Ich rief mein Ich zu Ihm, aber mein Ich machte Umstände, mein Ich meuterte, mein Ich wollte nicht folgen. Da ließ ich mein Ich stehen und ging ohne mich zu Ihm.
* Bayezid Bistami
Folge deinem Herzen, entdecke dein Potential und sei bereit für das größte Abenteuer deines Lebens.
Im ersten Schritt
Im ersten Schritt auf dem Pfad, wirst du schon alles finden, was du suchst. Falls nicht, beweist das nur, dass du den ersten Schritt noch nicht getan hast.
- Dhu n-Nun (* 796 - † 859)
- Dhu n-Nun (* 796 - † 859)
Leben
Bald schenkst du mit deinem Wort Nahrung meiner Seele,
bald schenkst du mir zur Zeit der Morgenröte verborgenes Geheimnis.
Raubst du ein Herz, so gibst du tausend Herzen wieder;
Und nimmst du mir das Leben, so gibst du tausend Leben wieder.
* Fariduddin Attar (*1136- † 1220)
bald schenkst du mir zur Zeit der Morgenröte verborgenes Geheimnis.
Raubst du ein Herz, so gibst du tausend Herzen wieder;
Und nimmst du mir das Leben, so gibst du tausend Leben wieder.
* Fariduddin Attar (*1136- † 1220)
Nicht die Rose nur allein..
Ich ging Morgens in den Garten,
pflückte eine Rose und fürchtete mich,
als ich den Gärtner erblickte.
Doch es waren seine Worte
gar köstlich entgegen mein Erwarten:
Er sprach: "Nicht die Rose nur allein,
ich schenke dir den ganzen Garten!"
Er, dessen Antlitz so schön ist,
daß ihn die Engel beneiden,
Kam im Morgendämmern
und blickte auf mein Herz.
Er weinte und ich weinte,
bis der Morgen kam und fragte:
"Wer von diesen zwei -
oh Wunder - ist denn der Geliebte ?"
*Rumi
pflückte eine Rose und fürchtete mich,
als ich den Gärtner erblickte.
Doch es waren seine Worte
gar köstlich entgegen mein Erwarten:
Er sprach: "Nicht die Rose nur allein,
ich schenke dir den ganzen Garten!"
Er, dessen Antlitz so schön ist,
daß ihn die Engel beneiden,
Kam im Morgendämmern
und blickte auf mein Herz.
Er weinte und ich weinte,
bis der Morgen kam und fragte:
"Wer von diesen zwei -
oh Wunder - ist denn der Geliebte ?"
*Rumi
Verstehen
"Der Geist, der ein Problem verstehen will, darf sich nicht mit dem Problem selbst befassen, sondern damit, wie sein eigener Mechanismus der Urteilsbildung funktioniert." * Jiddu Krishnamurti 1895 - 1986
In besonderer Weise
"So groß ist unser Unglück, dass der Mensch die Religion mit der größten Kompliziertheit der Welt erfüllt hat. Durch unzählige Regeln und Gebete, künstliche Ritualhandlungen, komplizierte Doktrinen und mannigfache Einbildung ist sie so undurchdringlich und schwer zugänglich geworden. Durch den Zusammenprall der verschiedenen Gemeinden und Doktrinen sind auf der Erde Hader und Hass, Unfrieden und Unheil grenzenlos. Warum ist es so gekommen? Der einzige Grund hierfür ist, dass wir uns nicht mit ganzem Herzen der Religion ergeben, sondern versucht haben, die Religion uns entsprechend zu gestalten, dass wir, um uns die Religion wie andere notwendige Gegenstände dieser Welt besonders brauchbar zu machen, sie den eigenen Maßstäben gemäß in besonderer Weise zurechtstutzen."
* Rabindranath Tagore 1861-1941
Die grundlegenden Lehren
Die grundlegenden Lehren sind dieselben – sie wurden von allen Meistern vertreten, doch wir haben sie leider vergessen, und das liegt daran, dass es an Menschen der Praxis fehlt...
...Der Lehrer des Menschen ist ein Mensch, der euch auf eurer Ebene begegnet und (wie ihr) durchs Leben geht. Er hat jene Erfahrung gemacht und kann euch diese Erfahrung vermitteln ...
