Temple - Song - Hearts

Nichts ist kostbarer als LIEBE. Sie ist tatsächlich die höchste Macht. *Mira Alfassa,Die Mutter,(*1878 -1973)


Blickwinkel

Mit derselben Bestimmtheit läßt sich sagen, daß alles göttlich ist und daß nichts göttlich ist. Alles hängt vom Blickwinkel ab, unter dem man das Problem sieht. Ebenso läßt sich sagen, das Göttliche ist ein ewiges Werden, wie auch, daß es für alle Ewigkeit unwandelbar ist. Die Existenz Gottes zu verneinen oder zu bestätigen, ist gleich wahr, aber jedes ist nur teilweise wahr, und nur wenn man sowohl die Bestätigung als auch die Verneinung übersteigt, kann man sich der Wahrheit nähern. Darüberhinaus kann man noch sagen, daß alles, was in der Welt geschieht, das Ergebnis des göttlichen Willen ist, aber auch, daß dieser sich in einer Welt ausdrücken und manifestieren muß, die ihm widerspricht oder ihn entstellt; dies sind zwei Einstellungen, die jeweils die praktische Folge haben, daß man sich mit Frieden und Freude allem unterwirft, was kommt, oder im Gegenteil unaufhörlich kämpft, um den Sieg von dem zu erringen, was sein soll. Um die Wahrheit zu leben, muß man sich über beide Einstellungen erheben können und sie verbinden.

*Mira Alfassa

Das eine Unerläßliche ist, sich festzuhalten und durchzuhalten, bis die Stunde des Lichtes kommt. *Sri Aurobindo

Gebe nicht nach, halte stand.
Wenn alles verloren scheint,
genau dann wird alles gerettet.

*Mira Alfassa

Ohne die Wonne

Rabbi Schlomo von Karlin sprach: Wer alle Gebote der Thora erfüllte, aber den Brand der heiligen Wonne hat er dabei nicht verspürt, wenn der in jene Welt kommt, öffnet man ihm zwar das Paradies; weil er aber auf dieser Welt den Brand der Wonne nicht verspürt hat, verspürt er auch die Wonne des Paradieses nicht. Ist er nun ein Narr und beschwert sich und brummt: ‚Und da machen sie so viel Wesens aus dem Paradies!‘, schon ist er hinausgeschmissen. Hat er aber Einsicht, dann wandert er selber hinaus und zum Zaddik, und der lehrt die arme Seele die Wonne verspüren.“

*Martin Buber, Die Erzählungen der Chassidim

Meine Freude

Meine Freude
Mein Sehnen
Mein Heiligtum
Mein Freund
Mein Reiseproviant
Mein letztliches Ende
Du bist mein Geist und meine Hoffnung.
Du bist mein Sehnen.
Du bist alles Gute für mich.
Ohne Dich - o, mein Leben, meine Liebe
Wäre ich niemals durch all diese
Endlosen Länder  gewandert.
Wie viele Geschenke und Gnaden hast Du mir gegönnt !
Wie oft hast Du mir Deine Gunst durch Deine Hand gewährt!
In allen Richtungen suche ich nach Deiner Liebe,
Dann plötzlich brennt ihr Segen in mir.
O Gebieter meines Herzens
Strahlendes Auge des Sehnens in meiner Brust
Niemals, solange ich lebe,
Werde ich von Dir frei sein.
Sei nur mit mir zufrieden,
Leben meines Herzens,
und ich bin zufrieden.

