Das Leben ist voller Chancen zur Verwirklichung deiner Träume. *Hazrat Inayat Khan




















“I have loved in life and I have been loved.
I have drunk the bowl of poison
from the hands of love as nectar,
and have been raised above life's joy and sorrow.
My heart, aflame in love, set afire every heart
that came in touch with it.
My heart has been rent and joined again;
My heart has been broken and again made whole;
My heart has been wounded and healed again;
A thousand deaths my heart has died,
and thanks be to love, it lives yet.
I went through hell and saw there love's raging fire,
and I entered heaven illumined with the light of love.
I wept in love and made all weep with me;
I mourned in love and pierced the hearts of men;
And when my fiery glance fell on the rocks,
the rocks burst forth as volcanoes.
The whole world sank in the flood
caused by my one tear;
With my deep sigh the earth trembled,
and when I cried aloud the name of my beloved,
I shook the throne of God in heaven.
I bowed my head low in humility,
and on my knees I begged of love,
"Disclose to me, I pray thee, O love, thy secret."
She took me gently by my arms and lifted me above
the earth, and spoke softly in my ear,
"My dear one, thou thyself art love, art lover,
and thyself art the beloved whom thou hast adored.”
 
* Hazrat Inayat Khan (The Dance of the Soul)

www.goodreads.com/Hazrat_Inayat_Khan 

ungreifbare Wirklichkeit

O Herr, ungreifbare Wirklichkeit, der Du dauernd unserer doch erfolgreichen Eroberung entgehst und der Du immer der Unbekannte bleibst trotz allem, was wir von Dir erkennen, trotz allem, was wir Deinem ewigen Mysterium entrissen haben - wir wollen in umfassender, ständiger Bemühung, die vielfältigen Pfade vereinigen, welche zu Dir führen, vorwärtsschreiten wie eine unaufhaltsam steigende Flut, alle Hindernisse zerbrechend, alle Schranken übersteigend, alle Schleier hebend, alle Wolken vertreibend, alle Dunkelheiten durchdringend - vorwärts schreiten auf Dich zu, immer auf Dich zu, in einem so gewaltigen, so unwiederstehlichen Marsch, dass eine ganze Menge hinter uns nachgezogen wird, und das die Erde, Deiner neuen und ewigen Gegenwart bewusst, endlich begreift, welches ihre wahren Ziele sind, und in der Harmonie und im Frieden Deiner unumschränkten Verwirklichung lebt.

Lehre uns fortwährend,
erhelle uns mehr und mehr,
beseitige unser Unwissen,
erleuchte unseren Geist,
verschönere unser Herz,
schenke uns die Liebe,
die niemals welkt und 
Dein süßes Gesetz in jedem Wesen 
erblühen lässt.
Wir gehören Dir auf ewig. 



*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973) 



Ein liebendes Herz...

Ein liebendes Herz und ein dienendes Leben, werden immer erfolgreich sein. *Sri Chinmoy

Wenn Du jemandes Herz nicht erfreuen kannst, dann hüte dich zumindest davor, sein Herz zu verletzen. *Bayazid


Zu allen Zeiten in der Geschichte der Menschheit

Das Wort Sufi wird hergeleitet aus Safá, was folgendes bedeutet: rein, gereinigt von Unkenntniss/ Unwissenheit, Aberglauben, Dogmatismus, Egoismus und Fanatismus sowie frei von Beschränkungen durch Kaste (Schicht), Kredo, Rasse oder Nation.

Zu allen Zeiten in der Geschichte der Menschheit hat es Sufis gegeben. Obwohl sie in verschiedenen Teilen der Welt lebten, verschiedene Sprachen sprachen und in unterschiedliche Glaubens- und überzeugungswelten hineingeboren waren, haben sie einander erkannt und miteinander sympathisiert, und zwar durch die Einheit ihres Verständnisses. Dennoch verbargen sie, da sie ein tiefgründiges Wissen über die Welt und die spirituellen Geheimnisse haben, ihre Glaubensansichten vor den Menschenmengen und folgten im Geheimen ihrem Weg zu höchster Seligkeit.

Der Kritiker, kritisiert immer entsprechend seiner eigenen Verdorbenheit ! ["The critic always criticizes according to his or her own degeneracy!"]


