Dornensammler

Oh Dornensammler, kommst du an im wahren SEIN, wirst du keinen Dorn dort finden, außer dich allein.
*Rumi (1207 - 1273)

Verliebe dich!

"Verliebe dich! Verliebe dich in das Leben, in jeden Atemzug. Sei von Herzen verliebt in dich selbst, in deine innere Schönheit, in die Schönheit und die Großzügigkeit des Lebens. Du bist am Leben, du bist Lebendig. Verliebe dich in dein DaSein, in deinen dich belebenden Atem, in diesen Tag, in diesen Augenblick. Verliebe dich in die Klarheit, in das Licht, in das Göttliche in deinem inneren, in all das was so schön ist. Verliebe dich in die Dankbarkeit, in die Hingabe, in den unumstößlichen Frieden und die weite ewig währende Liebe die dein Wesen erfüllt. Sei von Herzen erfüllt vom Atem des Lebens, sei erfüllt von der Lebendigkeit selbst. Die Liebe ist da, sie ist da, die Liebe ist da, das Leben ist da, der Atem ist da, das Göttliche ist da, jetzt und immer, in Dir, im Herzen der Ewigkeit!"

"Verliebe dich in dein von Liebe und Dankbarkeit erfülltes Herz. Verliebe dich in deinen, von Frieden und Stille erfüllten Verstand. Verliebe dich in deinen dich mit Liebe und Leben erfüllenden Atem, verliebe dich in dein DaSein. Sei verliebt in dein ewig weites Herz und dein von Liebe überfließendes Leben. Sei verliebt - jeden Moment - jeden Moment, sei anwesend, sei hier, sei gegenwärtig, sei der lebendige Fluss des Atems, sei die ewig verliebte Allgegenwart."

*Azmuto

Kabir und der Skorpion

Kabir, der auf seinem Weg einen Skorpion sah der ins Wasser gefallen war und sich in einer schlimmen Lage befand, versuchte den Skorpion zu ergreifen, um ihn aus dem Wasser zu nehmen und aufs Trockene zu setzen. Aber als er versuchte, das Tier zu berühren, stach es ihn, und er zog seine Hand ein wenig zurück. Nach einer Weile streckte er seine Hand wieder aus, aber der Skorpion gab ihm wieder einen heftigen Stich und er zog seine Hand erneut zurück. Nichts desto weniger versuchte er wiederholt seine Hand auszustrecken um den Skorpion zu erfassen. Da beugte sich sein Begleiter zu ihm herüber und fragte: "Was machst Du da? Weißt Du denn nicht, dass er dich wieder stechen wird?" Kabir antwortete: "Doch, ich weiß es." Warum streckst Du dann Deine Hand aus? Nur um immer wieder einen Stich zu erhalten?" Kabir sagte: "Ich strecke meine Hand nicht aus um erneut einen Stich zu erhalten, sondern um ihm zu helfen!" Der andere meinte. "Du versuchst ihm zu helfen; aber es ist seine Angewohnheit zu stechen." Darauf antwortete Kabir. "Wenn er seine Angewohnheit nicht ändert, warum sollte ich dann meine Gewohnheit ändern? Dies ist meine Art zu handeln. Er ändert seine Handlungsweise nicht, und ich ändere meine nicht."

Sei Balsam

"Rufe die Menschen zur Liebe, sei gütig zum ganzen Menschengeschlecht. Liebe die Menschenkinder, nimm Anteil an ihrem Leid. Gehöre zu denen, die Frieden stiften. Biete deine Freundschaft an und sei vertrauenswürdig. Sei Balsam für jede Wunde, Arznei für jedes Übel. Bringe die Seelen zusammen."

*Abdul Baha

I was dead, then alive..

I was dead, then alive,
weeping, then laughing.
The power of love came into me,
and I became fierce like a lion,
then tender like the evening star.
He said, "You're not mad enough.
You don't belong in this house."
I went wild and had to be tied up.
He said, "You're still not wild enough
to stay with us!"
I broke through another layer
into joyfulness.
He said, "It's not enough."
I died.
He said, "You are a clever little man,
full of fantasy and doubting."
I plucked out my feathers and became a fool.
He said, "Now you are the candle
for this assembly."
But I'm no candle. Look!
I'm scattered smoke.
He said, "You are the sage, the guide."
But I'm not a teacher. I have no power.
He said, "You already have wings.
I cannot give you wings."
But I wanted his wings.
I felt like some flightless chicken.
Then something said to me,
"Don't move. A sublime generosity is
coming towards you."
An old love said, "Stay with me."
I said, "I will."
You are the fountain of the sun's light.
I am a willow shadow on the ground.
You make my raggedness silky.
The soul at dawn is like darkened water
that slowly begins to say "Thank you, Thank you."
Then at sunset, again, Venus gradually
changes into the moon and then the whole night sky.
This comes of smiling back
at your smile.
The chess master says nothing,
other than moving the silent chess piece.
That I am part of the ploys
of this game makes me
amazingly happy.
 
