Der Baum des Lebens




"Die Nonnen lehrten uns das es zwei Wege durchs Leben gibt. Dem Weg der Natur und den Weg der Gnade. Man muss sich entscheiden welchen man geht. Die Gnade ist uneigennützig, sie nimmt es hin vernachlässigt, vergessen und abgelehnt zu werden. Sie nimmt Beleidigungen und Verletzungen hin. Die Natur sucht nur den Eigennutz, bringt anderen dazu ihr auch zu nutzen, neigt zur Herrschsucht, setzt gern ihren Willen durch. Sie findet Gründe unglücklich zu sein wenn die ganze Welt um sie herum strahlt und die Liebe sich lächelnd in allen Dingen zeigt. Sie lehrten uns, das niemand der den Weg der Gnade geht, je ein Böses Ende nimmt. Ich werde dir Treu sein, was auch geschieht."

Spiel der Lichter..

Der erfahrene Yogi weiß, dass die kleinen Anfänge von höchster Wichtigkeit sind, dass sie der Pflege bedürfen und ihrer Entwicklung mit großer Geduld stattgegeben werden muss. Er weiß zum Beispiel, dass die neutrale, für den vitalen Eifer des Sadhaks so unbefriedigende Ruhe der erste Schritt zu jenem Frieden ist, der alles Verstehen übersteigt, dass der feine Strom oder Schauer inneren Entzückens das erste Rinnsal des Ozeans Ananda ist; er weiß, dass das Spiel der Lichter oder Farben der Schlüssel zu den Türen der inneren Schau und Erfahrung ist, dass die Herabkunft, die den Körper in konzentriertem Schweigen erstarren lässt, die erste Berührung von etwas ist, an dessen Ende die Göttliche Gegenwart steht.

*Sri Aurobindo

Methode vedantischer Erkenntnis

In der Methode vedantischer Erkenntnis zum Beispiel konzentriert man sich auf die Idee des allgegenwärtigen Brahman – man betrachtet einen Baum oder ein anderes nahes Objekt mit der Idee, dass es Brahman ist und der Baum und das Objekt nur eine Form. Nach einer gewissen Zeit, wenn die Konzentration von der richtigen Art ist, beginnt man, sich einer Gegenwart, eines Daseins bewusst zu werden; die physische Form des Baumes wird zur Hülle, und jene Gegenwart oder jenes Dasein wird als die einzige Wirklichkeit empfunden. Die Idee schwindet dann, und an ihre Stelle tritt die direkte Schau. Es ist nicht länger notwendig, sich auf die Idee zu konzentrieren, da man mit einem tieferen Bewusstsein sieht, sa paśyati. Ich möchte hinzufügen, dass diese Konzentration auf die Idee nicht reines Denken ist, mananam – es ist ein inneres Verweilen auf dem Wesen der Idee.

*Sri Aurobindo 

aus: 
Briefe über den Yoga - Band 2 - MEDITATION

source: http://aurobindo.ru/workings/sa/23/

Sei dein eigener Verfolger

Sei dein eigener Verfolger, und du wirst deinen Feind durch dein Herannahen verjagen.Versöhne dich mit dir selbst, und Himmel und Erde werden sich mit dir versöhnen. Dringe tief ein in dich selbst, fliehe gleichzeitig der Falscheit, du wirst dabei den Weg der Erhebung finden.  

*Isaac der Syrer, (365-460)

Liebe

"Was rauh ist, Liebe macht es weich, macht Heldenseelen zag, den Feigen kühn, den Armen reich und wandelt Nacht in Tag."

"Durch Liebe wird bitteres süß, durch liebe werden Kupferstücke zu Gold. Durch Liebe wird der Bodensatz rein, durch Liebe werden Schmerzen zur Heilung, durch Liebe wird aus dem Sklaven ein König."

"Wär' auch die ganze Welt mit Dornen rings umstellt, ein Herz, das Liebe fühlt, bleibt stets ein Rosenfeld."

*Rumi

Nektar

Oh Stütze meines Lebens, Ich hab keine Zuflucht sonst außer Dir, Nirgends in den Drei Welten. Ich sah die Schönheit die selbst den Liebesgott betört, Und trank Nektar mit meinen Augen, Kein Blinzeln, kein Zwinkern, So verloren war ich darin. Verfangen hat sich mein Blick Im Genuß Deiner Schönheit.

„Mirabai ist wahnsinnig“, sagten die Leute, als mir der König den Giftbecher schickte, und ich ihn trank und lachte. Auch einen Schlangenkorb schickte Er mir, persönlich wurde er überreicht. In der Ruhe nach dem Bad schaute ich den Inhalt an, Und fand darin den heiligen śhālagrama-Stein.

