Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende.*Nizami

Wer die Grenzen erkennt und in ihnen sein Glück,
der kann es auch halten sein Leben lang;
wen aber das Irrlicht seines Verlangens weitertreibt
vom einen immer zum nächsten, der stürzt am Ende - ins Nichts.

*Nizami (12. Jh. n.Chr)

Mit Skulpturen, die Nezami abbilden, wird dem Dichter in vielen Ländern der Welt gedacht, in Iran und in Aserbaidschan in vielen Städten sowie in Moskau, in Sankt Petersburg, in Kiew, in Peking, in Taschkent, in Marneuli, in Chișinău, in der Wolga-Republik Udmurtien sowie in Rom, wo 2012 in der Villa Borghese für den persischsprachigen Dichter ein Denkmal enthüllt wurde.

Gut für das gesamte System

...Die Kabbala besagt, dass man sich von der Erforschung der Außenwelt zurückziehen soll. Die Außenwelt ist nur eine Illusion, die in unserem Inneren geformt wird, und zwar in unseren fünf Sinnesorganen. Diese Erkenntnisse ähneln einer Eisbergspitze, wobei 99% des Systems verborgen bleiben. Deshalb sollten wir unsere Kräfte in die Offenbarung der inneren Wahrnehmung investieren, um unsere Wahrnehmung so zu erweitern, dass wir folglich das ganze System der Natur empfinden und enthüllen können.

Wir werden beginnen, die Realität richtig wahrzunehmen. Möglicherweise nehmen wir heute alles wie kleine Kinder wahr, die Coca Cola und Süßigkeiten als Belohnung empfinden. Wir wissen aber, dass sie für den Körper eher eine Bestrafung darstellen, d.h. eine negative  Auswirkung haben und keine positive. Deshalb hängt alles davon ab, wer die Richter sind. Wenn wir jedes Mal auf die höhere Stufe hinaufsteigen werden, wie die Mutter bezüglich der Kinder, die sie vor allen Problemen beschützt, dann tun wir nichts Falsches. So können wir uns immer von der höheren Stufe aus selbst prüfen.

Tatsache ist, dass wir uns in einem trügerischen System befinden, das auf unserem Egoismus, auf dem Verlangen zu genießen basiert. Doch die ganze Wirklichkeit, das ganze System unterliegt einem anderen Gesetz – dem gegenseitigen Geben. Dies ist ein integrales System, wo sich jedes Element in vollkommener Harmonie mit allen anderen Teilen befindet. In diesem System macht niemand eine selbstsüchtige Berechnung,  sondern nur zum Wohl des gesamten Systems. Das, was für das gesamte System gut ist, gilt als eine Belohnung für all seine Elemente...


*Rav M. Laitman

Quelle: http://www.laitman.de

 

Beziehungen..

...Bei der Entwicklung guter Beziehungen mit anderen gibt es drei Stufen: Denken, Sprechen und Handeln. Selbst wenn Sie nicht gut über mich denken, aber versuchen, Gutes über mich zu sagen, wird sich Ihre Haltung zu mir verändern.

Eine Arbeitsübung für zu hause oder wo auch immer: Wählen Sie jemanden aus, und schmeicheln Sie ihm. Er wird Ihnen sympathischer. Selbst wenn Sie jemanden hassen, wird sich ihre Haltung ihm gegenüber ändern, wenn Sie freundlich zu ihm sprechen. Durch Ihre Haltung beeinflussen Sie die Haltung des anderen Menschen Ihnen gegenüber und sie wird sich zum Besseren verändern. Stärker als die Kraft der Worte ist die Kraft der Gedanken. Gute Gedanken sind die stärkste Kraft in der Welt. Versuchen Sie, über die Menschen positiv zu denken. Was Ihnen als schlecht erscheint, kommt aus Ihrem eigenen Ego. Ein positiver Gedanke wie dieser verursacht eine Verbesserung für beide, für den anderen und für Sie, da wir alle in einem inneren Netzwerk verbunden sind.

*Rav M. Laitman

Quelle: www.laitman.de/die-macht-eines-wortes

Herz aus Stein

Ich hatte geschworen, nicht mehr unter dem Kummer dieser Welt, ihrem Stumpfsinn, ihrer Grausamkeit und ihrer Ungerechtigkeit zu leiden, und hatte mein Herz in seiner Ausdauer so hart gemacht wie einen unteren Mühlstein und mein Denken wie polierten Stahl. Ich litt nicht mehr, aber auch die Freude war von mir gewichen. Da hat Gott mein Herz aufgebrochen und meinen Geist umgepflügt. Durch grausame und unaufhörliche Qualen erhob ich mich zu seliger Schmerzlosigkeit und durch Leiden, Empörung und Auflehnung zu unendlichem Wissen und unerschöpflichem Frieden.

* Sri Aurobindo

Liebe die Menschen und diene ihnen, aber hüte dich davor, ihren Beifall zu suchen. Besser gehorche Gott in dir. *Sri Aurobindo

"Sieh Gott überall und lass dich von Masken nicht erschrecken. Glaube, dass alle Falschheit Wahrheit im Entstehen oder Wahrheit im Vergehen ist, alles Scheitern verhüllte Wirksamkeit, alle Schwäche Stärke, die sich vor ihrer eigenen Sicht verbirgt, aller Schmerz geheime und heftige Ekstase. Wenn du fest und unentwegt glaubst, wirst du schließlich den All-Wahren, All-Mächtigen und All-Seligen sehen und erfahren."

"Menschliche Liebe erliegt der eignen Ekstase, menschliche Stärke erschöpft sich in der eigenen Anstrengung, menschliches Wissen wirft einen Schatten, der die halbe Kugel der Wahrheit vor dem eigenen Sonnenlicht verbirgt; göttliches Wissen aber umfasst gegensätzliche Wahrheiten und versöhnt sie, göttliche Stärke nimmt mit der Fülle ihrer Verausgabung zu, göttliche Liebe kann sich ganz und gar verschwenden, ohne je schwächer oder weniger zu werden."

