Ein Hund

Shibli wurde gefragt: „Wer hat dir den Weg gezeigt?" Shibli antwortete: „Ein Hund. Ich sah ihn, wie er eines Tages am Rande des Wassers stand - halb tot vor Durst. Jedes Mal, wenn er trinken wollte, schrak er vor seinem eigenen Spiegelbild im Wasser zurück, weil er glaubte, einen anderen Hund vor sich zu haben. Schließlich wurde seine Not so groß, dass er alle Furcht beiseite warf und ins Wasser sprang ... woraufhin sich das Spiegelbild auflöste. Der Hund fand, dass das einzige Hindernis zwischen ihm und dem, was er suchte, sich aufgelöst hatte - nämlich er selbst. Genauso verschwand auch das, was mich gehindert hatte, als ich begriff, dass es allein das war, was ich für mein eigenes Ich gehalten hatte. So wurde mir mein Weg offenbart - durch das Verhalten eines Hundes."

Die Stunde ist gekommen..

Ihr habt den Menschen erzählt, dass dies die elfte Stunde sei. Geht nun zu ihnen zurück und sag ihnen, dass DIE STUNDE gekommen ist. Und dass es einiges gibt, über das nachgedacht werden muss. Wo lebt ihr? Was tut ihr? Welches sind eure Beziehungen? Steht ihr in rechter Verbindung? Wo ist euer Wasser? Kennt euren Garten! Es ist Zeit eure Wahrheit auszusprechen.

Erschafft eure Gemeinschaft. Seid gut zueinander. Und schaut nicht nach einem Führer im Außen.

Dann klatschte er in die Hände, lachte und sagte: Dies kann eine gute Zeit werden!

Der Fluss fließt jetzt sehr schnell. Er ist so mächtig und schnell, dass da einige von Euch Angst bekommen werden. Sie werden versuchen, sich am Ufer festzuhalten. Sie werden den Sog spüren und feststellen wie sie mitgerissen werden und werden sehr leiden. Wisset, dass der Fluss einer Bestimmung folgt.

Die Alten sagen, dass wir das Ufer verlassen müssen, uns in die Mitte des Flusses stoßen, unsere Augen offen halten und den Kopf über Wasser halten müssen. Und ich sage, schau wer mit dir ist und feiere! In diesem Augenblick der Geschichte dürfen wir nichts persönlich nehmen. Am wenigstens uns selbst. Denn sobald wir dies täten, käme unser spirituelles Wachstum und unsere Reise zum Halten. Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei. Kommt zusammen. Verbannt das Wort Kampf aus eurer Haltung und eurem Wortschatz. Alles, was wir jetzt tun, soll auf eine heilige Art und in Freude geschehen. Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben!

*Hopi-Ältester

WOZU bedarf es der Worte, wenn die Liebe das Herz trunken gemacht hat?

WOZU bedarf es der Worte, wenn die Liebe das Herz trunken gemacht hat? Ich habe den Diamanten in meinen Mantel gewickelt, warum soll ich ihn immer und immer wieder auswickeln? Als das Gewicht leicht war, bewegte sich die Waagschale noch oben. Nun ist sie voll, wozu bedarf es da noch des Wiegens? Der Schwan flog zu seinem See jenseits der Berge; warum soll er weiter nach Tümpeln und Gräben suchen? Dein Herr wohnt in Dir: Wozu bedarf es da die Augen nach Außen zu öffnen? Kabîr sagt: "Hör zu, Bruder! Mein Herr, der meine Augen herum riß, hat sich selbst mit mir vereint." *Kabir

Im Leben

"Halte die Gewißheit deines schlißlichen Sieges stets in deinem Geist gegenwärtig, dann wird der Weg viel kürzer. Der schließliche Sieg ist bereits da, gegenwärtig im Höchsten, und wartet auf die Erde, das zu erkennen."

"Im wahren Zustand ist man so sehr in eine allumfangende Liebe zum Göttlichen vertieft, daß es bedeutungslos ist, ob man etwas tut oder nicht, jemanden sieht oder nicht, wenn dieser Zustand verwirklicht ist, dann erkennt man des Göttlichen Willen bei jeder Gelegenheit und kann ihm leicht nachkommen."

"Im Leben selbst muß der wahre Sieg gewonnen werden. Du mußt mit dem Ewigen und Unendlichen allein zu sein wissen inmitten aller Umstände. Du mußt mit dem Höchsten als Gefährten frei zu sein wissen inmitten aller Beschäftigungen. Dies ist der wahre Sieg."

