Wer erkannte den Meister ?


Die Sufis machen öfter darauf aufmerksam, dass die den Autoritätspersonen entgegengebrachte Achtung oft ein Produkt von Gefühl, Propaganda oder schlechter Beobachtung darstellt. Hilali, der im 16. Jahrhundert lebende Lehrer von Samerkand, pflegte diese Lehre mittels unmittelbarer Darstellung zu veranschaulichen. Es wird von volgenden Vorfällen berrichtet:


Hilali, von fünf seiner Schüler begleitet, befand sich auf einer Reise quer durch Zentralasien. Als sie Balkh erreichten und ihnen eine Deligation der bedeutendsten Leute der Stadt entgegenkam, um den Meister zu begrüßen, sprach Hilali zu Jusuf: „Sei du der Meister“ Jusuf wurde empfangen und geehrt. Bald gab es Gerüchte über Wunder, die er vollbracht habe, indem er sich mit gewissen Kranken unter demselben Dach befand. „Das ist das, von dem die Leute glauben, dass es das Derwischtum sei; wir aber wissen, dass dem nicht so ist“, sagte Hilali. 

In Surkhan betraten die Gefährten, alle gleich gekleidet, die Stadt. Keiner hatte den Vortritt. „Welcher ist der große Meister?“, fragte das Oberhaubt der Stadt. „Ich bin es“, erwiederte Hilali. Sogleich warfen sich die Leute auf die Knie und riefen: „Wir erkannten ihn an dem Licht in seinen Augen.“ Hilali sprach zu seinen Gefährten: „Zieht eine Lehre daraus“.


Als sie in Kandahar anlangten, wurde ihnen von Sardar, dem Oberhaupt, ein Gastmahl geboten, bei dem sich alle im Kreis niedersetzten. Hilali hatte angeordnet, dass man ihn als Geringsten der Jünger behandeln solle, Jafar aber als den Meister. Nun sprach aber Sadar, das Oberhaupt: „Wahrlich, dieser Geringste eurer Gefährten leuchtet mit innerem Licht, was auch immer ihr von ihm sagen mögt, ich betrachte ihn als das magnetische Zentrum des Zeitalters.“

Alle begrüßten Hilali, der anerkennen musste, dass Sardar – obwohl er ein Herrscher war – auch die Fähigkeit besaß, jene Dinge wahrzunehmen, deren die Menschen nicht gewahr werden.

Lass uns die Vereinigung suchen



Höre, oh, innig Geliebter! Ich bin die Wirklichkeit der Welt, die Mitte des Kreises, Ich bin die Teile und das Ganze. Ich bin der Wille, mein Platz ist zwischen Himmel und Erde. Ich habe Wahrnehmung erschaffen in Dir, nur damit Du Gegenstand Meiner Wahrnehmung seist.

Wenn du dann Mich wahrnimmst, so nimmst du dich wahr. Aber du kannst Mich nicht durch dich selbst wahrnehmen. Mit Meinen Augen siehst du Mich und siehst du dich. Mit deinen Augen kannst du Mich nicht sehen.

Innig Geliebter! Ich habe so oft nach dir gerufen, und du hast Mich nicht gehört. Ich habe Mich dir so oft gezeigt, und du hast Mich nicht gesehen. Ich war so oft feiner Duft, und du hast Mich nicht gerochen. Schmackhafte Speise, und du hast Mich nicht geschmeckt. Warum kannst du Mich nicht erreichen durch das Ding, das du berührst, oder Mich eratmen in den süßen Düften? Warum siehst Du Mich nicht? Warum hörst Du Mich nicht? Warum? Warum? Warum? Für dich übertrifft Mein Entzücken jedes andere Entzücken und die Freude, die Ich dir bereite, übersteigt jede andere Freude. Für dich bin Ich all den anderen guten Dingen vorzuziehen. Ich bin Schönheit, Ich bin Gnade.

Liebe Mich, liebe Mich allein, Liebe dich in Mir, in Mir allein. Klammere dich an Mich, niemand ist innerlicher als Ich. Andere lieben dich um ihretwillen, Ich liebe dich um deinetwillen und du, du fliehst vor Mir.

Innig Geliebter! Du kannst Mir nie gerecht werden, denn wenn du dich Mir näherst, so nur, weil Ich Mich dir genähert habe. Ich bin dir näher als du selbst, als deine Seele, als dein Atem. Wer unter all den Geschöpfen wird dich behandeln, wie Ich es tue? Ich bin deinetwegen auf dich eifersüchtig, Ich will nicht, dass du anderen gehörst, nicht einmal dir selbst. Sei Mein, sei für Mich, wie du in Mir bist, obwohl du dessen nicht einmal gewahr bist.

Innig Geliebter! Lass uns die Vereinigung suchen, und wenn wir die Straße finden, die zur Trennung führt, werden wir die Trennung aufheben. Lass uns gehen Hand in Hand. Lass uns eintreten in die Gegenwart der Wahrheit. Lass sie unser Richter sein und ihr Siegel auf unsere Einheit pressen in Ewigkeit.

*Ibn Arabi

Wirklichkeit

"Seid wie ein Kind - rein, voll Liebe, spontan, unendlich flexibel und jeden Augenblick bereit, zu staunen und Wunder zu akzeptieren."