*Sri Aurobindo

yoav ilan - stories without words

Das höhere Licht

Die Tora wird als das höhere Licht („Or“) bezeichnet, das auf denjenigen Einfluss nimmt, welcher zu lernen bereit ist. Das heißt, wenn er dank ihrer Kraft eine höhere Stufe erreichen möchte als die, auf der er sich jetzt befindet. Er möchte in größerem maße altruistisch sein, gebend, liebend, er will verbundener mit anderen sein und alle unterstützen.

Mit anderen Worten, er will dem Schöpfer ähneln, Der gut, vollkommen und Gutes tuend ist. Wenn der Mensch sich so verändern möchte, wirkt das höhere Licht (das sich Tora nennt) auf ihn und führt ihn zu diesem Zustand. Dann spürt der Mensch, dass er sich ändert. Das ist verständlich, da sich in diesen Veränderungen Abstiege und Aufstiege befinden, ein Wechsel von allen möglichen Zuständen.

Aber daraus lernt der Mensch wie auf ihn in Wirklichkeit die Tora wirkt und wie sie in ihm arbeitet. Vor allem muss der Mensch die gebenden Verlangen erhalten und den Glauben über dem Verstand. Dann kommt er aus den Grenzen dieser Welt heraus. Diese Welt beginnt sich aufzulösen wie eine Fata Morgana, weil sie nur in unserer egoistischen Einbildung existiert.

In der Kabbala nennt sich unsere Welt „der Punkt dieser Welt“, weil in ihr nichts mehr als ein Punkt existiert. Wenn wir über die Grenzen des egoistischen Punktes kommen und uns ausdehnen, beginnen wir die Kostbarkeit und Wichtigkeit der Tora zu spüren, wir heften uns an ihren Baum des Lebens an.

 Wenn das nicht geschieht, bleiben wir für immer in der Dunkelheit des kleinsten schwarzen Punktes. Die Tora ist das Licht der Welt der Unendlichkeit, welches laut dem HAWAYA Programm auf 620 Lichter geteilt wurde. Das Ziel dieser Lichter ist es, auf das verdorbene Verlangen einzuwirken und es zu korrigieren. Der Mensch muss sein Verlangen mithilfe dieses Lichtes korrigieren und auf der anderen Seite muss er selber dieses Licht erwecken. Er kann sich nicht ohne das höhere Licht ändern, denn man muss das Licht noch anziehen. Und dafür braucht man die Tora. Es ist so, dass das ganze System, welches das Geschöpf mit dem Schöpfer und den Schöpfer mit dem Geschöpf verbindet, „Tora“ heißt.

*Rav M. Laitman

Das Lächeln des Geliebten

O Narr deiner Schwäche, verdecke dir nicht Gottes Antlitz mit einem Schleier der Ehrfurcht, nähere dich Ihm nicht in bittstellerischer Untertänigkeit. Schau! Nicht den feierlichen Ernst eines Königs und Richters wirst du auf Seinem Angesicht sehen, sondern das Lächeln des Geliebten.

*Sri Aurobindo

 

Seth Breitman


Die seltsamste Erfahrung der Seele

Die seltsamste Erfahrung der Seele ist die: Hört sie auf, sich um das Bild und die Drohung von Schwierigkeiten zu kümmern, so sind diese weit und breit nicht mehr zu finden. Und von hinter jenen unwirklichen Wolken hören wir dann Gott uns auslachen.

*Sri Aurobindo

Snatam Kaur

Unbeirrbare Liebe

"Der göttliche Freund aller Geschöpfe verbirgt Seine Freundschaft hinter der Maske eines Feindes, bis Er uns für die höchsten Himmel vorbereitet hat; dann wird, wie in Kurukshetra, die schreckliche Form des Herrn des Kampfes, des Leidens und der Zerstörung zurückgenommen, und das süße Antlitz, die Innigkeit und der oft umarmte Körper Krishnas erstrahlen der erschütterten Seele und den geläuterten Augen seines ewigen Gefährten und Spielkameraden."


"Wer Scheitern und Unvollkommenheit verdammt, verdammt Gott; er beschränkt seine eigene Seele und betrügt seine eigene Schau. Verdamme nicht, sondern beobachte die Natur, hilf deinen Brüdern, heile sie und stärke durch Mitgefühl ihre Fähigkeiten und ihren Mut."


"Ich sollte meinen Nächsten nicht darum lieben, weil er nahe ist, – denn was ist Nähe und Ferne? Auch nicht darum, weil die Religionen mir sagen, er sei mein Bruder, – denn worauf beruht jene Brüderlichkeit? Sondern darum, weil er ich selber ist. Nähe und Ferne betreffen den Körper, das Herz geht darüber hinaus. Brüderlichkeit ist eine des Blutes, der Heimat, der Religion oder der Menschheit, aber wenn sich der Eigennutz meldet, was wird dann aus dieser Brüderlichkeit? Erst wenn man in Gott lebt und Mental und Herz und Körper in das Bild dieser allumfassenden Einheit prägt, wird diese tiefe, selbstlose und unbeirrbare Liebe möglich."

*Sri Aurobindo

Arbeit in der Gruppe Teil 2

 

*Rav M. Laitman

Quelle: http://www.kabbalahmedia.info/

Blessed we are

Blessed we are to dance on this ground, The rhythm of saints to carry the sound. We hold a prayer for the earth, for the ones yet to come, May you walk in beauty and remember your song. Remember why you came here, Remember your life is sacred. *Peia


Wie können wir praktisch die Liebe erreichen?

Antwort: Wenn du dich anstrengst und siehst, dass dir nichts gelingt, dann wirst du an den Schöpfer erinnert, und daran, dass Er helfen muss. Wenn du dich an Ihn wendest, dann siehst du, wie Er alles anordnet. Auf diese Weise kommt die Liebe zum Schöpfer zu dir. Du siehst, mit welcher Liebe und Hingabe, mit welcher Fürsorge Er dir all die Hindernisse, Probleme und Unannehmlichkeiten bereitete.

