Ton knetend formt man Gefäße. Doch erst ihr Hohlraum, das Nichts, ermöglicht die Füllung.(*Laotse)

 "Ins Leben hinausgehen - heisst ins Sterben eingehen
Drei von zehn bejahen das diesseitige Leben
Drei von zehn bejahen das jenseitige Leben
Drei von zehn verneinen das Leben und fürchten den Tod
Diese neun sehen nur das äußere Leben - und verfallen dem Tode
Der Zehnte - der Weise - schreitet durchs äußere Leben - ohne Ja und Nein - ohne Gier und Furcht - des Inneren gewiss.
Keine äußere Macht kann ihn halten - keine Gewalt kann ihn vernichten - kein Tod kann ihn treffen - weil er jenseits des Todes lebt
Wer zum inneren Leben heimfand - geht seinen Weg ohne Furcht vor Tigern oder Nashörnern - schreitet durch feindliche Heere ohne Panzer und Waffen.
Denn sie können ihn nicht treffen, noch töten - weil an ihm nichts mehr ist - das gemindert oder vernichtet werden kann."
(*Laotse)

Das Wirken der Natur zu erkennen, und zu erkennen, in welcher Beziehung das menschliche Wirken dazu stehen muß: das ist das Ziel. Der höchste Mensch wendet seinen Geist zurück zur Ewigkeit und genießt die Geheimnisse des Jenseits. Er ist wie das Wasser, das fließt, ohne Formen anzunehmen. Die Menschen der Masse hingegen versuchen Dinge, die sich nicht erzwingen lassen, zu erzwingen, darum sind sie fortwährend in Aufregung.  
 (*Dschuang Dsi)

 

Im Frieden..

Im Frieden, im Schweigen und in Ruhe ist die Welt erschaffen worden, und wann immer etwas wahrhaft zu erschaffen ist, muss es gleichfalls im Frieden, im Schweigen und in der Ruhe geschehen. Von großem Unwissen zeugt die Ansicht, man müsse vom Morgen bis zum Abend rastlos alle möglichen nichtigen Dinge betreiben, um etwas für die Welt zu vollbringen. Um das Ausmaß der Täuschung zu sehen genügt es, von diesen stürmischen Kräften einen Schritt Abstand zu nehmen und in die ruhigen Regionen einzutreten ! Von dort aus sieht die Menschheit wie eine Masse blinder Geschöpfe aus, die in alle Richtungen hetzen, ohne zu wissen, was sie tun und warum sie es tun, und ständig übereinander stolpern und zusammenstoßen. Und das nennen sie Tätigkeit und Leben! Es ist bloß leere Betriebsamkeit, gewiss kein wirkliches Tätigsein und auch kein wahres Leben. Ich sagte einmal, man müsse, um nutzbringend zehn Minuten lang zu reden, zehn Tage lang ruhig bleiben. Ich könnte hinzufügen: um einen Tag lang nützlich zu handeln, muss man sich ein Jahr lang ruhig verhalten. Natürlich spreche ich nicht von den gewöhnlichen Verrichtungen des täglichen Lebens, denn die sind nötig, es aufrechtzuerhalten. Das Schweigen, von dem ich spreche, ist die innere Gelassenheit, die nur jene haben, die handeln können, ohne sich mit ihrer Tätigkeit gleichzusetzen und sich in ihr zu verlieren, vom Lärm ihres eigenen Treibens betrübt und geblendet. Haltet euch über eurem Tun, steigt auf eine Höhe, die diese zeitlichen Bewegungen überragt, tretet in das Bewusstsein der Ewigkeit ein. Dann werdet ihr wissen, was wirkliches Handeln ist.

*Mira Alfassa

Prem Rawat 2010 in München

Let us march on! - Mountain Silence - Egiye Chal

video


Let us march on!
Let us march on!
The trickeries of attachment-life
Are all-where,
But darkness-life will one day expire.
Where is fear? No where!
Let us march on!