*Rabia

http://de.wikipedia.org/Rabia_Adawiyya_al-Qaysiyya


Möglichkeit zur inneren Entwicklung


Die Sufis sagen, dass fast jeder Mensch mit der Möglichkeit zur inneren Entwicklung geboren wird, doch dass seine Eltern und seine Umgebung ihn zu einem Juden, einem Christen, einem Hindu oder einem Magier machen und dass er schon bald Vorurteile erwirbt und ungeachtet seiner eigenen Erfahrungen und Überlegungen das akzeptiert, was die anderen sagen. Das wird sein Hindernis. Wenn ein „Gläubiger“ – einer, der an sich gearbeitet hat – stirbt, geht seine Seele in jenen Himmel ein, der dem Zustand der Vollkommenheit entspricht, den sie erlangt hat. Doch gleichgültig, über wieviel „Wissen“ ein Mensch verfügt – solange er sich nicht gewissenhaft geprüft und sich eingestanden hat, dass er in Wirklichkeit gar nichts weiss, ist alles, was er erworben hat, nichts weiter als „der Wind in seiner Hand“.

*C.S. Nott, Nachwort zu Farid Ud-Din Attars „The Conference of the Birds“

Die Geheimnisse des Ewigen Buches

...Wenn sich alle oberflächlichen Dinge verflüchtigen, werden Sie klar erkennen, wie sich die Wirklichkeit stufenweise um Sie herum verändert. Sie realisieren, dass Sie ihr ganzes Leben lang geschlafen haben, wobei Sie aber immer glaubten, wach zu sein. Sie realisieren, dass all die Dinge, die Ihnen äußerst wertvoll erschienen, nie materieller Natur waren...

*aus "Die Geheimnisse des Ewigen Buches"

 Link: www.laitman.de/was-ist-der-pentateuch

Leuchten

O Sohn des Seins! Du bist Meine Lampe, und Mein Leuchten ist in dir. Entnimm daraus dein Licht und suche niemanden als Mich, denn Ich habe dich reich erschaffen und Meine Gunst über dich ergossen.

*Verborgene Worte (Baha'ullah)

Verborgen in seinem Innersten

Jedes menschliche Wesen trägt, verborgen in seinem Innersten, die Möglichkeit eines höheren Bewusstseins, welches den Rahmen seines normalen Lebens überschreitet und es an einem höheren und weiteren Leben teilnehmen lässt.

*Mira Alfassa

unbeschwert und frei



Weil es nichts zu erreichen gibt,
leben Bodhisattvas Prajna Paramita
und ihr Geist ist unbeschwert und frei von Angst.

*Herz-Sutra oder Sutra der höchsten Weisheit

(Prajñāpāramitā; aus prajna: „Weisheit“ und paramita: wörtl. „anderes Ufer“)

Zen - Tempel des ewigen Friedens

Zwei Wege

Frage: Wenn die Natur (= Schöpfer) sowieso macht, was sie muss, wieso sollten wir dann dagegen kämpfen? Wir erreichen doch ohnehin unser Ziel, unseren weiterentwickelteren Zustand.

Antwort: Die Propheten haben uns unsere Zukunft vorhergesagt. Ein Prophet ist ein Mensch, der in einer offenen Beziehung mit dem Schöpfer ist, da er die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erreicht hat. Und er kann zwischen sich und den anderen eine Verbindung schaffen, die dem Schöpfer ähnelt. Und in der Gleichheit der Form mit dem Schöpfer empfängt er alles, was in der höheren Welt existiert: Der Plan des Schöpfers. Deswegen existiert für ihn keine Zeit und er weiß im voraus, was passiert.

Wenn es so ist, wieso spielt es eine Rolle, was wir tun oder lassen sollten? Weil es zwei Wege zum Ziel gibt. Der eine Weg ist der Weg des Leidens, wenn wir nicht nach Entwicklung, nicht nach der richtigen Verbindung zwischen uns streben, um diese Methode der Verbindung an die Völker der Erde weiterzugeben und so zum Licht für sie zu werden. Dann übt die Natur Druck auf uns aus, mit Katastrophen und anderen Schlägen.

Der zweite Weg ist der Weg des Lichts oder der Tora. Wenn wir uns mit der Hilfe des Lichts korrigieren, das auf uns herabstrahlt und das uns zum Guten und zur Liebe führt.