*Rumi 

Die Wahrheit selbst wollen

Notwendig ist, die Sehnsucht auszurichten, die Wahrheit selbst, die Freiheit selbst zu wollen und nicht ihre Ersatzstoffe...

www.mystikaktuell.com/2015/07/28

You better be drunk





























*Kabir (*1440; † 1518)

Die Zöllner

Zu einem Alten kam einer und klagte: Ich suche nun so viele Jahre nach Gott und kann ihn nicht finden. Der Alte sah ihn freundlich an und erzählte: Es war einmal ein Mann namens Nasruddin. Er ging mit seinem Esel immer hin und her über die Grenze. Auf dem Esel transportierte er große Lasten Stroh. Die Zöllner wussten, dass er ein bekannter Schmuggler war, und so durchsuchten sie ihn immer wieder, stachen mit Stöcken in die Strohballen, und manchmal verbrannten sie das Stroh sogar und suchten in der Asche nach dem, was er schmuggelte. Aber sie fanden nichts, und Nasruddin wurde reicher und reicher. Schließlich wurde er alt, zog in ein anderes Land und setzte sich zur Ruhe. Dort begegnete ihm ein früherer Grenzwächter und fragte: „Nasruddin, jetzt könnt Ihr es mir ja sagen. Was habt Ihr geschmuggelt, das wir nie gefunden haben?“ Nasruddin lächelte und antwortete: „Esel!“ Siehst du, sagte der Alte, so sucht mancher nach Gott, und Gott ist vor seinen Augen.

Das Gestern schwand..

"Das Gestern schwand, wer kennt das Morgen? Das Jetzt zu nützen, laßt uns sorgen!"

"Ein Narr ist mit solchen Gaben ausgestattet, daß sie hundert Gelehrte verblüffen würden."

"Wieviel du auch studierst, du kannst nichts wissen, ohne zu handeln. Ein mit Büchern beladener Esel ist weder ein Gelehrter noch ein weiser Mann." 

*Saadi (1209 - 1292)

Leeres Herz

Wie fern du auch sein magst, meine Liebe zu Dir, erfüllt mein Herz. Meine Sehnsucht nach Dir - lodert wie das Feuer bis in den Himmel empor. Mein leeres stilles Herz wartet wie das Nest auf deine Ankunft - oh Nachtigall. Die Nacht meiner Augen ersehnt die Morgenröte. Oh Glanz meines Lebens oh Atem des Daseins, komm - komm, bring mich nach Hause.

*Azmuto

So machtvoll ist das Licht der Einheit, daß es die ganze Erde erleuchten kann. *Bahaullah (1817 - 1892)

 "Weltfrieden ist nicht nur möglich, sondern unausweichlich. Er ist die nächste Stufe in der Evolution dieses Planeten."

"Der Mensch muß das Licht lieben, gleichgültig, woher es kommt. Er muß die Rose lieben, gleichgültig, in welchem Boden sie wächst. Er muß ein Sucher nach Wahrheit sein, gleichgültig, aus welcher Quelle sie fließt. Anhänglichkeit zur Lampe ist nicht Liebe zum Licht."

"All die Spaltungen, die wir in religiösen Dingen überall sehen, all der Streit und die Gegnerschaft kommen nur daher, daß die Menschen an Ritualen und äußerlichen Regeln festhalten und die schlichte, allem zu Grunde liegende Wahrheit vergessen."

"Die Menschenwelt hat zwei Flügel: Den einen bilden die Frauen, den anderen die Männer. Erst wenn beide Flügel gleichmäßig entwickelt sind, kann der Vogel fliegen. Bleibt ein Flügel schwächlich, so ist kein Flug möglich."

"Die Liebe ist das Licht das durchs Dunkel führt."

"Als erstes musst du nach Geistigkeit dürsten; dann lebe das Leben!"

