Eins

video

Meide alle Niedrigkeit,..

Meide alle Niedrigkeit, Enge und Seichtheit im religiösen Denke und Erfahren. Sei weiter als die weitesten Horizonte, höher als der höchste Kantschandschungha, tiefer als die tiefsten Ozeane.

*Sri Aurobindo

This is my day...


“This is my day; I love it.
This is my morning God-Hour; I need it.
This is my Supreme moment; and I am it.”



source: www.radiosrichinmoy.org/9887/

score: www.srichinmoysongs.com/This+is+my+day

ein einziges Licht

In Wahrheit
gibt es nur ein einziges Licht,
das durch unterschiedliche Fenster 
scheint und uns durch die Person 
jedes einzelnen Propheten
erreicht.

*Rumi

Der Detektiv findet nicht gut oder schlecht, sondern heraus.


Da gibt es weder Mögen noch Nichtmögen - nur die klare Schau von dem, was dem Göttlichen näherzukommen hilft, und was nicht. Das richtet sich nicht nach festgelegten Regeln, es kann sich für jeden einzelnen und in jedem Augenblick ändern. Also ist es nutzlos, Regeln aufzustellen, sogar eher ein Hindernis. Das Streben muß immer da sein und der Wille, das Rechte zu tun - das genügt.

*Mira Alfassa (Die Mutter 1878 -1973)

Nur fünf Rupien

Ein armer Mann jammert laut im Tempel: »Großer Gott, schenke mir fünf Rupien, damit ich für meine Familie etwas zu essen kaufen kann. Nur fünf Rupien schenk mir!« So fleht er wieder und wieder. 

Da holt neben ihm ein reicher Kaufmann ein Geldstück aus seiner Tasche, gibt es dem Mann und sagt: »Hier hast du deine fünf Rupien, aber bitte, bitte, lenke Ihn mir nicht länger ab!« 

Bemühe dich

Bemühe dich, ein wahrer Mensch zu werden: einer, der Liebe kennt, einer der Leid kennt. Sei erfüllt, sei bescheiden, sei äußerst schweigsam; sei die Schale voll Wein, die von Hand zu Hand wandert.  

*Ansari 1006 - 1088

Wer zuschaut, sieht mehr, als jemand der mitspielt. *Wilhelm Busch


Echtes Wissen ist Erkenntnis aus eigener Erfahrung

„Glauben Sie an nichts, nur weil Sie es gehört haben. Glauben Sie nicht einfach an Traditionen, weil sie von Generationen akzeptiert wurden. Glauben Sie an nichts, nur auf Grund der Verbreitung durch Gerüchte. Glauben Sie nie etwas, nur weil es in Heiligen Schriften steht. Glauben Sie an nichts, nur wegen der Autorität der Lehrer oder älterer Menschen. Aber wenn Sie selber erkennen, dass etwas heilsam ist und dass es dem Einzelnen und Allen zugute kommt und förderlich ist, dann mögen Sie es annehmen und stets danach leben.“

* Buddha (Kālāma Sutta Anguttara-Nikāya)

Schatzkammer

Der Meister hilft dir, deine innere Schatzkammer mit deinem Schlüssel zu öffnen - nicht mit seinem Schlüssel - und zeigt dir deinen eigenen Schatz. Sobald er dir deinen eigenen Schatz gezeigt hat, ist sein Teil des Spiels vorüber.

*Sri Chinmoy

300 Parabeln



*
~ 300 SPIRITUELLE ~
KURZGESCHICHTEN
~ ALLER VÖLKER UND ZEITEN ~
*

ansehen & kostenfrei 
Speichern unter: 

http://downloads/spirituelle-kurz-geschichten.pdf




Der Guru

Der Guru
führt die Selbstverwirklichung
nicht herbei,
sondern beseitigt nur
die Hindernisse.
Das Selbst ist immer verwirklicht.

*Ramana Maharshi (1879 – 1950)

Was Sterbende am meisten bereuen - Eine australische Pflegerin hat Sterbende gefragt, was sie bedauern.

Herausgekommen ist ein Buch, das uns Lebenden eine Lehre sein sollte.