Aufgrund der Tatsache, dass „die Liebe alle Sünden bedeckt“, beginnst du Liebe für den Schöpfer zu empfinden. Denn du siehst, dass Er nie irgendwelchen Schaden bei dir verursacht hat. Wenn die Liebe sich offenbart und alle Übel bedeckt, dann siehst du, dass das Böse nie existierte. Es kam dir nur so vor, dass dieses Problem existiert, aber jetzt siehst du, dass es nicht so ist. Es sollte dir als existierend erscheinen, damit du die Liebe offenbarst. Dies geschieht auch in unserer Welt. Manchmal streitest du, streitest dich mit jemandem, sagen wir mit deiner Frau. Du kochst! Und dann versöhnt ihr euch, und du denkst, dass alles, was passiert ist, Unsinn war, da nichts Bedeutendes dran war. „Wie kann es sein, dass wir wegen dieser Kleinigkeit uns so sehr zerstritten haben, dass ich mich scheiden lassen und weglaufen wollte?!“ So ist das Leben. Aber was hast du damit erreicht? Dass alles, was geschehen ist, wie unwirklich war, und jetzt genießt du die Nähe noch mehr. Daraus lernst du nicht sehr viel für die Zukunft, und dann wirst du dich wieder streiten. Das heißt, wenn wir alles, was uns in unserem Leben, in der Familie und an jedem Ort passiert, so wahrnehmen, dass es vom Schöpfer kommt, damit wir lernen, alles mit Liebe zu bedecken, dann werden wir ein vollkommen anderes Leben sehen.

*Rav M. Laitman

Arbeit in der Gruppe

Die Arbeit in der spirituellen Gemeinschaft lässt sich kurzgefasst folgendermaßen beschreiben:

1. Hohes Streben zum Guten zum Geben zur Einheit
2. Offenbarung des Bösen
3. Preisung des Bösen
4. Gebets-Schrei der Herzen für die Einheit
5. Göttliche Selbstüberwindung
6. Verwirklichung der Selbstlosigkeit
7. Alles beginnt von Neuem

1. Wir streben und sehnen uns nach Verbindung, Frieden, bedingungsloser Liebe, Brüderlichkeit, Einheit, bedingungslosem Geben zwischen uns.

2. Weil wir wahrhaftig danach streben und diese Dinge zu verwirklichen suchen, offenbaren sich genau die gegenteiligen Aspekte. Heißt - alles was dem Frieden der Liebe der Einheit usw. im Weg steht. Alles muss sich zeigen. Eine große kraft der Trennung des Egos des Hasses der Enttäuschung der Herschsucht, der eigenen Wünsche stellt sich zwischen uns wie eine unüberwindbare Mauer.

3. Wir Preisen dies und sind Dankbar für die Offenbarung von Oben und die Möglichkeit eine neue Stufe der Einheit und Liebe gerade dadurch zu verwirklichen.

4. Trotz aller inneren und äußeren Widerstände, schreien - beten - streben wir nach liebender Verbundenheit, trotz des Hasses einander zu lieben einander zu geben. Trotz der trennenden Kräfte uns zu Verbinden. Wir bitten die höhere Kraft um unsere Korektur.

5. Wir überwinden uns mithilfe der Göttlichkeit über unser Ego mit all seinem Hass und all seinen trennenden Gedanken und Gefühlen und verbinden uns mit den anderen, trotz allem was uns trennt oder voneinander abstößt. Wir überwinden uns über uns selbst. Hingabe.

6. Das Ziel ist erreicht. Eine neue höhere Stufe der Verbindung wurde erreicht.
Großer Frieden und eine große Liebe und Verbundenheit gepaart mit Vertrauen weilt zwischen uns. Wir sind im Himmel. Wir atmen die Luft des Paradieses und essen dessen süße Früchte.

7. Hass Trennung Misstrauen die Kräfte des Egos erheben sich erneut alles fängt von vorne an, um eine noch höhere Stufe der Liebe der Einheit der Verbundenheit zu verwirklichen.


*

"Trotz allem was uns vom anderen abstößt,
trotz aller Gegensätze,
trotz allem Hass,
trotz allem was uns voneinander trennt,
sein Ego beiseite zu werfen und sich in liebe zu verbinden.
Das nenne ich heilige Arbeit."
*Azmuto

*

"Wenn wir zum Guten streben,
offenbart sich das Böse.
Und das ist gut."

*Azmuto

* 

"Ein Held ist jener
der sein Ego beiseite zu werfen weiß.
Der Schwächling bleibt Sklave
seiner niederen Natur."  
*Azmuto 

*
"Wenn deine Freunde für dich „Beten“ - „Bitten“ (um Hilfe in Richtung Fortschritt – Korektur - Einheit ) dann wird das Gebet "erhört", wenn du für dich selbst bittest wird nichts geschehen. Die Maschinerie – Ordnung – Gesetzmässigkeit - die höhere Natur ist so aufgebaut."
*Rav M. Laitman

* 
 
"Das "Gebet der Vielen" ist eine Bitte um die Korrektur des zerbrochenen Gefäßes, der zerbrochenen Gesamtseele."  
*Rav M. Laitman
 
*
Das Gebet der vielen - (Gruppengebet):
Gebet - Bitte – brennender Wunsch – starkes Verlangen, nach dem Fortschritt, der Erhebung aller. Nach göttlicher Einheit - Verbindung – der Liebe und der Absicht des Gebens in und zwischen uns. Jeder der Gruppe, bittet um Angleichung an das Göttliche, jedoch nicht für sich selbst sondern für alle, für das Kolektiv von dem er selbst ein Teil ist.
*Azmuto 
*
 
 

Der Himmel ist das Gefühl des Entzückens darüber, dem Schöpfer ähnlich zu sein.*Rav Michael Laitman


Byron Katie - Lieben was ist (the Work) Hörbuch



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Die sieben Täler - Die Konferenz der Vögel - von Fariduddin Attar (Manteq-ot-teir "Vogelgespräche")

Bevor Attar durch ein einschneidendes Erlebnis zur "Mystik" findet, ist er Besitzer einer Drogerie, daher sein Rufname Attar („der Drogist“).