 "Ein verbreiteter Irrtum ist, zu denken, dass eine Wirklichkeit, die Wirklichkeit sei. Man muss immer vorbereitet sein, eine Wirklichkeit für eine größere aufzugeben."

 "Bitte um alles, so wie ein Kind seine Mutter um alles bittet, ohne sich zu genieren. Bleib nicht stehen bei Frieden im Geist oder einem reinen Herzen oder Hingabe. Verlange alles. Sei mit nichts zufrieden, was weniger ist als alles."

"Eine Träne ist eine Tür, durch die ich kommen kann. Wie kann ich in ein Herz gelangen, das sich nicht nach mir sehnt?"

"Es gibt nur eine Sünde, und die besteht darin, nicht genug zu lieben."

"Das Mantra, das sich leicht und spontan einstellt, solltest du gebrauchen. Es sollte eine starke Empfindung erzeugen und wie Musik sein, die aus dem Herzen fließt."

"Der Nichtverwirklichte ist wie ein Stein. Der Verwirklichte ist wie ein Vogel - pures Leben und wahrhaftige Energie und Schönheit."

"Und wenn man den Gipfel erreicht hat, muss man wieder hinuntersteigen und anderen nach oben helfen, nach ihren Fähigkeiten und ihrer Kraft. Bei dieser Arbeit gibt es keine Rast: Der Höchste dient am liebevollsten, der Weiseste hört am aufmerksamsten zu, der, der gesehen hat, setzt sein ganzes Leben ein, um anderen zu helfen, damit auch sie sehen. Das ist der göttliche Weg."

"Ihr dürft das materielle Leben genießen, doch bringt es dem Göttlichen dar."

 * Mutter Meera (*1960)

Divine


video


J'implore le Seigneur Supreme.
Obeissance a Lui.
Rends-moi divin.

I implore the Supreme Lord.
I obey Him.
Make me divine.






Ein großer Schritt

Ein großer Schritt wird gemacht sein, wenn es für den Menschen natürlich ist zu versuchen, sich selbst zu vervollkommnen, statt zu erwarten, die Vollkommenheit bei den anderen zu finden. Diese Umkehr liegt allem wahren Fortschritt zugrunde.

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

Gott, fragt mich:

Gott, fragt mich:
"Wirst du verfügbar sein?"

Er fragt mich nicht:
"Wirst du fähig sein?"

*Sri Chinmoy

Ein Hund

Shibli wurde gefragt: „Wer hat dir den Weg gezeigt?" Shibli antwortete: „Ein Hund. Ich sah ihn, wie er eines Tages am Rande des Wassers stand - halb tot vor Durst. Jedes Mal, wenn er trinken wollte, schrak er vor seinem eigenen Spiegelbild im Wasser zurück, weil er glaubte, einen anderen Hund vor sich zu haben. Schließlich wurde seine Not so groß, dass er alle Furcht beiseite warf und ins Wasser sprang ... woraufhin sich das Spiegelbild auflöste. Der Hund fand, dass das einzige Hindernis zwischen ihm und dem, was er suchte, sich aufgelöst hatte - nämlich er selbst. Genauso verschwand auch das, was mich gehindert hatte, als ich begriff, dass es allein das war, was ich für mein eigenes Ich gehalten hatte. So wurde mir mein Weg offenbart - durch das Verhalten eines Hundes."

Der Augenblick


„Der Augenblick des Erkennenden ist gleich dem Frühlingstag; der Donner grollt, die Wolke weint; der Blitz brennt, der Wind bläst, die Knospen tun sich auf und die Vögel singen - das ist sein Zustand; er weint mit seinen Augen, lächelt mit seinen Lippen, brennt in seinem Herzen, spielt mit seinem Haupt, spricht den Namen des Freundes und kreist um dessen Tür.“  
*Schibli († 945)

Der Löwe


Der Sufi Ibrahim Al-Khauwas berichtet:

„Eines Tages kam ich in der Wüste zu einem Baum an einer Wasserstelle und erblickte – mir zugewandt – einen gewaltigen Löwen. Ich gab mich Gott anheim. Als sich der Löwe näherte, lahmte er. Er kam, liess sich vor mir nieder und brüllte laut. Ich sah an seiner Tatze ein eitriges Geschwür, ergriff einen Stock und spaltete die Tatze, damit sie von dem Eiter, der sich angesammelt hatte, frei wurde. Ich band einen Lappen um die Tatze, und der Löwe stand auf und verschwand. Nach einer Stunde kam er wieder, mit allen seinen Jungen. Sie umringten mich, wedelten mit den Schwänzen und legten eine Lende vor mich hin.“

Die Verabredung

Ein Philosoph, der sich mit Nasrudin zu einem Disput verabredet hatte, kam zu dessen Haus, traf ihn aber nicht an. Wütend nahm er ein Stück Kreide und schrieb auf Nasrudins Tür: "Dummkopf!" Als der Mulla nach Hause kam und dies sah, eilte er zum Hause des Philosophen. "Ich hatte vergessen", sagte er, "daß du mich besuchen wolltest, entschuldige bitte, daß ich nicht zu Hause war. Selbstverständlich erinnerte ich mich sofort an unsere Verabredung, als ich sah, daß du deinen Namen an meine Haustür geschrieben hast." 