Randy Pausch, frühverstorbener Informatiker und Miterfinder der Google-Benutzeroberfläche, sagte in seiner legendären letzten Vorlesung den Satz "Auf unserem Sterbebett werden wir nicht die Dinge bereuen, die wir getan haben - sondern die Dinge, die wir nicht getan haben." Wie recht er hat, lässt sich nun in einem Buch der australischen Sterbebegleiterin Bronnie Ware nachlesen.

Auf Platz eins etwa steht der Wunsch "den Mut gehabt zu haben, mein eigenes Leben zu leben". Viele der Menschen hätten sich darüber beklagt, zu oft den Erwartungen anderer entsprochen zu haben, statt ihren eigenen Wünschen nachzugehen. "Die meisten hätten nicht einmal die Hälfte ihrer Träume verwirklicht"

 Platz zwei der Liste: "Ich wünschte, ich hätte weniger gearbeitet."

Auch Platz drei und vier drehen sich um sehr persönliche Wünsche: "Ich hätte meine Gefühle besser ausdrücken sollen" und "Ich wünschte, ich hätte mich mehr um meine Freunde gekümmert." Beides fällt gewissermaßen in die Kategorie Seelenhygiene: Während alte Freundschaften ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln, können unterdrückte Gefühle im schlimmsten Fall geradewegs zu Krankheiten führen.

Letztlich drängt sich beim Lesen des Buches der Eindruck auf, dass der Großteil der Menschen in einem Gestrüpp aus Alltag, Familienpflichten, Geldverdienen und anderen "äußeren Umständen" festhängt, das den Weg zu den wichtigen Dingen versperrt. Wie etwa simple Freude. "Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt" ist das letzte der fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern. "Ich war überrascht, wie häufig dieser Punkt genannte wurde", sagt Bronnie Ware. "Viele Menschen merken erst am Ende ihres Lebens, dass man sich bewusst für Glück und Freude entscheiden kann." Doch viele würden so sehr in festgefügten Verhaltensweisen festhängen, dass sie schlicht vergessen haben, auch einmal herzlich zu Lachen oder einfach nur albern zu sein.

Einen Esel, den du mit hundert Engelsflügeln ausstattest, fliegt doch nur wieder zum Stall. *Rumi




















  Nicht jeder, der den Weg gesehen hat, ist auf dem Weg gegangen, und nicht jeder, der gegangen ist, hat das Ziel erreicht. Gar mancher hat gehört, aber nicht gesehen, gar mancher hat gesehen, aber nicht erkannt, gar mancher hat erkannt, aber nicht gefunden.  
*Maybudi

Du hast eine Aufgabe zu erfüllen. Du magst tun was du willst, magst hunderte von Plänen verwirklichen, magst ohne Unterbrechung tätig sein – wenn du aber diese eine Aufgabe nicht erfüllst, wird alle deine Zeit vergeudet sein.  
*Rumi

„Ich werde aus der Tiefe der Urewigkeit zu dir kommen und deinen Geist ergreifen. Ich werde dich zum Standplatz des Mit-Seins führen, dir vom Wein des Nahe-Seins zu trinken geben und dir meine Freundlichkeit und Erhabenheit auf ewig zeigen, so wie du es willst, ohne Vorhang oder Trennung.“  
*Ruzbehan (1128–1209)

Für Ausgerichtetheit gibt es zwei Merkmale. Das erste Merkmal ist die absolute Gewissheit darüber, dass genau das Gesuchte erreicht wird. Das zweite Merkmal besteht darin, dass alles Tun und Lassen des Strebenden dienlich ist für die Sache, auf die er es mit seinem Streben abgesehen hat. Ist dem nicht so, dann wird er nicht Besitzer eines Strebens genannt.  
*Abd al-Karim al-Gili (1365-1428)

 Sie sagten: Wir möchten nach der Lehre der Sufis fragen. Gunayd antwortete: Sufik ist himmlisches Wissen, nicht ein irdisches, um das sich der Verstand bemühen könnte, um es zu erfassen. Vielmehr ist es die Frucht einer Lauterkeit der Herzen. Sind diese geläutert, so steigen sie auf. Steigen sie auf, so werden sie sicher. Sind sie sicher, so werden sie reich an Erfahrungen. Auf Grund der Erfahrungen wiederum sehen sie tiefere Zusammenhänge.  
*Dschunaid

