O

Sei weit in mir, O Varuna; sei machtvoll in mir, O Indra; O Sonne, sei überaus hell und strahlend; O Mond, sei voller Liebreiz und Süße. Sei wild und schrecklich, O Rudra; seid ungestüm und schnell, O Maruts; sei stark und kühn, O Aryama; sei sinnlich und vergnüglich, O Bhaga; sei zärtlich und gütig, liebend und leidenschaftlich, O Mitra. Sei hell und enthüllend, O Morgendämmerung; O Nacht, sei ehrwürdig und trächtig. O Leben, sei voll, bereit und heiter beschwingt; O Tod, führe meine Schritte von Wohnstatt zu Wohnstatt. Bring all diese in Einklang, O Brahmanaspati. Lass mich diesen Göttern nicht untertan sein, O Kali.

*Sri Aurobindo


source: http://aurobindo.de

Der Verstand trennt, stellt Einzelheiten fest und setzt sie einander gegenüber; Weisheit eint und verbindet die Gegensätze in einer einzigen Harmonie. *Sri Aurobindo

"Was die Seele sieht und erfahren hat,
das weiß sie; das Übrige ist Schein,
Vorurteil und Meinung."

"Nur jene Gedanken sind wahr,
deren Gegenteil zu seiner Zeit
und an seinem Platz ebenfalls wahr ist;
unbestreitbare Dogmen
sind die gefährlichste Art von Lüge."

*Sri Aurobindo



Der Pfad windet sich auf heikle Weise

Das Tor zur Befreiung ist sehr eng,
enger als die Breite eines Senf Korns.
Dein Verstand ist größer als ein Elefant,
wie soll der da durch?
*Kabir, (1440 - 1518)


Versuchst du den Weg zur Wahrheit mit dem Verstand zu finden,
erweist sich das als unmöglich.
Sobald du den Verstand jedoch fahren läßt,
sind da keine Hindernisse mehr.
*Sanai, (1080 - 1131)






















In der Liebe..

In der Liebe zu bleiben bedeutet
Einlass zu finden in den Bezirk,
wo alle Dinge eins sind.  

*Meister Eckhart

Außerhalb..

Außerhalb, jenseits der Vorstellungen von Fehlverhalten und Wohlverhalten, liegt ein Feld. Dort werd` ich mit dir zusammentreffen. Wenn sich die Seele in jenes Grasland niederlegt, ist die Welt zu sehr erfüllt, um darüber zu reden. Vorstellungen, Sprache, selbst der Ausdruck „der Andere“, ergeben keinerlei Sinn mehr.  *Rumi

Wenn wir stolpern...

Wenn wir stolpern so ist es,
um am Ende das Geheimnis
eines perfekteren Gehens zu lernen.  

*Sri Aurobindo

You have no idea...

You have no idea 
how hard I've looked for a gift to bring You. 
Nothing seemed right. 
What's the point of bringing gold to the gold mine, 
or water to the ocean. 
Everything I came up with was like taking spices to the Orient. 
It's no good giving my heart and my soul 
because you already have these. 
So I've brought you a mirror. 
Look at yourself and remember me.

*Kabir 

 

Die Göttliche Gegenwart ist in dir.

Die Göttliche Gegenwart ist in dir. Sie ist in dir. Du suchst nach ihr außerhalb deiner selbst. Schaue nach innen. Sie ist in dir. Die Gegenwart ist dort. Du verlangst nach der Wertschätzung anderer, um Kraft zu erhalten - sie wird dir nie zuteil werden. Die Kraft ist in dir. Wenn du es wünschst, dann kannst du nach dem streben, was dir als das höchste Ziel, das höchste Licht, das höchste Wissen, die höchste Liebe erscheint. Aber das ist in dir - sonst wärest du nie fähig, damit in Berührung zu kommen. Wenn du tief genug in dich gehst, wirst du es dort finden, wie eine Flamme, die immer aufwärtsgerichtet brennt. Und glaube nicht, das wäre so schwer zu leisten. Du erfährst diese Gegenwart nicht, weil dein Blick ständig nach außen gerichtet ist.

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

Das, was du suchst, ist in Dir !



Das, was du suchst, ist in Dir! Frieden, unumstößlicher höchster Frieden, ist in Dir. Liebe, Liebe die an kein Gesicht und kein Ding gebunden ist, befindet sich in Dir. Alles was du suchst, das Glück, die Freude des DaSeins, ist in Dir, nichts fehlt, nichts fehlt, alles ist in Dir. nichts fehlt.