DieSchönheit ist verborgen, suche sie in der Verborgenheit.
Oh du von der eigenen Ungerechtigkeit Ahnungsloser,
schau einmal auf die Gerechtigkeit derer, die den Weg sehen !
Wie kannst du mit Fehlersehenden Augen jemals das Verborgene
erkennen ?
 

*Fariduddin Attar

Shamati (Ich hörte) - Eines der wertvollsten Bücher der Welt

"Shamati ist eines der wertvollsten Bücher der Welt, denn es hat die Kraft, einen Menschen zum Sinn seines Lebens zu führen. Shamati ist das Hauptwerk kabbalistischer Quellen. Es beinhaltet alle Grundsätze der spirituellen Arbeit eines Menschen. Die Artikel des Buches fassen alles zusammen, was ein Mensch benötigt, um in die Höhere Welt einzutreten. Sie umspannen die unendliche Tiefe aller Stufen, die ein Mensch während seines spirituellen Weges durchwandert."

Unter all den Texten und Bemerkungen von Rabbi Baruch Shalom Halevi Ashlag (Rabash), befand sich ein Notizbuch, das er immer mit sich herum trug. Dieses Notizbuch enthielt alle aufgeschriebenen Gespräche, die er mit seinem Vater führte, Rabbi Yehuda Halevi Ashlag (Baal HaSulam), der Autor des Sulam-Kommentars über Das Buch Zohar und vielen anderen Werken der Kabbala.

Am Abend des Jüdischen Neujahrsfestes im September 1991 rief Rabash seinen Meisterschüler und persönlichen Assistenten, Michael Laitman, zu sich ans Krankenbett und überreichte ihm das Notizbuch. Das Deckblatt enthielt nur ein Wort: Shamati (Ich hörte). Als er das Notizbuch überreichte, sagte er zu Michael Laitman: „Nimm es und lerne davon.” Am darauffolgenden Morgen starb er in den Armen seines Schülers und ließ ihn und viele seiner anderen Schüler zurück.

Dem Erbe Rabash’s verpflichtet, die Weisheit der Kabbala zu verbreiten, veröffentlichte Michael Laitman das Notizbuch genau so wie es geschrieben war, womit die transformierende Kraft des Textes bewahrt wurde. Unter all den Kabbalabüchern ist Shamati eine einzigartige und überwältigende Abfassung, dessen Kraft weit über das Ende der Lektüre hinaus bestehen bleibt.

>>> Shamati - Ausschnitte & Links <<< 




First

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Pfad der Einweihung

Mein Leben strebt zu Dir hin,
o Göttlicher Ozean,
wie der Strom zum Meere fliesst.
*Hazrat Inayat Khan

Eine Einweihung findet im wahren Sinne des Wortes, wie es auf dem geistigen Pfad gebraucht wird, dann statt, wenn ein Mensch ohne Rücksicht auf seinen Glauben und seine Vorstellung über spirituelle Fragen fühlt, dass er einen Schritt vorwärts tun sollte in eine Richtung, die er nicht kennt. Wenn er diesen Schritt wagt, ist es eine Einweihung. Al Ghazzali, der grosse persische Sufi-Mystiker, hat gesagt: "Das Betreten des geistigen Pfades gleicht dem Abschiessen eines Pfeils auf ein unsicheres Ziel, so dass man nicht weiss, was der Pfeil treffen wird." Darum ist der Pfad der Einweihung für die meisten Menschen so schwierig. Es liegt in der Natur des Menschen , dass er alles wissen möchte. Er möchte etwas berühren können, um sicher zu sein, dass es existiert. Es muss für seine physischen Sinne wahrnehmbar sein, ehe er glaubt, dass es existiert. Darum ist es so schwierig für ihn, den spirituellen Pfad zu beschreiten, der keinen seiner Sinne berührt. Er weiss nicht, wohin er gehen wird. *Hazrat Inayat Khan

Silence Hearts - I can not believe



I cannot believe
that You do not have
the number Of our Beloved
Supreme In your heart-directory.

score: www.srichinmoysongs.com/3023

source: www.radiosrichinmoy.org/10137

Du öffnest ein Buch und das Buch öffnet Dich !