Dieses Erlebnis ist folgendermaßen überliefert worden:
Seit einigen Stunden hatte sich ein Wandersufi vor dem Geschäft von Attar hingesetzt und starrte die ganze Zeit auf seine Auslage. Attar der befürchtete das seine Kundschaft durch die Anwesenheit dieses Mannes vertrieben werden könnte wandte sich mit harschem Ton an ihn: Wenn du was kaufen willst dann tu dies und geh. Der Sufi stand auf und sagte: Ich brauche nichts doch mache ich mir Sorgen für dich, wie du gehen möchtest und all dies auf dieser Welt zurücklassen willst. Darauf entgegnete Attar: Das was ihr sagt ist doch nur leeres Geschwätz. Ihr hängt genauso an dieser Welt, dein sterben wird genauso schwer sein wie meines. Der Sufi meinte er glaube dies nicht, zog seine Schuhe aus, setzte sich, sprach eine Sure , lächelte, schloss seine Augen und starb.

 


Die sieben Täler
 
Das erste Tal, das sich darbietet, ist das Tal des Verlangens, nach ihm kommt das der Liebe, das keine Grenze hat, das dritte ist das der Erkenntnis, das vierte das der Selbstgenügsamkeit, das fünfte das der reinen Einheit, das sechste das der Bestürzung, das siebente endlich ist das Tal der Auflösung und der Verschmelzung, über das hinaus keiner fortschreiten kann.


1. Das Tal des Verlangens
 
Sobald du in das Tal des Verlangens eingetreten bist, wird Leid dich wieder und wieder überfallen. In jedem Augenblick wirst du da hundert Prüfungen erfahren; der Papagei des Firmaments ist da nur eine Fliege. Du wirst lang in diesem Tale in mühevoller Spannung und steter Wandlung deines Zustands verbringen. Du wirst deine Schätze verlassen und alles was du besitzest ins Spiel werfen müssen.

Und hast du die Gewissheit gewonnen, dass du nichts mehr besitzest, musst du noch dein Herz ablösen von allem was ist. Ist es von allein Anblick der Sonderung befreit, dann leuchtet ihm die göttliche Herrlichkeit auf und durch dieses Licht, das sich dir offenbart, wächst dein Begehren ins Unendliche.

2. Das Tal der Liebe
 
Um hier einzutreten, muss man ganz in Feuer tauchen, ja man muss selber Feuer sein, denn sonst könnte man da nicht leben. Der wahrhaft Liebende muss dem Feuer gleich sein, entflammten Angesichts, brennend und ungestüm wie das Feuer. Um zu lieben, darf man keinen Hintergedanken haben; man muss bereit sein, hundert Welten ins Feuer zu werfen; man muss weder Glauben noch Unglauben kennen, weder Zweifel noch Zuversicht hegen. Auf diesem Wege ist kein Unterschied zwischen Gut und Böse; wo die Liebe ist, sind Gut und Böse entschwunden...
In diesem Tale ist die Liebe das Feuer und sein Rauch ist die Vernunft. Wenn die Liebe kommt, entflieht die Vernunft in Eile. Die Vernunft kann mit der Raserei der Liebe nicht zusammenwohnen; die Liebe hat nichts zu schaffen mit der Vernunft des Menschen. Gewännest du einen rechten Blick der unsichtbaren Welt, dann erst vermöchtest du zu erkennen die Quelle der geheimnisreichen Liebe, die ich dir verkündige. Das Dasein der Liebe wird Blatt für Blatt völlig zerstört von der Trunkenheit der Liebe selbst.

3. Das Tal der Erkenntnis
 
Wenn die Sonne der Erkenntnis an der Wölbung dieses Weges strahlt, den man nicht würdig zu beschreiben vermag, zeigt sich in Klarheit das Geheimnis des Wesens der Dinge, und der feurige Ofen der Welt wird zum Blumengarten. Der Wandrer wird die Mandel unter ihrer Schale schauen. Er wird sich selbst nicht mehr erblicken, nichts mehr wird er erblicken als seinen Freund allein; in allem, was er sehen wird, wird er sein Antlitz schauen, in jedem Atom die Sphäre des Alls; unterm Schleier wird er zahllose Heimlichkeiten betrachten, die leuchten wie die Sonne...
Die sichtbare Welt und die unsichtbare Welt sind für die Seele nichts; der Körper ist der Seele nicht verborgen, noch die Seele dem Körper. Bist du aus der Welt ausgegangen, die nichts ist, dann findest du den Ort, der dem Menschen bestimmt ist.

4. Das Tal der Selbstgenügsamkeit
 
Dieses Tal ist nicht so leicht zu durchschreiten, wie du es in deiner Einfalt glauben möchtest. Wenn auch das Blut deines Herzens sich in dieses Meer ergösse, könntest du nur die erste Station erreichen. Und durchliefest du alle Straßen der Welt, du fändest dich immer, wenn du drauf wohl achtetest, beim ersten Schritt. In der Tat hat kein Wandrer das Ziel seiner Reise geschaut und die Heilung seiner Liebe sehen können.
In diesem Tale darf niemand in der Untätigkeit bleiben, und nur in der Reife darf man es betreten. Es ist nun an der Zeit zu handeln, anstatt in der Ungewissheit oder in der Sorglosigkeit zu leben: erhebe dich also und durchschreite dieses mühsame Tal. Opfre also deinen Geist und dein Herz auf dieser Bahn, sonst musst du verzichten, dir genügen zu können.