Die beiden Wege führen uns zu einem vollkommenen, ewigen Zustand – aber auf unterschiedliche Weise. Und wir können selber sehen, wie wir darauf zusteuern und was uns erwartet. Deswegen versuche ich alle zu erreichen, damit wir vom Weg des Leidens auf den Weg des Lichts, der Tora und des Strebens umsteigen.

Die Propheten haben uns den Weg gezeigt, der nicht von unseren Taten abhängig ist; mit anderen Worten all die schrecklichen Geschehnisse, die uns zustoßen, wenn wir den guten Weg nicht wählen. Wir können aber fortschreiten, wenigstens etwas korrigierend. Und das wiederum hängt von uns ab!

*Rav M. Laitman


Der Kritiker, kritisiert immer entsprechend seiner eigenen Verdorbenheit ! ["The critic always criticizes according to his or her own degeneracy!"]


DieSchönheit ist verborgen, suche sie in der Verborgenheit.
Oh du von der eigenen Ungerechtigkeit Ahnungsloser,
schau einmal auf die Gerechtigkeit derer, die den Weg sehen !
Wie kannst du mit Fehlersehenden Augen jemals das Verborgene
erkennen ?
 

*Fariduddin Attar

Wer erkannte den Meister ?




Die Sufis machen öfter darauf aufmerksam, dass die den Autoritätspersonen entgegengebrachte Achtung oft ein Produkt von Gefühl, Propaganda oder schlechter Beobachtung darstellt. Hilali, der im 16. Jahrhundert lebende Lehrer von Samerkand, pflegte diese Lehre mittels unmittelbarer Darstellung zu veranschaulichen. Es wird von volgenden Vorfällen berrichtet:



Hilali, von fünf seiner Schüler begleitet, befand sich auf einer Reise quer durch Zentralasien. Als sie Balkh erreichten und ihnen eine Deligation der bedeutendsten Leute der Stadt entgegenkam, um den Meister zu begrüßen, sprach Hilali zu Jusuf: „Sei du der Meister“ Jusuf wurde empfangen und geehrt. Bald gab es Gerüchte über Wunder, die er vollbracht habe, indem er sich mit gewissen Kranken unter demselben Dach befand. „Das ist das, von dem die Leute glauben, dass es das Derwischtum sei; wir aber wissen, dass dem nicht so ist“, sagte Hilali.


In Surkhan betraten die Gefährten, alle gleich gekleidet, die Stadt. Keiner hatte den Vortritt. „Welcher ist der große Meister?“, fragte das Oberhaubt der Stadt. „Ich bin es“, erwiederte Hilali. Sogleich warfen sich die Leute auf die Knie und riefen: „Wir erkannten ihn an dem Licht in seinen Augen.“ Hilali sprach zu seinen Gefährten: „Zieht eine Lehre daraus“.


Als sie Kandahar erreichten, wurde ihnen von Sardar, dem Oberhaupt, ein Gastmahl geboten, bei dem sich alle im Kreis niedersetzten. Hilali hatte angeordnet, dass man ihn als Geringsten der Jünger behandeln solle, Jafar aber als den Meister. Nun sprach aber Sardar, das Oberhaupt: „Wahrlich, dieser Geringste eurer Gefährten leuchtet mit innerem Licht, was auch immer ihr von ihm sagen mögt, ich betrachte ihn als das magnetische Zentrum des Zeitalters.“ Alle begrüßten Hilali, der anerkennen musste, dass Sardar – obwohl er ein Herrscher war – auch die Fähigkeit besaß, jene Dinge wahrzunehmen, deren die Menschen nicht gewahr werden.

Im Frieden..