Einsamkeit

Jeder muß etwas von der Härte der Einsamkeit spüren, wenn auch die meisten Menschen wenig davon ertragen können und bald wieder unterkriechen. Ich lernte, ich lang Vereinsamter, die Gemeinschaft kennen, die zwischen Menschen möglich ist,  welche das völlige Alleinsein gekostet haben. *Hermann Hesse

Treffen

Die Falter kamen eines Nachts zusammen; sie suchten für ihr Treffen eine Kerze und sagten alle: “Nun, wir brauchen einen, der uns das, was wir suchen, recht beschreibe. So ging ein Falter bis zum Schlosse hin und sah im Schloßbereich ein Licht wie Sterne. Er kehrt’ zurück und öffnete seine Hefte, beschrieb, was er gesehn, daß sie's verstanden. Ein Kritiker sprach in der Sitzung: “Nicht weiß dieser von der Kerze wahrem Licht!" Ein andrer ging, daß er das Licht umkreise: er warf sich hin und kam der Kerze näher und flatternd flog er nahe hin zu ihr. Die Kerze wärmt’ ihn; er sank rasch dahin und kehrte heim, sprach vom Geheimnis dann und deutete die Einung mit ihr an. Sein Kritiker sprach: “Das ist, Freund, oh freund fast nichts! Du gabst, wie jener, nur ein schwaches Zeichen!" Noch einer stand berauscht und trunken auf und setzt sich tanzend auf die Flamme drauf. Zu Feuer wurde ihm gleich Hals und Hand, und er verlor sich ganz, entzückt, entbrannt. Als ganz und gar ihn so ergriff die Glut, da wurden alle Glieder rot in Glut. Der Kritiker sah ihn von Ferne strahlen, gleichfarbig mit der Kerze nun durch Licht. Er sagte: “Dieser Falter tat es gut! Der Wissende versteht es. Nun genug! *F. Attar

Einbildungen

Oh, wenn jemand Dich durch Suchen fand, so hab ich Dich durch Fliehen gefunden. Wenn jemand Dich durch Gedenken fand, so hab ich Dich durch Vergessen gefunden. Wenn jemand Dich durch Bitten fand, so habe ich Dich durch Dich gefunden. Oh, das Mittel zu Dir bist ebenfalls Du. Alles bist Du, und damit Schluss. Alles andere sind Einbildungen.

* Ansari (1006 - 1088)

Der Weg zur menschlichen Glückseligkeit ist die Angleichung an das Göttliche. *Gregor von Nyssa (* 340 - †394)

"Ein jedes Wesen, das seine eigene Vollendung erstrebt, strebt nach Gottähnlichkeit." * Thomas von Aquin (1225-1274) 

Ich bin Gottes Löwe, nicht der Löwe der Leidenschaft,
Ich habe keine Sehnsucht außer nach dem Einen. 
* Rumi (1207 - 1273)



Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

In der Regel, wenn große und berühmte Kabbalisten beabsichtigen, etwas zu enthüllen, das über einen tiefen Sinn verfügt, beginnen sie den Artikel mit den Worten: „Ich enthülle eine Handbreite und verdecke dabei doppelt soviel“. Unsere Vorgänger haben sich sehr davor gehütet, ein Wort zu viel zu sagen, wie die Weisen uns anwiesen: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. *Baal Hasulam 


"And to stir the mind To search after what it fain would find, Things that seem to be hid in words obscure Do but the godly mind the more allure To study what those sayings should contain That speak to us in such a cloudy strain. I also know a dark similitude Will on the fancy more itself intrude, And will stick faster in the heart and head Than things from similes not borrowed." *F. Attar

Wasser des Lebens

Entziehe dem Kronenverleiher nicht deinen Kopf, denn er wird hundert Knoten vom Fuß deines Herzens lösen. Zu wem soll ich reden ? Wo ist ein Lebendiger in diesem Dorf ? Wo ist jemand, der zum Wasser des Lebens eilt ? Du fliehst wegen einer einzigen Erniedrigung vor der Liebe, was weißt du von der Liebe außer ihren Namen ?