~ Der Schneider ~
Nasrudin hatte Geld gespart, um sich ein neues Hemd zu kaufen. Voller Freude suchte er einen Schneider auf. Der Schneider nahm Maß und sagte: "Komm in einer Woche wieder und - wenn Allah will - wird dein Hemd fertig sein." Der Mulla faßte sich eine Woche lang in Geduld und ging dann wieder in den Laden. "Es hat eine Verzögerung gegeben. Aber - wenn Allah will - wird dein Hemd morgen fertig sein." Am nächsten Tag kam Nasrudin wieder. "Es tut mir leid", sagte der Schneider, "aber es ist noch nicht fertig. Frage morgen noch einmal nach, und - wenn Allah will wird es fertig sein." Gereizt fragt Nasrudin: "Und wie lange wird es dauern, wenn du Allah aus dem Spiele läßt"


LINK: http://spirituelle-kurz-geschichten.pdf 

Je weiter...

Je weiter ein Mensch entwickelt ist,
desto mehr bewegt sich seine Führsorge
weg von sich selbst,
hin zur gesamten Menschheit.

*Baal HaSulam


Der Grund, die Ursache der Leiden

Die Stunde ist gekommen..

Ihr habt den Menschen erzählt, dass dies die elfte Stunde sei. Geht nun zu ihnen zurück und sag ihnen, dass DIE STUNDE gekommen ist. Und dass es einiges gibt, über das nachgedacht werden muss. Wo lebt ihr? Was tut ihr? Welches sind eure Beziehungen? Steht ihr in rechter Verbindung? Wo ist euer Wasser? Kennt euren Garten! Es ist Zeit eure Wahrheit auszusprechen.

Erschafft eure Gemeinschaft. Seid gut zueinander. Und schaut nicht nach einem Führer im Außen.

Dann klatschte er in die Hände, lachte und sagte: Dies kann eine gute Zeit werden!

Der Fluss fließt jetzt sehr schnell. Er ist so mächtig und schnell, dass da einige von Euch Angst bekommen werden. Sie werden versuchen, sich am Ufer festzuhalten. Sie werden den Sog spüren und feststellen wie sie mitgerissen werden und werden sehr leiden. Wisset, dass der Fluss einer Bestimmung folgt.

Die Alten sagen, dass wir das Ufer verlassen müssen, uns in die Mitte des Flusses stoßen, unsere Augen offen halten und den Kopf über Wasser halten müssen. Und ich sage, schau wer mit dir ist und feiere! In diesem Augenblick der Geschichte dürfen wir nichts persönlich nehmen. Am wenigstens uns selbst. Denn sobald wir dies täten, käme unser spirituelles Wachstum und unsere Reise zum Halten. Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei. Kommt zusammen. Verbannt das Wort Kampf aus eurer Haltung und eurem Wortschatz. Alles, was wir jetzt tun, soll auf eine heilige Art und in Freude geschehen. Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben!

*Hopi-Ältester

des Heiligen Kind

Die Mutter vergisst, wenn sie das Verlangen ihres Kindes wahrnimmt, ihr eigenes. Und ebenso ist des Heiligen Kind, die ganze Menschheit.
 

*Azmuto

WOZU bedarf es der Worte, wenn die Liebe das Herz trunken gemacht hat?

WOZU bedarf es der Worte, wenn die Liebe das Herz trunken gemacht hat? Ich habe den Diamanten in meinen Mantel gewickelt, warum soll ich ihn immer und immer wieder auswickeln? Als das Gewicht leicht war, bewegte sich die Waagschale noch oben. Nun ist sie voll, wozu bedarf es da noch des Wiegens? Der Schwan flog zu seinem See jenseits der Berge; warum soll er weiter nach Tümpeln und Gräben suchen? Dein Herr wohnt in Dir: Wozu bedarf es da die Augen nach Außen zu öffnen? Kabîr sagt: "Hör zu, Bruder! Mein Herr, der meine Augen herum riß, hat sich selbst mit mir vereint." *Kabir

Der Diamant

Ein weiser Mann hatte den Rand seines Dorfes erreicht und ließ sich unter einem Baum nieder, um dort die Nacht zu verbringen, als ein Dorfbewohner angerannt kam und sagt: „Der Stein! Der Stein! Gib mir den kostbaren Stein!" „Welchen Stein?" fragte der weise Mann.„Letzte Nacht erschien mir Gott Shiva im Traum", sagte der Dörfler, „und sagte mir, ich würde bei Einbruch der Dunkelheit am Dorfrand einen weisen Mann finden, der mir einen kostbaren Stein geben würde, so dass ich für immer reich wäre." Der weise Mann durchwühlte seinen Sack und zog einen Stein heraus."Wahrscheinlich meinte er diesen hier", sagte er, als er dem Dörfler den Stein gab. „Ich fand ihn vor einigen Tagen auf einem Waldweg. Du kannst ihn natürlich haben."Staunend betrachtete der Mann den Stein. Es war ein Diamant. Wahrscheinlich der größte Diamant der Welt, denn er war so groß wie ein menschlicher Kopf. Er nahm den Diamanten und ging weg. Die ganze Nacht wälzte er sich im Bett und konnte nicht schlafen. Am nächsten Tag weckte er den weisen Mann bei Anbruch der Dämmerung und sagte: „Gib mir den Reichtum, der es dir ermöglicht, diesen Diamanten so leichten Herzens wegzugeben."

http://spirituelle-kurz-geschichten.pdf

Im Leben

"Halte die Gewißheit deines schlißlichen Sieges stets in deinem Geist gegenwärtig, dann wird der Weg viel kürzer. Der schließliche Sieg ist bereits da, gegenwärtig im Höchsten, und wartet auf die Erde, das zu erkennen."