* Composed by Sri Chinmoy (October 1, 1980)

score: www.srichinmoysongs.com/egiyechal
source: www.radiosrichinmoy.org/12131/

In the depths of peace I long to live.

www.radiosrichinmoy.org/13439/sangit-surabhi

In the depths of peace I long to live.

Shanti gabhire banchite chahigo
Shanti gabhire

* Composed and translated
by Sri Chinmoy on January 14, 1999

Es ward Abend, und es ward Morgen: ein Tag

Eines Tages betrat Nasrudin ein Teehaus und verkündete: "Der Mond ist nützlicher als die Sonne." Man fragte ihn, warum. Er sagte: "Weil wir in der Nacht das Licht nötiger brauchen."

“Der Mond hilft dabei, die Freude in unserem Leben zu vergrößern.”(*Sri Chinmoy)

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"Der Vogel des Sehens fliegt zu Dir mit den Flügeln des Verlangens."(*Rumi)

"Nur auf dem Pfad der Nacht erreicht man die Morgenröte."(*Khalil Gibran)

"Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.Und Gott sah das dass Licht gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis.Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag."
*Torah ~ Mose Vers 1-5)



The happiness of the drop is to die in the river. *Al Ghazali (1058-1111)

Wahrheit

Die Wahrheit ist unabänderlich, während die möglichkeiten der Lügen in Vielheit erscheinen. Wahrheit, auf hebräisch »emeth«, schreibt sich 1-40-400, ergibt also 441. Die Quersumme dieser Zahl ist 9 - die einzige Zahl, deren Produkt bei der Multiplikation mit den Grundzahlen als Quersumme 9 ergibt, die sich also immer gleich bleibt (zum Beispiel 2 mal 9 = 18, also l + 8 = 9; 4 mal 9 = 36, also 3 + 6 = 9; usw.). Daher sagt man, die Wahrheit bleibt sich gleich, was immer man mit ihr tut; sie ist eine Einheit. Deutungen dagegen haben die vielen Möglichkeiten des Betruges. Oft lassen wir uns gern betrügen, wollen schnell einen nützlichen Rat. Das Wesentliche fürchten wir, es entzieht sich uns; wir haben Angst vor der Konfrontation mit dem Leben. Unser Leben ist vielfach ein ständiges Ausweichen vor der Entscheidung. Wir verschieben, möchten eine schöne Ablenkung o. Betäubung haben. Das Gegenteil der Angst ist die Sicherheit, und sicherheit bedeutet Nicht dem Entweder-Oder verfallen, sondern beide Möglichkeiten leben.

* Friedrich Weinreb (1910 - 1988)

Prem Rawat am 15. Mai 2010 in Kuala Lumpur

Meine Pflicht..

Meine Pflicht,
meine einzige Pflicht:
zur inneren Schönheit zu werden.

*Sri Chinmoy

Was ist der wahre Weg ?

Dschau-dschou fragte seinen Lehrer Nan-tjüan: Was ist der wahre Weg ?" Und Nan-tjüan antwortete: "Der alltägliche Weg ist der wahre Weg." Da fragte Dschau-dschou: Wie kann ich den Weg finden,wie kann ich ihn erlernen ? " Nan-tjüan sagte: "Wenn du den Weg suchst, so wirst du ihn nicht finden, wenn du ihn nicht suchst, so wirst du ihn auch nicht finden; wenn du ihn erlernen willst, so wirst du ihn nie erlernen können, wenn du ihn aber nicht erlernen möchtest, dann wirst du ihn auch nie erlernen : Sei offen und weit wie der Himmel - und du bist auf dem Weg !

Die Sicht..

Die Sicht wird nach und nach besser, und wer die siebenhundert Schleier überwunden hat, wird zum Lichtmeer.

*Rumi

Wirklichkeit

"Seid wie ein Kind - rein, voll Liebe, spontan, unendlich flexibel und jeden Augenblick bereit, zu staunen und Wunder zu akzeptieren."

 "Ein verbreiteter Irrtum ist, zu denken, dass eine Wirklichkeit, die Wirklichkeit sei. Man muss immer vorbereitet sein, eine Wirklichkeit für eine größere aufzugeben."