Im Frieden, im Schweigen und in Ruhe ist die Welt erschaffen worden, und wann immer etwas wahrhaft zu erschaffen ist, muss es gleichfalls im Frieden, im Schweigen und in der Ruhe geschehen. Von großem Unwissen zeugt die Ansicht, man müsse vom Morgen bis zum Abend rastlos alle möglichen nichtigen Dinge betreiben, um etwas für die Welt zu vollbringen. Um das Ausmaß der Täuschung zu sehen genügt es, von diesen stürmischen Kräften einen Schritt Abstand zu nehmen und in die ruhigen Regionen einzutreten ! Von dort aus sieht die Menschheit wie eine Masse blinder Geschöpfe aus, die in alle Richtungen hetzen, ohne zu wissen, was sie tun und warum sie es tun, und ständig übereinander stolpern und zusammenstoßen. Und das nennen sie Tätigkeit und Leben! Es ist bloß leere Betriebsamkeit, gewiss kein wirkliches Tätigsein und auch kein wahres Leben. Ich sagte einmal, man müsse, um nutzbringend zehn Minuten lang zu reden, zehn Tage lang ruhig bleiben. Ich könnte hinzufügen: um einen Tag lang nützlich zu handeln, muss man sich ein Jahr lang ruhig verhalten. Natürlich spreche ich nicht von den gewöhnlichen Verrichtungen des täglichen Lebens, denn die sind nötig, es aufrechtzuerhalten. Das Schweigen, von dem ich spreche, ist die innere Gelassenheit, die nur jene haben, die handeln können, ohne sich mit ihrer Tätigkeit gleichzusetzen und sich in ihr zu verlieren, vom Lärm ihres eigenen Treibens betrübt und geblendet. Haltet euch über eurem Tun, steigt auf eine Höhe, die diese zeitlichen Bewegungen überragt, tretet in das Bewusstsein der Ewigkeit ein. Dann werdet ihr wissen, was wirkliches Handeln ist.

*Mira Alfassa

Liebende sehen die Dinge so, wie sie wirklich sind. Denn sie sehen mit der Klarheit des göttlichen Lichts, und ihre Liebe spricht die Mängel frei. *Rumi

Wenn der Sufi sagt: "Ich bin Gott", meinen die Leute, das sei ein überheblicher Anspruch. "Ich bin Gott" zeugt jedoch von ungeheurer Demut, denn jener, der da sagt: "Ich bin Gottes Knecht", weist zwei Leben nach: sein eigenes und Gottes Leben. Aber jener, der "Ich bin Gott" sagt, hat sein Leben ausgelöscht. Das heißt, er sagt: Er ist alles; es gibt nichts außer Ihn; ich bin ganz von Ihm umfangen. Hierin liegt größere Demut, und das wird von den Menschen nicht begriffen.

Wenn sich ein Mann Gott unterwirft, dann ist immer noch seine Leibeigenschaft eine Schranke; zwar sieht er Gott, doch sieht er auch sich selbst. Darum ist er nicht gänzlich in der Flut versunken; derjenige ist ganz in der Flut versunken, in dem keinerlei Bewegung ist, aber dessen Bewegung die Bewegung der Flut ist.   

*Gedichte aus dem Diwan des Shams-i-Täbris und andere Texte ~ Rumi

Wir stehen immer kurz davor zu leben, aber wir leben nie. *Ralph Waldo Emerson



Vergiss Ihn nicht!

Frage: 
Wenn ich mir vorstellen würde, dass alles, was mit mir passiert, der Schöpfer macht, werde ich mich über Ihn die ganze Zeit ärgern. Früher habe ich mich über die Menschen in meiner Umgebung geärgert, denkend, dass sie an allen meinen Problemen schuld sind. Wenn es niemanden, außer dem Schöpfer gibt, heißt das, dass ich Ihn hassen muss?

Antwort: 
Bleibe ruhig, es ist normal. Das ist ohne Bedeutung, wie du dich zum Schöpfer verhältst, Hauptsache, denke an Ihn die ganze Zeit, vergiss Ihn nicht! Es ist nicht wichtig, wie du dich jetzt zu Ihm verhältst: gut oder schlecht, es liegt hauptsächlich an Ihm, sich die ganze Zeit zu erinnern. Der Schöpfer will, dass der Mensch mit Ihm in Verbindung ist: damit nicht der Schöpfer mit dem Menschen, sondern der Mensch mit dem Schöpfer diese Verbindung sucht. Der Mensch muss sich jedes Mal nur den Schöpfer vorstellen, der gut ist und das Gute schafft. Das sind zwei Parameter, zwei Eigenschaften, mit denen es möglich ist, den Schöpfer zu empfinden. Ich habe nur den Schöpfer um mich herum, und die ganze Welt ist seine äußerliche Erscheinungsform, wie die Schauspieler in einer Vorstellung, die sich nach dem Vorhaben des Regisseurs bewegen.