*Rumi

Hoffnung

Gib Hoffnung völlig auf: das ist der höchste Zustand. Was gibt es zu hoffen ? Sprenge die Fesseln der Hoffnung, stelle dich auf dein Selbst und sei zufrieden. Bedaure nicht, was du tust. Gib alles auf für Gott, aber ohne Heuchelei.

*Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Erklärung

Es ist ein großer Unterschied zwischen der Art von Gotteserkenntnis, die man durch Schlussfolgerungen erlangt, und der ganz anderen Art von Gotteserkenntnis, die in der Meditation von innen her gewonnen wird.
Aber noch ganz etwas anderes ist es, wenn Gott selbst sich dem Gläubigen offenbart. Sobald Gott selbst einem Verehrer das Wesen der göttlichen Fleischwerdung enthüllt und ihm zeigt, wie er in menschlicher Gestalt spielt, hört alles Nachdenken über das Problem auf, es bedarf keiner Erklärung mehr.

*Sri Ramakrishna (1836-1886)

Dankbarkeit

Unermessliche Dankbarkeit steigt aus meinem Herzen, ich scheine endlich an die Schwelle gelangt zu sein, die ich so gesucht habe. Hilf, o Herr, dass ich genügend rein, genügend unpersönlich, genügend von Deiner göttlichen Liebe beseelt sei, um endgültig hinüberschreiten zu können. Oh, Dir anzugehören, ohne Schatten und Schranke !

*Mira Alfassa

"Wer ohne Lehrer & Mitschüler reist, brauch hundert Jahre für eine Tagesreise." *Rumi

"If you travel without teachers and fellow students, you’ll need a hundred years for a one-day journey." *Rumi
http://postersofberlin.tumblr.com/tagged/Quote




Wer bei Gott sitzen will, der soll in der Gegenwart der Gottesfreunde sitzen. So halte es für nötig, dich den Freunden des Pfades anzuschließen, wer es auch sei, ob Reiter oder Fußgänger.

*Rumi

Haltung

Weißt du, wie ein Liebender Gottes fühlt?
Seine Haltung ist: "Oh Gott,
Du bist der Herr und ich bin Dein Diener!"
Du bist die Mutter und ich bin Dein Kind."
Und wieder: "Du bist mein Vater und meine Mutter.
Du bist das Ganze und ich bin ein Teil."
Er will nicht sagen: "Ich bin Brahman".

*Sri Ramakrishna (1836–1886)

Eins

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Meide alle Niedrigkeit,..

Meide alle Niedrigkeit, Enge und Seichtheit im religiösen Denke und Erfahren. Sei weiter als die weitesten Horizonte, höher als der höchste Kantschandschungha, tiefer als die tiefsten Ozeane.

*Sri Aurobindo

This is my day...


“This is my day; I love it.
This is my morning God-Hour; I need it.
This is my Supreme moment; and I am it.”



source: www.radiosrichinmoy.org/9887/

score: www.srichinmoysongs.com/This+is+my+day

ein einziges Licht

In Wahrheit
gibt es nur ein einziges Licht,
das durch unterschiedliche Fenster 
scheint und uns durch die Person 
jedes einzelnen Propheten
erreicht.

*Rumi

Der Detektiv findet nicht gut oder schlecht, sondern heraus.


Da gibt es weder Mögen noch Nichtmögen - nur die klare Schau von dem, was dem Göttlichen näherzukommen hilft, und was nicht. Das richtet sich nicht nach festgelegten Regeln, es kann sich für jeden einzelnen und in jedem Augenblick ändern. Also ist es nutzlos, Regeln aufzustellen, sogar eher ein Hindernis. Das Streben muß immer da sein und der Wille, das Rechte zu tun - das genügt.

*Mira Alfassa (Die Mutter 1878 -1973)

Nur fünf Rupien

Ein armer Mann jammert laut im Tempel: »Großer Gott, schenke mir fünf Rupien, damit ich für meine Familie etwas zu essen kaufen kann. Nur fünf Rupien schenk mir!« So fleht er wieder und wieder. 

