Wenn dein Ziel groß ist..

Wenn dein Ziel groß ist und deine Mittel klein,
handle trotzdem. Durch dein Handeln allein
werden auch deine Mittel wachsen.

*Sri Aurobindo

Was geschehen ist, ist geschehen.

Was geschehen ist, ist geschehen. Was ich durchmache, darüber werde ich mich erheben; dem Kommenden gehe ich mutig entgegen.

Ich bin, was ich bin. Wenn ich versuche, etwas zu sein, dann begrenze ich jenes Selbst, das in Wahrheit alles ist.

Es gibt einen Meister, den führenden Geist aller Seelen, der alle, die ihm folgen, unablässig dem Lichte entgegenführt.

 Alles was ich tue tue ich nicht für dich oder mich sondern für das Universelle alles seiende Ich.

Vertraue auf die Universelle Hilfe und erkenne, wie sie in allem wirkt.

*Hazrat Inayat Khan (aus dem Gayan - Vadan – Nirtan)

Der Esel..

Eines Tages setzte sich Nasrudin Hodscha verkehrt herum auf seinen Esel, nämlich mit dem Gesicht nach hinten. Die Menschen, die ihm begegneten, fragten ihn verwundert: „Hodscha, warum reitest du falsch herum auf deinem Esel?“ Der Hodscha antwortete ihnen: „Das ist ganz leicht zu erklären. Ich möchte nicht in dieselbe Richtung schauen wie der Esel!“


Meditieren für Anfänger ;-)


Sehnsucht

Es wohnt eine tiefe Sehnsucht im Menschen, die das Göttliche selber ist. Gott drängt in uns zur Entfaltung und zum Erwachen. In uns Menschen stellt sich das Erwachen des Göttlichen dar als Verlangen nach Geborgenheit, Sicherheit und Heimat. Es ist die Sehnsucht, heim zu kommen, den Platz zu finden, wo alles gut ist, wo man geliebt und angenommen ist. Der Mensch erfährt aber sehr bald im Leben, dass kein Mensch dem Menschen diese letzte Sicherheit geben kann, auch nicht der liebste. Es bleibt diese unüberbrückbare Trennung, diese Heimatlosigkeit, bis er sein wahres Selbst gefunden hat, besser, bis sein wahres Selbst durch alle Verkrustungen und Fehlentwicklungen hindurchbrechen kann. Menschen machen sich also auf den Weg zu Gott, weil sie diese tiefste Sehnsucht in sich tragen, die letztlich die Sehnsucht Gottes nach sich selber ist.

*Willigis Jäger o.a. Kyo-un Rōshi (*1925)
(Benediktinermönch, Zen-Meister und Mystiker)

Hine ma tov - Lied Davids - Psalm 133



*Zohar Convention 2014

Hine ma tov uma nayim
shevet achim gam yachad.
Hine ma tov uma nayim
shevet achim gam yachad.

"Siehe, wie fein
und lieblich es ist
zusammen 
in der Einheit"

הִנֵּה מַה טוֹב = Hine mah tov (Behold how good)

וּמַה נָּעִים = uMah-Nayim (and how pleasing)

שֶׁבֶת אָחִים גַּם יַחַד = shevet achim gam yachad (when siblings sit together in unity)



Es war unvermeidlich..

Es war unvermeidlich, daß im Verlauf der Sadhana* diese niederen Teile der menschlichen Natur aufgedeckt würden, damit sie wie das übrige Wesen die entscheidende Wahl träfen, nämlich entweder die Umwandlung anzunehmen oder sie abzulehnen. Meine ganze Arbeit beruht auf diesem Vorgang; es ist die ausschlaggebende Prüfung in diesem Yoga.

*Sadhana = die Ausübung einer Yoga-Disziplin / spirituelle Übung

*Mira Alfassa
 (aus: Handbuch des Integralen Yoga)

Willst du verstehen?

Willst du verstehen?
Dann versuche zu lieben.
Willst du lieben?
Dann versuche nicht zu verstehen.

