Tausend kommen in das Zimmer, doch nur einer geht zum Licht hinaus.



Es sät Samen zu seinem Ruhm, wie der Samen feiner purpurner Seide hüllt es sich selbst darin ein, webt sich einen Palast, begründet sein Lob, befruchtet alles.(~ Zohar)

                                         
                    
Des Königs wird geschaut auf dreierlei Art.

Die eine Art:

Die Erscheinung, die sich zeigt dem "Auge",entfernt sich, und das Auge vermag
nicht zu bestimmen die Deutlichkeit der Erscheinung, weil sie sich entfernt; bis das Auge ein Winziges der Erscheinung in seinen Falten trägt. [Denn wer eine Sache von ferne schauen will, zieht das Auge ein wenig zusammen.] Und darauf steht geschrieben: »Von ferne erschien der König mir.«

Die zweite Art:

Die Erscheinung dieser sieht das Auge in seiner Geblendetheit; denn diese Art zeigt sich dem Auge nicht, außer in Geblendetheit, daß es ein Winziges erfasse. Und es begreift nicht in Klarheit; schließt man das Auge und öffnet es ein wenig, so erfaßt man diese Erscheinung. Und diese Art bedarf der Deutung, um sich klar zu
werden in dem, was das Auge erfaßt hat. Und darauf steht geschrieben: »Was
siehst Du

Die dritte Art:

Sie ist der Strahl des leuchtenden Spiegels, in dem nichts gesehen wird, außer mit dem innern Gesichtskreis des Auges, das geblendet ist in Verschlossenheit. Und man
läßt ihn rollen in den innern Gesichtskreis, und es erscheint in diesem Kreis ein Spiegel,der leuchtet. Und es kann nicht begreifen diese Art, außer wer leuchtenden Strahl bei Geschlossenheit des Auges schaut. Und darauf steht geschrieben: »Es war
über mir des Königs Hand«, »Und des Königs Hand ward über mich mächtig«.
Und sie alle wurden klar den wahren Sehern, dasHöchste zu schauen,
wie es nie geschaut wurde.

(ZOHAR)

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