5. Das Tal der Einheit

Dies ist der Ort der Entblößung von allen Dingen und der Einung. Alle, die in dieser Wüste das Haupt erheben, ziehen es aus dem gleichen Kragen. Magst du auch viele Einzelwesen sehen, es gibt in Wirklichkeit nur wenige, nein, es gibt eines nur. Da die Menge von Personen wahrhaft nur eine ausmacht, ist diese vollkommen in ihrer Einheit. Was sich dir aber als eine Einheit darstellt, das ist nicht verschieden von dem, was gezählt wird. Da das Wesen, das ich verkündige, außer dieser Einheit und der Zahl ist, lasse du ab, der Ewigkeit des Vordem und der Ewigkeit des Danach nachzusinnen; und da die beiden Ewigkeiten zerronnen sind, gedenke ihrer nicht mehr...

Wenn der Wanderer in dieses Tal eingetreten ist, verschwindet er wie die Erde unter seinen Füßen. Er wird verloren sein, denn das einzige Wesen wird offenbar sein. Er wird stumm sein, denn das einzige Wesen wird reden. Der Teil wird das Ganze werden, oder vielmehr er wird weder Teil noch Ganzes sein. Es wird eine Gestalt ohne Körper sein...

Was ist der Verstand? Er ist an der Schwelle des Tores geblieben, wie ein blind geborenes Kind. Wer etwas von diesem Geheimnis gefunden hat, wendet das Haupt vom Reiche beider Welten ab...

Das Wesen, das ich verkündige, ist nicht gesondert da; die ganze Welt ist dieses Wesen; Sein oder Nichtsein, es ist immer dieses Wesen...

6. Das Tal der Bestürzung
 
Auf das Tal der Einheit folgt das der Bestürzung. Da ist man die Beute der Traurigkeit und des Stöhnens. Da sind die Seufzer wie Schwerte; und jeder Hauch ist eine bittre Klage. Da ist nichts als Weheruf, als Leid, als zehrende Glut; da ist Tag und Nacht zugleich, und da ist weder Tag noch Nacht...

Wie wird der Mensch in seiner Bestürzung weitergehen können? Er wird betäubt werden und sich auf dem Wege verlieren. Aber der die Einheit im Herzen eingegraben hat, vergisst alles und vergisst sich selbst. Wenn man ihm sagt:
»Bist du oder bist du nicht; hast du das Gefühl des Seins oder hast du es nicht; bist du in der Mitte oder bist du am Rande; bist du sichtbar oder verborgen; bist du vergänglich oder unsterblich; bist du das eine und das andere oder weder das eine noch das andere; bist du du selbst oder bist du es nicht?«

wird er antworten: »Ich weiß nichts davon, ich bin dessen unkundig und ich bin meiner unkundig. Ich bin verliebt, aber ich weiß nicht in wen; ich bin weder treu noch ungetreu. Was bin ich doch? Ich bin selbst meiner Liebe unkundig; ich habe das Herz von Liebe voll und von Liebe leer zugleich« ...
Wer in das Tal der Bestürzung eintritt, der tritt in jedem Augenblick in einen so großen Schmerz ein, dass er hinreichen würde, um hundert Welten zu betrüben. Aber wie lange noch werde ich die Trübsal und die Wirrnis des Geistes ertragen? Da ich verirrt bin, wohin werde ich gehen? Ich weißes nicht, aber möge es Gott belieben, dass ich es wisse ! . . .

7. Das Tal der Auflösung und der Verschmelzung
 
Es ist unmöglich, dieses Tal zu schildern. Als sein wesentlicher Zustand ist anzusehen das Vergessen, die Stummheit, die Taubheit und die Ohnmacht. Da siehst du in einem einzigen Strahl der Sonne die Tausende ewiger Schatten verschwinden, die dich umgaben.
Wenn das Meer der Unendlichkeit seine Wogen zu regen beginnt, wie sollten die Bilder dauern, die auf seiner Fläche gezeichnet waren? Diese Bilder sind die gegenwärtige Welt und die kommende Welt. Wer erklärt, sie seien nicht, erwirbt ein großes Verdienst. Wessen Herz sich in diesem Meere verloren hat, ist darin für immer und bleibt in der Ruhe...

Ein unreiner Gegenstand mag in ein Meer von Rosenwasser fallen, er wird in der Nichtigkeit bleiben durch seine Eigenschaft. Aber wenn ein reines Objekt in dieses Meer fällt, wird es sein besonderes Dasein verlieren, es wird an der Bewegung der Fluten teilnehmen; indem es gesondert dazusein aufhört, beginnt es schön zu sein. Es ist und ist nicht. Wie kann dies geschehen? Es ist dem Geiste unmöglich, es zu fassen...

Wer die Welt verlassen hat, um dieser Bahn zu folgen, findet den Tod, und nach dem Tode die Unsterblichkeit...

Schlage den Mantel des Nichts um dich und trinke vom Becher der Verschmelzung, bedecke deine Brust mit der Liebe zum Dahinschwinden und setze den Burnus des Nichtseins aufs Haupt. Stelle den Fuß ins Steigeisen des unbedingten Verzichtes und treibe entschlossen dein Roß zum Orte, wo nichts ist. In der Mitte und außer der Mitte, drunter, drüber, in der Einheit, umgürte deine Lenden mit dem Gürtel des Entwerdens. Öffne deine Augen und schaue. Wenn du verloren sein willst, wirst du es in einem Augenblick sein, dann wieder auf eine andere Weise; aber du schreite ruhig, bis du zum Reiche der Aufhebung kommst. Besitzest du nur das Ende eines Haares aus dieser Welt, wirst du nie eine Kunde von jener Welt empfangen. Bleibt dir die kleinste Ichsucht, werden die sieben Ozeane dir voll des Unheils sein...

Wirf alles was du hast ins Feuer, bis zu den Schuhen.