*Sri Chinmoy

Er ist verrückt

Wegen der Häufigkeit der Zustände, die ihn überwältigten und seiner Aussagen und Verhaltensweisen zu diesen Zeiten, sagten viele Leute: „Er ist verrückt.“ Einmal wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Eine Gruppe kam zu ihm und er fragte sie, wer sie seien. „Deine Geliebten“ antworteten sie. Er begann, mit Steinen nach ihnen zu werfen. Sie flohen. Er sagte: „Ihr behauptet, mich zu lieben. Also seid geduldig in meiner Bedrängnis! Ein andermal sah Schibli einen Menschen, der bitterlich weinte. Er fragte: "Warum weinst du?" Der sagte: "Ich hatte jemanden lieb, der ist gestorben!" Er sprach: "Du Tor, warum liebst du etwas, das sterben kann?“

*F.Attar 

 

Gebet des Heiligen Franziskus von Assisi

„Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe bringe, wo man sich hasst, dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt, dass ich Einigkeit bringe, wo Zwietracht ist, dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel quält, dass ich die Hoffnung bringe, wo Verzweiflung droht, dass ich die Freude bringe, wo Traurigkeit ist, dass ich das Licht bringe, wo Finsternis waltet. Oh Herr, hilf mir, dass ich nicht danach verlange, getröstet zu werden, sondern zu trösten, verstanden zu werden, sondern zu verstehen, geliebt zu werden, sondern zu lieben. Denn wer gibt, der empfängt, wer verzeiht, dem wird verziehen, wer stirbt, der wird zum ewigen Leben geboren. Amen.“

Von Krähe, Pfau und Transformation

Von einer Krähe und einem Pfau wird die folgende Begebenheit berichtet. Als beide noch klein waren, da glänzte das Gefieder des Krähenjungen wunderschön, wohingegen das Pfauenjunge einfach nur fast staubfarben war. Sie wuchsen gemeinsam auf, und es kam die Zeit, da die eleganten und farbenprächtigen Federn des Pfaus zutage traten. Die Krähe hingegen hatte sich nicht sehr verändert, sie war nur ein wenig größer geworden. Daher fragte die Krähe: „Als wir klein waren, war ich schöner als du. Jetzt übertriffst du mich bei Weitem. Wie ist das vonstatten gegangen? Woher kommen all diese spektakulären Federn?“ Der Pfau gab zur Antwort: „Die habe ich, weil ich Gift zu mir nehme.“ Die neidische Krähe dachte, dass sie vielleicht noch schöner würde als der Pfau, wenn sie auch Gift zu sich nähme. Traurigerweise tat sie dies dann auch und starb.




Die Geschichte wird erzählt im Zusammenhang mit Buddha Amitabha. Er wird oft dargestellt auf einem Lotusthron, der von Pfauen gestützt wird – dies ist ein symbolischer Ausdruck für Transformation. Denn es heißt, dass Pfaue Gift verspeisen und verdauen können, ohne davon beeinträchtigt zu werden. Der Pfau (in Sanskrit “Sarpashana” genannt) dient also als Symbol für die Umwandlung von negativen Eigenschaften in positive Qualitäten. Buddha Amitabhas negative Emotionen wurden vor langer Zeit in Weisheit verwandelt, daher wird sein Thron von Pfauen gestützt.

Die Schlange..

Die Schlange trinkt Milch,und gibt Gift, der Heilige trinkt Gift
und gibt Milch. *(Quelle: Unbekannt)



Frieden..


Moving Forward - Nahko Bear (Medicine for the People)

Präge dir besonders dies ein..

Präge dir besonders dies ein: Du hast die volle Freiheit der Wahl, wenn du innerlich entschlossen bist, in diesem Leben das Ziel zu erreichen, wirst du es schaffen - dann kannst du sogar in zwölf Monaten erfolgreich sein.

*Mira Alfassa

E-MOTION

Die Gabe


Ich suchte ihn...

Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht zu finden. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden.

*Rumi (1207 - 1273)

Meditation

Seine Meditation gab ihm,
was sie hatte: Liebe!
Mit der Liebe veränderte er
das Gesicht der Welt!

*Sri Chinmoy

I was dead, then alive..