*Mira Alfassa

Die zehn Grundsätze


Baal schem tov sprach einst zu seinem Schüler Sußja: "Die zehn Grundsätze des Dienstes kann ich dich nicht lehren. Aber du magst zu einem kleinen Kind und zu einem Dieb in die Lehre gehen.
Drei Dinge wirst du von dem Kinde lernen: es ist fröhlich, ohne eines Antriebs zu bedürfen; keinen Augenblick verweilt es müßig; und woran es Mangel hat, weiß es kräftig zu begehren. In sieben Dingen wird dich der Dieb unterweisen: er tut seinen Dienst in den Nächten; erlangt er´s nicht in einer Nacht, so wendet er die kommende dran; er und seine Werkgenossen lieben einander; er wagt sein Leben um ein Geringes; was er erbeutet hat, gilt ihm so wenig, daß er es um die schlechteste Münze hergibt; er läßt Schläge und Plagen über sich ergehen, und es ficht ihn nicht an; sein Handwerk gefällt ihm wohl, und er tauscht es für kein andres ein.

THE CONFERENCE OF THE BIRDS - A SUFI ALLEGORY


http://persian.packhum.org/persian


Ziel


Es gibt jene, die dazu geboren sind, sich mit dem Göttlichen zu vereinen, und nichts außer dem Göttlichen kann sie befriedigen. Was auch immer ihnen geschiet, sie sind unzufrieden, und sie werden erst zufrieden und glücklich sein, wenn ihr Bewußtsein mit dem Bewußtsein des Göttlichen vereint ist. Für sie ist es der einzige Weg, sich auf ihr Göttliches Ziel hin zu sammeln und an nichts anderes zu denken. Auf diese Weise finden sie Befriedigung, und das Leben wird interessant.

* Mira Alfassa



Abkürzung

„Alle spirituellen Pfade sind wahr, doch es gibt eine Abkürzung; wir nennen diese Abkürzung den sonnenerleuchteten Pfad. Der sonnenerleuchtete Pfad ist der Pfad der Strebsamkeit. Es kann nichts Erfüllenderes geben als Strebsamkeit. Durch Strebsamkeit wird der Sucher Teil der Unendlichkeit, Ewigkeit und Unsterblichkeit.“

*Sri Chinmoy

http://gutezitate.com/autor/sri-chinmoy 

How far

O Lord, my Master-Love, how far are we?
How far from ecstasy’s silence-embrace?
Heavy is my heart with sleepless sighs and pangs;
I know my bleeding core, our meeting-place.

www.srichinmoysongs.com/13243

Bewußtsein

"Das Bewustsein der Mutter und meines sind dasselbe und es besteht kein Unterschied zwischen dem Pfad der Mutter und meinem, wir haben und hatten immer den gleichen Pfad, den Pfad, der zur supramentalen Wandlung und göttlichen Verwirklichung führt."

*Sri Aurobindo

Feuerproben

"Die auftretenden Schwierigkeiten sind Feuerproben und Prüfungen, und wenn man ihnen im richtigen Geist begegnet, geht man stärker und spiritlich reiner und größer daraus hervor."

*Sri Aurobindo

My sunlit path

My sunlit path, no fog, no cloud can hide.
My heart-flames enjoy God’s Sunrise-Ride.
* Sri Chinmoy 

Into the world of beauty’s flame,
Into the world of offering’s game,
Into the world of lustre-flood,
I came, I came, my existence came.
* Sri Chinmoy

www.radiosrichinmoy.org/blue-flower 














Mother, Mother Divine, Mother of mine,
Do place me and my earth-existence life
On Your Divine Lap Supreme.
Mother, O Mother, for a fleeting second,
My heart of inner pangs desires
To be at the door of Your Heart-Home
Which is flooded with Your Sun-Effulgence
And Your Moon-Translucence.
With my heart's breathless joy
I shall drink in the nectar-beauty
Of Your golden Immortality's
Transcendence -Beyond,
And listen to Your loving, glowing,
And life-transforming Compassion-Voice.
This small and fragile earth-body of mine
Discovers its Eternal Haven-Light
In Your Illumination-Perfection heart sky.
Nobody will glimpse, nobody will know,
Nobody will hear the breath of a word.
Eternity's Silence-Life will reign supreme
Upon my devotion-head and my surrender-heart.
Mother, when the spark of restlessness-life
Torments and assails me
And my earth-members, body-vital-mind-heart,
Do destroy my somnolence-oblivion,
Mother, do bring me back if ever I swerve
From the Path of Your Truth-Oneness,
Perfection-Satisfaction-Smile.

http://www.srichinmoysongs.com/dipta-madhuri 

*Composed and translated by Sri Chinmoy 1975

Menschen

Es gibt keine bösen, nur unwissende Menschen ! In der Gegenwart eines wahren Menschen fällt die Maske des Falschen herunter.

