bist ein inniger Kuß meines Mundes,
Du bist eine selige Freude meines Fundes,
Ich bin in dir, du bist in mir,
Wir können einander nicht näher sein,
Denn wir sind beide in eins geflossen
Und sind in eine Form gegossen
Und verbleiben so ewig unverdrossen.
 
*Mechthild von Magdeburg (1210-1282)
in: “Das fließende Licht der Gottheit”

Die alte und neue Welt


So wie der Urlauber in z. B. Irland, sich ständig selbst an die neuen Gesetzmäßigkeiten - des auf der anderen Seite Fahrens - erinnern muss, so muss sich der Mensch, der die spirituelle Welt betreten hat, ständig wach - bewusst halten, sich ständig erinnern, um die jahrzehntelang eingeübten Gewohnheiten des Denkens, des Handelns und der Absichten zu wandeln.
 
*Azmuto

Eine strahlende Sonne..

Eine strahlende Sonne geht über dem Horizont auf. Es ist dein Herr, der zu dir kommt. Die ganze Welt erwacht und streckt sich in Wonne beim Kontakt seiner Herrlichkeit. Wie die Erde, die sich hebt und öffnet, wie der Baum, der wächst, wie die Blume, die blüht, wie der Vogel, der singt, wie der Mensch, der liebt, laß Sein Licht dich durchdringen und durchstrahlen in immer wachsendem und sich weitendem Glück, in einer Freude, die sich stetig voran bewegt wie die Sterne am Himmel.

*Mira Alfassa

Der Weg

Nicht jeder, der den Weg gesehen hat, ist auf dem Weg gegangen, und nicht jeder, der gegangen ist, hat das Ziel erreicht. Gar mancher hat gehört, aber nicht gesehen, gar mancher hat gesehen, aber nicht erkannt, gar mancher hat erkannt, aber nicht gefunden.

*Maybudi

Wahrnehmung der Wirklichkeit - Matrix unserer Realität

Schleier

Oh, wir erblicken Dich nicht und wir erblicken nicht einmal Deinen Schleier. Wir sind also hinter dem Schleier der Schleier, während Du uns näher als unsere Halsschlagader bist und also uns näher als wir uns selbst. Dieser Nähe wegen sehen wir Dich nicht. Wie sollen wir, die wir nicht einmal uns selbst sehen, Dich sehen ?

* Ibn Arabi (1165 - 1240)

Der König und der Vogel - le roi et l'oiseau

Die Lilith & Der Seiltänzer


Die Lilith

Es wird erzählt: „Ein Mann, dessen sich die Lilith bemächtigt hatte, fuhr nach Neshiz, wo er Rabbi Mordechai anflehen wollte, ihn zu befreien. Der Rabbi merkte in seinem Herzen, daß jener unterwegs zu ihm war, und gab in der ganzen Stadt den Befehl aus, am Abend alle Haustüren zu schließen und niemand einzulassen. Als der Mann nachts in die Stadt kam, fand er nirgends Einlaß und mußte sich auf einen Heuschober legen. Schon war die Lilith da und sprach: „Komm herunter zu mir.“ Er fragte sie: „Weshalb verlangst du das ? Sonst pflegst du doch immer zu mir zu kommen.“ Sie sprach: „Im Heu, auf dem du liegst, ist ein Kraut, das mich hindert, mich dir zu nahn.“ „Welches ist es ?“ fragte er, „ich will es hinweg werfen, und dann wirst du zu mir kommen können.“ Er zeigte ihr Kraut um Kraut, bis sie sagte: „Das ist es.“ Da band er es sich an die Brust und war von ihr befreit.“

Der Seiltänzer

Rabbi Chajim von Krosno, ein Schüler des Baalschem, sah einst mit seinen Schülern einem Seiltänzer zu. Er war so tief in den Anblick versunken,daß sie ihn fragten, was es sei, das seine Augen an die törichte Schaustellung banne. „Dieser Mann“, antwortete er, „setz sein Leben aufs Spiel, ich könnte nicht sagen weswegen. Gewiß aber kann er, während er auf dem Seil geht, nicht daran denken, daß er mit seiner Handlung hundert Gulden verdient; denn sowie er dies dächte, würde er abstürzen.“




Nur ein Fisch..


Nur ein Fisch wird nie von seinem Wasser satt; wer sein täglich Brot nicht hat, findet den Tag lang. Das Unreife kann den Zustand des Reifen nicht verstehen, ebenso wie ein Kind nicht weiß was es bedeutet erwachsen zu sein.

*Rumi

Das Phänomen - Bruno Gröning (1906 - 1959)

"Es ist nicht das sterbliche Selbst, das Selbst, das du vor dir siehst, was imstande ist, solche Dinge zu vollbringen. Es ist das wirklichere, tiefere Selbst. Es ist das, was du als Gott erkennst, Gott in mir, Gott, der allmächtige Eine, der durch mich solche Dinge tun kann. Ich kann von mir aus, von meinem sterblichen Selbst aus, nichts tun. Nur wenn ich mich von allem Äußern völlig losmache und das Wirkliche, das ich bin, sprechen und handeln und die große Liebe Gottes durch mich wirken lasse, kann ich solche Dinge vollbringen, wie du sie mich tun sahst. Wenn du die Liebe Gottes durch dich auf alle Dinge ausströmen lässt, dann fürchtet sich niemand vor dir und nichts Böses kann über dich kommen."