*Prem Rawat (Maharaji)

A life without love

A life without love is a waste. “Should I look for spiritual love, or material, or physical love?”, don’t ask yourself this question. Discrimination leads to discrimination. Love doesn’t need any name, category or definition. Love is a world itself. Either you are in, at the center…either you are out, yearning.

*Shams Tabrizi

Speak little



 "Speak little, learn the words of eternity.
Go beyond your tangled thoughts and find 
the splendor of Paradise."

"Find the sweetness in your own heart.
that you may find the sweetness in every Heart."

"I belong to no religion. 
My religion is love.
Every heart is my temple."

*Rumi 

 

im Herzen der Worte

Gebt euch nicht zufrieden mit Worten, sondern bemüht euch, die geistigen Bedeutungen, die im Herzen der Worte verborgen sind zu verstehen..... Die göttlichen Worte dürfen nicht entsprechend ihrem äußerlichen Sinn verstanden werden. Sie sind symbolisch und enthalten Wirklichkeiten geistiger Bedeutungen. Nicht das Lesen der Worte nützt euch, sondern das Verstehen ihrer Bedeutungen.... Alle Texte und Lehren der Göttlichen Testamente haben innewohnende geistige Bedeutungen. Man darf sie nicht wörtlich nehmen. Darum bete ich für euch, dass ihr die Fähigkeit erhaltet, diese inneren wirklichen Bedeutungen der Heiligen Schriften zu verstehen und der Geheimnisse inne zu werden, die in den Worten der Bibel niedergelegt sind...  

*Abdul-Baha in New York

Nichts ändert sich, außer ich ändere mich. Alles ändert sich, sobald ich mich verändere.

Es ist ein Grund zur Freude,
wenn man sich selbst erkennt,
denn nur dann kann man sich ändern.
Solange man sich nicht ändern kann,
bleibt alles beim Alten.

*Ayya Khema

This place is a dream.



This place is a dream.
Only a sleeper considers it real.
Then death comes like dawn,
and you wake up laughing at what you thought was your grief.

*Rumi


 

I am in Love

I am in Love with Love
and Love is in love with me.
My body is in Love with the soul
and the soul is in Love with my body.
I opened my arms to Love and Love
embraced me like a lover.


Ich bin verliebt in die Liebe
und die Liebe ist verliebt in mich.
Mein Körper ist in die Seele verliebt,
und die Seele ist verliebt in meinen Körper.
Ich öffnete meine Arme der Liebe und die Liebe
umarmte mich wie ein liebender.
 
*Rumi
 

Verliebe dich!

"Verliebe dich! Verliebe dich in das Leben, in jeden Atemzug. Sei von Herzen verliebt in dich selbst, in deine innere Schönheit, in die Schönheit und die Großzügigkeit des Lebens. Du bist am Leben, du bist Lebendig. Verliebe dich in dieses Geschenk. Verliebe dich in dein DaSein, in deinen dich belebenden Atem, in diesen Tag, in diesen Augenblick. Verliebe dich in die Klarheit, in das Licht, in das Göttliche in deinem inneren, in all das was so schön ist. Verliebe dich in die Dankbarkeit, in die Hingabe, in den unumstößlichen Frieden und die weitherzige Liebe die dein Wesen erfüllt. Sei von Herzen erfüllt vom Atem des Lebens, sei erfüllt von der Lebendigkeit selbst. Die Liebe ist da, sie ist da, die Liebe ist da, das Leben ist da, der Atem ist da, das Göttliche ist da, jetzt und immer, in Dir, im Herzen der Ewigkeit!"

*Azmuto

Erinnere dich

Erinnere dich immer tief in deinem Herzen, dass alles gut ist und es sich so entfaltet, wie es soll. Es gibt keine Fehler, nirgendwo, niemals. Wenn etwas falsch erscheint, dann liegt das nur an deinen eigenen falschen Vorstellungen, das ist alles. Das Universum, in dem wir leben, ist in Wirklichkeit Brahman, absolute Realität, absolutes Bewusstsein. Es ist Ausdruck von Vollkommenheit, von vollkommenem Leben, vollkommener Glückseligkeit, vollkommenen Seins.

Diese Vollkommenheit kennt kein Richtig oder Falsch, Gut oder Schlecht, Glücklich oder Traurig. Sie kennt nur sich selbst als Vollkommenheit. Du bist das. Du bist das Selbst, dieses vollkommene, unveränderliche Selbst. Nichts anderes existiert. Nichts anderes hat je existiert. Nichts anderes wird je existieren. Es gibt nur dieses eine Selbst, und du bist das.