Es gibt ein Zeichen vollkommenen Wissens. Ein Mensch wird schweigsam, sobald er es erreicht ...

 *Sri Ramakrishna

Den Nutzen des Lichts erkennt man erst in der Dunkelheit

Textauszüge aus dem Artikel:
Shamati 34: Der Vorteil des Landes...

Es ist bekannt, dass nichts sich in seiner wahren Form offenbart, als nur aus seinem Gegenteil, wie es geschrieben steht: „Der Vorzug des Lichts ist aus dem Dunkeln. Das bedeutet, dass jede Erscheinung auf ihren Gegensatz verweist, und man gerade mithilfe des Gegensatzes das wahre Wesen des ihm Entgegengesetzten erkennen kann.

Und daher kann man nichts mit absoluter Klarheit erkennen, wenn es nichts gibt, was dem entgegengesetzt wäre. So kann man zum Beispiel das Gute nicht schätzen, wenn es keinen Gegensatz dazu gibt, der auf das Schlechte verweist, wie bitter - süß, Hass - Liebe, Hunger - Sättigung, Durst - Erfüllung, Trennung - Verschmelzung. Daraus wird klar, dass es unmöglich ist, zur Liebe an Verschmelzung zu gelangen, bevor man nicht den Hass zur Trennung erkennt.

Und der Rat, wie man der Stufe des Hasses zur Trennung würdig wird, besteht darin, dass der Mensch zuvor erfahren muss, was im Ganzen Trennung bedeutet, mit anderen Worten, von wem er entfernt ist. Nur dann kann man sagen, dass er diese Entfernung korrigieren möchte. Das bedeutet, dass der Mensch sich bewusst sein muss, von wem und von was er entfernt wurde. Nur dann kann er versuchen, diesen Zustand zu korrigieren, und sich mit demjenigen zu verbinden, der ihm fern wurde. Das heißt, wenn der Mensch verstehen wird, was er von der Annäherung an Ihn gewinnen wird, wird er den Schaden davon einschätzen können, in Entfernung zu bleiben.

Nutzen oder Schaden werden nach Genuss oder Leid eingeschätzt. Denn das, woran der Mensch leidet, davon entfernt er sich und das hasst er. Und das Maß der Entfernung hängt vom Maß der Empfindung ab, denn es liegt in der Natur des Menschen, Leiden zu meiden, und daher hängt eines vom anderen ab. Somit bemüht sich der Mensch im Maße der Leiden und tut alles Mögliche, um sich von dem zu entfernen, was Leiden hervorruft. Das heißt, Leiden rufen Hass zu ihrer Quelle hervor, und in diesem Maße entfernt sich der Mensch.

Aus dem Gesagten folgt, dass der Mensch wissen muss, was „Übereinstimmung der Eigenschaften“ bedeutet, um zu wissen, was er tun soll, um eine Verschmelzung zu erreichen, welche als die „Übereinstimmung der Eigenschaften“ bezeichnet wird. Und daraus wird er erfahren, was „Unterscheidung von Eigenschaften“ und „Trennung“ bedeutet...

Follow your heart, be yourself !

The Absolute

No mind, no form, I only exist; Now ceased all will and thought; The final end of Nature’s dance, I am it whom I have sought.

 A realm of Bliss bare, ultimate; Beyond both knower and known; A rest immense I enjoy at last; I face the One alone.

 I have crossed the secret ways of life, I have become the Goal. The Truth immutable is revealed; I am the way, the God-Soul.

 My spirit aware of all the heights, I am mute in the core of the Sun. I barter nothing with time and deeds; My cosmic play is done.

*Sri Chinmoy

Verbindung

Wenn die Verbindung mit dem seelischen Wesen hergestellt ist, fühlt das Herz diese seltsame Schwere, die Schwere all dessen, was in der Natur noch die völlige Einung mit der Seele verhindert - und diese Schwere treibt immerzu Tränen in die Augen - aber die Tränen sind süß, und die Schwere selbst ist süß, wenn man ruhig und gesammelt bleibt, in Ergebenheit und Vertrauen nach innen gewandt. *Mira Alfassa

Der Weg der Liebe

"Die Liebe zur Schönheit des Geliebten ist ein feuriges Meer. Wenn du ein Liebender bist, so brennst du. Denn das ist der Weg der Liebe!"