Den Giftbecher schickte mir der König, Verwandelt wurde das Gift in Nektar. Ich wusch mir die Hände und trank davon, So wurde ich unsterblich. Ein Prunkbett aus Spießen schickte mir der König, „Gebt es ihr, damit sie darauf schlafe.“ Abenddämmerung, dann die Nacht: ich legte mich schlafen, es war mir, als läge ich auf Blumen. Mein Herr hilft immer, Alle Übel hält er von mir fern. Ich wandele umher, versunken in Gotteshingabe, Ich habe mich geopfert.

* Mirabai - मीराबाई, Mīrābāī (1498 - 1546) 

Freundschaft, Liebe und Zuneigung

Nichts ist wichtiger als Freundschaft, Liebe und Zuneigung; und gerade auf diesem Gebiet braucht man die meiste Klarheit. Wenn man jemanden liebt, darf man nicht so sehr an sich selbst denken; denn dann vergisst man alles Göttliche und Heilige und zieht den geliebten Menschen in die niederen Bereiche der eigenen Wünsche und Begierden hinab. Liebe heißt aber im Gegenteil Opfer bringen, über sich selbst hinauswachsen, etwas Großes für den Geliebten tun – und nichts ist erhabener, als ihn mit der Quelle zu verbinden.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Liebe umfasst die Gesamtheit aller Geschöpfe

Die meisten Menschen haben von der Liebe eine derart begrenzte Vorstellung, dass, sobald ein Mann und eine Frau sich begegnen, sie die ganze Welt vergessen und nichts anderes mehr für sie existiert. Sie sind noch nicht daran gewöhnt, die Liebe in erweiterter Weise zu leben, sie wird arm und verstümmelt; es ist nicht mehr die göttliche Liebe, welche hervorsprudelt und alle Menschen erlabt. Die wahre Liebe umfasst die Gesamtheit aller Geschöpfe, ohne sich zu begrenzen und bei einer einzigen Person Wurzeln zu schlagen.

Deswegen müssen die Männer und Frauen in Zukunft erweiterte Auffassungen lernen und weniger besitzergreifend und eifersüchtig werden. Der Mann sollte sich freuen, wenn er sieht, dass seine Frau für die Welt ein offenes Herz hat und auch die Frau sollte sich über die Weitherzigkeit ihres Mannes freuen. Dies hindert sie nicht daran, einander treu zu bleiben. Wenn zwei wirklich weit entwickelte Wesen heiraten, so haben sie sich bereits von vorneherein gegenseitig diese Freiheit gegeben. Jeder freut sich, alle Geschöpfe in größter Reinheit lieben zu können. Die Frau versteht ihren Mann, der Mann versteht seine Frau und alle beide gehen gemeinsam dem Himmel entgegen, denn sie leben das wahre, das unbegrenzte Leben.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Der Schmetterlingskokon

Ein Mann fand einen Schmetterlingskokon und nahm ihn mit nach Hause, um den Schmetterling schlüpfen zu sehen. Eines Tages wurde eine kleine Öffnung sichtbar. Während mehrerer Stunden kämpfte der Schmetterling, doch es schien, als könne er seinen Körper nicht über einen bestimmten Punkt hinaus bringen. Da glaubte der Mann, dass etwas nicht richtig sei, und nahm eine Schere, um den Rest des Kokons aufzuschneiden. Der Schmetterling schlüpfte mit Leichtigkeit heraus: ein großer, aufgedunsener Körper mit kleinen, schrumpeligen Flügeln. Der Mann dachte, dass sich die Flügel in ein paar Stunden zu ihrer natürlichen Schönheit entfalten würden, doch es geschah nicht. Anstatt sich in ein Geschöpf zu verwandeln, dass frei war zu fliegen, verbrachte der Schmetterling sein Leben damit, einen geschwollenen Körper und aufgedunsene Flügel mit sich herumzuschleppen. Der enge Kokon und der Kampf, der nötig ist, um durch die enge Öffnung hindurchzuschlüpfen, sind der Weg der Natur, Flüssigkeit vom Körper in die Flügel zu zwingen. Der 'gnadenvolle' Schnitt war in Wirklichkeit grausam. Manchmal ist ein Kampf genau das, was wir brauchen.

Einige verweilen..

Einige weilen auf der Höhe der Einheit und sprechen von jener Welt, andere befinden sich in den Welten der Begrenzung und andere im Lande des Ichs, und wieder andere sind völlig von Schleiern umgeben.

*Baha'ullah

Erwartet nicht..