Beklommenheit besteht in der Beklommenheit des Herzens im Zustand der Verschleierung, Beglückung besteht in der Beglückung des Herzens im Zustand der Enthüllung.  
*Jullabi

Alle Mystiker haben es kurz gesagt. Einer aber ausführlich: Sämtliche Konfessionen der bekannten Gruppierungen sind am Anfang auf dem Weg des Wegschreiters in seinen Augen eine Einzige und erscheinen als eine Einzige. Stellt er einen Unterschied fest oder macht er einen Unterschied, so ist er Trenner und Unterscheider, nicht Sucher. Dieses Unterscheiden ist für den Sucher noch eine Absperrung des Weges.  
*Hamadani (1384-1314) 

Gehen Lernen

Das Versteckspiel

"Rabbi Baruchs Enkel, der Knabe Jechiel, spielte einst mit einem andern Knaben Verstecken. Er verbarg sich gut und wartete, dass ihn sein Gefährte suche. Als er lange gewartet hatte, kam er aus dem Versteck; aber der andere war nirgends zu sehen. Nun merkte Jechiel, dass jener ihn von Anfang an nicht gesucht hatte. Darüber musste er weinen, kam weinend in die Stube seines Grossvaters gelaufen und beklagte sich über den bösen Spielgenossen. Da flossen Rabbi Baruch die Augen über, und er sagte: "So spricht Gott auch. Ich verberge mich, aber keiner will mich suchen."
 
 
 
Gehen lernen
Ein Schüler war betrübt. Der Meister kam zu ihm und fragte nach dem Grund. Der Schüler sagte: „Meister, immer, wenn ich denke, ich sei Gott gerade ein Stückchen näher gekommmen, rückt er von mir ab.“Da sagte der Meister: „Wenn ein Vater sein Kind laufen lehrt, streckt er die Arme aus und leitet es auf sich zu. In dem Moment aber, da das Kind nahe ist und nach ihm greifen will, rückt er ein Stück zurück und streckt die Arme wieder aus.“
 
 
 

keine Lehre annehmen...

 
Nein, keine Lehre konnte ein wahrhaft Suchender annehmen, einer, der wahrhaft finden wollte. Der aber, der gefunden hat, der konnte jede, jede Lehre gutheißen, jeden Weg, jedes Ziel, ihn trennte nichts mehr von all den tausend anderen, welche im Ewigen lebten, welche das Göttliche atmeten.
 
*Hermann Hesse - Siddhartha

one minute


Schlüssel


Es ist seltsam, dass der Geist im Gefängnis ist und trotzdem die ganze Zeit den Schlüssel zum Gefängnis in der Hand hat!

Der Pfad ist da, doch er ist an einem geheimen Ort verborgen, um ihn zu entdecken, muss man erst einmal sehr viel suchen. Die Trennung ist heimlich auf der Suche nach Vereinigung: Erkenne im Suchen das Antlitz des Gesuchten.

*Rumi

Zahnräder :-)

Was & Wann ?

Es scheint mir, dass ich dabei bin, in ein neues Leben geboren zu werden und dass alle Methoden, alle Gewohnheiten der Vergangenheit von keinem Nutzen mehr sein können. Es scheint mir, was Ergebnisse waren, ist nur noch Vorbereitung. Ich komme mir vor als hätte ich noch nichts getan, als hätte ich noch kein Spirituelles Leben geführt, als beträte ich eben erst den Pfad dahin; es scheint mir als wisse ich nichts.

Was für ein Mut ist das, wenn ich ständig dem Kampf auszuweichen suche ? Was für eine Energie ist das, wenn ich unwillkürlich vor der neuen Anstrengung, die ich machen soll, zurückschrecke und versuche, ohne mir darüber Rechenschaft abzulegen, passiv einzuschlafen, indem ich mich auf die Ergebnisse früherer Anstrengung verlasse ? Zum Handeln muss ich gezwungen werden, und meine stumme Kontemplation besteht zum Teil aus Trägheit.. Das alles wird mir immer klarer. Alles, was ich bisher gemacht habe, scheint mir nichts zu sein.