Quelle: www.laitman.de/vergies-ihn-nicht

Konzentriere dich auf das, was du sein möchtest

Damit du nicht durch deine eigenen Schwächen entmutigt wirst, gibt dir das Dhammapada dies tröstliche Bild: Die allerreinste Lilie kann einem Haufen Mist am Wegesrand entsprießen. Das heißt es gibt nichts, das so verdorben wäre, daß aus ihm nicht die reinste Verwirklichung hervorgehen könnte. Wie auch immer die Vergangenheit gewesen sein mag, wie auch immer die begangenen Fehler, wie auch immer die Unwissenheit, in der man gelebt haben mag, tief in uns selbst tragen wir die allerhöchste Reinheit, die sich in eine wunderbare Verwirklichung umzusetzen vermag. Das Wichtigste ist, daran zu denken, sich darauf zu konzentrieren und sich nicht mit all den Schwierigkeiten und Hürden und Hindernissen zu befassen. Konzentriere dich ausschließlich auf das, was du sein möchtest, vergiß so vollständig wie möglich, was du nicht sein möchtest.

*Mira Alfassa

Ein entscheidender Wendepunkt

Im Augenblick sind wir an einem entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der Erde, wieder einmal. Von jeder Seite werde ich gefragt: „Was wird geschehen?" Überall ist Qual, Erwartung, Angst. „Was wird geschehen?..." Es gibt nur eine Antwort: „Wenn der Mensch nur einwilligen könnte, spiritualisiert zu werden!" Und vielleicht reichte es, wenn einige einzelne zu reinem Gold würden, denn das wäre genug, den Lauf der Dinge zu ändern....Wir sind mit dieser Notwendigkeit in sehr dringender Weise konfrontiert. Dieser Mut, dieser Heroismus, den das Göttliche von uns verlangt, warum sollten wir ihn uns nicht nutzbar machen, um die eigenen Schwierigkeiten zu bekämpfen, die eigenen Unvollkommenheiten, die eigenen Unklarheiten? Warum nicht heldenhaft das Feuer innerer Läuterung auf sich nehmen, so daß es nicht notwendig wird, noch einmal durch eine dieser furchtbaren, gigantischen Zerstörungen hindurchzugehen, die eine gesamte Zivilisation in die Finsternis stürzt? Das ist das Problem, das sich uns stellt. Jeder muß es auf seine eigene Weise lösen.

aus:

http://aurobindo.ru/der_sonnenhelle_pfad.pdf 

First Flight

Augenblick

Jeder Mensch kann aufwachen und sich wandeln,
von einem Augenblick zum anderen.

*James Redfield (Die zwölfte Prophezeiung von Celestine)

Der Diamant

Ein weiser Mann hatte den Rand seines Dorfes erreicht und ließ sich unter einem Baum nieder, um dort die Nacht zu verbringen, als ein Dorfbewohner angerannt kam und sagt: „Der Stein! Der Stein! Gib mir den kostbaren Stein!" „Welchen Stein?" fragte der weise Mann.„Letzte Nacht erschien mir Gott Shiva im Traum", sagte der Dörfler, „und sagte mir, ich würde bei Einbruch der Dunkelheit am Dorfrand einen weisen Mann finden, der mir einen kostbaren Stein geben würde, so dass ich für immer reich wäre." Der weise Mann durchwühlte seinen Sack und zog einen Stein heraus."Wahrscheinlich meinte er diesen hier", sagte er, als er dem Dörfler den Stein gab. „Ich fand ihn vor einigen Tagen auf einem Waldweg. Du kannst ihn natürlich haben."Staunend betrachtete der Mann den Stein. Es war ein Diamant. Wahrscheinlich der größte Diamant der Welt, denn er war so groß wie ein menschlicher Kopf. Er nahm den Diamanten und ging weg. Die ganze Nacht wälzte er sich im Bett und konnte nicht schlafen. Am nächsten Tag weckte er den weisen Mann bei Anbruch der Dämmerung und sagte: „Gib mir den Reichtum, der es dir ermöglicht, diesen Diamanten so leichten Herzens wegzugeben."