 *Robert Adams (1928-1997)

“Das Universum liebt dich und hilft dir!” [“The universe loves you and helps you!”] – Azmuto
























































Sufi Weisheiten




"Es gibt ein Wissen,
das die Gelehrten nicht kennen,
und es gibt eine Askese,
die die Asketen nicht kennen.
*Bayazid 



„In jenem Augenblick,
als ich an mir selbst verzweifelte,
tat sich mein Innerstes auf, und ich erkannte,
was mir not tat, und nahm Abstand von mir selbst.
Solang ich lebe, lebe ich dank dieses Augenblickes.“ 
*Tirmidhi



"Überliefert wurde, dass jemand Ibrahim ibn Adham tausend Dinare brachte. „Nimm!“ sagte jener. „Von Armen nehme ich nichts“, erwiederte Ibrahim. „Ich bin reich“, wehrte sich der Mann. Ibrahim fragte ihn: „ Begehrst du so mehr zu bekommen, als du hast?“ „Natürlich“, sagte der Mann. „Nimm sie zurück!“ befahl Ibrahim. „Du bist das Oberhaupt der Armen. Das ist schon keine Armut mehr, das ist reines Elend.“


"Bayazid Bistrami sagte einst: „Durch Eifer und Verdienst kann nichts gewonnen werden. Die Überlieferung, die mir zuteil wurde, ist kostbarer als beide Welten.Glück hat jener, der des Weges kommt: Plötzlich stösst sein Fuss an einen Schatz, und er wird reich.“


"Bayazid Bistrami wurde gefragt: „Wie erkennt der Mensch, dass er im wahren Wissen angekommen ist ?“ Bayazid sagte: „In dem Augenblick, da er – von Gott unterwiesen – vergeht, bleibt er – ohne Selbst und ohne Schöpfung – auf der Unterlage Gottes. So vergeht er und bleibt, bleibt er und vergeht, stirbt er und lebt, lebt er und stirbt, wird das Verborgene enthüllt und das Enthüllte Verborgen."
 

Jemand hatte sich eine Weile mit Ibrahim Ibn Adham unterhalten. Er wollte nun gehen und bat: „O Weiser, sage mir, welchen Fehler du bei mir gefunden hast!“ Keinen Fehler habe ich bei dir gefunden“ sagte Ibrahim, „denn ich habe dich mit dem Auge eines Freundes betrachtet. So gefiel mir alles, was ich von dir sah.“


mehr findest du hier:

Enthülle deine Welt in diesem Leben! (Olamcha Tire Be Chayecha)

video video

Das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.


Wunderbare Wandlung

Frage: Wie kann man die Verlangen der breiten Öffentlichkeit von materiellen zu spirituellen Bedürfnissen umwandeln?

Antwort: Erstens muss man den Menschen erklären, dass wir in jeder Situation innere Füllung anstreben. Und selbst dann, wenn wir irgend etwas kaufen oder etwas für uns selbst, für Freunde oder die Familie machen... Man kann ihn vielleicht monetär oder in Form aufgewendeter Bemühungen messen, aber es geht immer um eine Empfindung. Deshalb sind Empfindungen – das Wichtigste. Für sie arbeiten wir, schuften, leben und ziehen wir Kinder groß. Es sind die Gefühle der Selbstempfindung, des Lebens, des Erfolges...

Quelle:

www.laitman.de/wunderbare-wandlung

Zitate von Shankara (788 - 820)

Shankara (788 - 820), indischer Philosoph und Heiliger, bedeutendster Vertreter der Philosophie des Vedanta und der Lehre der Identität von Brahman und Atman (indische Philosophie und Religion). Sein Hauptwerk sind die Kommentare zu den Brahmasutras (dem Grundwerk der Vedanta-Philosophie)

 "Die Befolgung äußerlicher Vorschriften ist gut, um deine Gedanken rein zu erhalten, aber zur Wahrheit und Wirklichkeit führt sie dich nicht."

 "Erlösung ist durch moralische Besserung nicht erreichbar."

"Erkenntnis erlangt man durch dauerhaftes Streben, nicht aber durch flatterhaftes Studieren und Vielwisserei."

"Höre auf, dich mit Rasse, Familie, Namen, Gestalt und sozialer Stellung zu identifizieren. Diese gehören zum Körper, dem Kleid der Vergänglichkeit."

 "Der Unwissende, der unter dem Einfluß der Gesetze steht, meint, alle Dinge unterscheiden sich vom Selbst. Wenn man aber in allen Dingen das Selbst erkennt, unterscheidet sich nicht einmal ein Atom mehr vom Selbst. Sobald wir in der Wirklichkeit leben, können sich unsere ehemaligen Taten, die in der Unwirklichkeit des Körpers wurzeln, nicht mehr auswirken, ebenso wie man nach dem Erwachen nicht mehr träumen kann."