...Wie ich schon erklärt habe, ist Licht da – die Lampe brennt, doch sie ist von verschiedenen Hüllen bedeckt, und so entsteht der Eindruck, es sei dort kein Licht. Wenn du eine Hülle abwirfst, dann siehst du ein wenig Licht; wenn du zwei Hüllen beseitigst, ist mehr Licht zu sehen; bei drei Hüllen noch mehr und so geht es weiter...
...Ich bin auch ein Schüler des Lebens, wisst ihr – ich höre nie auf zu lernen. Der Mensch lernt und verlernt sein ganzes Leben hindurch...
* Kirpal Singh
Alle Weisen haben es kurz gesagt. Einer aber ausführlich: Sämtliche Konfessionen der bekannten Gruppierungen sind am Anfang auf dem Weg des Wegschreiters in seinen Augen eine einzige und erscheinen als eine einzige. Stellt er einen unterschied fest oder macht er einen Unterschied, so ist er Trenner und Unterscheider, nicht Sucher. Dieses Unterscheiden ist für den Sucher noch eine Absperrung des Weges.
* Hamadani Lehrer & Schüler
Rabbi Chanoch erzählte: "Ein ganzes Jahr verlangte es mich, zu meinem Lehrer, dem Rabbi Bunam, zu gehen und mit ihm zu reden. Aber jedesmal, wenn ich ins Haus trat, fühle ich mich nicht Mannes genug. Endlich kam es mir, als ich weinend übers Feld ging, daß ich sogleich zum Rabbi laufen mußte. Er fragte: "Warum weinst du?" "Ich bin doch", sagte er, "ein Geschöpf auf der Welt und bin mit allen Sinnen und allen Gliedern erschaffen, und ich weiß nicht, was ist`s, wozu ich erschaffen bin, und was tauge ich auf der Welt?" "Du Närrlein", sagte er, "damit gehe auch ich herum. Du wirst heute mit mir zu Abend essen."
Die Drohung
Ein Großer drohte Rabbi Chanoch, er wolle ihn von allen geistigen Stufen, die er erreicht hatte, mit einem Schlag stürzen. Er antwortete: " Ihr könnt mich nicht an einen noch so niedrigen Ort werfen, auf dem ich nicht schon stünde."
Ansehen & Ehre
Die wiederspenstige Ehre
Einer sagte zu Rabbi Bunam: "An mir hat sich erwiesen, daß nicht wahr ist, was gesagt wird, wer vor der Ehre fliehe, dem jage sie nach, wer ihr nachjage, den fleihe sie. Denn ich bin ihr mit rechtem Fleiß davangerannt, sie aber hat nicht einen Schritt getan, um mich einzuholen. "Offenbar", erwiederte der Rabbi, "hat sie bemerkt, daß du dich umsahst, und fand nun am Spiel keinen Reiz mehr."
" Götzenopfer "
Man fragte Rabbi Bunam: "Was ist mit "Götzenopfer" gemeint ? Es ist doch ganz undenkbarm daß ein Mensch einem Götzen Opfer darbringt! Er sagte: "So will ich euch ein Beispiel geben. Wenn ein frommer und gerechter Mann mit anderen bei Tisch sitzt und würde gern noch etwas mehr essen, aber seines Ansehens bei den Leuten wegen verzichtet er darauf, das ist "Götzenopfer".
Einer sagte zu Rabbi Bunam: "An mir hat sich erwiesen, daß nicht wahr ist, was gesagt wird, wer vor der Ehre fliehe, dem jage sie nach, wer ihr nachjage, den fleihe sie. Denn ich bin ihr mit rechtem Fleiß davangerannt, sie aber hat nicht einen Schritt getan, um mich einzuholen. "Offenbar", erwiederte der Rabbi, "hat sie bemerkt, daß du dich umsahst, und fand nun am Spiel keinen Reiz mehr."
" Götzenopfer "
Man fragte Rabbi Bunam: "Was ist mit "Götzenopfer" gemeint ? Es ist doch ganz undenkbarm daß ein Mensch einem Götzen Opfer darbringt! Er sagte: "So will ich euch ein Beispiel geben. Wenn ein frommer und gerechter Mann mit anderen bei Tisch sitzt und würde gern noch etwas mehr essen, aber seines Ansehens bei den Leuten wegen verzichtet er darauf, das ist "Götzenopfer".