"Im wahren Zustand ist man so sehr in eine allumfangende Liebe zum Göttlichen vertieft, daß es bedeutungslos ist, ob man etwas tut oder nicht, jemanden sieht oder nicht, wenn dieser Zustand verwirklicht ist, dann erkennt man des Göttlichen Willen bei jeder Gelegenheit und kann ihm leicht nachkommen."

"Im Leben selbst muß der wahre Sieg gewonnen werden. Du mußt mit dem Ewigen und Unendlichen allein zu sein wissen inmitten aller Umstände. Du mußt mit dem Höchsten als Gefährten frei zu sein wissen inmitten aller Beschäftigungen. Dies ist der wahre Sieg."

*Mira Alfassa

Die zehn Grundsätze


Baal schem tov sprach einst zu seinem Schüler Sußja: "Die zehn Grundsätze des Dienstes kann ich dich nicht lehren. Aber du magst zu einem kleinen Kind und zu einem Dieb in die Lehre gehen.
Drei Dinge wirst du von dem Kinde lernen: es ist fröhlich, ohne eines Antriebs zu bedürfen; keinen Augenblick verweilt es müßig; und woran es Mangel hat, weiß es kräftig zu begehren. In sieben Dingen wird dich der Dieb unterweisen: er tut seinen Dienst in den Nächten; erlangt er´s nicht in einer Nacht, so wendet er die kommende dran; er und seine Werkgenossen lieben einander; er wagt sein Leben um ein Geringes; was er erbeutet hat, gilt ihm so wenig, daß er es um die schlechteste Münze hergibt; er läßt Schläge und Plagen über sich ergehen, und es ficht ihn nicht an; sein Handwerk gefällt ihm wohl, und er tauscht es für kein andres ein.

THE CONFERENCE OF THE BIRDS - A SUFI ALLEGORY


http://persian.packhum.org/persian


Into the world - Blue Flower - Blossoming



Into the world of beauty’s flame, Into the world of offering’s game, Into the world of lustre-flood, I came, I came, my existence came.

*Sri Chinmoy 

Score:
www.srichinmoysongs.com/14631 

Ziel


Es gibt jene, die dazu geboren sind, sich mit dem Göttlichen zu vereinen, und nichts außer dem Göttlichen kann sie befriedigen. Was auch immer ihnen geschiet, sie sind unzufrieden, und sie werden erst zufrieden und glücklich sein, wenn ihr Bewußtsein mit dem Bewußtsein des Göttlichen vereint ist. Für sie ist es der einzige Weg, sich auf ihr Göttliches Ziel hin zu sammeln und an nichts anderes zu denken. Auf diese Weise finden sie Befriedigung, und das Leben wird interessant.

* Mira Alfassa



Abkürzung

„Alle spirituellen Pfade sind wahr, doch es gibt eine Abkürzung; wir nennen diese Abkürzung den sonnenerleuchteten Pfad. Der sonnenerleuchtete Pfad ist der Pfad der Strebsamkeit. Es kann nichts Erfüllenderes geben als Strebsamkeit. Durch Strebsamkeit wird der Sucher Teil der Unendlichkeit, Ewigkeit und Unsterblichkeit.“

*Sri Chinmoy

http://gutezitate.com/autor/sri-chinmoy 

Die sieben Täler - Die Konferenz der Vögel

Von Fariduddin Attar

Bevor Attar durch ein einschneidendes Erlebnis zur "Mystik" findet, ist er Besitzer einer Drogerie, daher sein Rufname Attar („der Drogist“).

Dieses Erlebnis ist folgendermaßen überliefert worden:
Seit einigen Stunden hatte sich ein Wandersufi vor dem Geschäft von Attar hingesetzt und starrte die ganze Zeit auf seine Auslage. Attar der befürchtete das seine Kundschaft durch die Anwesenheit dieses Mannes vertrieben werden könnte wandte sich mit harschem Ton an ihn: Wenn du was kaufen willst dann tu dies und geh. Der Sufi stand auf und sagte: Ich brauche nichts doch mache ich mir Sorgen für dich, wie du gehen möchtest und all dies auf dieser Welt zurücklassen willst. Darauf entgegnete Attar: Das was ihr sagt ist doch nur leeres Geschwätz. Ihr hängt genauso an dieser Welt, dein sterben wird genauso schwer sein wie meines. Der Sufi meinte er glaube dies nicht, zog seine Schuhe aus, setzte sich, sprach eine Sure , lächelte, schloss seine Augen und starb.

 Manteq-ot-teir "Vogelgespräche"
 

Die sieben Täler
Das erste Tal, das sich darbietet, ist das Tal des Verlangens, nach ihm kommt das der Liebe, das keine Grenze hat, das dritte ist das der Erkenntnis, das vierte das der Selbstgenügsamkeit, das fünfte das der reinen Einheit, das sechste das der Bestürzung, das siebente endlich ist das Tal der Auflösung und der Verschmelzung, über das hinaus keiner fortschreiten kann.