I was dead, then alive,
weeping, then laughing.
The power of love came into me,
and I became fierce like a lion,
then tender like the evening star.
He said, "You're not mad enough.
You don't belong in this house."
I went wild and had to be tied up.
He said, "You're still not wild enough
to stay with us!"
I broke through another layer
into joyfulness.
He said, "It's not enough."
I died.
He said, "You are a clever little man,
full of fantasy and doubting."
I plucked out my feathers and became a fool.
He said, "Now you are the candle
for this assembly."
But I'm no candle. Look!
I'm scattered smoke.
He said, "You are the sage, the guide."
But I'm not a teacher. I have no power.
He said, "You already have wings.
I cannot give you wings."
But I wanted his wings.
I felt like some flightless chicken.
Then something said to me,
"Don't move. A sublime generosity is
coming towards you."
An old love said, "Stay with me."
I said, "I will."
You are the fountain of the sun's light.
I am a willow shadow on the ground.
You make my raggedness silky.
The soul at dawn is like darkened water
that slowly begins to say "Thank you, Thank you."
Then at sunset, again, Venus gradually
changes into the moon and then the whole night sky.
This comes of smiling back
at your smile.
The chess master says nothing,
other than moving the silent chess piece.
That I am part of the ploys
of this game makes me
amazingly happy.

*Rumi 

Es ist leicht, das Leben schwer zu nehmen. Aber schwer, es leicht zu nehmen. :-)

Das Gleichgewicht neutralisiert den Widerstand

Das Problem besteht darin, dass alle unsere Bemühungen Energie erfordern. Aber wenn du dich im Gleichgewicht, in der Harmonie mit der Natur oder dem Göttlichen aufhältst, dann muss du dich kaum anstrengen. Du funktionierst wie das Perpetum mobile, fast ohne Brennstoff, ohne Bemühungen, ohne Widerstand. Heute basieren alle Handlungen auf dem Widerstand mit der Natur. Stelle dir jedoch eine völlig entgegengesetzte Situation vor: egal wo du hingehst, sind dort alle Menschen sofort bereit dir zu helfen und du ihnen. Alles wird einfacher, du verbrauchst weniger Energie, weniger Zeit und hast geringere Probleme. Und das betrifft alles. Das Gleichgewicht neutralisiert den Widerstand. Du initiierst eine solche Verbindung, die einfach alles möglich macht.
*Rav Michael Laitman

Der Eilige

Der Rabbi sah einen auf der Straße eilen, ohne rechts und links zu schauen. "Warum rennst du so?" fragte er ihn. "Ich gehe meinem Erwerb nach," antwortete der Mann. "Und woher weißt du," fuhr der Rabbi fort zu fragen, "dein Erwerb laufe vor dir her, daß du ihm nachjagen mußt? Vielleicht ist er dir im Rücken, und du brauchst nur innezuhalten, um ihm zu begegnen, du aber fliehst vor ihm. Wisse, die Eile kommt vom Teufel und die Gemächlichkeit vom Barmherzigen."



Quelle allen Friedens

"Man kann anderen nicht helfen, ihre Schmerzen und Leiden zu überwinden, außer man überwindet sie in sich selbst und wird Herr seiner Gefühle und Reaktionen."

"Schwierigkeiten haben ihre Ursache immer in einem Widerstand. Ein Teil oder mehrere Teile des Wesens weigern sich, die Kraft zu empfangen, das Bewußtsein und das Licht, das ihnen auferlegt wurde, und sie rebellieren gegen den göttlichen Einfluß. Das eigene Streben nach einem höheren Zustand oder Bewußtsein stetig zu erhalten und sich mit vollkommener Aufrichtigkeit zu betrachten, sind sichere Mittel, alle Widerstände zu überwinden."