"Sei nicht einmal ein wenig befangen in der Vorstellung, es gäbe etwas anderes als Ihn ! Geh im Meer verloren von dir selbst und sei kein Tropfen mehr ! Die Welt ist ganz ein Spiegel und Er das Angesicht darin. Schau du das Angesicht, laß dich nicht vom Spiegel täuschen!"

"Was ist Ekstase ?
Glücklich werden durch den wirklichen Morgen,
Feuer fangen ohne Gegenwart der Sonne!"

* Fariduddin Attar (1136-1220) 



Friedensstifter - Peacemakers



Nicht die Kraft, andere zu besiegen, sondern die Kraft, mit anderen eins zu werden, ist die höchste Kraft. *Sri Chinmoy


Betrachtet man die Wunder

Betrachtet man die Wunder und Legenden etwa der Bibel als spirituelle Metaphern, und nicht als historische Berichte, so stößt man bald zu einer Verständnisweise vor, die der christlichen Urkirche der ersten Jahrhunderte nähersteht als der Lehrmeinung der Weltkirchen, und die mit den Erfahrungen der Mystik übereinstimmen: Der Erkenntnis, dass alles Geist ist.

Eine Fokussierung auf die Wahrheit der Mystik bedeutet somit keine Infragestellung von Religion, vielmehr ermöglicht sie eine Neubelebung religiöser Weltdeutung. Die Aufhebung der Grenzen zwischen Mensch und Gott, Kosmos und Transzendenz, muss keineswegs Säkularisierung bedeuten; Sie kann im Gegenteil zu der Erfahrung führen, dass alles heilig ist — eine Erfahrung, die glücklicherweise nicht legendären Gestalten wie etwa dem indischen Mystiker Ramakrishna vorbehalten ist, sondern heute von zahlreichen Menschen gemacht wird.

*Joseph Campbell  (1904 – 1987)



Thora = Spirituelle Unterweisung / Lehre / Licht / Belehrung

Israel = (Yashar-Kel) alljene die direkt zum Schöpfer zur Einheit Streben

Mizwot (Gebote) = Handlungen des Gebens / selbstlose Handlungen

- Arche Noah: www.laitman.de/arche_noa 

- Moses & Pharao: www.laitman.de/moses_pharao

- König Salomo: www.laitman.de/König_Salomo

- Ägypten & Israel: www.laitman.de/ägypten & israel

open up that eye

















O Lord of the Universe,
Do open up that eye of mine
Which sees everything —
The present, past and future.
I have not heard the things that I must hear,
I always take deception-night.
I do not invoke the knowledge-sun.
And when the knowledge-sun approaches me,
I swiftly close my eyes.

* Sri Chinmoy on April 27, 1976 

www.srichinmoysongs.com/bishwa_bidhata 

Geheimnisse

Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist. Nicht an der Wahrheit liegt es daher, wenn die Menschen noch so voller Unweisheit sind. Alle Geheimnisse liegen in vollkommener Offenheit vor uns. Nur wir stufen uns gegen sie ab, vom Stein bis zum Seher. Es gibt keine Geheimnisse an sich, es gibt nur Uneingeweihte aller Grade.
*Christian Morgenstern 

Ein “Geheimnis” ist etwas, das ich nicht enthüllen kann, obwohl es klar ist, dass es existiert. Ich erlebe die Wahrnehmung eines “Geheimnisses”, wenn ich an der Schwelle von etwas Neuem stehe, bevor ich die Tür öffne. * Rav Michael Laitman

Just as a candle

Just as a candle cannot burn without fire, man
cannot live without the spiritual life.
 
*Buddha

www.srichinmoysongs.com/song/just-as-a-candle-cannot-burn 

Liebe will verströmen. Man kann sie nur bewahren indem man sie verschenkt.


Hunderte von Dingen magst Du ausprobieren, doch Liebe allein wird Dich von Dir selbst erlösen.

*Rumi

Herz

Einen Kranken fragte man:
Was begehrt dein Herz?
Er antwortete:
Es begehrt,
dass mein Herz nichts begehre.
 