"Willst du, Geliebter, Freiheit finden, sei gleich zu allen, wer es immer sei."

"Zerstöre völlig das Ich! Kontrolliere die vielen Wellen der Ablenkung, die in den Geist einsickern! Unterscheide die Wirklichkeit und erkenne: "Ich bin es." Du bist reines Bewusstsein, der Zeuge aller Erfahrung. Du bist reine Natur der Freude."

"Wie der Geist sich schrittweise mit dem Selbst identifiziert, so gibt er schrittweise die Begierde für äußere Objekte auf. Wenn alle diese Begierden ausgeräumt wurden, ist die uneingeschränkte Wahrnehmung des Selbst da."

"Selbst wenn die Wahrheit erkannt ist, bleibt diese starke, anfangslose und hartnäckige Vorstellung, dass man selbst der Tuer und der Erfahrende ist … Das sollte sorgfältig weggeräumt werden, indem man in einem Zustand konstanter Identifikation mit dem höchsten Selbst lebt. Heilige nennen diese Abtrennung geistiger Einbildungen "Befreiung"."

“Bis jetzt habe ich geträumt. In meinem Traum wandelte ich durch Wälder der Illusion, von Geburt zu Geburt überhäuft von allen möglichen Sorgen und Leiden, der Wiederverkörperung und dem Tod und der Verwesung unterworfen. Der Tiger der Selbstsucht sprang mich grausam an, ohne Unterlass. Nun, durch deine unendliche Barmherzigkeit, o Meister, bin ich aus meinem Traum erwacht. Du hast mich für immer frei gemacht! Verehrung Dir, o großer Meister, Du bist eins mit dem Brahman. Du bist eins mit dem scheinenden Licht, das diesen Schatten wirft, der “Welt” heisst.”

“Die unendliche Finsternis im Innern, die auch Milliarden Feuer, Monde und Sonnen nicht erhellen können, vertreibt der Erleuchtete mit einem einzigen Blick.”

Einbildung und Meinung


Einbildung und Meinung sind für den partiellen Verstand schädlich, denn sein Wohnort liegt in der Dunkelheit. Einen eine halbe Elle breiten Pfad auf der Erde kann ein Mann sicher und ohne Einbildung gehen; Doch wenn man auf einer hohen Mauer geht, stolpert man, auch wenn die Mauer zwei Ellen breit ist; Man fällt wegen der Einbildung und der Angst herunter. Denke über die Angst nach, die auf Einbildung beruht, und verstehe sie.  
*Rumi

Wirklichkeit

"Seid wie ein Kind - rein, voll Liebe, spontan, unendlich flexibel und jeden Augenblick bereit, zu staunen und Wunder zu akzeptieren."

 "Ein verbreiteter Irrtum ist, zu denken, dass eine Wirklichkeit, die Wirklichkeit sei. Man muss immer vorbereitet sein, eine Wirklichkeit für eine größere aufzugeben."

 "Bitte um alles, so wie ein Kind seine Mutter um alles bittet, ohne sich zu genieren. Bleib nicht stehen bei Frieden im Geist oder einem reinen Herzen oder Hingabe. Verlange alles. Sei mit nichts zufrieden, was weniger ist als alles."

"Eine Träne ist eine Tür, durch die ich kommen kann. Wie kann ich in ein Herz gelangen, das sich nicht nach mir sehnt?"

"Es gibt nur eine Sünde, und die besteht darin, nicht genug zu lieben."

"Das Mantra, das sich leicht und spontan einstellt, solltest du gebrauchen. Es sollte eine starke Empfindung erzeugen und wie Musik sein, die aus dem Herzen fließt."

"Der Nichtverwirklichte ist wie ein Stein. Der Verwirklichte ist wie ein Vogel - pures Leben und wahrhaftige Energie und Schönheit."

"Und wenn man den Gipfel erreicht hat, muss man wieder hinuntersteigen und anderen nach oben helfen, nach ihren Fähigkeiten und ihrer Kraft. Bei dieser Arbeit gibt es keine Rast: Der Höchste dient am liebevollsten, der Weiseste hört am aufmerksamsten zu, der, der gesehen hat, setzt sein ganzes Leben ein, um anderen zu helfen, damit auch sie sehen. Das ist der göttliche Weg."

"Ihr dürft das materielle Leben genießen, doch bringt es dem Göttlichen dar."

 * Mutter Meera (*1960)

Der Spiegel ist weder dies noch das, er ist einfach. Er hält dir dein Bild vor.