1. Das Tal des Verlangens
 
Sobald du in das Tal des Verlangens eingetreten bist, wird Leid dich wieder und wieder überfallen. In jedem Augenblick wirst du da hundert Prüfungen erfahren; der Papagei des Firmaments ist da nur eine Fliege. Du wirst lang in diesem Tale in mühevoller Spannung und steter Wandlung deines Zustands verbringen. Du wirst deine Schätze verlassen und alles was du besitzest ins Spiel werfen müssen.

Und hast du die Gewissheit gewonnen, dass du nichts mehr besitzest, musst du noch dein Herz ablösen von allem was ist. Ist es von allein Anblick der Sonderung befreit, dann leuchtet ihm die göttliche Herrlichkeit auf und durch dieses Licht, das sich dir offenbart, wächst dein Begehren ins Unendliche.

2. Das Tal der Liebe
 
Um hier einzutreten, muss man ganz in Feuer tauchen, ja man muss selber Feuer sein, denn sonst könnte man da nicht leben. Der wahrhaft Liebende muss dem Feuer gleich sein, entflammten Angesichts, brennend und ungestüm wie das Feuer. Um zu lieben, darf man keinen Hintergedanken haben; man muss bereit sein, hundert Welten ins Feuer zu werfen; man muss weder Glauben noch Unglauben kennen, weder Zweifel noch Zuversicht hegen. Auf diesem Wege ist kein Unterschied zwischen Gut und Böse; wo die Liebe ist, sind Gut und Böse entschwunden...

In diesem Tale ist die Liebe das Feuer und sein Rauch ist die Vernunft. Wenn die Liebe kommt, entflieht die Vernunft in Eile. Die Vernunft kann mit der Raserei der Liebe nicht zusammenwohnen; die Liebe hat nichts zu schaffen mit der Vernunft des Menschen. Gewännest du einen rechten Blick der unsichtbaren Welt, dann erst vermöchtest du zu erkennen die Quelle der geheimnisreichen Liebe, die ich dir verkündige. Das Dasein der Liebe wird Blatt für Blatt völlig zerstört von der Trunkenheit der Liebe selbst.

3. Das Tal der Erkenntnis
 
Wenn die Sonne der Erkenntnis an der Wölbung dieses Weges strahlt, den man nicht würdig zu beschreiben vermag, zeigt sich in Klarheit das Geheimnis des Wesens der Dinge, und der feurige Ofen der Welt wird zum Blumengarten. Der Wandrer wird die Mandel unter ihrer Schale schauen. Er wird sich selbst nicht mehr erblicken, nichts mehr wird er erblicken als seinen Freund allein; in allem, was er sehen wird, wird er sein Antlitz schauen, in jedem Atom die Sphäre des Alls; unterm Schleier wird er zahllose Heimlichkeiten betrachten, die leuchten wie die Sonne...

Die sichtbare Welt und die unsichtbare Welt sind für die Seele nichts; der Körper ist der Seele nicht verborgen, noch die Seele dem Körper. Bist du aus der Welt ausgegangen, die nichts ist, dann findest du den Ort, der dem Menschen bestimmt ist.

4. Das Tal der Selbstgenügsamkeit
 
Dieses Tal ist nicht so leicht zu durchschreiten, wie du es in deiner Einfalt glauben möchtest. Wenn auch das Blut deines Herzens sich in dieses Meer ergösse, könntest du nur die erste Station erreichen. Und durchliefest du alle Straßen der Welt, du fändest dich immer, wenn du drauf wohl achtetest, beim ersten Schritt. In der Tat hat kein Wandrer das Ziel seiner Reise geschaut und die Heilung seiner Liebe sehen können.

In diesem Tale darf niemand in der Untätigkeit bleiben, und nur in der Reife darf man es betreten. Es ist nun an der Zeit zu handeln, anstatt in der Ungewissheit oder in der Sorglosigkeit zu leben: erhebe dich also und durchschreite dieses mühsame Tal. Opfre also deinen Geist und dein Herz auf dieser Bahn, sonst musst du verzichten, dir genügen zu können.

5. Das Tal der Einheit

Dies ist der Ort der Entblößung von allen Dingen und der Einung. Alle, die in dieser Wüste das Haupt erheben, ziehen es aus dem gleichen Kragen. Magst du auch viele Einzelwesen sehen, es gibt in Wirklichkeit nur wenige, nein, es gibt eines nur. Da die Menge von Personen wahrhaft nur eine ausmacht, ist diese vollkommen in ihrer Einheit. Was sich dir aber als eine Einheit darstellt, das ist nicht verschieden von dem, was gezählt wird. Da das Wesen, das ich verkündige, außer dieser Einheit und der Zahl ist, lasse du ab, der Ewigkeit des Vordem und der Ewigkeit des Danach nachzusinnen; und da die beiden Ewigkeiten zerronnen sind, gedenke ihrer nicht mehr...

Wenn der Wanderer in dieses Tal eingetreten ist, verschwindet er wie die Erde unter seinen Füßen. Er wird verloren sein, denn das einzige Wesen wird offenbar sein. Er wird stumm sein, denn das einzige Wesen wird reden. Der Teil wird das Ganze werden, oder vielmehr er wird weder Teil noch Ganzes sein. Es wird eine Gestalt ohne Körper sein...