*Saadi  (1190 – 1283)

Er selbst

OH, wie könnte ich jemals ausdrücken, 
was die verborgene Welt ist?
Oh, wie kann ich sagen, Er ist nicht so oder Er ist so?
Wenn ich sage, daß Er in meinem Inneren ist, ist das Universum beschämt:
Wenn ich sage, daß Er außen von mir ist, ist es die Unwahrheit.
Er fügt die inneren Welten und die äußeren Welten in eine unteilbare Welt zusammen; Das Bewußte und das Unbewußte, 

beide sind Seine Fußbänke.

Er selbst ist der Baum, der Same der Ursprung.
Er selbst ist die Blume, die Frucht und das Dunkle.
Er selbst ist die Sonne, das Licht und das Beleuchtete.
Er selbst ist Brahma, Wesen und Illusion.
Er selbst ist die mannigfaltige Form,unendlicher Raum.
Er ist der Atem, das Wort, der Sinn.
Er selbst ist die Grenze und das Grenzenlose:
Und jenseits von beidem,
dem Begrenzten und dem Grenzenlosen,
ist Er, das pure Sein.

IN diesem irdenen Gefäß
 sind Lauben und Haine, und darin ist der Erzeuger:
In diesem Gefäß sind die sieben Ozeane und die unzähligen Sterne.
Der Prüfstein und die Juwelenschätzer sind darin;
Und in dieser Schale erklingt der Ewige und der Frühling quillt auf.
Kabîr sagt: "Hör' mir zu mein Freund! Der geliebte ist darin."

( Kabir * 1440; † 1518 )


Vorgeschmack

Ohne meinen Geist bemerken zu lassen, was geschah und wie es geschehen würde, hast Du mir heute Abend einen Vorgeschmack von dem gegeben, was Du von mir erwartest - einen Vorgeschmack nur, denn es ist ein recht schüchterner erster Schritt auf dem wundervollen Pfad, den Du mir zu eröffnen begonnen hast. Es war wie eine steigende Flut, die den Strom anschwellen, immer mehr anschwellen lässt, bis er überfließt und alles mit seinen erquickenden Wassern bedeckt. Und diesmal war es das Herz, das so anschwoll unter dem Druck der Liebe, die Du darein verströmtest, mein ganzes Wesen fing an zu lieben, immer mehr zu lieben, ohne bestimmtes Ziel, nichts und alles zugleich - was es kennt und was es nicht kennt, was es sieht und was es nie gesehen hat, und nach und nach ist diese Liebe aus dem Zustand der Möglichkeit in einen tatsächlichen getreten, bereit, über alles und über alle sich zu ergießen in erquickenden Wogen, in tätigem Strahlen... Es war ein Anfang, ein sehr schwacher Anfang. Aber ich wusste: das ist es, was Du willst. Wie immer ist Dein Wille unendliche Gnade, die das Wesen mit Deinen göttlichen Wonnen überflutet und es über die dürftigen Zufälligkeiten hebt, der Glorie Deiner Himmelswohnsitze zu.
Sein, was Du willst, heißt göttlich sein !

24. Dezember 1916

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)

Das Universum

Das Universum folgt keinem festen Plan. Sobald Sie eine Entscheidung treffen, arbeitet es damit. Es gibt kein Richtig und kein Falsch, nur eine Vielzahl von Möglichkeiten, die sich mit jedem Gedanken, jedem Gefühl und jeder Tat verändern.

* Deepak Chopra

Auroville - "City of Dawn" - New Year 1983

Music Downloads:

http://www.sriaurobindoashram.org/music

This section hosts music played by the Mother and Sunil. The Mother used to improvise on the reed organ and later switched to an electric organ. She played on New Year's Day and on some other occasions.

Spiegel

Ich bin ein Spiegel, und wer in mich schaut - Was immer Gutes oder Schlechtes er auch spricht, Er redet von sich selbst.
*Omar Khayyams

Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so ist der Fehler, den du in ihm siehst, in dir selbst. Die Welt ist ja gleich einem Spiegel, in dem du dein eigenes Bild siehst,denn "der Wissende ist der Spiegel  des Wissenden". Reinige dich von dem Fehler in dir; denn was dich im anderen schmerzt, schmerzt dich in dir selber. *Rumi

Bitte der Gemeinschaft - Gebet der Vielen


Das Gebet der vielen


Wenn deine Freunde für dich „Beten“ - „Bitten“ (um Hilfe in Richtung Fortschritt – Korektur - Einheit ) dann wird das Gebet "erhört", wenn du für dich selbst bittest wird nichts geschehen. Die Maschinerie – Ordnung – Gesetzmässigkeit - die höhere Natur ist so aufgebaut. *Rav M. Laitman

Das "Gebet der Vielen" ist eine Bitte um die Korrektur des zerbrochenen Gefäßes, der zerbrochenen Gesamtseele.  
*Rav M. Laitman

Das Gebet der vielen - (Gruppengebet):
Gebet - Bitte – brennender Wunsch – starkes Verlangen, nach dem Fortschritt, der Erhebung aller. Nach göttlicher Einheit - Verbindung – der Liebe und der Absicht des Gebens in und zwischen uns. Jeder der Gruppe, bittet um Angleichung an das Göttliche, jedoch nicht für sich selbst sondern für alle, für das Kolektiv von dem er selbst ein Teil ist.