"Wenn du dich unglücklich fühlst, bedeutet das, daß du einen Fortschritt zu machen hast. Du magst erwidern, daß wir immer einen Fortschritt zu machen haben; das ist wahr. Doch zu gewissen Zeiten gibt unsere Natur ihre Zustimmung zu der erforderlichen Veränderung, und dann geht alles glatt, sogar leicht. Warum? Weil du es willst. Manchmal hingegen weigert sich der Teil, der einen Fortschritt machen soll, und klammert sich durch Unwissenheit, Trägheit, Anhangen oder Verlangen an seine alten Gewohnheiten. Und unter dem Druck der vervollkommnenden Kraft beginnt dann der Kampf und drückt sich in Unglück oder Aufruhr aus oder in beidem zusammen. Der einzige Ausweg ist, ruhig zu bleiben, ehrlich in sich hineinzusehen, um herauszufinden, was falsch ist, und mutig damit zu beginnen, es zu Rechten zu wenden. Je wahrhafter dein Streben ist, um so mehr wird das Göttliche Bewußtsein dir helfen und dich stützen."

"Die Göttliche Gegenwart ist es, die dem Leben Wert gibt. Diese Gegenwart ist die Quelle allen Friedens, aller Freude, aller Sicherheit. Finde diese Gegenwart in dir, und all deine Schwirigkeiten werden schwinden."

*Mira Alfassa


Die Wahrheit von heute ist der Irrtum von morgen.

Was bedeutet das, was die Weisen sagen:
"Die Wahrheit geht über die ganze Welt"
Es bedeutet, daß sie von Ort zu Ort
verstoßen wird und weiterwandern muß.

*Rabash

Meditation bedeutet, bei allem, was man tut, völlig aufmerksam zu sein - beispielsweise darauf zu achten, wie man mit jemandem spricht, wie man geht, wie man denkt, was man denkt. * Krishnamurti



"Ohne sich selbst zu kennen, können Sie machen, was Sie wollen, aber der Zustand der Meditation ist unmöglich."

"Es geht bei der Meditation darum, die Wahrheit in jedem Augenblick zu sehen - nicht die absolute Wahrheit, sondern in jedem Moment das Wahre und Unwahre."

"Meditation ist das Reinigen des Geistes und Herzens vom Egoismus; durch diese Reinigung entsteht das richtige Denken, das allein den Menschen vom Leid befreien kann." 


"Nur wenn der Geist vollkommen frei ist, nur dann besteht die Möglichkeit unermeßlicher, tiefer Stille; und in dieser Stille entfaltet sich das, was ewig ist. Das ist Meditation."

"Meditation ist in Wirklichkeit sehr einfach. Wir komplizieren sie. Wir umweben sie mit einem Gespinst von Ideen - was sie ist und was sie nicht ist. Aber sie ist nichts von all diesen Dingen. Weil sie so einfach ist, entgleitet sie uns, denn unser Geist ist so kompliziert, so abgenutzt, so zeitgebunden. Und dieser Geist schreibt dem Herzen vor, was es zu tun hat, und damit beginnen Mühe und Plage. Aber Meditation kommt auf natürliche Weise, ganz mühelos."

"Meditation ist nicht bloße Beherrschung des Körpers und der Gedanken, noch ist sie ein System des Einatmens und des Ausatmens. Der Körper muss still, gesund und ohne Anspannung sein, das Empfindungsvermögen muss geschärft und wachsam gehalten werden, und der Verstand mit seinem ständigen Geschwätz, seiner Verwirrung und seinem Herumtasten muss zu einem Ende kommen. Es ist nicht der Organismus, mit dem man beginnen muss, vielmehr ist es der Geist mit seinen Meinungen, Vorurteilen und seinem Eigennutz."

*Jiddu Krishnamurti

Hoffnung und Zuversicht




Link: https://mystikaktuell.com/2016/01/22



Estas Tonne концерт в Екатеринбурге

Om

Jedes Bild..

Jedes Bild, das du von dir selbst hast, ist nicht wahr.
Jedes Bild, das du von jemand anderem hast,
ist ebenfalls nicht wahr.

*Nisargadatta Maharaj

Be·wusst·sein

how far You are away...




"Affection, love, sweetness,
fondness God has for me.
Every day I live and grow
Under His Protection-Tree."


"Be not afraid,
be not afraid of your Lord Supreme!
Look at Him, smile at Him — you are
His Blue-Gold-Dream!"