*Abdu'l-Baha (1844 - 1921)

„Adame la Eljon“ (ich werde wie der Allerhöchste sein)

Shamati 241. Rufet Ihn an, während Er nahe ist 

„Rufet Ihn an, während Er nahe ist.“ Man muss hier nachvollziehen, was es bedeutet: „während Er nahe ist“, denn es heißt „die ganze Erde ist voll Seiner Ehre“? Folglich ist Er stets nahe, was bedeutet dann aber „während Er nahe ist“? Denn das hieße ja, dass es eine Zeit gibt, in der Er nicht nahe ist.

Die Sache ist die, dass man die Zustände stets im Bezug auf jenen Menschen misst, der erfasst und fühlt. Und wenn der Mensch die Nähe des Schöpfers nicht spürt, so kann man auch über nichts sprechen, da alles gemäß der Empfindung des Menschen gemessen wird. Dabei kann es sein, dass der eine die Welt voller Fülle wahrnimmt, der andere aber, der die Güte der Welt nicht spürt, nicht sagen kann, dass die Welt gut ist, sondern gemäß seiner Empfindung sagt er, dass die Welt voller Leid ist...

source: www.kabbalah.de/shamati/241



Reaktion

Ein Leben der Reaktion ist ein Leben in Sklaverei - spirituell und intellektuell. Für ein Leben des aktiven Handelns - statt des passiven Reagierens - muss man kämpfen.

*Rita Mae Brown (*1944)

Was würdest du..


Wir

Wir lesen, wir suchen zu verstehen, wir erklären und streben zu erkennen, aber eine einzige Minute wahrer Erfahrung lehrt uns mehr als Millionen Worte und Hunderte von Erklärungen.

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

Zitate von Jiddu Krishnamurti

 FREIHEIT - ES GIBT SIE WIRKLICH. SIE LIEGT JENSEITS DER MAUERN, DIE WIR SELBST ERRICHTEN !

Nur ein Gast bin ich in dieser Welt vergänglicher Dinge, durch nichts in ihr gebunden. Keinem Land gehöre ich an. keine Grenzen schließen mich ein.

Wenn du ein Gefangener bist, werde ich nicht beschreiben, was Freiheit ist. Mein wesentliches Anliegen ist es zu zeigen, wie ein Gefängnis gebaut wird und wie du es wieder einreißen kannst, wenn du es möchtest.

Für die meisten von uns besteht die Schwierigkeit darin, daß uns unsere Fluchtwege nicht bewußt sind. Wir sind so gebunden, so gewöhnt an unsere Fluchtwege, daß wir sie für das Wirkliche halten.

Es ist anstrengend, etwas Neues zu entdecken. Also ziehen wir es vor, zu bleiben, wie wir sind. Und da liegt die eigentliche Schwierigkeit.

In dir selbst ist die ganze Welt verborgen, und wenn du weißt, wie man schaut und lernt, dann ist die Tür da und der Schlüssel ist in deiner Hand. Niemand kann dir diesen Schlüssel geben oder die Tür zeigen, nur du bist dazu in der Lage.

Um sich zu erkennen, wie man ist, braucht es eine außerordentliche geistige Beweglichkeit, denn das, was ist, verändert sich ständig, und wenn der Geist fähig sein soll, ebenso geschwind zu folgen, darf er nicht an irgendein Dogma, einen Glauben oder ein Handlungsschema gebunden sein.

Ich habe immer wieder betont, daß es keine Rolle spielt, aus welcher Quelle Sie das Wasser schöpfen, solange es rein ist und solange das Wasser den Durst der Menschen löscht. 

Drachendressur

Stimme des Herzens

Die Kraft Deines Herzens kann alles besiegen, was dir im Weg ist: Zweifel und Angst, Hass und Zwietracht, Groll und Feindschaft. Nichts von alldem kann der Kraft des Herzens widerstehen. Denn das Herz kämpft nicht und greift nicht an, es überzeugt nicht, überredet nicht und verteidigt sich nicht. Das Herz versteht und nimmt an. Was verstanden und angenommen wird, entzerrt sich und gewinnt seine wahre Natur zurück: Liebe. So verwandelt die Kraft des Herzens alles in Liebe.

*Safi Nidiaye (in: Die Stimme des Herzens)

Seele

Du bist ganz Seele. Der Rest ist nur Fleisch und Knochen. Also mache deine Seele zu einem duftenden Rosengarten, denn Dornengestrüpp taugt bloß als Brennholz.  