Da holt neben ihm ein reicher Kaufmann ein Geldstück aus seiner Tasche, gibt es dem Mann und sagt: »Hier hast du deine fünf Rupien, aber bitte, bitte, lenke Ihn mir nicht länger ab!« 

Bemühe dich

Bemühe dich, ein wahrer Mensch zu werden: einer, der Liebe kennt, einer der Leid kennt. Sei erfüllt, sei bescheiden, sei äußerst schweigsam; sei die Schale voll Wein, die von Hand zu Hand wandert.  

*Ansari 1006 - 1088

Wer zuschaut, sieht mehr, als jemand der mitspielt. *Wilhelm Busch


Echtes Wissen ist Erkenntnis aus eigener Erfahrung

„Glauben Sie an nichts, nur weil Sie es gehört haben. Glauben Sie nicht einfach an Traditionen, weil sie von Generationen akzeptiert wurden. Glauben Sie an nichts, nur auf Grund der Verbreitung durch Gerüchte. Glauben Sie nie etwas, nur weil es in Heiligen Schriften steht. Glauben Sie an nichts, nur wegen der Autorität der Lehrer oder älterer Menschen. Aber wenn Sie selber erkennen, dass etwas heilsam ist und dass es dem Einzelnen und Allen zugute kommt und förderlich ist, dann mögen Sie es annehmen und stets danach leben.“

* Buddha (Kālāma Sutta Anguttara-Nikāya)

Schatzkammer

Der Meister hilft dir, deine innere Schatzkammer mit deinem Schlüssel zu öffnen - nicht mit seinem Schlüssel - und zeigt dir deinen eigenen Schatz. Sobald er dir deinen eigenen Schatz gezeigt hat, ist sein Teil des Spiels vorüber.

*Sri Chinmoy

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Der Guru

Der Guru
führt die Selbstverwirklichung
nicht herbei,
sondern beseitigt nur
die Hindernisse.
Das Selbst ist immer verwirklicht.

*Ramana Maharshi (1879 – 1950)

Was Sterbende am meisten bereuen - Eine australische Pflegerin hat Sterbende gefragt, was sie bedauern.

Herausgekommen ist ein Buch, das uns Lebenden eine Lehre sein sollte.

Randy Pausch, frühverstorbener Informatiker und Miterfinder der Google-Benutzeroberfläche, sagte in seiner legendären letzten Vorlesung den Satz "Auf unserem Sterbebett werden wir nicht die Dinge bereuen, die wir getan haben - sondern die Dinge, die wir nicht getan haben." Wie recht er hat, lässt sich nun in einem Buch der australischen Sterbebegleiterin Bronnie Ware nachlesen.

Auf Platz eins etwa steht der Wunsch "den Mut gehabt zu haben, mein eigenes Leben zu leben". Viele der Menschen hätten sich darüber beklagt, zu oft den Erwartungen anderer entsprochen zu haben, statt ihren eigenen Wünschen nachzugehen. "Die meisten hätten nicht einmal die Hälfte ihrer Träume verwirklicht"

 Platz zwei der Liste: "Ich wünschte, ich hätte weniger gearbeitet."

Auch Platz drei und vier drehen sich um sehr persönliche Wünsche: "Ich hätte meine Gefühle besser ausdrücken sollen" und "Ich wünschte, ich hätte mich mehr um meine Freunde gekümmert." Beides fällt gewissermaßen in die Kategorie Seelenhygiene: Während alte Freundschaften ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln, können unterdrückte Gefühle im schlimmsten Fall geradewegs zu Krankheiten führen.

Letztlich drängt sich beim Lesen des Buches der Eindruck auf, dass der Großteil der Menschen in einem Gestrüpp aus Alltag, Familienpflichten, Geldverdienen und anderen "äußeren Umständen" festhängt, das den Weg zu den wichtigen Dingen versperrt. Wie etwa simple Freude. "Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt" ist das letzte der fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern. "Ich war überrascht, wie häufig dieser Punkt genannte wurde", sagt Bronnie Ware. "Viele Menschen merken erst am Ende ihres Lebens, dass man sich bewusst für Glück und Freude entscheiden kann." Doch viele würden so sehr in festgefügten Verhaltensweisen festhängen, dass sie schlicht vergessen haben, auch einmal herzlich zu Lachen oder einfach nur albern zu sein.