Wann werde ich denn ein wahrhaft starkes Wesen sein, ganz und gar aus Mut, Energie, Tapferkeit und ruhiger Ausdauer gemacht ? Wann werde ich meine Person genügend vollständig vergessen haben, um nur noch Werkzeug zu sein, einzig durchwirkt von den Kräften die es offenbaren muss ? Wann wird sich meinem Bewusstsein der Einheit keine Trägheit mehr beimischen ? Wann wird sich in mein Empfinden göttlicher Liebe keine Schwäche mehr einschleichen ?

Alles Denken scheint tot in mir, nun ich diese Fragen gestellt habe. Ich suche meinen bewussten Geist und finde ihn nicht mehr; ich suche mein Einzelwesen und entdecke es nirgends; ich suche meinen persönlichen Willen, und er ist nicht da. Dich suche ich, und Du schweigst... Schweigen, Schweigen...

Dann plötzlich Deine Stimme:
"Nie hast Du ganzheitlich zu entwerden gewusst. Immer hat etwas in Dir wissen, mitwirken, verstehen wollen. Danke vollständig ab, lerne zu verschwinden, durchbrich die letzte Schranke, die Dich von mir trennt - vollbringe ohne Vorbehalt Deine Tat der Hingabe."

* Mira Alfassa


Unendliche Barmherzigkeit

Du schläfst mit ausgetrockneten Lippen am Ufer des Flusses und träumst davon, wie du auf der Suche nach Wasser zur Fata Morgana läufst. Du Träumst von nagendem Durst, während das Wasser, dir näher als deine Halsschlagader ist. Die unendliche Barmherzigkeit fließt ununterbrochen, du schläfst und kannst sie nicht wahrnehmen. Dein Gewand trinkt Wasser aus dem Fluss und du suchst im Traum die Fata Morgana. *Rumi

Mountain Silence - Happy are my eyes




Happy are my eyes To see You, my Lord.
Happy is my heart To feel You, my Lord.
Happy is my life To claim You, my Lord,
As my own, very own.

*Composed by Sri Chinmoy on December 26, 2006

source: www.radiosrichinmoy.org/418

Laß deine Gedanken voll sein von des Göttlichen Wahrheit und dein Herz voll von des Göttlichen Liebe. *Mira Alfassa


Die Absicht des Willens - script über das Gesetz der Absicht

"Die eiserne Wand durchbrechen und zur Göttlichkeit reifen."

Link:www.downloads/absicht-script.pdf

Auszug:

...Mann fragte den Meister: "Es steht geschrieben: Sprich zu jenen die zu mir streben, dass sie mir eine Spende nehmen." Sollte es nicht eher heißen: "dass sie mir eine Spende geben?" Der Meister antwortete: "Es ist nicht genug dass, wer dem Bedürftigen gibt, in heiliger Absicht gibt, es muss auch der Bedürftige in heiliger Absicht empfangen. Es ist nicht genug, dass im Namen Gottes gegeben wird, es muss auch im Namen Gottes empfangen werden."...



Der Hauptteil des Scripts stammt aus dem Artikel: "Die Eiserne Wand durchbrechen" Eine Einführung zu den 10 Sefirot von Rabbi Y. Ashlag (Baal Hasulam) (1882-1955)


The Queen of Dawn














Link: www.radiosrichinmoy.org/370/ny-2010/

.........................................................................




Herrschaft des Ego

Was ist ein Gebet in der Kabbalah ?

Ein wahrer Kabbalist weiß, dass er unter der Herrschaft seines Ego steht; und nur ein einziger winziger Punkt in ihm – der so genannte „Punkt im Herzen“ – ist frei von egoistischem Einfluss.

Mit diesem Punkt kann er sich mit dem Schöpfer verbinden. Wenn er sich anstrengt und seinen „Punkt im Herzen“ mit dem Schöpfer verbindet, erhält er die Kraft, die ihn über sein Ego erhebt. Dann beginnt er sich stufenweise zu korrigieren, indem er sein Ego in altruistischer Absicht einsetzt. Unsere gesamte Arbeit bezogen auf die spirituelle Korrektur besteht darin, den Schöpfer um die Kraft der Korrektur des Ego zu bitten.