 "Bitte um alles, so wie ein Kind seine Mutter um alles bittet, ohne sich zu genieren. Bleib nicht stehen bei Frieden im Geist oder einem reinen Herzen oder Hingabe. Verlange alles. Sei mit nichts zufrieden, was weniger ist als alles."

"Eine Träne ist eine Tür, durch die ich kommen kann. Wie kann ich in ein Herz gelangen, das sich nicht nach mir sehnt?"

"Es gibt nur eine Sünde, und die besteht darin, nicht genug zu lieben."

"Das Mantra, das sich leicht und spontan einstellt, solltest du gebrauchen. Es sollte eine starke Empfindung erzeugen und wie Musik sein, die aus dem Herzen fließt."

"Der Nichtverwirklichte ist wie ein Stein. Der Verwirklichte ist wie ein Vogel - pures Leben und wahrhaftige Energie und Schönheit."

"Und wenn man den Gipfel erreicht hat, muss man wieder hinuntersteigen und anderen nach oben helfen, nach ihren Fähigkeiten und ihrer Kraft. Bei dieser Arbeit gibt es keine Rast: Der Höchste dient am liebevollsten, der Weiseste hört am aufmerksamsten zu, der, der gesehen hat, setzt sein ganzes Leben ein, um anderen zu helfen, damit auch sie sehen. Das ist der göttliche Weg."

"Ihr dürft das materielle Leben genießen, doch bringt es dem Göttlichen dar."

 * Mutter Meera (*1960)

In uns..


In uns
ist die Seele des Ganzen,
das weise Schweigen,
die universelle Schönheit,
das Ewige.

*Ralph Waldo Emerson (1803-1882)

Die while you're alive and be absolutely dead. Then do whatever you want: it's all good. ~ Bunan (1603 - 1676)

Stirb, während du lebst, und sei vollkommen tot. Dann tue was immer du willst - alles ist gut.

*Bunan (1603 - 1676)

Der Tropfen..

Der Tropfen wohnt im Ozean, das weiß jeder. Aber das der Ozean auch im Tropfen wohnt, wissen nur wenige. *Kabir

Die Savitri-Lesung von Heinz Kappes

Hier finden Sie die Lesung des von Heinz Kappes übersetzten Werkes von Sri Aurobindo Savitri in MP3-Format zum Anhören: www.heinz-kappes.de/savitri


Fürchte nicht..

"Fürchte nicht etwas zu verlieren auf dem Pfad, alles was du verlieren wirst, sind Eigenschaften die dich vom Glück fern halten." ["Do not be afraid of loosing something on the path, the only thing you will loose are the traits that keep you from happiness."] *Azmuto


found: 
http://postersofberlin.com/Quote

You have wings.Learn to use them,and fly. *Rumi



Der Käfig steht offen, warum willst du nicht ins Freie ?
Im Käfig ist das Leben einsam, kalt und dunkel
und es gibt immer das gleiche Futter.
Flieg hinaus !

Draußen Scheint die Sonne,
und die Vögel ziehen große Kreise der Freiheit
durch das Blau des Himmels,
Flieg zu ihnen, du bist Frei !

Flieg zur Farbe des Himmels
zur Wärme der Sonne ! Sicherheit ist die Kleidung
des Lichts, hülle dich ganz darin ein,
und du wirst das Licht -
ja selbst die Sonne wirst du sein !

Der Käfig steht offen, Flieg hinaus,
draußen wärmt die Sonne das Kleid der Federn
und der Wind trägt dich bis in den Siebenten Himmel.
Wage es, Ergreife den Mut, und lass dich ins Leben Fallen.

Im Käfig kannst du die Flügel bewegen,
doch die Freiheit des Fliegens zu Fühlen ist dort unmöglich.
Komm nur, Komm heraus, komm heraus aus dir selbst,
der Käfig steht offen, stürze dich ins Leben ohne Vorsicht,
lass dich fallen in das Meer aus Licht.