Wenn du nichts mehr hast, denk nicht einmal ans Leichentuch und wirf dich nackt ins Feuer...

Wenn dein Inneres im Verzicht gesammelt sein wird, dann wirst du jenseits von Gut und Böse sein. Wenn es für dich weder Gut noch Böse geben wird, dann erst wirst du lieben, und du wirst endlich würdig sein der Erlösung, die das Werk der Liebe ist.

Was mich betrifft, der ich weder ich noch ein andrer als ich geblieben bin, ich habe mich ganz verirrt, weitweg von mir; ich fand in meinem Zustande kein andres Heil als die Verzweiflung. Als dann die Sonne der Auflösung über mir leuchtete, verbrannte sie beide Welten so leicht wie ein Hirsekorn. Als ich die Strahlen dieser Sonne sah, bin ich nicht getrennt geblieben: der Wassertropfen ist ins Meer zurückgekehrt. Ob ich auch in meinem Spiele zuweilen gewonnen und zuweilen verloren habe, zuletzt warf ich alles in das schwarze Wasser. Ich bin ausgewischt worden, ich bin verschwunden; nichts ist von mir geblieben. Ich war nur noch ein Schatten, kein kleinstes Stäubchen war von mir da. Ich war ein Tropfen, im Ozean des Mysteriums verloren, und jetzt finde ich auch diesen Tropfen nicht mehr.


Das Herz

Das Herz ist der Ozean der Liebe; seine Wellen sind voller Perlen der liebreichen Sehnsucht. Liebesschmerz ist die Heilung für jedes Herz; ohne Liebe wird keine Schwierigkeit überwunden. Sieh die Liebe im Herzen, und lege dein Herz in die Seele!

*Attar

Führer der Unschlüssigen

Wenn du über irgend eine Frage im Zweifel bist und still hältst und zwingst dich nicht zu glauben, daß etwas Unerwiesenes bewiesen sei, und du versuchst nicht, etwas zu verwerfen, oder als falsch zu erklären, wovon das Gegenteil nicht bewiesen ist, und du trachtest nicht, das zu erkennen, was du nicht zu erkennen vermagst, so bist du bereits weit gereist.    

*Quelle : » Führer der Unschlüssigen « von Moses Maimonides, genannt RaMbaM (1135 - 1204)

Zerstreuung

Wende dich von der Zerstreuung ab, mein Sohn, denn sonst ist deine Derwischkutte ein Schwindel. Das ewige Glück ist die Erkenntnis der Gesammeltheit; alles, was du erkennst, erkenne durch Sie! Solange dich dein Ego in Fesseln hält, lässt dich dein Hochmut in die Irre gehen. Wenn dich deine Phantasien trunken machen, ist Staub die Antwort auf deinen Stolz.
*Attar

Kaffee Einlauf

www.zentrum-der-gesundheit.de/kaffee-einlauf

 

Probleme lösen..

Wie glauben die einzelnen Staaten, ihre Probleme mit den Nachbarländern regeln und für ihre eigene Sicherheit sorgen zu können? Indem sie alles tun, um immer mörderischere Waffen zu entwickeln, bis zu dem Tag, an dem sie schließlich die ganze Erde zerstören. Denn mit dieser Methode werden die Dinge immer komplizierter, je mehr Zeit vergeht. Solange der Mensch nicht die spirituelle Kraft, die Macht der göttlichen Liebe wählt, um seine Probleme zu lösen, wird nie irgendetwas in Ordnung kommen.

Versucht also von nun an, an dem Platz, den ihr innehabt, auf der Ebene, auf der ihr euch befindet, die Probleme zu lösen, die ihr mit euren Eltern, Freunden… und Feinden habt, indem ihr Liebe und Güte manifestiert. Auf diese Weise bringt ihr ein Gesetz in Bewegung, welches sie zwingen wird, eines Tages auf gleiche Weise zu antworten. Das ist die Kraft der Provokation. Solange ihr nicht begriffen habt, wie ihr die Probleme lösen könnt, provoziert ihr bei den anderen die schlechte Seite, woraufhin diese schlechte Seite wartet, bis ihr in eurer Wachsamkeit nachlasst, um euch anzugreifen. Studiert die Geschichte, ihr werdet sehen, dass die Dinge immer so abgelaufen sind. Lernt von nun an, bei allen Wesen, denen ihr begegnet, die gute Seite zu provozieren.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Quelle: https://prosveta.de/tagesgedanken/

Das Gestern schwand..

"Das Gestern schwand, wer kennt das Morgen? Das Jetzt zu nützen, laßt uns sorgen!"

"Ein Narr ist mit solchen Gaben ausgestattet, daß sie hundert Gelehrte verblüffen würden."

"Wieviel du auch studierst, du kannst nichts wissen, ohne zu handeln. Ein mit Büchern beladener Esel ist weder ein Gelehrter noch ein weiser Mann." 

*Saadi (1209 - 1292)

The Beatles - Because (Valerian)

Die Zukunft gehört denen, die die Seele eines Helden haben. Je stärker und aufrichtiger unser Glaube ist, um so mächtiger und wirksamer die empfangene Hilfe. *Mira Alfassa


Aufrichtigkeit, Demut, Ausdauer und ein unstillbarer Durst nach Fortschritt sind wesentlich für ein glückliches und wirkungsvolles Leben. Und vor allem muß man überzeugt sein, daß die Möglichkeiten des Fortschritts grenzenlos sind. Fortschritt bedeutet Jugend; man kann mit hundert Jahren jung sein.

*Mira Alfassa

Die Liebe stieg in die Finsternis hinab...

Die Liebe stieg in die Finsternis hinab und weckte dort alle, die eingeschlafen waren; sie öffnete die versiegelten Ohren, indem sie flüsterte: "Es gibt etwas wofür zu erwachen und zu leben sich lohnt: die Liebe!"

