Folge deinem Herzen, entdecke dein Potential und sei bereit für das größte Abenteuer deines Lebens.
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Wo ist der Ort, der den Durst Deiner Seele stillen soll?
Du hast geschlafen seit unzähligen Zeitaltern; und diesen Morgen willst Du nicht Erwachen?
AUF diesem Baum ist ein Vogel: Er tanzt in der Freude des Lebens. Keiner weiß wo dieser ist: Und wer weiß was sein Refrain bedeuten mag? Wo die Zweige einen tiefen Schatten werfen, dort hat er sein Nest: Und er kommt am Abend und fliegt am Morgen wieder fort, Und er sagt kein Wort darüber, was sein Refrain bedeutet. Keiner erzählt mir von dem Vogel, der in meinem Inneren singt. Er ist weder bunt, noch farblos: Er hat weder eine Gestalt noch eine Kontur: Er sitzt im Schatten der Liebe. Er wohnt im Inneren der Unerreichbarkeit, dem Unendlichen und dem Ewigen; Und niemand nimmt es wahr, wenn er kommt und geht. Kabîr sagt: "Oh Freund ! Es ist ein tiefes Mysterium. Die weisen Menschen suchen, wo jener Vogel ruht."
*Kabir (*1440; † 1518 )
Im Wipfel des Baumes
Vielerlei Menschen standen unter einem hohen Baum. Und einer von den
Menschen hatte Augen zu sehen. Er sah: im Wipfel des Baums stand ein
Vogel, herrlich in wesenhafter Schönheit. Die anderen sahen den Vogel
nicht. Über jenen Mann aber fiel ein großes Bangen, zu dem Vogel zu
kommen und ihn zu nehmen, er konnte nicht von dannen ohne den Vogel.
Wegen der Höhe des Baums war es jedoch nicht in seinem Vermögen, und
auch eine Leiter war nicht da. Weil aber sein Bangen so übermächtig war,
fand seine Seele sich den Rat. Er nahm die Menschen, die umherstanden,
und stellte sie aufeinander, jeden auf die Schultern eines Gefährten. Er
aber stieg zuoberst, so daß er zum Vogel kam, und nahm ihn. Die
Menschen, wiewohl sie dem einen geholfen hatten, wußten nichts von dem
Vogel und sahen ihn nicht. Er aber, der von ihm wußte und ihn sah, hätte
ohne sie nicht zu ihm kommen können. Würde jedoch der unterste von
ihnen seinen Ort verlassen, dann müßte der oben zur Dunklen Nacht der
Erde niederfallen.
* Aus "Martin Buber - Die Legenden des BaalSchem" (Manesse Bibliothek der Weltliteratur)
* Aus "Martin Buber - Die Legenden des BaalSchem" (Manesse Bibliothek der Weltliteratur)
Vom Truthahn
Es geschah einmal, daß der Königssohn in Wahnsinn verfiel und behauptete, er sei ein Truthahn. Als Truthahn hatte er den Drang, nackt unter dem Tisch zu sitzen und Krumen und Knochen aufzulesen. Alle Ärzte verzweifelten an der Aufgabe, ihm zu helfen und ihn davon zu heilen. Der König war darüber in großer Sorge. Bis ein Weiser kam und ankündigte: »Ich nehme es auf mich, ihn zu heilen.« Er zog sich ebenfalls aus und setzte sich unter den Tisch neben den Königssohn und pickte mit ihm nach Krumen und Knochen. Der Prinzfragte ihn: »Wer bist du, und was suchst du hier?« Er antwortete: »Und was suchst du hier? « Der Prinz sagte ihm: »Ich bin ein Truthahn.« »Und ich«, sagte der Weise, »bin auch ein Truthahn.« So saßen die zwei dort einige Zeit zusammen, bis sie sich aneinander gewöhnt hatten. Dann, auf ein Zeichen des Weisen, warf man ihnen Hemden hinunter. Da sagte der Weise zum Königssohn: »Du denkst, daß ein Truthahn nicht in einem Hemd gehen kann? Man kann ein Hemd tragen und trotzdem Truthahn sein.« Und beide zogen sich Hemden an. Nach einiger Zeit gab er wieder ein Zeichen, und man warf ihnen Hosen hinab. Und der Weise sagte demPrinzen: »Du denkst, daß man in Hosen kein Truthahn sein kann? usw.« Bis sie die Hosen und alle anderen Kleidungsstücke angezogen hatten. Und später gab er wieder ein Zeichen, und man reichte ihnen menschliche Nahrung vom Tisch hinunter. Und er sagte ihm: »Du denkst, wenn man gute Speisen ißt, sei man schon kein Truthahn mehr? Man kann essen und auch Truthahn sein.« Und sie aßen. Danach sagte er: »Du denkst, daß ein Truthahn unbedingt unter dem Tisch sein muß; man kann als Truthahn auch am Tisch sitzen.« So verfuhr er mit ihm, bis er ihn ganz geheilt hatte.