Wie oft muss der Käfig noch in den Staub zu Boden fallen,
ehe du ihn verlässt ? Du bist Frei, die Tür steht offen, Flieg hinaus.
Jene Stätte die du ersehnst ist außerhalb allgegenwärtig,
die Stäbe deines Käfigs verdecken dir die wahre Sicht.

Flieg hinaus und sieh den Käfig von außen,
Tränen des Glücks wirst du vergießen
und Lachen über die zahlreichen
Schatten die dich umgaben.

Erhebe dich aus dem Staub,
erblicke das Blau des Himmels
und spühr der Sonnenstrahlen Wärme Licht !
Erheb dich aus des lebens Flammenmeer
und werde Frei !
Zerbrich diese Welt der Grenzen,
wie ein Kücken das Ei.
Verlasse den Käfig,
JETZT

du - bist - Frei !

* Azmuto


Die Geschichte von der Kuh, die alleine auf einer großen Insel lebt.

Gott der Allerhöchste füllt die große Insel mit Pflanzen und Kräutern als Kuhfutter, und die Kuh frisst bist zum Sonnenuntergang davon und wird fett wie ein Berg. Wenn die Nacht kommt, kann sie aus Angst und Furcht nicht schlafen und denkt: "Ich habe die gesamte Weide abgegrast, was soll ich morgen fressen?" Diese Angst macht die Kuh dünn wie ein Zahnstocher. Bei Tagesanbruch sieht sie, dass die Weide noch grüner und reicher als gestern ist, und sie frisst wieder und wird fett. Wenn die Nacht dann erneut einbricht, wird sie von derselben Angst ergriffen. Jahrelang hat sie dasselbe erlebt, und doch hat sie immer noch kein Vertrauen.

*Rumi (aus dem Matnavi / Masnawi)

Bewustsein

Das materielle Bewußtsein, das materiellste Mentale, ist es gewohnt, unter großen Anstrengungen vorwärts zu gehen, zu handeln, schwer und mühselig, ansonsten Trägheit! Und insoweit es sich Vorstellungen macht, stellt es sich stets Schwierigkeiten vor... überall sieht es Hindernisse, überall Widerstände, und das verlangsamt die Bewegung schrecklich. Dieses Bewußtsein braucht sehr konkrete, sehr greifbare und oft wiederholte Erfahrungen, um es davon zu überzeugen, daß hinter all seinen Schwierigkeiten eine Gnade steht, hinter all seinen Mißerfolgen der Sieg, hinter all seinen Schmerzen, Leiden und Widersprüchen das Ananda (Glückseligkeit).

Von allen Anstrengungen muß man diese am häufigsten wiederholen: ständig ist man gezwungen, einen Pessimismus, einen Zweifel oder eine völlig defätistische Vorstellung auszuschalten, zur Seite zu schieben oder zu bekehren. Dies materielle Bewustsein ist von idiotischer Hartnäckigkeit. Schiebt es zur Seite. Habt Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen.

*Mira Alfassa

Sprache

Auch wenn die Sprache unter einem Gesichtspunkt enthüllend wirkt, verbirgt sie unter zehn anderen Gesichtspunkten und ist ein Schleier.  

*Rumi

Pfad der Seele

Das Ich ist ein Meer, grenzenlos und unermesslich. Sagt nicht: Ich habe die Wahrheit gefunden, sondern lieber: Ich habe eine Wahrheit gefunden. Sagt nicht: Ich habe den Pfad der Seele gefunden. Sagt lieber: Ich habe die Seele auf meinem Pfad wandelnd getroffen. Denn die Seele wandelt auf allen Pfaden. Die Seele wandelt nicht auf einer Linie, noch wächst sie wie ein Schilfrohr. Die Seele entfaltet sich wie eine Lotosblume mit zahllosen Blättern.

*Khalil Gibran  (6.1.1883 - 10.4.1931)

Ich hatte eine interessante Erfahrung...