Daher ist es so wichtig, in uns das Verlangen nach dem Schöpfer zu erwecken. Wenn wir uns an den Schöpfer wenden, erhalten wir von Ihm die nötigen Kräfte und in unserem korrigierten Ego fühlen wir dann eine gewisse Verbindung zum Schöpfer. Es handelt sich dabei nicht um eine spezielle Schnittstelle, sondern um die Wahrnehmung einer breiteren und stärkeren Einheit.

Dann vergrößerte sich das Ego wiederum - eine gröber Ausformung davon – und erneut bitten wir den Schöpfer um die Kraft, auch dieses wieder zu korrigieren. Das bedeutet, dass unser Ego, dass sich immer wieder neu in uns enthüllt, uns dazu erweckt, uns mit dem Schöpfer zu verbinden – daher wird es auch „Hilfe gegen uns“ genannt.

Unsere stete Bereitschaft, den Schöpfer um die Korrektur des Ego zu bitten, nennt man Gebet.

*Rav Michael Laitman
Schüler Rabash's & Baal HaSulam's der auch "Meister der Leiter" genannt wurde)


Jeder Schmerz

“Jeder Schmerz und jede Qual unseres Wesens birgt das Geheimnis einer Verzückungsflamme, mit der verglichen unsere größten Vergnügungen bloß trübes Geflacker sind.”
 
*Sri Aurobindo

Behalte die Erinnerung ans Göttliche stets in deinem Herzen, dann wird alles in Ordnung kommen.

Wenn wir Schwierigkeiten als das wirkungsvollste Mittel für unseren Fortschritt ansehen, verlieren sie das Bittere und sind leicht zu ertragen. Und wenn wir es verstehen, in jeder Lage den Herrn zu rufen, um Ihn an allen Ereignissen unseres Lebens teilhaben zu lassen, wird das Leben zu Ananda, weil Er alles mit Seiner Wonne bedeckt !

* Mira Alfassa



Der Derwisch und der Sultan

Einst ritt der Sultan durch die Strassen von Istanbul, umgeben von Häftlingen und Soldaten. Die Bevölkerung der ganzen Stadt kam heraus, um ihn zu sehen. Alle verbeugten sich, als der Sultan vorbeizog, mit Ausnahme eines einzigen zerlumpten Derwischs.Der Sultan liess seine Prozession anhalten und den Derwisch zu sich bringen. Er wollte wissen, warum der Derwisch sich nicht vor ihm verbeugt hatte. Der Derwisch antwortete: "Lass all diese Leute sich vor dir verneigen, Sie alle wollen, was du besitzt - Geld, Macht, Rang. Gott sei Dank bedeuten mir diese Dinge nun nichts mehr. Ausserdem, warum sollte ich mich vor dir verneigen, wenn ich zwei Sklaven habe, die deine Herren sind?"Die Menge schnappte nach Luft, und der Sultan wurde kreidebleich vor Wut. "Was willst du damit sagen?" schrie er. "Meine beiden Sklaven, die deine Herren sind, heissen Ärger und Gier", sagte der Derwisch ruhig und schaute dem Sultan gerade in die Augen. Da er in dem, was er soeben vernommen hatte, die Wahrheit erkannte, verneigte sich der Sultan vor dem Derwisch.

Ein Tag ist wie ein ganzes Leben - Carpe diem - Nutze - Genieße - Pflücke den Tag















Als Mittel zur Vervollkomnung  
Sprach er jeden Morgen 
zu sich selbst: 
„nur dieser eine Tag, 
nur dieser ist mir noch gegeben“. 

*Rabbi Nachman


Wie du beim Sterben gelebt
 zu haben wünschest, 
so solltest du jetzt schon leben.  

*Mark Aurel 

Sahadeva & Friends - Brave Were the Days & Come What May



Brave were the days When I fought for God
And succeeded. Sweet were the days
When God in me and through me Proceeded.