Erwartet nicht, dass die anderen euch das Leben, die Liebe oder die Fröhlichkeit bringen. Ihr müsst zuerst in euch selbst die Quellen des Lebens, der Liebe und der Freude öffnen. Um zu empfangen, muss man mit Geben beginnen. Und ihr besitzt so viele verborgene Schätze! Warum sollte davon nichts nach außen dringen? Indem ihr jemandem guttut, tut ihr auch euch selbst gut, denn das, was er empfindet, wird wie ein Echo zu euch zurückkommen.

*Omraam Mikhaël Aivanhov

Prem Rawat in Rom

Liebe ist die stärkste Kraft, die der Welt zu eigen ist, und doch die bescheidenste - demütigste, die man sich vorstellen kann. *Gandhi

Wahre Demut

Es ist sehr einfach, wenn Leuten gesagt wird: "Seid demütig!" verbinden sie damit sofort, demütig gegenüber anderen Menschen zu sein, doch diese Demut ist nichts wahrhaftiges. Wahre Demut ist Demut gegenüber dem Göttlichen, das heißt ein präzises, genaues, ein lebendiges Gefühl, daß man nichts ist, nichts tun, nichts verstehen kann ohne das Göttliche, daß selbst wenn man außergewöhnlich intelligent und fähig ist, dies nichts ist im Vergleich zum Göttlichen Bewußtsein, und dieses Gefühl muß man immer bewahren, weil man dann stets die wahre Haltung der Empfänglichkeit hat - eine demütige Empfänglichkeit, die persönliche Ansprüche nicht in Wiederspruch zum Göttlichen setzt.

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)


Es ist wichtig,..

Es ist wichtig, von Kindheit an zu begreifen, dass man sich ernährt, um seinem Körper Kraft und Gesundheit zu geben und nicht, um dem Gaumen zu schmeicheln.

*Mira Alfassa

Das Gesetz der Absicht

~ Die Taten rühren von der Absicht her, und Jedem gebührt entsprechend der Absicht *Koran

~ Die Absicht des Willens ist der Schlüssel zur Vollkommenheit ! *Baal HaSulam 

~ Gott achtet nur auf die Früchte des Herzens. Er merkt sich nicht, was einer im einzelnen tut oder wie er sich verhält. Gott lässt allein die Beweggründe gelten. *Ramakrishna

~ Die Energie, die die Welt erschafft, kann nichts anderes sein als ein Wille, und Wille ist Bewußtsein, das sich in den Dienst eines Wirkens und eines Resultats stellt.

~ Hoffe nichts und befürchte nichts, sondern vertraue den Absichten "Gottes", und deinem Willen, sie zu erfüllen. *Sri Aurobindo

~ Nun merke auffolgende Unterweisung! Jede Kreatur betreibt ihr Werk um eines Endzweckes willen. Der Endzweck ist allwegs das Erste in der Absicht und das Letzte in der Ausführung. *Meister Eckehart




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Es war einmal ein König

Es war einmal ein König, der eines Tages, als er seinen königlichen Hof betrat, unter den Anwesenden einen bemerkte, die sich vor ihm nicht verneigte. Verärgert über die dreiste Tat des Fremden in der Halle rief der König aus: "Wie nur wagst du es, dich nicht vor mir zu verneigen! Nur Gott verneigt sich nicht vor mir, und es gibt nichts, das größer wäre als Gott. Wer also bist du?" Mit einem Lächeln erwiderte der zerlumpte Fremde: "Ich bin dieses Nichts."

Von einem hohen Ziel..

Wenn du von einem hohen Ziel, von einem außergewöhnlichen Projekt inspiriert bist, sprengt dein Denken seine Fesseln, dein Geist überschreitet Grenzen, dein Bewusstsein dehnt sich in alle Richtungen aus, und du findest dich in einer neuen, großartigen, wunderbaren Welt wieder. Schlummernde Kräfte, Fähigkeiten und Talente werden geweckt, und du entdeckst, dass du ein weit großartigerer Mensch bist, als du je zu träumen gewagt hast.

*Patanjali

Es gibt eine Vollkommenheit..

Es gibt eine Vollkommenheit tief inmitten aller Unzulänglichkeiten.
Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Rastlosigkeit.
Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen und Nöte.

*Buddha

Tom Rosenthal

My physical death..

My physical death
Is not the end of my life —
I am an eternal journey.

*Sri Chinmoy

Möge ich..