Lob der Grammatik
Der Gerer Rabbi erzählte:
"In meiner Kindheit wollte ich mich nicht ins Studium der Grammatik vertiefen, denn ich wähnte, es sei eine Wissenschaft wie alle anderen. Später aber habe ich mich ihr ergeben, denn ich sah, die Geheimnisse der Lehre hangen daran."
"In meiner Kindheit wollte ich mich nicht ins Studium der Grammatik vertiefen, denn ich wähnte, es sei eine Wissenschaft wie alle anderen. Später aber habe ich mich ihr ergeben, denn ich sah, die Geheimnisse der Lehre hangen daran."
Wonach man jagt
Rabbi Pinchas pflegte zu dagen: "Wonach man jagt, das bekommt man nicht, aber was man werden läßt, das fleigt einem zu." Und er fügte dies Gleichnis hinzu: "Schneide einem großen Fisch den Bauch auf, da liegen die kleinen Fische mit dem Kopf nach unten."
Fasten oder Essen ?
Die Frau des Czortkower Rabbis erzählte: "Ich merkte, jedesmal, wenn man ihm Kaffee gebracht hatte, und ich trat heran zu ihm in die Stube, das Glas war leer, aber am Satz war zu erkennen, daß der Kaffee nicht getrunken, sondern ausgegossen worden war. Da bat ich Gott einmal, er möge mir die rechten Worte eingeben. Dann trat ich wie gewöhnlich ein und sagte: "Besinne dich, was ist Gott lieber, dein Fasten oder dein Essen ? Und heißt es nicht "Mehr als das Kalb Saugen will, möchte die Kuh Stillen?" Er ließ sich ein andres Glas Kaffee geben und trank es aus."
Tausend kommen in das Zimmer, doch nur einer geht zum Licht hinaus.
Nicht jeder, der den Weg gesehen hat, ist auf dem Weg gegangen, und nicht jeder, der gegangen ist, hat das Ziel erreicht. Gar mancher hat gehört, aber nicht gesehen, gar mancher hat gesehen, aber nicht erkannt, gar mancher hat erkannt, aber nicht gefunden. *MAYBUDI (520 / 1126)
Glas oder Kristall
Wenn der König Glas oder Kristall an der Hand trägt, scheint es Juwel zu sein. Wenn ein Gemüsehändler ein Juwel trägt, scheint es Glas zu sein.
*Schibli († 945)
*Schibli († 945)
Das Heiligkeitsspiel
Bayazid, pflegte manchmal absichtlich gegen die äußeren Formen und Riten zu verstoßen. Einmal geschah es, dass er auf dem Rückweg von Mekka in der iranischen Stadt Rey haltmachte. Die Einwohner, die ihn verehrten, eilten herbei, um ihn willkommen zu heißen, und verursachten in der Stadt ein großes Aufsehen. Bayazid, der dieser Art von Verehrung überdrüssig war, wartete, bis er den Marktplatz erreicht hatte. Dort kaufte er einen Laib Brot und begann, im Angesicht seiner Verehrer schmatzend zu kauen. Es war ein Fastentag im Monat Ramadan, aber Bayazid fand, dass seine Reise durchaus rechtfertigte, dieses religiöse Gebot zu brechen. Anders seine Verehrer. Sie waren über sein Verhalten so entsetzt, dass sie ihn auf der Stelle verließen und nach Hause gingen. Zufrieden bemerkte Bayazid zu einem seiner Schüler: "Siehst du, ich brauchte bloß etwas für sie Unerwartetes zu tun, und schon schwand ihre Verehrung für mich dahin." Jesus entsetzte seine Gefolgsleute auf ähnliche Weise. Die Massen brauchen einen Heiligen, den sie verehren können, einen, den sie um Rat fragen. Und es gibt ein stillschweigendes Abkommen: du musst unseren Erwartungen und Wünschen gerecht werden, als Gegenleistung bieten wir dir Verehrung. Das Heiligkeitsspiel.
Die wahre Erkenntnis besteht darin, dass man jene Wahrheiten vom Gehäuse unterscheiden lernt.