Was ist der Verstand? Er ist an der Schwelle des Tores geblieben, wie ein blind geborenes Kind. Wer etwas von diesem Geheimnis gefunden hat, wendet das Haupt vom Reiche beider Welten ab...

Das Wesen, das ich verkündige, ist nicht gesondert da; die ganze Welt ist dieses Wesen; Sein oder Nichtsein, es ist immer dieses Wesen...

6. Das Tal der Bestürzung
 
Auf das Tal der Einheit folgt das der Bestürzung. Da ist man die Beute der Traurigkeit und des Stöhnens. Da sind die Seufzer wie Schwerte; und jeder Hauch ist eine bittre Klage. Da ist nichts als Weheruf, als Leid, als zehrende Glut; da ist Tag und Nacht zugleich, und da ist weder Tag noch Nacht...

Wie wird der Mensch in seiner Bestürzung weitergehen können? Er wird betäubt werden und sich auf dem Wege verlieren. Aber der die Einheit im Herzen eingegraben hat, vergisst alles und vergisst sich selbst. Wenn man ihm sagt:

»Bist du oder bist du nicht; hast du das Gefühl des Seins oder hast du es nicht; bist du in der Mitte oder bist du am Rande; bist du sichtbar oder verborgen; bist du vergänglich oder unsterblich; bist du das eine und das andere oder weder das eine noch das andere; bist du du selbst oder bist du es nicht?«

wird er antworten: »Ich weiß nichts davon, ich bin dessen unkundig und ich bin meiner unkundig. Ich bin verliebt, aber ich weiß nicht in wen; ich bin weder treu noch ungetreu. Was bin ich doch? Ich bin selbst meiner Liebe unkundig; ich habe das Herz von Liebe voll und von Liebe leer zugleich« ...

Wer in das Tal der Bestürzung eintritt, der tritt in jedem Augenblick in einen so großen Schmerz ein, dass er hinreichen würde, um hundert Welten zu betrüben. Aber wie lange noch werde ich die Trübsal und die Wirrnis des Geistes ertragen? Da ich verirrt bin, wohin werde ich gehen? Ich weißes nicht, aber möge es Gott belieben, dass ich es wisse ! . . .

7. Das Tal der Auflösung und der Verschmelzung
 
Es ist unmöglich, dieses Tal zu schildern. Als sein wesentlicher Zustand ist anzusehen das Vergessen, die Stummheit, die Taubheit und die Ohnmacht. Da siehst du in einem einzigen Strahl der Sonne die Tausende ewiger Schatten verschwinden, die dich umgaben.

Wenn das Meer der Unendlichkeit seine Wogen zu regen beginnt, wie sollten die Bilder dauern, die auf seiner Fläche gezeichnet waren? Diese Bilder sind die gegenwärtige Welt und die kommende Welt. Wer erklärt, sie seien nicht, erwirbt ein großes Verdienst. Wessen Herz sich in diesem Meere verloren hat, ist darin für immer und bleibt in der Ruhe...

Ein unreiner Gegenstand mag in ein Meer von Rosenwasser fallen, er wird in der Nichtigkeit bleiben durch seine Eigenschaft. Aber wenn ein reines Objekt in dieses Meer fällt, wird es sein besonderes Dasein verlieren, es wird an der Bewegung der Fluten teilnehmen; indem es gesondert dazusein aufhört, beginnt es schön zu sein. Es ist und ist nicht. Wie kann dies geschehen? Es ist dem Geiste unmöglich, es zu fassen...

Wer die Welt verlassen hat, um dieser Bahn zu folgen, findet den Tod, und nach dem Tode die Unsterblichkeit...

Schlage den Mantel des Nichts um dich und trinke vom Becher der Verschmelzung, bedecke deine Brust mit der Liebe zum Dahinschwinden und setze den Burnus des Nichtseins aufs Haupt. Stelle den Fuß ins Steigeisen des unbedingten Verzichtes und treibe entschlossen dein Roß zum Orte, wo nichts ist. In der Mitte und außer der Mitte, drunter, drüber, in der Einheit, umgürte deine Lenden mit dem Gürtel des Entwerdens. Öffne deine Augen und schaue. Wenn du verloren sein willst, wirst du es in einem Augenblick sein, dann wieder auf eine andere Weise; aber du schreite ruhig, bis du zum Reiche der Aufhebung kommst. Besitzest du nur das Ende eines Haares aus dieser Welt, wirst du nie eine Kunde von jener Welt empfangen. Bleibt dir die kleinste Ichsucht, werden die sieben Ozeane dir voll des Unheils sein...

Wirf alles was du hast ins Feuer, bis zu den Schuhen.

Wenn du nichts mehr hast, denk nicht einmal ans Leichentuch und wirf dich nackt ins Feuer...

Wenn dein Inneres im Verzicht gesammelt sein wird, dann wirst du jenseits von Gut und Böse sein. Wenn es für dich weder Gut noch Böse geben wird, dann erst wirst du lieben, und du wirst endlich würdig sein der Erlösung, die das Werk der Liebe ist.