Vorgestern abend sagte mir jemand: "Ich stecke voll und ganz im physischen Bewustsein:  keine Meditation mehr, und das Göttliche ist zu etwas geworden, das dort oben ist, weit weg..." Und sogleich füllte sich, während er sprach, das ganze Zimmer mit der göttlichen Gegenwart. Ich sage zu ihm: " Nicht dort oben, hier, hier selbst." Und in dem Augenblick war alles, die ganze Atmosphäre... es war, als veränderte sich die Luft in göttliche Gegenwart (die Mutter berühert ihre Hände, ihr Gesicht, ihren Körper), nicht wahr, alles war berühert, angerühert, durchdrungen, aber von... vor allem war da ein strahlend helles Licht, ein Friede, so (Gebärde: massiv), eine Macht, und dann eine Süße... etwas... man hatte den Eindruck, es wäre genug, um einen Felsen zum Schmelzen zu bringen.
Und es ging nicht wieder fort. Es ist geblieben. Es ist so gekommen, und es ist geblieben. Und die ganze Nacht war so - alles. Selbst jetzt gibt es beides: wie mechanisch ein wenig vom gewöhnlichen Bewußtsein, aber ich muß nur eine Sekunde lang ruhig oder gesammelt bleiben, und Es ist da. Und das ist die Erfahrung des Körpers, verstehst du, physisch, materiell, die Erfahrung des Körpers: alles, alles, alles ist voll, voll, es gibt nichts als Das, und wir sind wie... alles ist wie etwas Geschrumpftes, wie eine vertrocknete Rinde, irgend so etwas Dürres; man hat den Eindruck, daß sich die Dinge (nicht völlig: an der Oberfläche) verhärtet haben, vertrocknet sind, und daß der Körper deshalb nichts empfindet. Deshalb empfindet er Es nicht, sonst ist Es alles, alles, es gibt nur Das, nicht wahr, man kann nicht atmen, ohne Es einzuatmen, bewegt man sich, so bewegt man sich in Ihm, man ist... alles, alles, das ganze Weltall ist in Ihm drin - aber materiell, physisch, physisch. Die Heilung dieser "Vertrocknung" ist es, was ich jetzt suche.

* Mira Alfassa (die Mutter)

Genieße deine Liebe für andere

Frage: Letzte Nacht bekam ich ein starkes Verlangen, jedermann Gutes zu tun, ohne irgendetwas dafür zu bekommen und ich habe es genossen. Und heute wachte ich auf und spürte mein gewohntes egoistisches und melancholisches Selbst. Bitte sagen Sie mir, was war es, das ich gefühlt habe? War es ein höherer Zustand, der sich mir für eine Minute eröffnet hat?  

Meine Antwort: Sie studieren Kabbala und das Licht wirkt auf Sie ein. Das Licht gab Ihnen diese innere Wahrnehmung, um Ihnen ein Beispiel dafür zu geben, wonach Sie streben sollen (das wird „erwecken von Oben” – Itaruta de Leela – genannt). Jetzt sollten Sie in die gleiche Richtung, wie diese Wahrnehmung, weitermachen („erwecken von unten” – Itaruta de Letata), bis Sie diese neuen Eigenschaften und Wahrnehmungen für immer erworben haben!

*Rav M. Laitman

source: www.laitman.de/geniesse-deine-liebe


Der Kopf..

Der Kopf stellt allerlei Berechnungen an,
das Herz jedoch will nichts,
außer zu Lieben und Freude zu geben.

*Azmuto

Was ist in der Schachtel ?

Wenn man einen 40-karätigen Diamanten in eine Schachtel legt, was passiert dann mit der Schachtel ? Würden Sie sie wie jede andere Schachtel behandeln, wenn Sie wüssten, das sie einen 40-karätigen Diamanten enthält ? Wenn Sie das nicht wissen, ist es gut möglich, dass Sie sie wie jede andere Schachtel behandeln. Sie sehen sie ja nur von außen, die Farbe, das Muster, und Sie sagen: "Nichts Besonderes. Eine ganz gewöhnliche Schachtel."