Das Herz gleicht einem Wasserbecken und die fünf sinne fünf Bächen, durch die das Wasser sich von aussen in das Becken ergiesst. Wenn du willst, dass das klare Wasser aus dem Grunde des Beckens emporquellen soll, so musst du jenes Wasser ganz daraus entfernen und all den schwarzen Schlamm, den es mitgeführt hat, heraustun und all die Bäche verstopfen, so dass durch sie kein Wasser mehr hineinkommt und dann den Grund des Beckens aufgraben, damit das reine klare Wasser aus dem Inneren des Beckens emporquillt. Solange aber das Becken mit dem Wasser, das von aussen kam, angefüllt ist, ist es unmöglich, dass das Wasser aus dem Inneren aufquillt.
So kann auch jenes Wissen, das aus dem Inneren des Herzens aufsteigen soll, nicht aufquellen, solange das Herz nicht frei ist von allem, was von aussen hereingekommen ist.
Wenn aber ein Gelehrter sich von allem angelernten Wissen frei macht und sein Herz nicht dadurch gefangen sein lässt, so wird ihm das frühere Wissen nicht zu einer Scheidewand.
Wenn sich im Menschen jedoch etwas anderes regt, und sagt: "Das widerspricht dem, was ich gehört oder gelesen habe, und alles, was dem widerspricht, ist falsch", so ist es unmöglich, dass einem solchen Menschen die Wahrheit der Dinge offenbar werde.
Denn wer oder was außer die eigene Erfahrung und tiefempfundene Erkenntnis, eröffnet dir, das die Interpretation dessen was du gelesen oder gehört hast, tatsächlich der Wirklichkeit oder Wahrheit entspricht ?
Jene Glaubenssätze, die das gemeine Volk lernt, sind nur das Gehäuse für die Wahrheit, nicht die Wahrheit selbst.
Die wahre Erkenntnis besteht darin, dass man jene Wahrheiten von dem Gehäuse unterscheiden lernt, so wie das innere Mark von der umgebenden Haut.
*Abu Hamid al-Ghazâlî, (1058 - 1112)
So kann auch jenes Wissen, das aus dem Inneren des Herzens aufsteigen soll, nicht aufquellen, solange das Herz nicht frei ist von allem, was von aussen hereingekommen ist.
Wenn aber ein Gelehrter sich von allem angelernten Wissen frei macht und sein Herz nicht dadurch gefangen sein lässt, so wird ihm das frühere Wissen nicht zu einer Scheidewand.
Wenn sich im Menschen jedoch etwas anderes regt, und sagt: "Das widerspricht dem, was ich gehört oder gelesen habe, und alles, was dem widerspricht, ist falsch", so ist es unmöglich, dass einem solchen Menschen die Wahrheit der Dinge offenbar werde.
Denn wer oder was außer die eigene Erfahrung und tiefempfundene Erkenntnis, eröffnet dir, das die Interpretation dessen was du gelesen oder gehört hast, tatsächlich der Wirklichkeit oder Wahrheit entspricht ?
Jene Glaubenssätze, die das gemeine Volk lernt, sind nur das Gehäuse für die Wahrheit, nicht die Wahrheit selbst.
Die wahre Erkenntnis besteht darin, dass man jene Wahrheiten von dem Gehäuse unterscheiden lernt, so wie das innere Mark von der umgebenden Haut.
*Abu Hamid al-Ghazâlî, (1058 - 1112)
Dem Kranken schmeckt auch süßes Wasser bitter.
Geprüft wird die Liebe durch den Wettstreit mit dem eigenen Vorteil.
Die Menschen wiedersetzen sich den Dingen, weil sie sie nicht verstehen.
*Abu Hamid al-Ghazâlî, (1058 - 1112)
Weisheit
Einsame Wege will ich gehen
Nicht sprechen werde ich und ohne Denken sein.
Aber unendliche Liebe geht mir in die Seele ein.
Einsame Wege will ich gehen.
Ich fühle kühl die Halme wehn.
Erlöst bin ich aus aller Zeit.
Befreit in alle Ewigkeit.
Aber unendliche Liebe geht mir in die Seele ein.
Einsame Wege will ich gehen.
Ich fühle kühl die Halme wehn.
Erlöst bin ich aus aller Zeit.
Befreit in alle Ewigkeit.
Lehre der Sprechenden Gedanken
„Ich will euch die beste Art weisen, Lehre zu sprechen. Man soll sich selber gar nicht mehr fühlen, nichts mehr sein als ein Ohr, das hört, was die Welt des Wortes in einem redet. Sowie man aber die eigene Rede zu hören beginnt, breche man ab.“
Nachahmung
Im Winter verlangst du nach Pelzkleidung,
aber wenn der Sommer kommt,
wird sie dir zur Last
und du legst sie achtlos beiseite.