Was mich betrifft, der ich weder ich noch ein andrer als ich geblieben bin, ich habe mich ganz verirrt, weitweg von mir; ich fand in meinem Zustande kein andres Heil als die Verzweiflung. Als dann die Sonne der Auflösung über mir leuchtete, verbrannte sie beide Welten so leicht wie ein Hirsekorn. Als ich die Strahlen dieser Sonne sah, bin ich nicht getrennt geblieben: der Wassertropfen ist ins Meer zurückgekehrt. Ob ich auch in meinem Spiele zuweilen gewonnen und zuweilen verloren habe, zuletzt warf ich alles in das schwarze Wasser. Ich bin ausgewischt worden, ich bin verschwunden; nichts ist von mir geblieben. Ich war nur noch ein Schatten, kein kleinstes Stäubchen war von mir da. Ich war ein Tropfen, im Ozean des Mysteriums verloren, und jetzt finde ich auch diesen Tropfen nicht mehr.


How far

O Lord, my Master-Love, how far are we?
How far from ecstasy’s silence-embrace?
Heavy is my heart with sleepless sighs and pangs;
I know my bleeding core, our meeting-place.

www.srichinmoysongs.com/13243

Bewußtsein

"Das Bewustsein der Mutter und meines sind dasselbe und es besteht kein Unterschied zwischen dem Pfad der Mutter und meinem, wir haben und hatten immer den gleichen Pfad, den Pfad, der zur supramentalen Wandlung und göttlichen Verwirklichung führt."

*Sri Aurobindo

Laß deine Gedanken voll sein von des Göttlichen Wahrheit und dein Herz voll von des Göttlichen Liebe. *Mira Alfassa


Freiheit & Askese


Frei zu sein von aller Bindung bedeutet nicht, vor jeglicher Gelegenheit zur Bindung davonzulaufen. All diese Leute, die auf ihrer Askese bestehen, rennen nicht nur davon, sondern warnen andere, es nicht zu versuchen! Wenn du es nötig hast vor einer Sache zu fliehen, um sie nicht zu erfahren, heißt das, du stehst nicht über ihr, du befindest dich noch auf derselben Ebene. Alles, was unterdrückt, schwächt oder schmälert, kann keine Freiheit bringen. Freiheit muss in der Ganzheit des Lebens und in allen Empfindungen erfahren werden. Um jenseits jeglichen Irrtums zu gelangen, neigen wir dazu, jede Gelegenheit zum Irren auszuschließen. Du hörst zum Beispiel zu sprechen auf, wenn du keine nutzlosen Worte sprechen willst. Menschen, die ein Schweigegelübde ablegen, halten dies für Konntrolle des Sprechens - das ist nicht wahr! Es heißt nur, die Gelegenheit zum Sprechen und daher nutzlose Dinge zu sagen auszuschalten. Aus Angst, in unserem Handeln Fehler zu begehen, hören wir auf, überhaupt irgend etwas zu tun. Mann kann es mit der Methode des Verzichts versuchen, sie ist jedoch für jemanden, der sich selbst von anderen abtrennen will. Kann es aber in diesem Fall irgendeine Ganzheit geben ? Das Scheint mir unmöglich.

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)



Der Kritiker, kritisiert immer entsprechend seiner eigenen Verdorbenheit !


DieSchönheit ist verborgen, suche sie in der Verborgenheit.
Oh du von der eigenen Ungerechtigkeit Ahnungsloser,
schau einmal auf die Gerechtigkeit derer, die den Weg sehen !
Wie kannst du mit Fehlersehenden Augen jemals das Verborgene
erkennen ?
 

*Fariduddin Attar

Feuerproben

"Die auftretenden Schwierigkeiten sind Feuerproben und Prüfungen, und wenn man ihnen im richtigen Geist begegnet, geht man stärker und spiritlich reiner und größer daraus hervor."

*Sri Aurobindo

My sunlit path

My sunlit path, no fog, no cloud can hide.
My heart-flames enjoy God’s Sunrise-Ride.
* Sri Chinmoy 

Into the world of beauty’s flame,
Into the world of offering’s game,
Into the world of lustre-flood,
I came, I came, my existence came.
* Sri Chinmoy

www.radiosrichinmoy.org/blue-flower 














Mother, Mother Divine, Mother of mine,
Do place me and my earth-existence life
On Your Divine Lap Supreme.
Mother, O Mother, for a fleeting second,
My heart of inner pangs desires
To be at the door of Your Heart-Home
Which is flooded with Your Sun-Effulgence
And Your Moon-Translucence.
With my heart's breathless joy
I shall drink in the nectar-beauty
Of Your golden Immortality's
Transcendence -Beyond,
And listen to Your loving, glowing,
And life-transforming Compassion-Voice.
This small and fragile earth-body of mine
Discovers its Eternal Haven-Light
In Your Illumination-Perfection heart sky.
Nobody will glimpse, nobody will know,
Nobody will hear the breath of a word.
Eternity's Silence-Life will reign supreme
Upon my devotion-head and my surrender-heart.
Mother, when the spark of restlessness-life
Torments and assails me
And my earth-members, body-vital-mind-heart,
Do destroy my somnolence-oblivion,
Mother, do bring me back if ever I swerve
From the Path of Your Truth-Oneness,
Perfection-Satisfaction-Smile.

http://www.srichinmoysongs.com/dipta-madhuri 

*Composed and translated by Sri Chinmoy 1975

MECHTHILD VON MAGDEBURG (1212 - 1277)

Oh fröhliche Anschauung! Oh freundlicher Gruss! Oh  liebreiche Umhalsung! Herr, dein Wunder hat mich verwundet, deine Gnade hat mich überwältigt. O du hoher  Stein, du bist so wohl verborgen, in dir kann niemand  nisten als Tauben und Nachtigallen. Du bist mein Spiegel, meine Augenweide, das Verlieren meiner selbst, der Sturm meines Herzens, der Zerfall und Untergang meines Wesens, du bist meine höchste Sicherheit.