http://spirituelle-kurz-geschichten.pdf

Zur Weisheit gelangen...

Wer glaubt, zur Weisheit gelangen zu können,
während er die Liebe vernachlässigt,
der täuscht sich. Er wird austrocknen
und zu Staub zerfallen.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Ich

Ich bin du
du bist ich
er ist unser
beide sind wir sein
so sei alles
für unseren nächsten.

 *Gurdjieff

Das Geheimnis des Schlafes

Rabbi Sussjas jüngerer Sohn sprach: „Die Zaddikim, die in ihrem Dienst immer wieder von Heiligtum zu Heiligtum und von Welt zu Welt gehen, müssen zuvor Mal und Mal ihr Leben von sich werfen, um einen neuen Geist zu empfangen, daß eine neue Erleuchtung sie Mal um Mal überschwebe. Und dies ist das Geheimnis des Schlafes.“


Einschlafen

...In der Spiritualität bedeutet einschlafen, wenn man langsam seine klare Wahrnehmung des Höheren Lichtes verliert. Im Hebräischen kommt das Wort „Abend” von „Erev” – mischen. Daher bezieht sich der Satz „der Abend senkt sich auf den Menschen nieder” auf das Vermischen von Licht und Dunkelheit. Ein Mensch ist dann nicht mehr in der Lage, deutlich den Unterschied zwischen dem Licht und der Dunkelheit festzustellen und er taucht langsam in die Nacht unter – in die Abwesenheit des Lichtes...

*Laitman 

Quelle: www.laitman.de/durchstehe-die-nacht

Der schnelle Schlaf


Rabbi Jizchak Meirs Frau fragte ihn einmal, warum er so wenig schlafe – damit schade er doch seiner Gesundheit. Er antwortete lachend: „Warum hat dein Vater mich dir zum Mann genommen? Weil ich ein Lernbegabter war. Und was heißt das, ein Lernbegabter? Das heißt, man lernt in zwei Stunden, wozu ein andrer den ganzen Tag braucht. So schlafe ich in zwei stunden, wozu ein andrer die ganze Nacht braucht.“

Hast du den Wunsch dich zu Verwandeln? - Kabbala Congress - Prag 10 - 11 September




Link: https://eurocongress.info/



„Yoga“ bedeutet „Vereinigung“. Bei dieser Vereinigung geht es um die Vereinigung zwischen Mensch und Gott. *Sri Chinmoy




Die grundlegenden Verwirklichungen dieses Yoga sind:

1. Die seelische Wandlung, so dass eine volle Weihung zum Leitmotiv des Herzens werden kann, die das Denken, Leben und Tun in fortwährender Einung mit der Mutter und in ihrer Gegenwart lenkt.

2. Die Herabkunft von Frieden, Macht und Licht usw. des Höheren Bewusstseins durch den Kopf und das Herz in das ganze Wesen, bis sie die eigentlichen Zeilen des Körpers erfassen.

3. Die Wahrnehmung des Einen und Göttlichen, unbegrenzt überall, der Mutter überall – und in diesem unendlichen Bewusstsein zu leben.