So ist es mit der Nachahmung der Lehre.
Sie hält die Leute warm bis zu dem Tag,
an dem die Sonne sie wärmt.
*Rumi (1207-1273)
aber wenn der Sommer kommt,
wird sie dir zur Last
und du legst sie achtlos beiseite.
So ist es mit der Nachahmung der Lehre.
Sie hält die Leute warm bis zu dem Tag,
an dem die Sonne sie wärmt.
*Rumi (1207-1273)
Boten des Lichts
Die Weisheit des Universums
Vor langer Zeit überlegten die Götter, dass es sehr schlecht wäre, wenn die Menschen die Weisheit des Universums finden würden, bevor sie tatsächlich reif genug dafür wären. Also entschieden die Götter, die Weisheit des Universums so lange an einem Ort zu verstecken, wo die Menschen sie solange nicht finden würden, bis sie reif genug sein würden.Einer der Götter schlug vor, die Weisheit auf dem höchsten Berg der Erde zu verstecken. Aber schnell erkannten die Götter, dass der Mensch bald alle Berge erklimmen würde und die Weisheit dort nicht sicher genug versteckt wäre. Ein anderer schlug vor, die Weisheit an der tiefsten Stelle im Meer zu verstecken. Aber auch dort sahen die Götter die Gefahr, dass die Menschen die Weisheit zu früh finden würden.
Dann äußerte der weiseste aller Götter seinen Vorschlag: "Ich weiß, was zu tun ist. Lasst uns die Weisheit des Universums im Menschen selbst verstecken. Er wird dort erst dann danach suchen, wenn er reif genug ist, denn er muss dazu den Weg in sein Inneres gehen."
Die anderen Götter waren von diesem Vorschlag begeistert und so versteckten sie die Weisheit des Universums im Menschen selbst.
Zitate des Talmud
Ein Mensch bleibt weise, solange er die Weisheit sucht; sobald er sie gefunden zu haben wähnt, wird er ein Narr.
Lehre deine Zunge zu sagen: Ich weiß nicht. Denn vielleicht ertappt man dich sonst bei einer Unwahrheit und nagelt dich darauf fest.
Lehre deine Zunge zu sagen: Ich weiß nicht. Denn vielleicht ertappt man dich sonst bei einer Unwahrheit und nagelt dich darauf fest.
Auf & nieder oder das letzte Wort
Wenn du über ein frisch gepflügtes Feld wanderst, wechseln Furchen mit Kämmen. So ist der Weg der inneren Arbeit. Jetzt gehst du aufwärts, jetzt abwärts, jetzt beherscht das Ego dich, jetzt beherscht du es. Jetzt schlägt es dich, jetzt schlägst du es. Sieh nur zu, daß du den letzten Schlag behältst!
Das Spiel
An einem Tage kam der Meister unerwartet ins Lehrhaus und fand die Schüler beim Damspiel. Als sie den Meister eintreten sahen, wurden sie verwirrt und hielten inne. Er aber nickte ihnen freundlich zu und fragte: „Kennt ihr auch die Gesetze des Damspiels ?“ Und da sie vor scheu kein Wort über die Lippen brachten, gab er selbst die Antwort: „Ich will euch die Gesetze des Spieles sagen. Das erste ist, man darf nicht zwei Schritte auf einmal gehen. Das zweite, man darf nur vorwärts gehen und sich nicht rückwerts kehren. Und das dritte, wenn man oben ist, darf man schon gehen, wohin man will.“Der Vers im Innern
Als Rabbi Mordechai einmal in der großen Stadt Minsk war und dort vor mehreren gegnerisch gesinnten Männern die Schrift auslegte, lachten die ihn aus. „Dadurch wird doch der Vers gar nicht klargestellt“, riefen sie. „Meint ihr denn“, erwiederte er, „ich wolle den Vers im Buch klarstellen ? Der bedarf der Klarstellung nicht! Ich will den Vers in meinem Innern klarstellen.“Schwimmen
Sri Ramakrishna sagte einst zu einem seiner Schüler: Wer schwimmen lernen will, muss ein paar Tage üben. Niemand wird am ersten Tag riskeren, im Meer zu schwimmen. Ebenso ist es, wenn du im Meer Brahmans schwimmen willst. Da musst du vorher auch viele erfolglose Versuche machen, bis du schließlich richtig schwimmen kannst.