„Der Mensch ist ein Geschöpf der Liebe.
Was in der Liebe geschaffen, kann nur in der Liebe leben.“

„Gibt es einen Grundsatz, nach dem man sein ganzes Leben richten kann?
Ja, die Nächstenliebe.“ 

„Der Geist beherrscht die Materie.“ 

„Der größte Arzt aller Menschen ist und bleibt unser Herrgott.“ 

„Der Mensch handelt nach seinem Willen.
Wie der Wille, so der Gedanke.
Der Gedanke bewegt den Menschen zur Tat."

Feuer

Vater Lot ging um Vater Joseph zu sehen und er sagte zu ihm, „Vater, so weit ich es vermag, spreche ich mein kleines Offizium, ich faste ein wenig, Ich bete und meditiere, ich lebe in Frieden und so weit ich kann, reinige ich meine Gedanken. Was kann ich sonst noch tun?“ Da stand der alte Mann auf und streckte seine Hände gegen den Himmel; seine Finger wurden wie zehn Flammen aus Feuer und er sagte zu ihm, „Wenn du es willst, dann kannst du völlig zur Flamme werden.“

Teresa von Avila (1515 - 1582)

St. Teresas Gebet:

Möge heute überall Frieden sein. Mögest du Gott vertrauen, daß du genau dort bist, wo du vorgesehen bist zu sein. Mögest du dir der unendlichen Möglichkeiten gewahr sein, die durch den Glauben geboren werden. Mögest du jener Geschenke bedenken, die du erhalten hast und die Liebe weiterleiten, die dir gegeben wurde. Mögest du in Zufriedenheit wissen, daß du ein Kind Gottes bist. Laß diese Gewißheit mit tiefen Atemzügen bis in deine Knochen dringen und dort ihren Platz finden und erlaube deiner Seele die Freiheit zu singen, zu tanzen, zu loben und preisen und zu lieben. All dies ist da für jeden und jede von uns.

"Man verwandelt sich in das, was man ohne Unterlaß vorgibt zu sein." *Sri Ramakrishna (1836-1886)

"Die großen Heiligen
sind vor Gott alle kleine Jungen.
Ihre Stärke ist die Stärke Gottes,
die Stärke des Vaters,
selbst haben sie nichts.
Daran glauben sie fest."

"Wenn derjenige,
der Gott schaute,
für das Wohl anderer handelt,
dann ist er so stark wie ein Löwe."



"Wer anderen hilft ohne selbstsüchtigen Beweggrund, hilft tatsächlich sich selbst."

*Sri Ramakrishna (1836-1886)

Ich sehne mich danach, nur an einem Ort zu leben - dort, wo Liebe ewig regiert. *Sri Chinmoy


Let us march on! - Mountain Silence - Egiye Chal

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Egiye chal egiye chal
Charidike moher chhal
Andhakarer habe je khoy
Egiye chal kiser bhoy


Let us march on!
Let us march on!
The trickeries of attachment-life
Are all-where,
But darkness-life will one day expire.
Where is fear? No where!
Let us march on!

* Composed by Sri Chinmoy (October 1, 1980)

score: www.srichinmoysongs.com/egiyechal
source: www.radiosrichinmoy.org/12131/

Wer hilft, dem wird geholfen.

Wenn ihr in Not seid, helft anderen,
und ihr werdet Erfüllung finden.
Es ist ein Gesetz, daß jenen, die Helfen,
geholfen wird.

*Rabindranath Tagore (1861 - 1941)






















Tagore & Mira Alfassa 

Tagore & Gandhi














Tagore & Einstein 

Du wurdest erweckt – erwecke andere !

"Steh auf! Erwache!
Was machst du?
Das Göttliche in dir
und anderen zu erwecken ist das Ziel."
*Swami Vivekananda

"Ich würde zwanzigtausend Körper
wie diesen aufgeben,
um nur einem Menschen zu helfen.
Möge ich dazu verdammt sein,
wieder und wieder geboren zu werden,
selbst als ein Hund – wenn ich
nur einer einzigen Seele helfen kann." 
*Sri Ramakrishna

Einige schenken dem Göttlichen ihre Seele,
einige ihr Leben, einige geben ihre Arbeit,
andere ihr Geld. Ein paar bringen ihr ein und alles dar - Seele,
Leben, Arbeit, Hab und Gut; diese sind die wahren Kinder des Göttlichen.
Wieder andere geben nichts; diese, was auch immer ihre Stellung,
ihre Macht und Reichtümer sein mögen,
sind für den göttlichen Zweck nur wertlose Ziffern.
*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973) 

Es gibt die Liebe,
die das Wohl des Ganzen
vor das eigene stellt
und in der Hingabe aufblüht.
*Hazrat Inayat Khan (1882–1927)








Die Fähigkeit, sich selbst zu heilen

Mutter, ist es möglich, in sich die Fähigkeit zu entwickeln, sich selbst zu heilen ?

"Im Prinzip ist alles möglich, wenn man sich bewußt mit der Göttlichen Kraft vereint. Aber ein Verfahren muß gefunden werden, und das hängt von einzelnen Fällen und Personen ab. Die erste Voraussetzung ist, daß man eine physische Natur hat, die Energie ausstahlt, anstatt sie von andern zu holen. Also eine gebende, statt einer empfangen wollenden Ausrichtung. Die zweite unerläßliche Voraussetzung ist zu wissen, wie man Energie von oben gewinnt, aus der unerschöpflichen unpersönlichen Quelle. Auf diese Weise empfängt man desto mehr man ausgibt, und man wird ein unerschöpflicher Kanal und nicht ein Gefäß, das beim Geben leer wird. Durch unentwegte Aspiration (Strebsamkeit) und Sehnsucht lernt man."

*Mira Alfassa 12. und 13. Januar 1972

Geben

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