Möge ich der Hüter sein für die Verlassenen. Der Führer für die Wandernden, und das Boot, die Straße, die Brücke, für die, die hinüber wollen an das andere Ufer. Möge ich das Licht sein für die, die des Lichtes bedürfen. Das Bett für die, die eines Bettes bedürfen, und ein Diener für die, die einen Diener bedürfen. *Shantideva

A world full of love, light, laughter - it's time has come. let us make it happen. *Sadhguru

Wille zur Wahrheit

Was immer du tust, was immer deine Arbeit sei, der Wille, zur Wahrheit deines Wesens zu gelangen und dich mit ihr zu einen, muß immer lebendig sein, immer gegenwärtig hinter all deinem Denken.

In jedem menschlichen Wesen ist die Möglichkeit eines größeren Bewußtseins verborgen, das den Rahmen seines gewöhnlichen Lebens überschreitet und durch das es an einem hohen und weiten Leben teilhaben kann. Was der menschliche Geist nicht weiß und nicht zu tun vermag, weiß und vermag dieses Bewußtsein.

*Mira Alfassa

 

Kolam ~ Rangoli



Kolam from Jie Hong on Vimeo.



blogspot.com/rangoli.html

Religionen

"Der Religionen sind viele, aber es gibt nur eine Wahrheit der Religion. Der Tage sind viele, aber nur eine Sonne strahlt. Es gibt viele Quellen, aber jede Quelle hat den gleichen Ursprung. Ein Baum hat viele Zweige, dennoch ist es nur ein Baum. Grundlage der göttlichen Religionen ist die Wahrheit; wäre diese nicht, gäbe es keine Religionen..."

"Wenn du die Weltgegenden durchstreifst, wirst du zu dem Ergebnis kommen, dass aller Fortschritt auf Vereinigung und Zusammenarbeit beruht, Niedergang jedoch von Feindseligkeit und Hass herrührt."

"Gibt es eine größere Gnade als die, dass ein Mensch, wenn er in sich geht, feststellen darf, dass er, durch göttliche Gunst, Frieden und Wohlfahrt, Glück und Nutzen unter seinen Mitmenschen bewirkte."

*Abdu'l Baha

Deine Quelle..

Du bist für die göttliche Liebe empfänglicher, wenn du jeden Tag zu fühlen vermagst, dass deine Quelle reine Liebe ist und dass du hier auf der Erde bist, um ständig - im Denken und im Handeln - die Liebe zu geben, die du bereits besitzt.

*Sri Chinmoy

Sich selbst zu verstehen ist der Anfang der Weisheit. *Jiddu Krishnamurti


Für die meisten von uns besteht die Schwierigkeit darin, daß uns unsere Fluchtwege nicht bewußt sind. Wir sind so gebunden, so gewöhnt an unsere Fluchtwege, daß wir sie für das Wirkliche halten.
Es ist anstrengend, etwas Neues zu entdecken. Also ziehen wir es vor, zu bleiben, wie wir sind. Und da liegt die eigentliche Schwierigkeit.


Um sich selbst zu erkennen, wie man ist, braucht es eine außerordentliche geistige Beweglichkeit, denn das, was ist, verändert sich ständig.

Sie müssen ihr eigener Lehrer und ihr eigener Schüler sein.

*Jiddu Krishnamurti

Es ist...

Es ist bereits sehr schwer, genau zu erkennen, was in einem selbst geschieht, wie also sollte man mit Sicherheit wissen, was in anderen vorgeht.

*Mira Alfassa

Fear, anger, resentment..


Sadhguru in Berlin - 3. July 2016 - Tempodrom



3. July 2016 

Tempodrom, Berlin

www.sadhguru.org/sadhguru-in-berlin 





After a long time..

After a long time,
my pride-life Is smashed into pieces.
Therefore, my heart’s cry Is
today pure, beautiful And complete.

*Sri Chinmoy

In der Nacht..

In der Nacht denken Gefangene
nicht an ihr Gefängnis,
in der Nacht wissen Regierende
nichts von ihrer Macht.

*Rumi

Geschmack

Frage:
Was würden Sie einem Menschen raten, der den Geschmack am Konsum, an Wissenschaft und Kultur – überhaupt an allen herkömmlichen Werten verloren hat und spürt, dass es da keinen Sinn gibt?  

Antwort:
Ich kann ihm raten, sich auf die nächste Entwicklungsstufe der Menschheit einzulassen, allen mit der Hand zum Abschied zu winken, sich in den Zug zu setzen, der ihn zu neuen Erkenntnissen bringt und den Bahnsteig unserer Welt zu verlassen. In diesem Zug wird er einer ernsthaften inneren Korrektur unterzogen, innere Veränderungen finden statt und er wird der nächsten Stufe angenähert, erlangt zusätzlichen Werkzeuge an Verständnis, Wissen, Erkenntnis und Wahrnehmung.
...

Quelle: www.laitman.de/den-sinn-des-lebens-offenbaren