Der Baum und der Vogel
Vielerlei Menschen standen unter einem hohen Baum. Und einer von den Menschen hatte Augen zu sehen. Er sah: im Wipfel des Baums stand ein Vogel, herrlich in wesenhafter Schönheit. Die anderen sahen den Vogel nicht. Über jenen Mann aber fiel ein großes Bangen, zu dem Vogel zu kommen und ihn zu nehmen, er konnte nicht von dannen ohne den Vogel. Wegen der Höhe des Baums war es jedoch nicht in seinem Vermögen, und auch eine Leiter war nicht da. Weil aber sein Bangen so übermächtig war, fand seine Seele sich den Rat. Er nahm die Menschen, die umherstanden, und stellte sie aufeinander, jeden auf die Schultern eines Gefährten. Er aber stieg zuoberst, so daß er zum Vogel kam, und nahm ihn. Die Menschen, wiewohl sie dem einen geholfen hatten, wußten nichts von dem Vogel und sahen ihn nicht. Er aber, der von ihm wußte und ihn sah, hätte ohne sie nicht zu ihm kommen können. Würde jedoch der unterste von ihnen seinen Ort verlassen, dann müßte der oben zur Dunklen Nacht der Erde niederfallen.
* Aus "Martin Buber - Die Legende des BaalSchem" (Manesse Bibliothek der Weltliteratur)
So wird von einem Zaddik erzählt, er sei beim Beten der Gemeinde eine lange Zeit stumm und ohne Bewegung dagestanden und habe dann erst selbst zu beten begonnen; sein Wort sei ein Gewand gewesen, in dessen Falten hätten sich die niedergehaltenen Gebete geschmiegt und seien emporgetragen worden. Dieser Zaddik pflegte vor dem Beten zu sagen: „ Ich binde mich mit allen die zur Einheit streben, mit denen, die größer sind als ich, das durch sie mein Gedanke aufsteige, und mit denen, die kleiner sind als ich, daß sie durch mich gehoben werden.“
Dies ist das Geheimnis der Gemeinschaft, daß nicht bloß der Niedere des Höheren bedarf, sondern auch der Hohe des Niederen.
* Aus "Martin Buber - Die Legende des BaalSchem" (Manesse Bibliothek der Weltliteratur)
You have wings.Learn to use them,and fly. *Rumi
Der Käfig steht offen, warum willst du nicht ins Freie ?
Im Käfig ist das Leben einsam, kalt und dunkel
und es gibt immer das gleiche Futter.
Flieg hinaus !
Draußen Scheint die Sonne,
und die Vögel ziehen große Kreise der Freiheit
durch das Blau des Himmels,
Flieg zu ihnen, du bist Frei !
Flieg zur Farbe des Himmels
zur Wärme der Sonne ! Sicherheit ist die Kleidung
des Lichts, hülle dich ganz darin ein,
und du wirst das Licht -
ja selbst die Sonne wirst du sein !