Heilung ~ Krebs entwickelt & überlebt nur im sauren Körpermilieu !
Krebs entwickelt & überlebt nur im sauren Körpermilieu !
Je weiter der pH-Wert der extrazellulären Flüssigkeit sinkt, desto schwieriger ist es für die Zelle die notwendigen Stoffwechselprozesse durchzuführen. Eine permanente Übersäuerung führt zu sauerstoffarmen und nährstoffarmen Bedingungen in den Zellen.
Dr. Otto Warburg (Nobelpreis Medizin 1931)
stellte in seinen Studien fest, dass in einem sauren Milieu der für den Körper lebenswichtige Sauerstoffgehalt rapide abnimmt. Da der Krebs nur in einer sauerstoffarmen Umgebung existieren kann, findet der Krebs optimale Bedingungen bei einer Übersäuerung vor.
Krankheiten entstehen vornehmlich in einem übersäuerten Körper. Daher hat der Ausgleich des Säure Basen Haushaltes Priorität auf dem Weg zurück zu Wohlbefinden und Gesundheit.
Eine Übersäuerung des Körpers führt dazu, dass sich die pH-Werte der Flüssigkeiten im Körper verändern. Darunter leidet letztlich der gesamte Stoffwechsel. Viele Stoffwechselfunktionen können in einem sauren Milieu (pH-Wert unter 7) nicht stattfinden. Ein gesunder Organismus benötigt zum überwiegenden Teil basische pH-Werte (pH- Wert über 7).
Schätzungen zufolge sind etwa 80 Prozent aller Europäer übersäuert.
Schätzungen zufolge sind etwa 80 Prozent aller Europäer übersäuert.
Überprüfen Sie Ihren Säure Basen Haushalt!
Der Säuregrad des Körpers kann mit Hilfe eines pH-Teststreifens über den Urin gemessen werden. Der pH-Wert eines relativ gesunden Menschen ist in der Regel morgens leicht sauer (pH-Wert 6,5 bis 6,8), zum Mittag hin wird er neutral (pH-Wert 7) und abends sollte er leicht basisch sein (pH-Wert über 7).
Das körpereigene Sicherungssystem nutzt seine Ausleitungsorgane, um die täglich anfallenden Säuren in neutralisierter Form - als neutrale Salze - wieder auszuscheiden. Zu den Ausleitungsorganen zählen die Lunge, die Nieren, der Darm und die Haut.
Übersäuerung plündert die Basendepots:
Für die Entsäuerung benötigt der Körper eine ausreichende Menge an Mineralstoffen - nachstehend Basen genannt. Basen sind in der Lage, die Säuren zu neutralisieren, damit diese den Organen nicht schaden. Erhält der Organismus über die Nahrungszufuhr zu wenig Basen, entnimmt er die benötigte Menge seinen eigenen Basendepots. Hierzu zählen: Bindegewebe, Knochen, Knorpel, Sehnen, Zähne und Haarboden.
Die Säuren, die täglich bei einer Übersäuerung - auch Azidose genannt - auf den Organismus einwirken, kann der Körper aufgrund der anfallenden Menge nicht komplett ausscheiden. Sie werden als so genannte saure Stoffwechselschlacken im Bindegewebe eingelagert. Auf diese Weise übersäuert der Körper zunehmend.
Die Übersäuerung des Körpers wird - neben dem täglichen Gebrauch von Leitungswasser, das zumeist leider keine basischen Werte mehr aufweist - maßgeblich durch den Verzehr säurebildender Nahrungsmittel und falscher Lebensweisen beschleunigt.
Hierzu zählen:
tierische Eiweiße wie: Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Milch sowie sämtlichen Milchprodukte Weißmehlprodukte und Süßspeisen
kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Cola, süße Getränke, Kaffee, Alkohol, Nikotin Zusätze in den Nahrungsmitteln wie Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker wie Glutamat oder Süßstoffe wie Aspartam Zahngifte wie Quecksilber, Palladium etc.