Du kennst die drei Dinge, auf denen sich die Verwirklichung gründen muss:

1. das Aufsteigen zu einem Ort oberhalb des Mentals und das Sich-Öffnen in das kosmische Bewusstsein;

2. das seelische Sich-Öffnen;

3. die Herabkunft des höheren Bewusstseins mit seinem Frieden, seinem Licht, seiner Kraft, seinem Wissen und Ananda usw. in alle Ebenen des Wesens bis hinab in das äußerste Physische.

 * * *

"Die spirituelle Wandlung ist jene, die von oben herabkommt; die seelische Wandlung ist jene, die von innen kommt, wobei die Seele das Mental, Vital und Physische beherrscht."

 * * *

"Die spirituelle Wandlung ist die gesicherte Herabkunft des Friedens, des Lichtes, des Wissens, der Macht, der Seligkeit von oben, das Wahrnehmen des Selbstes und Göttlichen sowie eines höheren kosmischen Bewusstseins und die Wandlung des ganzen Bewusstseins in dieses [kosmische Bewusstsein]."


* * * 

"Von den beiden erforderlichen Umwandlungen ist die seelische die erste – wenn die seelische Umwandlung in dir stattgefunden hat, erleichtert das unendlich die andere, das heißt die Umwandlung des gewöhnlichen menschlichen in das höhere spirituelle Bewusstsein – andernfalls wird man voraussichtlich entweder eine schleppende und langweilige oder eine aufregende, aber gefährliche Reise haben."

* * * 

Das seelische Wesen ist immer vorhanden, wird aber nicht gefühlt, da es vom Mental und Vital verdeckt ist; wenn es nicht länger verborgen ist, sagt man, es sei erwacht. Sobald es erwacht ist, beginnt es, das übrige Wesen zu ergreifen, zu beeinflussen und zu wandeln, so dass alles zum wahren Ausdruck der inneren Seele werden kann. Diese Veränderung wird die innere Wandlung genannt. Es kann keine Wandlung ohne das Erwachen des seelischen Wesens geben.


*Aus: "Briefe über den Yoga" (Band 3) - von Sri Aurobindo







Auf ewig verbunden

Wo der Denker ist



Wo der Denker ist, 
da ist die Wahrheit nicht. 
Der Denker und sein Gedanke 
müssen an ein Ende gelangen, 
damit die Wahrheit sein kann. 

*Jiddu Krishnamurti (1895 – 1986)


I am in Love

I am in Love with Love
and Love is in love with me.
My body is in Love with the soul
and the soul is in Love with my body.
I opened my arms to Love and Love
embraced me like a lover.


Ich bin verliebt in die Liebe
und die Liebe ist verliebt in mich.
Mein Körper ist in die Seele verliebt,
und die Seele ist verliebt in meinen Körper.
Ich öffnete meine Arme der Liebe und die Liebe
umarmte mich wie ein Verliebter.
*Rumi
 

Das Durchdringen des Schleiers

Das Durchdringen des Schleiers zwischen dem äußeren Bewusstsein und dem inneren Wesen ist eine der entscheidenden Bewegungen im Yoga. Denn Yoga bedeutet Einung mit dem Göttlichen, er bedeutet aber auch, dass du dir als erstes deines inneren Selbstes und dann deines höheren Selbstes bewusst wirst: eine nach innen gewandte und eine nach oben gewandte Bewegung. Tatsächlich kannst du nur durch das Erwachen und Hervortreten des inneren Wesens zur Einung mit dem Göttlichen gelangen.

*Sri Aurobindo

Heiterkeit

Bekommt ihr etwas, so nehmt ihr es an; verlässt es euch wieder, so trennt ihr euch ebenso bereitwillig davon. Die Dinge kommen zu euch, und ihr haltet sie nicht zurück - beides mit der gleichen lächelnden Heiterkeit, ob ihr nun nehmt oder gehen lasst. Will das Göttliche, dass ihr irgendetwas genießt, so genießt es; seid aber auch bereit, wenn es der göttliche Wille ist, es im nächsten Augenblick ebenso gern wieder aufzugeben.