 

Die Lieder des Kabîr ~ Rabindranath Tagore







Die ganze Welt macht ihre Arbeit und macht ihre Fehler aber nur wenige sind die Liebenden, die den Geliebten kennen. Der innige Sucher ist der, der in seinem Herz den zweifachen Strom aus Liebe und Losgelöstheit vermengt, wie die beiden Ströme Ganges und Jumna sich vermengen.
In seinem Herzen fließt das heilige Wasser Tag und Nacht und so endet der Kreislauf von Leben und Tod, Offenbarung und Verhüllung, Mangel und Füllung.
Sieh doch die wundervolle Ruhe, sie ist die höchste Bewußtheit!
Und es erfreut Ihn, wenn jemand selbst dieser Ruhe begegnet. 
Tauche Du ein in diesen Ozean der Süße: Dann werden alle Fehler des Lebens und des Todes fort fliehen.
(* Kabir)

Verwandle

In mir bist Du allmächtiger, unumschränkter Meister meines Schicksals, Führer meines Lebens, Überwinder aller Hindernisse, Besieger der vorgefassten Willen und Meinungen des Geistes. Verwandle Deine Feinde in Freunde, wandle die Dunkelheit in Licht, möge ich in diesem heldenhaften, unermesslichen Kampf, diesem hehren Ringen der Liebe mit dem Hass, der Gerechtigkeit mit der Ungerechtigkeit, des Gehorsams Deinem höchsten Gesetz gegenüber mit der Auflehnung, die Menschheit allmählich eines erhabeneren Friedens würdig machen, wo all ihrebBruderzwiste aufgehört haben und so das ganze Menschenbemühen sich vereint, um immer vollkommener und ganzheitlicher die Verwirklichung Deines göttlichen Willens und Deines fortschreitenden Ideals zu erlangen.

*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)


Diskutiere nicht


"Diskutiere nicht über Wissen und Prinzipien mit denen, die es nicht verstehen. Jene, die die Prinzipien und wahres Wissen verstehen, verweilen, um sie in sich aufzunehmen."

"Dein Herr ist in Deinem Inneren, wie der Duft in den Blumen. Warum suchst Du wie ein Moschustier nach Moschus im Gras wieder und immer wieder?"

"In meinem Körper ist ein Mond, aber sehen kann ich ihn nicht! Ein Mond und eine Sonne. Eine Trommel schlägt, von keiner Hand berührt, aber hören kann ich sie nicht! Solange der Mensch sich darüber sorgt, dass er stirbt und was er besitzt, das seines ist, sind alle seine Mühen umsonst. Wenn der Stolz des Ich's gestorben, samt dem was es besitzt, ist des Lehrers Arbeit zu Ende. Der Zweck der Arbeit ist zu lernen; wenn Du erkannt hast, ist die Arbeit getan. Die Apfelblüte hat ihr Sein um die Frucht zu schaffen; wenn sie da ist, fällt das Blütenblatt. Der Moschus ist im Hirsch, aber der Hirsch beachtet es nicht: er wandert umher, um Gras zu suchen."

"Mein lieber Freund, schau aus nach dem Fremden, solange Du noch lebst. Such die Erfahrung, solange Du noch lebst. Denke nach und verstehe, solange Du noch lebst. Wenn Du dich nicht befreist, solange Du noch lebst, denkst Du Geister werden es danach tun für Dich? Der Glaube, dass die Seele sich mit dem Göttlichen vereinigen wird, weil der Körper verfault ist, ist reine Phantasie. Was zu finden ist, ist auch jetzt zu finden. Wenn Du jetzt nichts findest, wirst Du schlicht enden in einer Wohnung in der Stadt des Todes. Wenn Du jetzt deine Liebe dem Heiligen gibst, wirst Du im nächsten Leben zufriedenen ausschauen. Also, tauche ein in die Wahrheit, finde den Lehrer, suche den Klang, der nie vergeht. Kabîr sagt dies: Wenn nach dem Fremden gesucht wird, ist es die Intensität der Sehnsucht nach dem Fremden, die die ganze Arbeit macht. Sieh mich an und Du wirst einen Sklaven dieser Intensität sehen."