Ein Egoist begegnete einem Selbstlosen im Kampf: Der Egoist stach sich selbst einen Dorn ins Auge. O du, der die Selbstlosen mit einem Schwert niedersticht, du stichst deinen eigenen Körper damit. Hüte dich! Denn der Selbstlose ist entworden und sicher, er lebt bis in alle Ewigkeit in Sicherheit. Seine Form ist vergangen und er ist ein Spiegel geworden, darin gibt es nichts als das Abbild eines anderen Gesichts. Wenn du darauf spuckst, spuckst du dir selbst ins Gesicht, und wenn du auf den Spiegel schlägst, schlägst du dich selbst. Und wenn du ein hässliches Gesicht darin siehst, dann bist du es, und wenn du Jesus und Maria siehst, dann bist du es. Der Spiegel ist weder dies noch das, er ist einfach. Er hält dir dein Bild vor. Wenn die Rede an diesen Punkt gelangt, schließen sich die Lippen. Wenn die Feder diesen Punkt erreicht, zerbricht sie.

*Rumi

König Akbar und die längere Schnur

Es war einmal ein indischer König namens Akbar. Eines Tages spannte er eine gerade Schnur und forderte seine Minister auf: "Schneidet diese Schnur nicht ab, verknotet sie nicht, doch verkürzt sie auf eine andere Art und Weise!" Da wunderten sich alle, wie die Schnur verkürzt werden könnte, ohne abgeschnitten oder verknotet zu werden.

Schließlich stand einer seiner weisesten Leute auf und spannte eine längere Schnur daneben. Durch diese zweite, längere Schnur wurde die erste automatisch verkürzt. Sie war nicht verknotet, nicht abgeschnitten und dennoch verkürzt worden.

Ähnlich sollen wir die Meinung eines anderen weder umbiegen noch beschneiden, sondern nur unsere eigene lange Schnur daneben spannen. Dann mögen die anderen entscheiden, was länger und was kürzer, - was besser oder schlechter ist. Wir sollen nicht für die anderen entscheiden, wir sollten ihnen nur unsere Wahrheit darlegen.

Zitate & Aphorismen von Paul Ferrini

"Manchmal schlägt dir das Leben plötzlich ein Tür vor der Nase zu und du begreifst nicht, warum. Erst wenn sich die richtige Tür öffnet, erkennst du, weshalb die falsche geschlossen wurde."

"Dein Versuch, Liebe außerhalb von dir zu finden, ist immer zum Scheitern verurteilt, weil du von keinem anderen empfangen kannst, was du dir selbst nicht geben konntest."

"Deine wichtigsten Lektionen sind die, gegen die du dich am meisten sträubst."

"Du bist derjenige, der den Schlüssel zum Paradies in der Hand hält. Wenn du wahrhaftig Liebe schenkst, kann nichts Geringeres zu dir zurückkehren."

"Solange du Kontrolle ausüben musst, kann dir Gott nicht helfen."

"Wenn du deinen Fehler erkennst, hast du bereits begonnen, ihn zu korrigieren."

"Liebe beginnt in dem Augenblick, wo du dich entschließt, dich nicht gekränkt zu fühlen."

"Alles ist Gott, auch das, was ohne ihn auszukommen versucht."

"Führung erhältst du von Moment zu Moment. Um den nächsten Schritt zu tun, musst du das endgültige Ziel nicht kennen."

"Nur wenn du andere in dein Herz hinein lässt, kannst du sie auch freilassen."

"Eine furchtsame Einstellung zum Leben führt zu defensivem, kontrolierendem Verhalten, das die Liebe und Fülle von dir fern hält."

"Das was du liebst, gedeiht. Es blüht auf. Es bekommt Wurzeln und Flügel."




Beginn des Weges

Was suche Ich ?
Eine optimale Umgebung um zu wachsen !
Wie sieht diese Umgebung aus ?
Sie besteht aus Menschen einer Spirituellen Gemeinschaft,
in der alle das gleiche Ziel, die gleiche Ausrichtung haben:
nach Hause zurück zukehren, zur Einheit, zum Frieden, zur Liebe,
zur Brüderlichkeit, zur Geborgenheit, zur Freiheit, zur Erleuchtung,
zur Vollkommenheit, zur Vollendung, zur Stille, zum Licht, zur Quelle.
Ich möchte Umgeben sein von Liebenden
nach etwas höherem Strebenden Seelen.
Das ist das Schiff das mich nach Hause zurück bringt.
Möge sich mir dieser Ort zeigen, und möge ich das Seil ergreifen,
das mich aus meinem Käfig fortreißt.
Möge ich daran festhalten was auch immer passieren mag,
bis ich den Ort meiner Träume erreicht habe.
So sei es.
 