*Mira Alfassa

Der Schleier


Der Schleier, der eure Augen umwölkt, wird gehoben werden von den Händen, die ihn webten, Und der Lehm, der eure Ohren füllt, wird durchbohrt werden von den Fingern, die ihn kneteten. Und ihr werdet sehen. Und ihr werdet hören. Doch werdet ihr nicht beklagen, die Blindheit gekannt zu haben, noch bedauern, taub gewesen zu sein. Denn an jenem Tag werdet ihr den verborgenen Sinn in allen Dingen erkennen, und ihr werdet die Dunkelheit preisen, wie das Licht.

*Khalil Gibran

Erkläre mir die Geheimnisse

Ein Mann voll von Selbst kam und sagte, "Erkläre mir die Geheimnisse." Ich sagte, "Ich kann Dir nicht die Geheimnisse erklären.Ich erkläre die Geheimnisse, in dem ich nicht ihn sehe, sondern in dem ich mich sehe. Ich erkläre die Geheimnisse des Selbst mir selbst. Ich sehe mich nicht in Dir, ich sehe jemand anderes."Wenn jemand zu jemand anderem kommt, ist er einer von drei Arten: Entweder ein Schüler oder ein Gefährte oder ein Lehrer. Welche Art bist Du? Bist Du nicht zu mir gekommen? Er sagte, "es ist offensichtlich, in welcher Beziehung ich zu Dir bin."Ich sagte, "Es ist offensichtlich. Ich sehe ihn in Dir. Da er in Dir ist, bin ich nicht in Dir, denn ich bin nicht er." 
*Shams e Tabrizi

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Wenn du in das spirituelle Leben eingetreten bist, musst du jeden Vorfall in deinem Leben als von Gott gegebene Erfahrung betrachten.
*Sri Chinmoy 

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Der Unterschied zwischen mir und euch ist nur einer, nämlich dass ihr zu mir sprecht und ich zu ihm spreche; dass ihr von mir hört und ich von ihm höre; dass ihr mich seht und ich ihn sehe. Ansonsten aber bin ich ein Mensch wie ihr. 
*Abu l-Abbas-i Qassab von Amul

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Bringe das Bewußtsein des Einsseins in den Körper, das absolute, ausschließliche Einssein des Göttlichen - ausschließlich in dem Sinne, daß nichts existiert außer in diesem Einssein, selbst die Dinge, die wir äußerst abstoßend finden. Alles ist Er. Es gibt nichts außer Ihm. Das ist es, was wir uns von morgens bis abends und von abends bis morgens wiederholen sollten, weil wir es jeden Augenblick vergessen. Es gibt nur Ihn. Es gibt nichts außer ihm. Er allein existiert, es gibt keine Existenz außer Ihm, es gibt nur Ihn.
*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

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"Es gibt nichts außer Ihm" *Shamati  

Link:  shamati 1: es gibt nichts außer ihm

("Tora" bedeutet in diesem Text: Lehre = Weisung = Licht)
& (Mizwot = Handlungen des Gebens)



Es-gibt-niemanden-außer-ihn from Mula Nasrudin on Vimeo.

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Link: shamati 8 schatten der Heiligkeit 

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In the depths of peace I long to live.





In the depths of peace I long to live.

Shanti gabhire
banchite chahigo
Shanti gabhire

* Composed and translated
by Sri Chinmoy on January 14, 1999

source: www.radiosrichinmoy.org/sangit-surabhi

Das Ende der Nacht

Rabbi Pinchas fragte einst seine Schüler, wie man die Stunde bestimmt, in der die Nacht endet und der Tag beginnt. "Ist es, wenn man von weitem einen Hund von einem Schaf unterscheiden kann?" fragte einer der Schüler. "Nein", sagte der Rabbi."Aber wann ist es dann?" fragten die Schüler."Es ist dann, wenn du in das Gesicht irgend eines Menschen blicken kannst und deine Schwester oder deinen Bruder siehst. Bis dahin ist die Nacht noch bei uns."

(*aus: Martin Buber, Die Erzählungen der Chassidim)