*Kabir (Hindi, कबीर, * 1440; † 1518) 

Identifikation

 Identifizieren Sie sich mit nichts – Identifikation mit irgendetwas bedeutet Bindung. *Sri Nisargadatta Maharaj

Sri Nisargadatta Maharaj:
"Ich bin ungeboren",
freies Buch mit 24 Dialogen
(75 Seiten):

https://docs.google.com/uc?id=0B2S4Ym7J1ED4NmZlYTA2N2QtZjc2YS00NDgxLTgxNjYtMWExMTkwODllNzVj&export=download&hl=en_US

traurig

Ein strahlendes, glückliches Gesicht ermutigt die Menschen auf ihren Wegen. Wenn jemand traurig ist und einem lachenden Kind begegnet, dann wird das Kind beim Anblick seines Gesichtes aufhören zu lachen, ohne zu wissen warum.

*Abdu'l Baha

Versorger

O Du unser Versorger! Du hast über die Freunde im Westen des Heiligen Geistes Düfte gehaucht und den Himmel im Westen mit dem Lichte göttlicher Führung erleuchtet. Du hast zu Dir hingezogen, die einstmals fern von Dir waren. Fremde hast Du in liebreiche Freunde verwandelt, die Schlafenden erweckt und die Nachlässigen achtsam gemacht.

O Du unser Versorger! Steh diesen edlen Freunden bei, Dein Wohlgefallen zu gewinnen und Fremden wie Freunden wohlgesonnen zu sein. Geleite sie in die ewige Welt, laß sie himmlischer Gnade teilhaftig sein und wirkliche Bahá'í werden, aufrichtig vor Gott. Bewahre sie vor Äußerlichkeit, gründe sie fest in der Wahrheit. Mache sie zu Zeichen und Beweisen für Dein Reich, zu funkelnden Sternen hoch über den Niederungen dieses Lebens. Laß sie Hilfe und Trost für die Menschheit, Stifter des Weltfriedens sein. Entzücke sie mit dem Wein Deines Ratschlusses und gib, daß sie alle auf dem Pfade Deiner Gebote wandeln.

O Du unser Versorger! Es ist dieses Dieners Herzenswunsch an Deiner Schwelle, die Freunde des Westens und des Ostens in fester Umarmung zu schauen; alle Glieder der menschlichen Gesellschaft voll Liebe in einer großen Gemeinde vereint zu sehen, wie die in einem mächtigen Meere versammelten Tropfen, wie die Vögel eines einzigen Rosengartens, die Perlen eines Ozeans, die Blätter eines Baumes, die Strahlen einer Sonne. Du bist der Mächtige, der Gewaltige, und Du bist der Gott der Stärke, der Allmächtige, der Allsehende.

*Abdu'l-Baha

Das Schachspiel

Ein junger Mann, der eine bittere Enttäuschung in seinem Leben erlitten hatte, begab sich zu einem entlegenen Kloster und sagte zum Abt: "Ich bin vom Leben enttäuscht und möchte die Erleuchtung erlangen, um von diesen Leiden befreit zu sein. Aber ich habe keine Begabung, etwas lange durchzuhalten. Ich konnte niemals lange Jahre der Meditation und der Studien und strengen Lebensführung durchmachen; ich würde wieder in die Welt zurückgezogen werden, obwohl ich weiß, wie schmerzlich das ist. Gibt es einen kurzen Weg für Leute wie mich?"