*Rumi (1207 – 1273)

Wo soll ich suchen ?

Ich suchte ihn...

Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht zu finden. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.

*Rumi (1207 - 1273)

Öffne das Auge deines Herzens, damit du den Geist sehen wirst, damit du sehen wirst, was nicht gesehen werden kann.*Sadr al-Din Shirazi


fehlbar

Da der Mensch nun einmal fehlbar ist, gehen Sieg und Wahrheit nicht immer zusammen. Daher kannst du, wenn du immer gewinnen musst, nicht immer wahrhaftig sein.

*Rabbi Nachman von Bratzlaw (1772 - 1810)

Sonne der Erkenntnis

Wenn die Sonne der Erkenntnis an der Wölbung dieses Weges strahlt, den man nicht würdig zu beschreiben vermag, zeigt sich in Klarheit das Geheimnis des Wesens der Dinge, und der feurige Ofen der Welt wird zum Blumengarten. Der Wanderer wird die Mandel unter ihrer Schale schauen. Er wird sich selbst sein „Ich“ nicht mehr erblicken, nichts mehr wird er erblicken als seinen Freund allein in allem; in allem, was er sehen wird, wird er sein Antlitz schauen, in jedem Atom die Sphäre des Alls; unterm Schleier wird er zahllose Heimlichkeiten betrachten, die leuchten wie die Sonne.

Betrittst du das Tal der Erkenntnis, so siehst du in einem einzigen Strahl der Sonne, Tausende ewiger Schatten verschwinden, die dich umgaben. Als die Sonne der Erkenntnis über mir leuchtete, verbrannte sie beide Welten des Gegensatzes so leicht wie ein Hirsekorn. Als ich die Strahlen dieses Lichtes sah, bin ich nicht allein geblieben: der Wassertropfen ist ins Meer zurückgekehrt.

*F. Attar (1136-1220)

Die Grundlage für jeden wahren Fortschritt

Ist man im Bewustsein (das heißt in dem Bewußtsein, das immer wahrer wird - nicht etwas Angehaltenes, fertiges, sondern ein Bewußtsein im Aufstieg), ist man da drin, dann geht alles gut, sobald man aus ihm herauskommt, um in das alte, nicht fortschreitende Bewußtsein zurückzufallen oder in einen ganz langsamen und unmerklichen Fortschritt, kehrt die Störung zurück. Und das ist wie eine völlig klare, offenkundige Lektion.

Sicher wird ein großer Schritt gemacht sein, wenn es für den Menschen natürlich ist zu versuchen, sich selbst zu vervollkommnen, statt zu erwarten, die Vollkommenheit bei den anderen zu finden. Diese Umkehr ist die Grundlage für jeden wahren Fortschritt.

Der erste menschliche Instinkt ist: die Umstände sind daran schuld, es ist die Schuld der Leute, die Schuld... der hier ist so, der da ist so, jener... Und so geht es endlos weiter. Der erste Schritt, der erste Schritt ist zu sagen: wäre ich, so wie ich sein sollte, wäre alles vollkommen in Ordnung. Und wartet man, um einen Fortschritt zu machen, daß die anderen ihn machen, dann kann man endlos warten. Das ist das erste, was man überall verbreiten müßte. Niemals die Schuld auf die anderen oder auf die Umstände schieben, wie auch immer sie sein mögen, sogar dem Anschein nach die schlimmsten. Wenn man die richtige Haltung einnimmt und im wahren Bewußtsein ist, hat das eine große, sehr große Bedeutung für den inneren Fortschritt. Wahrhaftig, das scheint die erste Lektion zu sein, die man lernen muß.

Sri Aurobindo schrieb (ich übersetze frei), daß der Begriff der Sünde eingeführt wurde, um den Fortschritt zu erleichtern, und sofort (lachend) hat der Mensch die Sünde bei allen anderen Menschen gesehen - niemals bei sich selbst!

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)


"Das Sündenbewußtsein war nötig, damit der Mensch an seiner eigenen Unvollkommenheit Anstoß nehme. Es war Gottes Korrektiv gegen Egoismus. Aber des Menschen Ichsucht begegnet Gottes Mittel, indem sie der eigenen Sünden nur sehr dumpf, der Sünden anderer jedoch sehr lebhaft gewahr wird."

*Sri Aurobindo (1872 – 1950)

Kor·rek·ti̱v
Substantiv
etwas, das dazu dient, einen Fehler oder Mangel oder eine Einseitigkeit bei einer Person oder zwischen Personen auszugleichen.