In der Tora (Genesis 37): steht über den Beginn
des Weges geschrieben:

"Da fand ihn ein Mann, wie er umherirrte auf dem Felde; der fragte ihn und sprach: Wen suchst du? Josef antwortete: Ich suche meine Brüder – die Einheit mit den anderen, sage mir doch, wo sie hüten."

Was heißt: "ein Mann, wie er umherirrte auf dem Felde"? "Feld" meint den Ort, an dem Früchte der Erde erwachsen sollen, welche der ganzen Welt Nahrung geben. Bekanntermaßen sind Feldarbeiten: "Pflügen", "Säen" und "Ernten". Unsere Weisen sagten: "Was mit Tränen gesät wurde, wird mit Freude geerntet". Und das heißt Feld, welches vom Schöpfer gesegnet wurde.

Baal Turim erklärt diese Stelle in der Thora, indem er sagt, dass hier von einem Menschen die Rede ist, der sich am Wege der spirituellen Entwicklung verirrte, der den wahren Weg nicht kennt, der bereits verzweifelt und denkt, dass er niemals sein Ziel erreichen wird. "Und es fragte ihn jener Mensch und sprach: Was suchst du?"- levakesch. Das Wort levakesch hat im Hebräischen zwei Bedeutungen: suchen und bitten. Folglich kann man die Frage des "Menschen" auch so verstehen: "worum bittest du?" anstatt "Was suchst du?", das heißt "wie kann ich dir helfen?". Und Josef antwortet ihm:  "Ich bitte (suche) meine Brüder", das heißt ich will in einer Gruppe sein, wo es Liebe zu Freunden gibt, und dann werde ich den Weg zum Schöpfer erklimmen können.

Dieser Weg ist der Weg des Gebens, und unsere Natur steht in vollem Gegensatz, in Feindschaft zu diesem Weg. Um diesen Weg zu beschreiten, gibt es nur ein Mittel: in einer Gruppe zu sein, wo es "Liebe zu Freunden" gibt, und wo jeder seinem Freund dabei helfen kann, gerade auf diesem Weg vorwärts zu schreiten.

"Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen". Raschi erklärt: „Sie brachen die brüderlichen Bände, das heißt sie wollen sich nicht mit dir vereinigen“. Und das führte schließlich dazu, dass die Israeliten ins ägyptische Exil gelangten. Um Ägypten (das Ego) zu verlassen, müssen wir uns zu einer Gruppe vereinigen, wo die "Liebe zu Freunden" existiert, und dadurch werden wir dessen würdig, die Tora / das Licht das zur Quelle zurück führt zu empfangen.

(Quelle: http://www.kabbalah.info/de/kabbala-bibliothek/rabash-shlavey-hasulam/1984-85-liebe-zu-den-freunden-2 )

Die Sprache der Zweige

“Der Mond hilft dabei, die Freude in unserem Leben zu vergrößern.”(*Sri Chinmoy)

"Wenn du mit dem Freund die Stufe von Lächeln und Küssen erreicht hast,dann zähle sein Gift als Honig und seine Dornen als Blume." (*Hakim Sanai)

"Die gesamte Schöpfung ist ein Gleichnis" (*Koran)

"Gott wird Gestalt annehmen, während die weisen Männer reden und schlafen." (*Sri Aurobindo)

"Ich starb als Stein, wurde als Pflanze geboren. Ich starb als Pflanze und wurde Tier. Ich starb als Tier, als Mensch wurd' ich erkoren, jetzt bin ich hier." (*Rumi)

"Der spirituelle Weg bringt den Körper zum Scheitern
und danach läßt er ihn wieder gesunden." (*Rumi)

"Moses und Pharao liegen in deinem eigenen Wesen: Du musst diese beiden Gegner in dir selbst suchen." ["Moses and Pharaoh are in your own being: You have to search for these two opponents in yourself."] *Rumi
 

video



Ganz licht und klar sein heißt: am Ziele sein. *Bernhard von Clairvaux (1091 - 1153)

"Sei wie eine Brunnenschale, die zuerst das Wasser in sich sammelt und dann überfließend es weitergibt." 


"Viele studieren nur, um etwas zu wissen, das ist Vorwitz; andere, damit sie etwas gelten, und das ist Eitelkeit; andere, um ihre Kenntnisse feilzubieten, und das ist Eigennutz, wenige nur, um andere zu erbauen oder selbst erbaut zu werden."