Come what may, Come what may,
My heart must pray, My heart must pray.

source:
http://www.radiosrichinmoy.org/13000

Liebe zum Licht

Der Mensch muß das Licht lieben, gleichgültig, woher es kommt. Er muß die Rose lieben, gleichgültig, in welchem Boden sie wächst. Er muß ein Sucher nach Wahrheit sein, gleichgültig, aus welcher Quelle sie fließt. Anhänglichkeit zur Lampe ist nicht Liebe zum Licht.

 *Abdul Baha (1844 - 1921)

Die Schriften lesen

Ganz allgemein und beinahe absolut: wenn du wirklich durch das Lesen einwenig profitieren willst, ist die beste Methode die:

Nachdem du dein Bewustsein gesammelt und deine Aufmerksamkeit auf das gerichtet hast, was du liest, mußt du ein Mindestmaß an mentaler Ruhe herstellen - das Beste wäre, vollkommenes Schweigen zustandezubringen - und einen Zustand der Unbeweglichkeit des Verstandes, der Unbeweglichkeit des Gehirns zu erreichen, ich würde sagen, so daß die Aufmerksamkeit so still und so reglos wie ein Spiegel, wie die Oberfläche eines vollkommen stillen Wassers wird. Dann gelangt das Gelesene durch die Oberfläche hindurch und dringt tief in das Wesen ein, wo es mit der geringfügigsten Verzerrung aufgenommen wird. Anschließend - manchmal lange danach - wallt es von den Tiefen wieder empor und manifestiert sich im Gehirn mit seiner vollen Kraft des Verstehens, nicht als ein äußerlich angeeignetes Wissen, sondern als ein Licht das man in sich trug.

Auf diese Weise ist die Fähigkeit des Verstehens zur höchsten Entfaltung gebracht. Bleibt der Verstand hingegen während des Lesens unruhig und bemüht, sofort zu verstehen, verlierst du mehr als drei Viertel der Kraft, des Wissens und der Wahrheit, die sich in den Worten verbergen.

*Mira Alfassa

Seelenvogel

Als mir in der Morgendämmerung ein Seufzer aus dem Herzen entrann, reichte er so weit, dass sich mir der Palast des Königs öffnete. Als sich das Tor auftat, fing der Sprachlose zu reden an: Oh Seelenvogel Binde dir den Brief der ewigen Liebe an den Fuß und löse diesen bis in Ewigkeit nicht. Tausche den angeborenen Verstand mit dem Herzen, und sieh, dass anfangslose und endlose Ewigkeit eins sind.
*F. Attar

Aus dem Brief einer älteren Dame

„Könnte ich mein Leben nochmals leben, dann würde ich das nächste Mal riskieren, mehr Fehler zu machen. Ich würde mich entspannen, lockerer und humorvoller sein als dieses Mal. Ich kenne nur sehr wenige Dinge, die ich ernst nehmen würde. Ich würde ein bisschen verrückter sein. Würde mehr Berge erklimmen, mehr Flüsse durchschwimmen und mir mehr Sonnenuntergänge anschauen. Ich würde mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen. Ich würde öfter ein Eis essen und weniger Bohnen.

Ich hätte mehr echte Schwierigkeiten als eingebildete. Müsste ich es noch einmal machen, ich würde einfach versuchen, immer nur einen Augenblick nach dem anderen zu leben, anstatt jeden Tag schon viele Jahre im Voraus. Könnte ich mein Leben nochmals leben, würde ich im Frühjahr früher und im Herbst länger barfuß gehen. Ich würde häufiger die Schule schwänzen, und den Menschen öfter mal eine Freude machen.