"My Lord, no matter how far You are away,
Only for You, only for You, my night and day."

*Sri Chinmoy

Meer des Friedens


Ihr Geist ist durch die höchsten Himmel gewandert, bis er zuletzt in den Gärten der Gesegneten ruht, und sie tauchen ein in den Fluss des Lebens. Sie haben die Schleusen des Kummers versiegelt und die Brücken der Begierde überschritten; sie sind da stehen geblieben, wo die irdische Kenntnis aufhört, und haben vom Wasser der wahren Weisheit getrunken, und sie betraten das Boot des göttlichen Überflusses und segeln im Wind der Seligkeit auf dem Meer des Friedens, bis sie erreichen die Gärten der Stille und den Ort der Glorie und der Gnade.  

*Dhu'n-Nun

keine Lehre annehmen...

Nein, keine Lehre konnte ein wahrhaft Suchender annehmen, einer, der wahrhaft finden wollte. Der aber, der gefunden hat, der konnte jede, jede Lehre gutheißen, jeden Weg, jedes Ziel, ihn trennte nichts mehr von all den tausend anderen, welche im Ewigen lebten, welche das Göttliche atmeten.

*Hermann Hesse - Siddhartha

Whatever the Path..

A drop am I

A drop am I.
Ocean I shall become soon,
By Your Grace.

*Sri Chinmoy

Der Derwisch und der Sultan

Einst ritt der Sultan durch die Strassen von Istanbul, umgeben von Häftlingen und Soldaten. Die Bevölkerung der ganzen Stadt kam heraus, um ihn zu sehen. Alle verbeugten sich, als der Sultan vorbeizog, mit Ausnahme eines einzigen zerlumpten Derwischs.Der Sultan liess seine Prozession anhalten und den Derwisch zu sich bringen. Er wollte wissen, warum der Derwisch sich nicht vor ihm verbeugt hatte. Der Derwisch antwortete: "Lass all diese Leute sich vor dir verneigen, Sie alle wollen, was du besitzt - Geld, Macht, Rang. Gott sei Dank bedeuten mir diese Dinge nun nichts mehr. Ausserdem, warum sollte ich mich vor dir verneigen, wenn ich zwei Sklaven habe, die deine Herren sind?"Die Menge schnappte nach Luft, und der Sultan wurde kreidebleich vor Wut. "Was willst du damit sagen?" schrie er. "Meine beiden Sklaven, die deine Herren sind, heissen Ärger und Gier", sagte der Derwisch ruhig und schaute dem Sultan geradewegs in die Augen. Da er in dem, was er gehört hatte, die Wahrheit erkannte, verneigte sich der Sultan vor dem Derwisch.

Ein Tag ist wie ein ganzes Leben - Carpe diem - Nutze - Genieße - Pflücke den Tag




*

Als Mittel zur Vervollkomnung  
Sprach er jeden Morgen 
zu sich selbst: 
„nur dieser eine Tag, 
nur dieser ist mir noch gegeben“. 
*Rabbi Nachman 

Wie du beim Sterben gelebt
 zu haben wünschtest, 
so solltest du jetzt schon leben.  
*Mark Aurel 

Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben – das Leben allen Lebens. In seinem kurzen Ablauf liegt alle seine Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins, die Wonne des Wachsens, die Größe der Tat, die Herrlichkeit der Kraft. Denn das Gestern ist nichts als ein Traum und das Morgen nur eine Vision. Das Heute jedoch, recht gelebt, macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung. Darum achte gut auf diesen Tag. 
 *Rumi 

Ein Tag, ohne die süßen Tränen der Liebe und Dankbarkeit zu vergießen,
ist ein verlorener Tag.

*Azmuto 


Ein Verlangen zu überwinden bringt mehr Freude, als sich dieses zu erfüllen. *Mira Alfassa

"Nur wenn dein Wissen von dir selber dich befreit, ist dein Erkennen besser als Unwissenheit."

"Was rauh ist, Liebe macht es weich, macht Heldenseelen zag, den Feigen kühn, den Armen reich und wandelt Nacht in Tag."