Doch wenn Sie wüssten, dass diese Schachtel den kostbarsten Diamanten der Welt enthält, wäre es plötzlich keine gewöhnliche Schachtel mehr. Dann wäre es eine sehr kostbare Schachtel, die man entsprechend behandeln würde. Der menschliche Körper ist eine Schachtel, und in dieser Schachtel ist das Göttliche.

*Prem Rawat

Ein großer Schritt

Ein großer Schritt wird gemacht sein, wenn es für den Menschen natürlich ist zu versuchen, sich selbst zu vervollkommnen, statt zu erwarten, die Vollkommenheit bei den anderen zu finden. Diese Umkehr liegt allem wahren Fortschritt zugrunde.

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

Die Tür zum Strom des Lichts

Wenn die niedrigere Stufe nur eines möchte: So zu werden, wie die Höhere Stufe, dann wird die Höhere Stufe sofort auf die Bitte der niedrigeren Stufe antworten und sie erfüllen. Die Höhere ist dazu immer bereit und wenn die niedrigere die richtige Bitte ausstößt, öffnet das die Tür zum Strom des Lichts, der von Oben herabsteigt. Zur richtigen Bitte zu gelangen, macht also unsere gesamte Arbeit aus !

Während ich spirituell aufsteige, werde ich nicht vom Licht unabhängig. Ich bleibe vollständig am Licht hängen und bleibe völlig von Ihm abhängig. Und ich werde fortwährend mehr und mehr an Ihm „hängen”, bis ich vollkommen mit Ihm verschmolzen bin. Deshalb werde ich, wenn ich irgend etwas in mir verändert haben möchte, seien es meine Gedanken, meine Gefühle oder Zustände, diese Veränderungen von dem Licht fordern. Das Einzige, was ich selbst tun kann ist, meine Bitte an das Licht zu verströmen. Wenn ein Mensch lernt, wie man ständig Veränderungen vom Höheren fordert, dann wird er in allem erfolgreich sein und er wird die denkbar kürzeste Zeit brauchen.

*Dr. Rav Michael Laitman 

Wir verpassen so viel Schönes, weil wir im richtigen Moment mit den falschen Gedanken beschäftigt sind.


„Savitri ist die Aufzeichnung eines Sehens, einer Erfahrung, die nicht in dem gewohnten Maß zu bemessen und oft sehr weit von dem entfernt ist, was der gewöhnliche menschliche Geist sieht und erfährt.“ Sri Aurobindo




Mira Alfassa (die Mutter) über Savitri

Es macht nichts, wenn du Savitri nicht verstehst. Aber lies es immer. Du wirst sehen, dass dir jedesmal, wenn du es liest, etwas Neues enthüllt wird. Jedesmal wirst du etwas Neues finden; jedesmal eine neue Erfahrung – Dinge, die nicht da waren, Dinge, die du nicht verstanden hast, tauchen auf und werden plötzlich klar.

Aber lies es nicht, wie du andere Bücher oder Zeitungen liest. Du musst mit einem leeren Kopf lesen, einem unbeschriebenen und unbewegten Geist. Du musst dich ohne irgendeinen Gedanken konzentrieren, musst leer bleiben – ruhig und offen. Dann werden die Worte, Rhythmen und Vibrationen direkt zu diesem unbeschriebenen Blatt durchdringen, werden sich dem Gehirn einprägen und werden sich selbst erklären ohne Bemühung deinerseits.

Savitri allein genügt, die höchsten Gipfel zu erklimmen. Wenn man wirklich versteht, über Savitri zu meditieren, wird man alle Hilfe erhalten, die man braucht. Für denjenigen, der diesem Weg folgen möchte, ist Savitri eine konkrete Hilfe – so als würde dich der Herr selbst bei der Hand nehmen und zu dem Ziel deiner Bestimmung führen. Und dann findet jede Frage, wie persönlich sie auch sein mag, ihre Antwort in Savitri, jede Schwierigkeit findet dort ihre Lösung; dort ist wirklich alles enthalten, was man für die Ausübung des Yoga braucht. Er hat das ganze Universum in ein einziges Buch gepackt.