Einen Esel, den du mit hundert Engelsflügeln ausstattest, fliegt doch nur wieder zum Stall. *Rumi




















  Nicht jeder, der den Weg gesehen hat, ist auf dem Weg gegangen, und nicht jeder, der gegangen ist, hat das Ziel erreicht. Gar mancher hat gehört, aber nicht gesehen, gar mancher hat gesehen, aber nicht erkannt, gar mancher hat erkannt, aber nicht gefunden.  
*Maybudi

Du hast eine Aufgabe zu erfüllen. Du magst tun was du willst, magst hunderte von Plänen verwirklichen, magst ohne Unterbrechung tätig sein – wenn du aber diese eine Aufgabe nicht erfüllst, wird alle deine Zeit vergeudet sein.  
*Rumi

„Ich werde aus der Tiefe der Urewigkeit zu dir kommen und deinen Geist ergreifen. Ich werde dich zum Standplatz des Mit-Seins führen, dir vom Wein des Nahe-Seins zu trinken geben und dir meine Freundlichkeit und Erhabenheit auf ewig zeigen, so wie du es willst, ohne Vorhang oder Trennung.“  
*Ruzbehan (1128–1209)

Für Ausgerichtetheit gibt es zwei Merkmale. Das erste Merkmal ist die absolute Gewissheit darüber, dass genau das Gesuchte erreicht wird. Das zweite Merkmal besteht darin, dass alles Tun und Lassen des Strebenden dienlich ist für die Sache, auf die er es mit seinem Streben abgesehen hat. Ist dem nicht so, dann wird er nicht Besitzer eines Strebens genannt.  
*Abd al-Karim al-Gili (1365-1428)

 Sie sagten: Wir möchten nach der Lehre der Sufis fragen. Gunayd antwortete: Sufik ist himmlisches Wissen, nicht ein irdisches, um das sich der Verstand bemühen könnte, um es zu erfassen. Vielmehr ist es die Frucht einer Lauterkeit der Herzen. Sind diese geläutert, so steigen sie auf. Steigen sie auf, so werden sie sicher. Sind sie sicher, so werden sie reich an Erfahrungen. Auf Grund der Erfahrungen wiederum sehen sie tiefere Zusammenhänge.  
*Dschunaid

Beklommenheit besteht in der Beklommenheit des Herzens im Zustand der Verschleierung, Beglückung besteht in der Beglückung des Herzens im Zustand der Enthüllung.  
*Jullabi

Alle Mystiker haben es kurz gesagt. Einer aber ausführlich: Sämtliche Konfessionen der bekannten Gruppierungen sind am Anfang auf dem Weg des Wegschreiters in seinen Augen eine Einzige und erscheinen als eine Einzige. Stellt er einen Unterschied fest oder macht er einen Unterschied, so ist er Trenner und Unterscheider, nicht Sucher. Dieses Unterscheiden ist für den Sucher noch eine Absperrung des Weges.  
*Hamadani (1384-1314) 

Gehen Lernen

Das Versteckspiel

"Rabbi Baruchs Enkel, der Knabe Jechiel, spielte einst mit einem andern Knaben Verstecken. Er verbarg sich gut und wartete, dass ihn sein Gefährte suche. Als er lange gewartet hatte, kam er aus dem Versteck; aber der andere war nirgends zu sehen. Nun merkte Jechiel, dass jener ihn von Anfang an nicht gesucht hatte. Darüber musste er weinen, kam weinend in die Stube seines Grossvaters gelaufen und beklagte sich über den bösen Spielgenossen. Da flossen Rabbi Baruch die Augen über, und er sagte: "So spricht Gott auch. Ich verberge mich, aber keiner will mich suchen."
 
 
 
Gehen lernen
Ein Schüler war betrübt. Der Meister kam zu ihm und fragte nach dem Grund. Der Schüler sagte: „Meister, immer, wenn ich denke, ich sei Gott gerade ein Stückchen näher gekommmen, rückt er von mir ab.“Da sagte der Meister: „Wenn ein Vater sein Kind laufen lehrt, streckt er die Arme aus und leitet es auf sich zu. In dem Moment aber, da das Kind nahe ist und nach ihm greifen will, rückt er ein Stück zurück und streckt die Arme wieder aus.“