Außerdem fehlt den von der Übersäuerung betroffenen Menschen
eine ausreichende Menge an:
basischen Lebensmitteln wie Gemüse, Kartoffeln, Obst, Salate
stillem Wasser, hochwertiges Quellwasser. Bekannte stille Wässer sind nach unseren neuesten Erkenntnissen ebenfalls sauer. Überprüfen Sie Ihr stilles Wasser mittels eines ph-Teststreifens.Tipp: basenüberschüssige Ernährung
Bei einer bestehenden Übersäuerung ist die erste - und gleichzeitig einfachste - Maßnahme, die Zufuhr basischer Lebensmittel deutlich zu erhöhen, bei gleichzeitiger Reduzierung der stark säurebildenden Lebensmittel.
Die Übersäuerung des Körpers entwickelt sich über einen langen Zeitraum. Meist vergehen viele Jahre, bis der Körper entsprechende Symptome aufzeigt.
Chlorophyll ist bekannterweise die Substanz die Pflanzen grün macht und
verantwortlich ist für deren Photosynthese. Weniger bekannt ist,
daß Chlorophyll auch eine Antitumorwirkung besitzt. Im
Ames-Test, ein Test für den Grad der Erbgutgefährdung durch
chemische Substanzen, zeigt sich bei verschiedenen Gemüse-Extrakten
eine Schutzwirkung welche sich linear mit der Konzentration des darin
enthaltenen Chlorophylls steigerte. Bei einer Untersuchung die
verschiedene natürliche Substanzen bezüglich ihrer
Schutzwirkung gegen 2 in Zigarettenrauch enthaltenen
erbgutschädigende Substanzen verglich, ergab sich, daß
sowohl Riboflavin als auch Vitamin C und Beta-Carotin dem Chlorophyll gewaltig unterlegen waren! In einem weiteren Test wurde Chlorophyll
gegen eine ganzen Reihe von bekannt erbgutschädigenden Stoffen,
wie verkohltes Fleisch oder Dieselruß getestet und schnitt
hervorragend ab, besser noch als Vitamin C oder E. Im Tierversuch
reduzierten chlorophyllhaltige Nahrung und chlorophyllhaltiges
Trinkwasser signifikant das Auftreten von chemisch provoziertem
Darmkrebs bei Ratten. Sogar bei Aflatoxin, eine der krebserregendsten
und erbgutgefährlichsten Substanzen überhaupt, schnitt
Chlorophyll bemerkenswert an. Chlorophyll muß man nicht im
Internet bestellen. Es ist als Bestandteil in allem grünen
Gemüse, besonders natürlich Blattgemüse, überall
zu haben und extrem billig!
Willig
In den letzten zwei Jahren vor seinem Tode verfiel Rabbi Jechiel Michal immer wieder in eine tiefe Verzückung. Er ging dann flammenden Angesichts in seiner Stube auf und nieder, und man sah ihm an, daß er einem höheren Leben mehr als diesem verhaftet war und seine Seele nur einen leichten Schritt zu machen brauchte, um hinüber zu kommen. Darum achteten seine Kinder eifrig darauf, ihn stets zur rechten Zeit aus der Verzückung zu wecken. Einst ging er wie gewöhnlich nach dem dritten Sabbatmahl, das er stets nur noch mit einem seiner Söhne einnahm, ins Lehrhaus und sang Lobgesänge, dann kehrte er in seine Stube zurück und ging auf und nieder. Zu jener Zeit war niemand bei ihm. Da hörte seine Tochter, die an der Tür vorbeikam, ihn im Gebet Mal um Mal wiederholen: „Willig schied Mose ab.“ Bestürzt rief sie einen ihrer Brüder herbei. Als er eintrat, sah er den Vater auf dem Rücken am Boden liegen und hörte ihn das letzt Wort des Bekenntnisses „Einer“ mit versagenden Lippen flüstern.
Der Blick des Meisters
Das Gemach des Meisters stieß an den Saal, in dem die Schüler schliefen. In der Nacht ging er zuweilen, ein Licht in der Hand, hinüber und sah die Gesichter der Schlafenden an. Einmal bückte er sich zu der niederen Ofenbank, auf der der jüngste seiner Schüler unter einer schlechten dreieckigen Decke lag, betrachtete ihn lange und sprach dann zu sich: „Oh Wunder über Wunder, daß ein so großer Gott in einem so schmächtigen Hause wohnt.“
Zitate von Jiddu Krishnamurti

"Erleuchtung ist da, wo Sie sind. Und wo Sie sind, da müssen Sie sich selbst verstehen."