"Lieb ist wohl allen das Licht; aber am liebsten denen, die lange in finsterer Nacht wandelten."


"Die Wahrheit bleibt den Stolzen verborgen, den Demütigen aber wird sie geoffenbart."


"Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen."


"Die Liebe wandelt die Seelen um und macht sie frei."


*Bernhard von Clairvaux  (1091 - 1153)

Wer glücklich ist,...


Wir lieben jene, die die Eigenschaften verkörpern, die wir zu verwirklichen wünschen. *Azmuto


Der Weg

Es war seltsam und fremd in seinem Sinn, es dünke ihn, dieses sei eine Reise, derengleichen er noch niemals getan. Zuweilen war es ihm, als rollten sie tief unter den Straßen der Menschen durch geheimnisreiche Gänge der Erde, und dann wieder schien ihm der Weg, den sie nahmen, so leicht und durchsichtig, als schwebten sie in den Lüften. Alles in und um ihn schien sich in Flüchtigkeit aufgelöst zu haben. Plötzlich war es ihm, als würde die Luft um ihn dichter, der erste helle Strahl der Sonne erschien. *Baal Shem Tov

O Sohn, der Pfad ist lang und voller Fallgruben

Fariduddin Attar, der etwa um das Jahr 1220 starb, ist einer der berühmtesten persischen Sufi-Dichter und Mystiker. Im Westen kennt man besonders sein Werk Manteq ot-teyr (Die Sprache der Vögel), die Geschichte der dreißig Vögel (si morgh), die am Ende ihrer Pilgerreise ihr Einssein mit dem Göttlichen, dem Simorgh, entdecken. Dieses Buch ist seither eine zuverlässige Quelle der Inspiration für mystische Dichter. Attars Meisterwerk ist aber zweifellos Mosibat-nameh (Das Buch der Prüfung), in welchem erzählt wird von der Initiationsreise einer nach Einheit strebenden Seele; diese wird durch den Pilger verkörpert. Die folgende Stelle ist dem Anfang des Gedichts entnommen und beschreibt den Moment, da dem Pilger offenbart wird, welchen Weg er einschlagen muss, um zu Gott zu gelangen. Jede neue Etappe, die der Pilger auf seiner innerlichen Reise in Angriff nimmt, wird hervorgehoben durch köstliche Anekdoten, die reich an geistiger Bedeutung sind.

Der Pilger war außer sich, sprachlos und verblüfft: Er sah hundert Weltalle, Ozeane über Ozeane von brodelnden Wassern; sie alle waren auf der Suche nach Gott, alle hineingerissen in den Sog Gottes. Er siebte die Erde der Welt durch und warf Intelligenz, Zweifel und Aporie beiseite. Er siebte die Erde der Welt hunderttausend Mal durch und legte ebenso viele Male die gewonnene Perle auf die Werkbank nieder. Schließlich erhielt er Hilfe von Gott: Wie er am Sieben war, trat ein Weiser vor ihn hin, eine Sonne, die beide Welten erleuchtete; die auf dem Weg eine Unzahl von Sternen versammelte; in der Welt und außerhalb der Welt, im Zentrum und außerhalb des Zentrums; sesshaft und ständig auf der Reise; unsichtbar und immer gegenwärtig; eine Sonne, welche die beiden Welten mit Licht durchflutete, erschreckt über den eigenen Glanz; eine rote Flamme auf dem Weg; ein riesiges Herz wie der grüne Ozean. Wer aus dem Staub seiner Schritte keinen Khôl macht, der soll verderben, ob er rein sei oder unrein! O Sohn, der Pfad ist lang und voller Fallgruben; der Reisende braucht einen Führer. Wie findet der Blinde sich ohne Stock zurecht? Es gibt keinen Weisen, sagst Du? Bitte, suche wie wild. Denn wenn es auf der Welt keinen einzigen Weisen gäbe, würde sich die Erde erheben, und die Zeit würde stillstehen. – Kurz und gut, als der Pilger den Weisen antraf, den Führer auf dem Weg, warf er sich ihm zu Füßen. Seine Seele überquoll vor lauter Freude; aus tiefster Überzeugung befestigte er den Ring der Knechtschaft an seinem Ohr. Hunderttausend Rosenknospen entfalteten sich im Rosengarten seines Herzens. Die Gnade brachte ihm Verzückung, die Gottlosigkeit wich, der Weg öffnete sich.