*Mechthild von Magdeburg (1212 - 1277)



Mehr von Mechthild von Magdeburg: http://azmuto.blogspot.de/Mechthild

Zitate - Fariduddin Attar

"Du sprachst: Was ist des Weges Zeichen, oh Derwisch ? Höre von mir, und wenn du hörst, so überlege ! Das ist für dich das Zeichen: Das du, obwohl du vorwärts gehst, dein Elend größer werden siehst."

"Wo ist ein Herz, daß nur für einen Augenblick Sein Geheimnis wüßte ? Wo ist ein Ohr, das nur für einen Augenblick auf Seine Worte hörte ? Jener Schönheitsmond, er zeigt sich Tag und Nacht. Wo ist ein Auge, das sich am Blick auf ihn erfreut ?"

"Nicht gelangt der Verstand an die Grenzen Deiner Vollkommenheit. Nicht aus sich gelangt die Seele zum Schloss der Vereinigung. Würden auch alle Atome dieser Welt zu Augen: Erfassen würden sie niemals Deine grenzenlose Schönheit !"

mehr von F. Attar: http://azmuto.blogspot.de/Attar


Der Detektiv findet nicht gut oder schlecht, sondern heraus.


Da gibt es weder Mögen noch Nichtmögen - nur die klare Schau von dem, was dem Göttlichen näherzukommen hilft, und was nicht. Das richtet sich nicht nach festgelegten Regeln, es kann sich für jeden einzelnen und in jedem Augenblick ändern. Also ist es nutzlos, Regeln aufzustellen, sogar eher ein Hindernis. Das Streben muß immer da sein und der Wille, das Rechte zu tun - das genügt.

*Mira Alfassa (Die Mutter 1878 -1973)

“Das Universum liebt dich und hilft dir!” [“The universe loves you and helps you!”] – found in Kreuzberg *(Posters of Berlin)


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Samen & Frucht

Das Leben des Samens in der Frucht ist ein ganz anderes als das Leben des wachsenden Baumes. So muss auch unser Leben, das an allen Seiten auf die Umgebung unseres Selbst und auf das eng begrenzte Gebiet unserer Sinne beschränkt ist, so grundverschieden sein von dem Leben einer befreiten Seele, dass es uns unmöglich ist, uns dies vorzustellen, solange wir in der Hülle des Selbst eingekerkert sind.

* Rabindranath Tagore (1861–1941)
 

Schlüssel aller Himmelstore

Man muss den Schlüssel finden, der alle Himmelstore, alle Gärten der Verzückung, öffnet. Und dieser Schlüssel ist deine Intuition.

* Jiddu Krishnamurti

Menschen

Es gibt keine bösen, nur unwissende Menschen ! In der Gegenwart eines wahren Menschen fällt die Maske des Falschen herunter.

Es gibt ein Zeichen vollkommenen Wissens. Ein Mensch wird schweigsam, sobald er es erreicht ...

 *Sri Ramakrishna

Quelle

"In dem du allem entsagtest, sogar der Weisheit und der Bewusstheit, hast du dein Herz auf die ihm bestimmte Rolle vorbereiten können, die scheinbar undankbarste Rolle: jene der Quelle, die ihr Wasser immer für alle im Überfluss strömen lässt, zu der aber niemals etwas zurückfließt - sie schöpft ihre unbegrenzte Kraft aus den Tiefen und hat von draußen nichts zu erwarten. Aber Du ahnst bereits, welch erhabene Seligkeit diese unerschöpfliche Ausbreitung der Liebe begleitet, denn die Liebe genügt sich selbst und bedarf keiner Erwiederung, das gilt sogar für die Liebe des Einzelwesens, wieviel mehr also für die göttliche Liebe, die so erhaben das Unendliche widerstrahlt.

Sei du diese Liebe in allem und überall, immer weiter, immer stärker, und die ganze Welt wird zugleich dein Werk und dein Gut, dein Arbeitsfeld und deine Errungenschaft. Kämpfe beharrlich, um die letzten Grenzen niederzuwerfen, die nur noch schwache Schranken vor der Ausdehnung des Wesens sind, um die letzten Dunkelheiten zu besiegen, die schon die Erleuchtungskraft erhellt. Kämpfe, auf dass du eroberst und siegst, kämpfe, um alles zu übersteigen, was bisher gewesen ist - um das neue Licht hervorbrechen zu lassen, das neue Beispiel, dessen die Welt bedarf. Kämpfe hartnäckig gegen alle äußeren oder inneren Widerstände. Dies ist die unschätzbare Perle, die als Preis ausgesetzt ist für Deine Verwirklichung."

25. Dezember 1916

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

The thirst..