*Mira Alfassa

Krishna bei Seinen Streichen

"Ich hasste den Teufel und ärgerte mich über seine Versuchungen und Quälereien; und ich konnte nicht sagen, warum seine Stimme bei den Abschiedsworten so süß war, dass ich ihn nur ungern zurückwies, wenn er jeweils wiederkehrte und sich mir anbot. Dann entdeckte ich, dass es Krishna bei Seinen Streichen war, und mein Hass wandelte sich in Lachen."

"Kannst du den wertlosesten Wurm und den gemeinsten Verbrecher nicht lieben, wie kannst du dann meinen, du habest Gott angenommen in deinem Geist?"

"Die Menschen reden von Feinden, wo aber sind sie? Ich sehe nur die Kämpfer auf der einen oder anderen Seite in der großen Arena des Weltalls."

*Sri Aurobindo

Wenn ihr euch über eure egoistische Natur erheben könnt, werdet ihr zu Kabbalisten, beide, Männer wie Frauen. *Rav M. Laitman


Stille



Man kann die Stille, die wahre Stille, als die höchste Region unserer Seele bezeichnen. In dem Moment, in dem wir diese Region erreichen, treten wir in das kosmische Licht ein. Das Licht ist die Quintessenz des Universums. Alles, was wir um uns herum sehen, die Menschen, die Natur, die Gegenstände und auch das, was wir nicht sehen können, ist von Licht durchdrungen, von Licht getränkt. Und die Stille in uns, um die wir uns bemühen, während den Momenten der Konzentration, der Meditation, dem Gebet, hat nur ein Ziel: die Fusion mit diesem Licht, welches lebendig und mächtig ist… das Urlicht, welches die ganze Schöpfung durchdringt.

*Omraam Mikhael Aivanhov



 

Von Klasse zu Klasse von Stufe zu Stufe


Kabbalist & Schüler Rabash's und Baal HaSulams: 
Dr. Rav Michael Laitman:


„We are sons of God and must be even as he.“ *Sri Aurobindo

*
 
Ein jedes Wesen, 
das seine eigene Vollendung erstrebt, 
strebt nach Gottähnlichkeit.
*Thomas von Aquin (1225-1274) 
 

Der Weg zur menschlichen Glückseligkeit 
ist die Angleichung an das Göttliche. 
*Gregor von Nyssa (* 340 - †394)

*


~ DIE ABSICHT DES WILLENS ~
„Die Eiserne Wand durchbrechen & zur Göttlichkeit Reifen“ 

Man Reift zur Götlichkeit, indem man „Sie“ oder „Ihn“ nachahmt...( wie der Sohn den Vater oder der Schüler den Lehrer )... um so dieser „Kraft“ gleich zu werden. Um mit ihr zu Verschmelzen. Und man muss verstehen, worin der Sinn dieser Verschmelzung mit dem „Schöpfer“ besteht. Kann etwa der Gedanke dies erfassen?

Die Weisen kamen mir in dieser schwierigen Frage bereits zuvor,
Und sie gaben eine Antwort: „Verschmelze mit Seinen Eigenschaften“.
So wie „ER“ der Gebende ist, so sei auch du Gebend, So wie „Er“ der Liebende,Gute und Gutes tuende ist so sei auch du es.

Die Wahl eines Individuums liegt in seiner Fähigkeit seine Wünsche, Absichten und Gedanken so zu steuern und zu korrigieren, das sie den Eigenschaften des „Schöpfers“ angeglichen werden.

In der spirituellen Welt wird der Wille zu empfangen (der Wille sich mit Genüssen zu füllen) als "Körper" oder "Gefäß" bezeichnet, jener Wille ist neutral und kann nicht verändert werden, denn der „Schöpfer“ möchte das wir diesen nutzen um seinen ewig währenden Genuss zu empfangen. Das „Vergnügen“ (der Genuss), wird das „Licht" genannt, welches das „Gefäß“ oder den „Körper“ erfüllt.

Der „Schöpfer“ erschuf ebenso die egoistische Absicht, den egoistischen Willen, welcher ausschließlich Vergnügen für sich allein empfangen möchte, welcher unseren „Körper“ unser „Gefäß“ Regiert. Dieser „egoistische Wille“ ist jedoch sehr begrenzt und nicht fähig, eine immer währende Vollkommenheit zu empfangen, denn im gleichen Augenblick, da der Wille mit dem Licht des Vergnügens gefüllt wird, wird er durch das Vergnügen ausgelöscht, und ohne den Wunsch nach Vergnügen wird das Vergnügen nicht gefühlt. Jedoch ist es unmöglich ohne das Gefühl des Vergnügens zu leben.

Folglich muss ein erschaffenes Wesen immer wieder neue Wünsche produzieren, um sie zu erfüllen. So läuft ein Einzelner ständig dem Vergnügen hinterher, als wäre es das Licht des Lebens. Dennoch erfasst er das Vergnügen nie wirklich. Also wird der Wunsch, Vergnügen in einer direkten, egozentrischen Form zu empfangen, wie es für uns normal und bekannt ist, niemals ein wirkliches und dauerhaftes Vergnügen auf die Person übertragen.

Möge der Höchste über unser „Gefäß“ Regieren!

Da es das Ziel des „Schöpfers“ ist, wie oben bereits erwähnt, die Geschöpfe mit immer währendem „Licht“ bzw. Genuss zu Füllen, erschuf er in uns das Verlangen bzw. den Willen zu empfangen. Jedoch um das unendliche Vergnügen zu empfangen, sollte dieses Verlangen folgende Eigenschaften haben:

(Um folgendes besser zu verstehen stelle man sich als Beispiel die Einnahme einer Mahlzeit vor.)

1. Das Verlangen sollte sich nicht zu der Zeit vermindern, während das Vergnügen empfangen wird.

2. Der Mangel an Vergnügen sollte auch bestehen bleiben, wenn die Person mit Vergnügen Freude und Genuss gefüllt wird, und ein Individuum sollte konstant dazu in der Lage sein, sein Verlangen zu erhöhen und ihn (den Mangel) zu erfüllen, ohne seinen Wunsch nach mehr Vergnügen zu verlieren.