Wasser



In Scetis begang ein Bruder einen Fehler. Ein Rat wurde einberufen, zu welchem Vater Moses eingeladen wurde, doch er lehnte es ab dorthin zu gehen. Da sandten die Priester jemanden zu ihm und sagten: „Komm, denn wir alle warten auf dich“ So stand er auf und ging. Er nahm einen undichten Krug, füllte ihn mit Wasser und brachte ihn mit. Die anderen kamen heraus ihn zu empfangen und fragten, „Was ist das, Vater?“ Der alte Mann sagte zu ihnen, „Meine Sünden sind hinter mir ausgelaufen, so dass ich sie nicht mehr sehe und heute komme ich, um die Fehler eines anderen zu richten. “ Als sie das hörten sagten sie nichts mehr über den Bruder und vergaben ihm.





Die Sünde – eine gute Sache - jeder Zustand auf der spirituellen Leiter ist gut.

Die Gelehrten des Talmud und der Kabbalah sagen: “Es gibt keinen Gerechten, der nicht zuvor gesündigt hat”, was bedeutet dies? „Sünder” ist eine spirituelle Stufe - weder gut noch schlecht! Während in mir der Egoismus erwacht und mich lenkt, und ich dies erkenne, komme ich zur stufe „Sünder“ (so wird diese Stufe in den alten Schriften bezeichnet). Ich zerfresse mich jedoch nicht selbst deswegen, nein – ich bin dankbar dies zu sehen, und für die möglichkeit mich selbst weiter zu Entwickeln, mich darüber zu erheben.



Der Pharao & der Schöpfer, Zwei Kräfte in mir !

„Der Pharao verstand selbst, dass er ein Sünder und der Schöpfer ein Gerechter ist. Das heißt, jeder Zustand auf der spirituellen Leiter ist gut. Die „Sünder“ sind hohe Stufen, die den Gerechten vorangehen. Auf diese Weise wechseln sich diese Zustände ab: mal Sünder, mal Gerechter, und wieder: Sünder und Gerechter,  wieder und wieder. Als ob ich mich auf zwei Beinen bewegen würde - das eine eines Sünders und das andere eines Gerechten. Mal kann ich den „Schöpfer“ und die Dinge die mir passieren - rechtfertigen, dann heiße ich „Gerechter“ und ein andermal nicht, dann bin ich auf der stufe: „Sünder“. Daraus wird sichtbar, dass es unmöglich ist etwas zu korrigiren sich weiter zu entwickeln, wenn man nicht zuerst die Erfahrung des Gegenteiligen macht. Wie gesagt wird: “Es gibt keinen Gerechten, der Gutes tut, bevor er nicht gesündigt hat”.

*Rav M. Laitman

*Gregor von Nyssa (ca.*340 - †394) - Zitate


- Nichts scheint mir wunderbarer, als alle Sinne zum Schweigen zu bringen und zu sich selbst zurückzukehren und mit sich und Gott Zwiegespäch zu halten.

 - Gott erzieht uns durch das, was uns widerwärtig ist.

- Keiner von uns ist einzig für sich auf der Welt. Er ist auch für alle anderen da.

- Auch ist Gott Liebe und Quelle der Liebe. Der Apostel Johannes sagt : « die Liebe ist aus Gott » und : « Gott ist die Liebe ». Er, der unsere Natur geformt hat, er hat diesen Charakter auch in uns gelegt : « Daran », sagte er, « werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt.

Die Dunkelheit ist angenehmer als die Blindheit.

Da die Sufis oft als Torheit ansehen, was bornierte Philosophen sich unter Weisheit vorstellen, nennen sie sich zu weilen "Die Narren". Überdies enthält durch einen Glücksfall das arabische Wort "Heiliger" (wali) in Buchstaben den gleichen numerischen Gegenwert wie das Wort "Narr" (balid). 

hier nun einige Sufi Narrheiten:





"Die zahlreichsten unter den Paradiesbewohnern sind die Narren."

"Ein Blinder sagt zu einem anderen Blinden: "Dies ist ein schwarzer Tag, an dem wir zusammengetroffen sind."

"Der Arzt ward meiner Krankheit überdrüssig."

"Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt."

"Wer sich erkennt, der erkennt seinen Herrn."

"Hör immer gut zu, wenn weise und gelehrte sprechen. Und wenn du selbst sprichst, dann lass dir ebenfalls nicht entgehen, was du sprichst."