"Wär' auch die ganze Welt mit Dornen rings umstellt, ein Herz, das Liebe fühlt, bleibt stets ein Rosenfeld."

"Wo Fragen sind, wird es Antworten geben; wo Schiffe sind, wird Wasser fließen. Verbringe weniger Zeit damit, Wasser zu suchen, erlange Durst! Dann wird Wasser strömen, von unten und von oben."

*Rumi

des Äußeren beraubt

Nur wenn der Mensch
des Äußeren beraubt wird,
wie es im Winter geschieht,
besteht Hoffnung,
dass sich ein neuer Fruhling
in ihm entwickelt.

*Rumi (1207-1273)

Die, die am weitesten auf dem Weg fortgeschritten sind, erkennt man daran, dass sie die Demütigsten sind.

"Durch regelmässige Übung der gegenstandslosen Meditation wird unser Ego transparenter, wir erkennen es als das, was es in Wirklichkeit ist: ein Knäuel von Geschichten, Bildern und Emotionen, mit denen wir uns identifizieren. *Samuel Vozeh

Ein Mensch & Ein Heiliger

"Ein Mensch, der für weltliche Güter und Befriedigung arbeitet, arbeitet für den Tod. Denn alles von dieser Welt stirbt ständig und macht etwas anderem Platz – so wie das Kind stirbt und ein junges Mädchen wird usw. Aber jemand, der nach Selbsterkenntnis strebt, arbeitet für die Unsterblichkeit. Wenn man in der Welt lebt und arbeitet und mit weltlichen Menschen verkehrt, werden die eigenen schöpferischen Energien durch das Verlangen nach Sinnesobjekten aufgebraucht, und deshalb fühlt man sich manchmal schwach, müde oder krank. Strebt man jedoch nach Selbsterkenntnis, so erhält und stärkt man seine schöpferische Energie dadurch. Während eine Person, die in der Welt lebt, Vergnügen an Gesellschaften, Besuchen usw. hat, wird derjenige, dessen Ziel Selbstverwirklichung ist, große Freude an der Meditation finden, am Singen von Gottes Lobpreis, am Lesen von Büchern der Weisheit, am Hören religiöser und philosophischer Vorträge und am Umgang mit jenen, die Pilger auf dem spirituellen Weg sind."

"Ein Heiliger ist wie ein Baum. Er ruft niemanden, noch schickt er jemanden fort. Jedem, der kommen mag, gibt er Schutz - sei es einem Mann, einer Frau, einem Kind oder einem Tier. Wenn ihr unter einem Baum sitzt, wird er euch vor den Unannehmlichkeiten der Witterung schützen, sowohl vor der Hitze der Sonne als auch vor strömendem Regen, und er wird euch Blüten und Früchte schenken. Ob sich ein Mensch an ihnen erfreut oder ein Vogel sie kostet, spielt für den Baum keine Rolle, sie sind für jeden, der kommt und sie nehmen will. Und zu guter Letzt schenkt der Baum sich selbst! Wie dies geschieht? Die Frucht enthält die Samen für neue Bäume gleicher Art. Wenn ihr also unter einem Baum sitzt, werdet ihr Schutz, Schatten, Blüten und Früchte erhalten und zu gegebener Zeit euer Selbst erkennen."


*Sri Anandamayi Ma (1896 - 1982)

In das Ebenbild Gottes zu wachsen..

In das Ebenbild Gottes zu wachsen, in Ihm und mit Ihm zu wohnen, ein Gefäß Seiner Freude zu sein, Kraft und Instrument Seiner Arbeit, sind das festgesetzte Ziel und der Ruf, den wir erhielten. Gereinigt von allem, was ashubha (übel) ist, umgeformt in der Seele durch Seine Berührung, müssen wir in der Welt als Dynamos der göttlichen Elektrizität wirken und mit ihr die Menschheit durchdringen und durchstrahlen, so daß, wo immer einer von uns steht, Hunderte um ihn erfüllt würden von Seinem Licht und Seiner Kraft, erfüllt von Gott, erfüllt von Ananda (Glückseligkeit).

*Sri Aurobindo

Ausrichtung