Es ist ein wundervolles Werk, es ist großartig und von unvergleichlicher Vollkommenheit. Du musst wissen, dass Savitri aufgeladen ist, völlig mit Bewusstsein aufgeladen; als wäre Savitri ein Wesen, ein wirklicher Führer. In Wahrheit ist die ganze Form von Savitri en masse aus den höchsten Bereichen herabgekommen, und Sri Aurobindo gestaltete mit seinem Genie lediglich die Zeilen – in einem überlegenen und großartigen Stil. Manchmal wurden ganze Zeilen offenbart, und er schrieb sie so nieder; er arbeitete hart und unermüdlich, damit die Eingebung von den höchstmöglichen Gipfeln kommen konnte. Und welch ein Werk hat er vollbracht! Ja, es ist wahre Schöpfung an sich. Es ist ein beispiel- loses Werk. Alles ist da, in solch einfacher und klarer Form; vollkommen harmonische Verse, durchscheinend und ewig wahr. Ich habe so viele Dinge gelesen, aber ich habe nie etwas gesehen, das man mit Savitri vergleichen könnte. Es ist das Geheimnis der Geheimnisse.

Dies sind Erfahrungen, die er gelebt hat, Realitäten, suprakosmische Wahrheiten. Er erfuhr all dies so, wie man Freude oder Leid erfährt, physisch. Er ging durch die Dunkelheit des Unbewussten, er kam selbst in die Nähe des Todes, ertrug das Leid des Verderbens und tauchte aus dem Schlamm auf, aus dem Elend der Welt, um die erhabene Fülle zu atmen und in die höchste Seeligkeit einzutreten. Niemand hat bislang so gelitten wie er. Er akzeptierte Leiden, um Leid in die Freude der Einung mit dem Höchsten zu verwandeln. Es ist etwas Einzigartiges und Unvergleichliches in der Geschichte der Welt. Es ist etwas, das noch nie geschehen ist.

Wenn du niedergeschlagen bist, wenn du dich elend fühlst, wenn du mit nichts Erfolg hast oder immer das Gegenteil von dem geschieht, was du erwartest, wie sehr du dich auch bemühst – wenn es so schlimm geworden ist, dass du die Fassung verlierst, das Leben unerträglich und du unglücklich wirst, dann greife sogleich zu Savitri und öffne es nach kurzer Konzentration irgendwo und lies. Du wirst sehen, dass all dein Elend sich wie Rauch verflüchtigt. Und du wirst die Kraft haben, die schlimmste Niedergeschlagenheit zu überwinden; du wirst nicht mehr fühlen, was dich quälte. Stattdessen wirst du ein eigenartiges Glücksgefühl empfinden, eine Bewusstseinswende, verbunden mit der Energie und Kraft, alles zu bewältigen, so als wäre nichts unmöglich. Und du wirst diese unerschöpfliche Freude fühlen, die alles läutert. Lies einfach einige Zeilen und das genügt, um den Kontakt mit deinem innersten Wesen herzustellen. So außergewöhnlich ist die Kraft von Savitri.

Was werden Sie spielen ?

Was werden Sie spielen ?
Es hat schon viele,
viele Vorschläge gegeben.
Die einen sagen: "Spiel dies",
die anderen: "Spiel das",
doch einige wenige sagten auch:
"Spiel das höchste Spiel,
das Spiel der Spiele,
das Spiel der Erfüllung.
Das Spiel der Zufriedenheit.
Das Spiel der Wirklichkeit.
Und gewinne!"
Kabir sagte das.
Buddha sagte das.

*Prem Rawat

Shakuhachi

Wer erkannte den Meister ?