3. Das Verlangen sollte so stark ansteigen, dass eine Person in der Lage ist, die größten Vergnügen des Daseins, in einer vollständigen und ewigen dauerhaften Form zu empfangen, ohne mit nur einem temporären, momentanen Vergnügen gefüllt zu werden.

Um dieses Niveau von Genuss und Freude des Vergnügens zu erreichen, muss in der Person ein anderer Mangel vorhanden sein, als der Mangel an Vergnügen. Folglich gab der „Schöpfer“ einem Menschen eine viel größere Fähigkeit, als nur Vergnügen zu empfangen, nämlich die Fähigkeit, den „Schöpfer“ wahrzunehmen, der Quelle aller Vergnügen. Von diesem Zustand des Wahrnehmens des „Schöpfers“ an, beginnt eine Person damit, sich zu wünschen einen "Willen zu schenken" zu „Geben“ zu besitzen, so wie der des „Schöpfers“.

Da jedoch der „Schöpfer“ keinen Mangel hat und eine Person nichts besitzt was sie dem „Schöpfer“ geben könnte, ändert sie ihren natürlichen Willen (ihre natürliche egozentrierte Absicht) nach Vergnügen in eine entgegengesetzte Form. Sie möchte nur unter der Bedingung Vergnügen empfangen, wenn ihr Empfangen des Vergnügens dem „Schöpfer“ auch Vergnügen bereitet. So empfängt eine Person ständig „Vergnügen“, und schenkt ebenso ständig „Vergnügen“(„Licht“ bzw. Genuss).

Diese Form des Empfangens erhebt einen Menschen auf die Stufe des „Schöpfers“, da die Person ein „Gebender“ ein "Liebender" wird, so wie der „Schöpfer“ selbst. Der Wille zu geben, den die Person erwirbt, ist nicht auf seine Fähigkeit zu empfangen begrenzt, weil sein Wille zu geben völlig davon abhängt wie groß der „Schöpfer“ in seinen Augen ist. Da die Größe des „Schöpfers“ keine Grenzen hat, kann eine Person sich grenzenlos darin steigern dem „Schöpfer und seinen Geschöpfen zu geben bzw. zu dienen, ebenso unendlich, erhöht sich das daraus resultierende Empfangen von Vergnügen.

Daraus folgt, dass der Einzelne durch das Ausrichten seines Wunsches zu empfangen, mit dem Ziel „zu Geben“ Vergnügen zu bereiten, sich von seiner persönlichen Stufe zu der des „Schöpfers“ erhebt, und mit seinen Eigenschaften verschmilzt.

Der Prozess der Umwandlung (Transformation) wird "Reinigung des Körpers" genannt, denn in den spirituellen Angelegenheiten ist wie bereits erwähnt, der „Wille“ der „Körper“. Das Stadium des zu korrigierenden Willens enthält eine Kette von kleinen Korrekturen. Die einzelne Tätigkeit des Korrigierens wird "Mitzvah" (Gebot) genannt. Nachdem der Wille korrigiert ist und in den Zustand gebracht wird: „empfangen, um dem „Schöpfer“
Vergnügen zu bereiten“, empfängt eine Person Vergnügen, welches das
"Licht" genannt wird. Man Transformiert den „Körper“ vom zustand des egoistischen Empfangens ( Empfangen um zu Empfangen) zum Empfangen um zu geben. Dies geschieht stufenweise.
 
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*Der Hauptteil des Textes stammt in verkürzter veränderter form im Orginal aus dem Artikel: "Die Eiserne Wand durchbrechen" Eine Einführung zu den 10 Sefirot von Rabbi Y. Ashlag (Baal Hasulam) (1882-1955)
 
 
 
 

Die Geschichte des Erwachens beginnt mit Leid und endet in höchster Seligkeit. *Azmuto


If a rock..

"If a rock, though extremely hard, can be hollowed out by water, how much more so should it be possible for The Light, which is compared to water, to change my heart. I will begin to study it, and try to become a scholar of The Light."

 "Like a twisted olive tree in its 500th year, giving then its finest fruit, is man. How can he give forth wisdom until he has been crushed and turned in the Hand of God."

*Rabbi Akiva

We are

We each decide whether to make ourselves learned or ignorant, compassionate or cruel, generous or miserly. No one forces us. No one decides for us, no one drags us along one path or the other. We are responsible for what we are.  

*Maimonides

Honey

"As long as you cling to your self, you will wander right and left, day and night, for thousands of years; and when, after all that effort, you finally open your eyes, you will see your self, through inherent defects, wandering round itself like the ox in a mill; but, if, once freed of your self, you finally get down to work, this door will open to you within two minutes."

"Knowing what you know, be serene also, like a mountain; and do not be distressed by misfortune. Knowledge without serenity is an unlit candle; together they are honey-comb; honey without wax is a noble thing; wax without honey is only fit for burning."

*Sanai

Let love lead your soul

"Let love lead your soul. Make it a place to retire to, a kind of monastery cave, a retreat for the deepest core of your being."

"If the eye of the heart is open, in each atom there will be one hundred secrets."

"The home we seek is in eternity; The Truth we seek is like a shoreless sea, Of which your paradise is but a drop. This ocean can be yours; why should you stop Beguiled by dreams of evanescent dew? The secrets of the sun are yours, but you Content yourself with motes trapped in its beams. Turn to what truly lives, reject what seems -- Which matters more, the body or the soul? Be whole: desire and journey to the Whole."

*Attar

Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende. *Nizami (1141 - 1209)

"In the hour of adversity be not without hope, 
for crystal rain falls from black clouds." 

"In der Stunde der Not sei nicht ohne Hoffnung, 
denn der kristallene Regen fällt aus schwarzen Wolken."  

*Nizami (1141 - 1209)