Die Brücke, welche die Wahrheit und die Lüge verbindet

Es ist bekannt, dass die winzigen Teile vom Auge nicht wahrgenommen werden, größere um so leichter. Solange ein Mensch irregeführt wird, ist er nicht in der Lage, die Wahrheit zu erkennen, dass er den falschen Weg geht, er ist getäuscht, als ob er den Weg der Wahrheit gehen würde … Wenn die Täuschung schon groß ist, und diese Größe erreicht hat, dann ist man in der Lage, die Wahrheit zu sehen. Und dann sieht der Mensch, dass er den falschen Weg geht, das heißt, er enthüllt seinen wahren Zustand. Es stellt sich heraus, dass er in seiner Seele einen Punkt der Wahrheit enthüllt, der ihm zeigt, wie man auf den richtigen Weg kommt. Und das ist eine Brücke, welche die Wahrheit und Lüge miteinander verbindet, wo die Täuschung endet und der Weg der Wahrheit beginnt. Wir streben stets nach dem Guten, nach der Wahrheit, nach der Eigenschaft des Gebens, aber wenn unsere Anstrengungen einen bestimmten Stand erreichen, dann fühlen wir genau das Gegenteil, was uns zeigt, dass wir uns in einer Lüge befinden: wir geben nichts und wollen nichts geben, kümmern uns nur um uns selbst. Doch die Wahrnehmung von diesem falschen Zustand ist die Enthüllung der Wahrheit! Es ist zwar nicht angenehm, und der Mensch weiß nicht, was zu tun ist. Aber wenn er trotz allem wieder versucht, zur Eigenschaft des Gebens zu gelangen, diese als gut empfindet, die Wahrheit will – denn Wahrheit ist die Eigenschaft des Gebens -, dann findet er heraus, dass die Irreführung umso größer geworden ist … Aber das ist die Wahrheit! Die Wahrheit, dass er sich in der Lüge befindet. Und das geht so lange, bis die Lüge eine solche Größe erreicht, dass es unerträglich wird, in ihr zu bleiben. Und dann schreit er so, dass die Rettung kommt. Es gibt den Zustand selbst, und es gibt dessen Wahrnehmung. Und je mehr sich unsere wahren Zustände der Wahrheit annähern, umso polarer werden sie.

*Aus: Igrot Rabash ("Briefe [des] Rabash (№ 16)
(Es handelt sich um Briefe, die Rav Baruch Shalom HaLevi Ashlag (The Rabash) seinen Schülern schickte, während er in Übersee war. In seinen Briefen beantwortete er die Fragen seiner Schüler in Bezug auf ihren spirituellen Weg und Fortschritt, erklärte die spirituelle Bedeutung der jüdischen Feiertage gemäß Kabbala und befasste sich mit vielen anderen Themen.)

des Weges müde


Rabbi Aba saß einmal vor einem der Tore von Lydda. Da sah er einen Menschen kommen, der legte sich in die Höhlung eines Erdhügels und schlief, des Weges müde, ein. Während er schlief, kroch eine Schlange an ihn heran, aber in demselben Augenblick löste sich ein Baumstumpf vom Boden und fiel auf die Schlange. Der Mann erwachte und erblickte vor sich die getötete Schlange. Da trat er aus der Höhlung heraus, und in dem gleichen Augenblick stürzte die Decke jener Höhlung zusammen - und er war gerettet. Da ging Rabbi Aba zu ihm und fragte ihn: "Was sind deine Taten, daß der Allheilige zwei Wunder da für dich bereitet hat ? Das kann keine geringe Sache sein." Und jener Mann erwiderte: "Niemals in meinem Leben hat mir ein Mensch Böses getan, ohne daß ich mich mit ihm versöhnt und ihm verziehen hätte. Und weiter - wenn keine Gelegenheit war, mich mit ihm auszusöhnen, so ging ich doch nicht eher schlafen, als bis ich ihm und allen, die mir Schmerz bereitet, verziehen hatte, und ich gedachte nicht mehr des mir angetanen Schlimmen. Aber nicht genug daran: ich bemühte mich von jenem Tage an, ihnen Gutes zu bereiten." Da weinte Rabbi Aba und sprach: "Höher sind seine Taten als die Josefs. Denn Josef ward bewegt vom Erbarmen mit jenen, die seine Brüder waren. Was dieser Mann getan, ist mehr als die Tat Josefs und wert, daß der Allheilige ihm Wunder über Wunder bereite." * Zohar

One Man of Peace



http://www.challengingimpossibility.com

Nur die Liebe ist wirklich. Alles andere ist Illusion. *Paul Ferrini


Man sagt: von der Auferstehung geht's zum Gerichte
Und der Herr wird erscheinen mit zornigem Gesichte
Doch vom Allmächtigen kann nichts kommen als Gutes,
Darum fürchte Dich nicht, sondern sei guten Muthes!

*Omar Khayyams