"Die Fische des Meeres versammelten sich vor einem großen Fisch und fragten ihn: "Was ist das Wasser?" Der große Fisch antwortete: "Zeigt mir erst etwas anderes als Wasser, dann will ich euch das Wasser zeigen."

Sufi Weisheiten

Es gibt ein Wissen, das die Gelehrten nicht kennen, und es gibt eine Askese, die die Asketen nicht kennen. * Bayazid
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„In jenem Augenblick, als ich an mir selbst verzweifelte, tat sich mein Innerstes auf, und ich erkannte, was mir not tat, und nahm Abstand von mir selbst. Solang ich lebe, lebe ich dank dieses Augenblickes.“ * Tirmidhi

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Überliefert wurde, dass jemand Ibrahim ibn Adham tausend Dinare brachte. „Nimm!“ sagte jener. „Von Armen nehme ich nichts“, erwiederte Ibrahim. „Ich bin reich“, wehrte sich der Mann. Ibrahim fragte ihn: „ Begehrst du so mehr zu bekommen, als du hast?“ „Natürlich“, sagte der Mann. „Nimm sie zurück!“ befahl Ibrahim. „Du bist das Oberhaupt der Armen. Das ist schon keine Armut mehr, das ist reines Elend.“
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Bayazid Bistrami sagte einst: „Durch Eifer und Verdienst kann nichts gewonnen werden. Die Überlieferung, die mir zuteil wurde, ist kostbarer als beide Welten.Glück hat jener, der des Weges kommt: Plötzlich stösst sein Fuss an einen Schatz, und er wird reich.“
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Bayazid Bistrami wurde gefragt: „Wie erkennt der Mensch, dass er im wahren Wissen angekommen ist ?“ Bayazid sagte: „In dem Augenblick, da er – von Gott unterwiesen – vergeht, bleibt er – ohne Selbst und ohne Schöpfung – auf der Unterlage Gottes. So vergeht er und bleibt, bleibt er und vergeht, stirbt er und lebt, lebt er und stirbt, wird das Verborgene enthüllt und das Enthüllte Verborgen.
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Jemand hatte sich eine Weile mit Ibrahim Ibn Adham unterhalten. Er wollte nun gehen und bat: „O Weiser, sage mir, welchen Fehler du bei mir gefunden hast!“ Keinen Fehler habe ich bei dir gefunden“ sagte Ibrahim, „denn ich habe dich mit dem Auge eines Freundes betrachtet. So gefiel mir alles, was ich von dir sah.“

mehr findest du hier:
azmuto.blogspot.com/Sufismus

My heart

video

My heart is a born God-seeker.
My life is a born God-lover.
My soul is a born God-distributor.

source: www.radiosrichinmoy.org/10137

score: www.srichinmoysongs.com/my-heart

*Composed by Sri Chinmoy on April 12, 1989


Herzen

Die Menschen, die ihre Herzen polieren, sind dem Reich der Gerüche und Färbungen entkommen. Mit jedem Atemzug betrachten sie das Schöne - ohne Zögern, ohne Hast. Niemand kann ihre Herzen besiegen, die Hiebe treffen die Austernschale, nicht die Perle.

*Rumi (Masnavi)

Finderlohn

Nasrudin lief durch die Straßen seines Dorfes
und rief so laut er konnte: "Finderlohn!
Wer meinen Esel findet, erhält ihn als Belohnung!"
"Aber Nasrudin!", sagte da ein Nachbar.
"Bist du verrückt geworden?"
"Ganz und gar nicht", entgegnete Nasrudin.
"Weißt du denn nicht, dass die Freude
etwas wiederzufinden größer ist als die,
es zu besitzen?"



Echtes Wissen ist Erkenntnis aus eigener Erfahrung

„Glauben Sie an nichts, nur weil Sie es gehört haben. Glauben Sie nicht einfach an Traditionen, weil sie von Generationen akzeptiert wurden. Glauben Sie an nichts, nur auf Grund der Verbreitung durch Gerüchte. Glauben Sie nie etwas, nur weil es in Heiligen Schriften steht. Glauben Sie an nichts, nur wegen der Autorität der Lehrer oder älterer Menschen. Aber wenn Sie selber erkennen, dass etwas heilsam ist und dass es dem Einzelnen und Allen zugute kommt und förderlich ist, dann mögen Sie es annehmen und stets danach leben.“

* Buddha (Kālāma Sutta Anguttara-Nikāya)