Die Sufis machen öfter darauf aufmerksam, dass die den Autoritätspersonen entgegengebrachte Achtung oft ein Produkt von Gefühl, Propaganda oder schlechter Beobachtung darstellt. Hilali, der im 16. Jahrhundert lebende Lehrer von Samerkand, pflegte diese Lehre mittels unmittelbarer Darstellung zu veranschaulichen. Es wird von volgenden Vorfällen berrichtet:





Hilali, von fünf seiner Schüler begleitet, befand sich auf einer Reise quer durch Zentralasien. Als sie Balkh erreichten und ihnen eine Deligation der bedeutendsten Leute der Stadt entgegenkam, um den Meister zu begrüßen, sprach Hilali zu Jusuf: „Sei du der Meister“ Jusuf wurde empfangen und geehrt. Bald gab es Gerüchte über Wunder, die er vollbracht habe, indem er sich mit gewissen Kranken unter demselben Dach befand. „Das ist das, von dem die Leute glauben, dass es das Derwischtum sei; wir aber wissen, dass dem nicht so ist“, sagte Hilali.

In Surkhan betraten die Gefährten, alle gleich gekleidet, die Stadt. Keiner hatte den Vortritt. „Welcher ist der große Meister?“, fragte das Oberhaubt der Stadt. „Ich bin es“, erwiederte Hilali. Sogleich warfen sich die Leute auf die Knie und riefen: „Wir erkannten ihn an dem Licht in seinen Augen.“ Hilali sprach zu seinen Gefährten: „Zieht eine Lehre daraus“.

Als sie Kandahar erreichten, wurde ihnen von Sardar, dem Oberhaupt, ein Gastmahl geboten, bei dem sich alle im Kreis niedersetzten. Hilali hatte angeordnet, dass man ihn als Geringsten der Jünger behandeln solle, Jafar aber als den Meister. Nun sprach aber Sardar, das Oberhaupt: „Wahrlich, dieser Geringste eurer Gefährten leuchtet mit innerem Licht, was auch immer ihr von ihm sagen mögt, ich betrachte ihn als das magnetische Zentrum des Zeitalters.“ Alle begrüßten Hilali, der anerkennen musste, dass Sardar – obwohl er ein Herrscher war – auch die Fähigkeit besaß, jene Dinge wahrzunehmen, deren die Menschen nicht gewahr werden.

Wenn du nach einem neuen Leben rufst, so muss es unter deinem Fuß aufblühen. Nichts kann aufblühen, wenn man nicht danach ruft. *Satprem (1923 - 2007)


Bewußt zu sein ist Freude. *Satprem

"Die Evolution besteht nicht darin, daß man immer heiliger oder immer gescheiter wird, sondern immer bewußter. "

"Im Grunde genommen ist der Yoga nicht so sehr ein Weg des Lernens als des Verlernens eines großen Haufens angeblich zwingender Gewohnheiten."



 * Satprem (1923 - 2007) 
(Sri Aurobindo oder das Abenteuer des Bewusstseins)

In der Nacht..

In der Nacht denken Gefangene nicht an ihr Gefängnis, in der Nacht wissen Regierende nichts von ihrer Macht.

*Rumi

Mountain Silence - Jahar Lagiya

Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.


















Im Wachstum des Lebens
hat jede Stufe ihre Vollendung:
die Blüte sowohl als auch die Frucht. 

Das Geschenk der Liebe kann man nicht geben.
Es wartet darauf, angenommen zu werden.

* Rabindranath Tagore 1861-1941 

Das Zeichen

"Das Zeichen des wahren und göttlichen Bewußtseins ist vollkommener Gleichmut, beständige Gelassenheit und Frieden. Aufregung, Gereiztheit, Sorge, Niedergeschlagenheit, Verstörtheit gehören alle zum körperlichen Bewußtsein, und sie gilt es zu überwinden, um die Falschheit loszuwerden."


"Die Schwierigkeiten und Mißgeschicke sind Prüfungen und müssen als eine Gnade vom Höchsten angesehen werden - dann werden sie es auch und führen dich schnell an dein Ziel."


"Vom Standpunkt spiritueller Verwirklichung aus hat die Zeit keine greifbare Wirklichkeit; alles hängt von der Aufrichtigkeit und Eindringlichkeit des Strebens ab, von der Stetigkeit der Anstrengung. Einige können in wenigen Wochen und sogar Tagen erreichen, wofür andere Jahre brauchen."

*Mira Alfassa