 Der Weise sagte zu ihm: Wegelagerer auf dem Weg lauern im Hinterhalt; schlafe nicht ein, tue, was dir gesagt worden ist. Der Pfad ist lang; Sohn, sei wachsam! Spar den Schlaf bis zum Grab auf, halt Wache! Jedem ist eine Aufgabe zugewiesen; viele haben solche Qualen durchgemacht. Hüte dich davor, dich auf dieser langen Reise durch ein Nichts aufhalten zu lassen. Da, wo du stillstehst, wirst du kraftlos für immer bleiben. Zerrissenheit und ein Brennen in deiner Brust sollen dir Befehle sein; in deiner Seele soll dieses Echo des Korans wie die Nachtigall singen. Gehe unbeirrt vorwärts, strenge dich an, sei wachsam! Trage die Bürde, iss den Dorn, spitze die Ohren.  

Der Pilger entbrannte wie ein von Leidenschaft gepackter Liebhaber. Er entledigte sich der Überschwänglichkeit und der Melancholie und tauchte nackt in den Ozean. Er gab Klagen und Dankbarkeit auf und machte sich auf den endlosen Weg.

*(Quelle: Le livre de l’épreuve (Das Buch der Prüfung) von Fariduddin Attar. Übersetzt aus dem Persischen von Isabelle de Gastines. Editions Fayard, Paris, 1981.)

Je vollständiger dein Vertrauen..

Je vollständiger dein Vertrauen, deine Aufrichtigkeit und deine Hingabe sind, desto mehr werden die Gnade und der Schutz mit dir sein.


Der Lehrer ist nicht jemand der belehrt oder diszipliniert, er ist ein Helfer und ein Führer.

*Sri Aurobindo


The entire universe..


Der Gang auf dem Seil


Einmal saßen einige Schüler beisammen und der Meister ging an ihnen vorbei, und da sie ihn so nah und vertraut vor sich sahen, redeten sie ihn an: „Sagt uns doch lieber Meister, wie sollen wir dienen?“ Er verwunderte sich und antwortete: „Weiß ich`s denn?“ Doch sogleich fuhr er fort zu erzählen: „Es waren einst zwei Freunde, die wurden eines gemeinsamen Vergehens halber vor dem König angeklagt. Da er sie aber liebte, wollte er ihnen eine Gnade erweisen. Freisprechen konnte er sie nicht, denn auch das königliche Wort besteht nicht gegen die Satzung des Rechts. So sprach er das Urteil, es solle über einem tiefen Abgrund ein Seil gezogen werden, und die zwei Schuldigen sollten es, einer nach dem andern, beschreiten; wer das jenseitige Ufer erreicht, dem sei das Leben geschenkt. Es geschah so, und der eine der Freunde kam ungefährdet hinüber. Der andere stand noch am selben Fleck und schrie: „lieber Freund, sage mir doch, wie hast du es angestellt, um die fürchterliche Tiefe zu überqueren ?“, „Ich weiß nichts“, rief jener zurück, „als dieses eine: wenn es mich auf die eine Seite riß, neigte ich mich auf die andere.“

*Baal Schem Tov

"Die Fische werden das Wasser wohl als letztes entdecken" *Albert Einstein


There is no fear in love..




source: www.radiosrichinmoy.org/mountain-silence

Es ward Abend, und es ward Morgen: ein Tag

video





Eines Tages betrat Nasrudin ein Teehaus und verkündete: "Der Mond ist nützlicher als die Sonne." Man fragte ihn, warum. Er sagte: "Weil wir in der Nacht das Licht nötiger brauchen."
*Sufismus

“Der Mond hilft dabei, die Freude in unserem Leben zu vergrößern.” 
*Sri Chinmoy


"Der Vogel des Sehens fliegt zu Dir mit den Flügeln des Verlangens."
*Rumi

"Nur auf dem Pfad der Nacht erreicht man die Morgenröte." 
*Khalil Gibran

"Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.Und Gott sah das dass Licht gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis.Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag."
*Torah ~ Mose Vers 1-5




Be Your Higher Self


Ein jeder sieht...

Ein jeder sieht vom Unsichtbaren soviel, wie sein Herz Klarheit hat, und Klarheit hat es soviel, wie es poliert wurde. Wer sein Herz mehr poliert hat, der sieht auch mehr – mehr unsichtbare Formen zeigen sich ihm.  

*Rumi (1207-1273)

Ich bin Gottes Löwe, nicht der Löwe der Leidenschaft, Ich habe keine Sehnsucht außer nach dem Einen. *Rumi (1207 - 1273)

Der Weg zur menschlichen Glückseligkeit
ist die Angleichung an das Göttliche.

*Gregor von Nyssa (340 - 394)

Ein jedes Wesen, das seine eigene Vollendung erstrebt,
strebt nach Gottähnlichkeit.

*Thomas von Aquin (1225-1274)