Der Käfig steht offen, Flieg hinaus,
draußen wärmt die Sonne das Kleid der Federn
und der Wind trägt dich bis in den Siebenten Himmel.
Wage es, Ergreife den Mut, und lass dich ins Leben Fallen.
Im Käfig kannst du die Flügel bewegen,
doch die Freiheit des Fliegens zu Fühlen ist dort unmöglich.
Komm nur, Komm heraus, komm heraus aus dir selbst,
der Käfig steht offen, stürze dich ins Leben ohne Vorsicht,
lass dich fallen in das Meer aus Licht.
Wie oft muss der Käfig noch in den Staub zu Boden fallen,
ehe du ihn verlässt ? Du bist Frei, die Tür steht offen, Flieg hinaus.
Jene Stätte die du ersehnst ist außerhalb allgegenwärtig,
die Stäbe deines Käfigs verdecken dir die wahre Sicht.
Flieg hinaus und sieh den Käfig von außen,
Tränen des Glücks wirst du vergießen
und Lachen über die zahlreichen
Schatten die dich umgaben.
Erhebe dich aus dem Staub,
erblicke das Blau des Himmels
und spühr der Sonnenstrahlen Wärme Licht !
Erheb dich aus des lebens Flammenmeer
und werde Frei !
Zerbrich diese Welt der Grenzen,
wie ein Kücken das Ei.
Verlasse den Käfig,
JETZT
du - bist - Frei !
* Azmuto
JETZT
du - bist - Frei !
* Azmuto
Wille & Hindernis
Es gibt kein Hindernis, das man nicht überwinden kann,
denn das Hindernis ist nur wegen des Willens da,
und in Wahrheit sind keine Hindernisse als nur im Geist.
*Rabbi Nachman von Bratslav (* 1772 - †1819)
und in Wahrheit sind keine Hindernisse als nur im Geist.
*Rabbi Nachman von Bratslav (* 1772 - †1819)
Der Anulvogel ~ (von Kabir)
Ich erzähle dir über den Anulvogel, der im Himmel lebt, getragen von der Luft – Tag & Nacht.Die Parung geschieht durch die Augen und auf diese Weise wird sie trächtig. Sie legt ihre Eier in den Himmel, wo es keine Abstürtze gibt:Das Ei wird gehegt, während es fällt, im Himmel wird es ausgebrütet und der junge Vogel wird geboren, unterwegs öffnet es seine Augen und unterwegs erhällt es seine Flügel.Wenn es endlich die Erde erreicht, begreift es, das dies nicht sein zuhause ist, dies erfassend , fliegt es zurück dorthin, wo seine Eltern leben.Der Anulvogel kommt nicht herunter, um das junge zurückzubringen – es selbst begiebt sich nach Hause, den vorgezeichneten Pfad beschreitend.Viele Vögel leben in dieser Welt, doch sehr wenige von ihnen sind Anulvögel.Vögel wie diese sind rar, und seltener noch sind jene die sich selbst erheben.
Das Lied der Sperlinge
Er fragte den Freund, ob er sein Gebet verrichtet hätte."Ja",erwiderte dieser. Er atmete tief ein, und als er ausatmete, war ein Seufzen in seinem Atem, unendlich begütigend. Sein Freund sagte: "Alle Gebete meines Lebens gebe ich dir — gib du mir diesen Seufzer." (*Shams i Tabrīzī 1248 )
Großzügigkeit ist eine charakteristische Eigenschaft der Bewohner des Paradieses.(* Sulami (936 – 1021)
"Auf der ganzen Welt gibt es nicht seinesgleichen!"
Die Geschichte von Abu Dîsa, welcher "Sperling" genannt wurde,
und von seinen wunderbaren Erlebnissen:
und von seinen wunderbaren Erlebnissen:
"In einem Buch studiert er Und wiegt den Kopf dabei. Doch weiß er ganz gewiß nicht, Was drin enthalten sei."
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