 "Es gibt einen", sagte der Abt, "wenn du wirklich entschlossen bist. Sage mir, was hast du studiert, worauf hast du dich in deinem Leben am meisten konzentriert?" "Hm, auf nichts so richtig. Wir waren reich, und ich brauchte nicht zu arbeiten. Ich glaube, was mich wirklich interessierte, war das Schachspiel. Damit verbrachte ich die meiste Zeit." Der Abt dachte einen Moment nach und sagte dann zu seinem Assistenten: "Hole den Mönch soundso, und er soll ein Schachbrett und Figuren mitbringen." Der Mönch kam mit dem Brett, und der Abt stellte die Figuren auf. Dann ließ er sein Schwert bringen und zeigte es den beiden. ,,O Mönch", sagte er, "du hast mir als deinem Abt Gehorsam gelobt, und nun fordere ich ihn von dir. Du wirst mit diesem jungen Mann eine Partie Schach spielen, und wenn du verlierst, werde ich dir mit diesem Schwert den Kopf abschlagen. Doch ich verspreche, dass du im Paradies wiedergeboren werden wirst. Wenn du gewinnst, werde ich diesem Mann den Kopf abschlagen, denn Schach ist das einzige, wobei er sich jemals wirklich angestrengt hat, und wenn er verliert, verdient auch er den Verlust seines Kopfes." Sie sahen dem Abt ins Gesicht und verstanden, dass es ihm ernst war. Dem Verlierer würde er den Kopf abschlagen. Sie begannen das Spiel. Bei den Eröffnungszügen spürte der junge Mann, wie ihm der Schweiß bis zu den Fersen hinuntertropfte, als er um sein Leben spielte. Das Schachbrett wurde zur ganzen Welt; er war völlig darauf konzentriert. Zuerst war es eher schlecht um ihn bestellt, doch dann machte der andere einen schlechten Zug, und er ergriff die Gelegenheit, einen starken Angriff zu lancieren. Wie die Stellung seines Gegners zerbröckelte, sah er ihn verstohlen an. Er sah ein Gesicht aus Intelligenz und Aufrichtigkeit, geprägt von Jahren strengen Lebens und Bemühens. Er dachte an sein eigenes wertloses Leben, und ihn überkam eine Welle des Mitgefühls. Absichtlich beging er einen Fehler und dann noch einen, die seine Stellung ruinierten und ihn seiner Verteidigung beraubten. Plötzlich beugte sich der Abt vor und stieß das Brett um. Die beiden Gegenspieler waren verstört. "Hier gibt es keinen Gewinner und keinen Verlierer", sagte der Abt langsam, "hier kann kein Kopf fallen. Nur zwei Dinge sind erforderlich", und er wandte sich an den jungen Mann, " völlige Konzentration und Mitgefühl. Du hast heute beides gelernt. Du warst völlig auf das Spiel konzentriert und konntest doch Mitgefühl empfinden und warst bereit, dein Leben zu opfern. Bleibe nun einige Monate hier und verfolge unsere Ausbildung in diesem Geiste, dann ist dir die Erleuchtung gewiss." Er tat es und erlangte sie.

Samurai

Ein grosser, harter Samurai ging einmal einen kleinen Mönch besuchen. "Mönch", sagte er in einem Ton, der sofortigen Gehorsam gewohnt ist, "lehre mich etwas über Himmel und Hölle!". Der Mönch sah zu dem mächtigen Krieger auf und entgegnete voller Verachtung: "Dich etwas über Himmel und Hölle lehren? Überhaupt nichts kann ich dich lehren. Du bist schmutzig. Du stinkst. Deine Klinge ist rostig. Du bist eine Scham und Schande für die Klasse der Samurais. Geh mir aus den Augen. Ich kann dich nicht ertragen." Der Samurai war wütend. Er zitterte, wurde ganz rot im Gesicht, war sprachlos vor Wut. Er zog sein Schwert und hob es in die Höhe, um den Mönch damit zu töten. "Das ist die Hölle", sagte der Mönch sanft. Der Samurai war überwältigt. Das Mitgefühl und die Ergebenheit dieses kleinen Mannes, der sein Leben hergab, um ihm diese Lehre zu geben und ihm die Hölle zu zeigen! Langsam senkte er sein Schwert, erfüllt von Demut und Dankbarkeit und plötzlichem Frieden. "Und das ist der Himmel", sagte der Mönch sanft.

Die Weisheit Salomos

Man befragte den Meister: „Zum Wort der Schrift, der König Salomo sei weiser gewesen als alle Menschen, sogar weiser als die Narren.“ Dazu ist bemerkt wurden, was für Sinn mag in der unsinnig klingenden Bemerkung liegen ?" Der Meister erklärte: „Es ist dem Narren eigen, daß er sich weiser als alle dünkt, und keiner kann ihn überzeugen, daß er ein Narr und sein Tun eine Narretei ist. Die Weisheit Salomos aber war so groß, daß sie sich in vielerlei Gewänder zu kleiden verstand, auch in das närrische, so konnte er mit den Narren wahre Zwiesprache halten und ihr Herz bewegen, daß sie erkannten und bekannten, wes Wesens sie waren.“  

* (aus: "Die Erzählungen der Chassidim" - Gebundene Ausgabe: 848 Seiten - Manesse-Verlag)