"Wenn du ein Gefangener bist, werde ich nicht beschreiben, was Freiheit ist. Mein wesentliches Anliegen ist es zu zeigen, wie ein Gefängnis gebaut wird und wie du es wieder einreißen kannst, wenn du es möchtest."
"Nur ein Gast bin ich in dieser Welt vergänglicher Dinge, durch nichts in ihr gebunden. Keinem Land gehöre ich an. keine Grenzen schließen mich ein."
"Um die Gesellschaft zu verändern, musst du dich von ihr lösen. Du musst aufhören, wie die Gesellschaft zu sein."
"Ich habe immer wieder betont, daß es keine Rolle spielt, aus welcher Quelle Sie das Wasser schöpfen, solange es rein ist und solange das Wasser den Durst der Menschen löscht."
"Der Geist, der ein Problem verstehen will, darf sich nicht mit dem Problem selbst befassen, sondern damit, wie sein eigener Mechanismus der Urteilsbildung funktioniert."
"Wir handeln, wir leben nach bestimmten Mustern, die bewußt oder zutiefst unbewußt vom Denken vorgeschrieben werden."
"Für die meisten von uns besteht die Schwierigkeit darin, daß uns unsere Fluchtwege nicht bewußt sind. Wir sind so gebunden, so gewöhnt an unsere Fluchtwege, daß wir sie für das Wirkliche halten."
Am Anfang war das Wort
Rabbi Israel von Rizin erzählte: “ … Alle Schüler meines Ahnen, des großen Maggids (Lehrers), sprachen die Lehre in seinem Namen, nur Rabbi Sussja nicht. Das kam daher, weil Rabbi Sussja kaum je eine Rede des Meisters bis zu Ende hörte. Denn zu Anfang der Rede, wenn der Maggid den Satz der Heiligen Schrift vortrug, den er auslegen wollte, und mit den Worten der Schrift „Und Gott sprach“, „Und Gott redete“ begann, ergriff die Verzückung Rabbi Sussja, und er schrie und bewegte sich so wild, daß er die Tafelrunde verstörte und man ihn hinausführen mußte. Da stand er dann im Flur oder in der Holzkammer, schlug an die Wände und schrie: „Und Gott sprach!“ Er wurde erst still, wenn mein Ahn auszulegen aufhörte. So ist es gekommen, daß er die Reden des Maggids nicht kannte. „Aber die Wahrheit ist, das sage ich euch: Wenn einer in Wahrheit aufnimmt (hört), dann ist es genug an einem Wort (an einem Sprecher/Lehrer). Mit einem Worte kann man die Welt erheben, mit einem Worte kann man die Welt entsühnen.“
Der Empfänger
Ein Mann in der Stadt sah, das der Gelehrte Sussja sehr arm war, und legte ihm jeden Tag im Bethaus einen Zwanziger in den Beutel, damit er sein und der Seinen Leben zu fristen vermöchte. Seither wuchs der Wohlstand des Mannes von Mal zu Mal. Je mehr er besaß, um so mehr gab er an Sussja, und je mehr er ihm gab, um so mehr besaß er.
Einmal erinnerte er sich aber, daß der Gelehrte Sussja ein Schüler des großen Meisters war, und es geriet ihm in den Sinn: wenn schon die Gabe an den Schüler so vielfältig gelohnt werde, welch ein Reichtum würde über ihn kommen wenn er den Meister selbst beschenke.
So fuhr er zu jenem Meister, und mit vielen Bitten, erwirkte er das dieser eine ansehnliche Gabe annahm. Von diesem Augenblick an schwand sein Wohlstand mehr und mehr, bis aller Gewinn der gesegneten Zeit dahin war. Da ging er in seiner Betrübnis zum Gelehrten Sussja, erzählte ihm alles und befragte ihn, was dies sei: habe doch er selbst ihm gesagt, daß der Meister unmeßbar größer sei als er.
Sussja antwortete ihm: "Sieh, solang du gabst und nicht hinsahst, wem du gibst, sondern ich war dir recht oder ein anderer, so lang gab auch Gott dir und sah nich hin. Als du aber begannst, Berechnungen anzustellen und dir edle und auserlesene Empfänger zu suchen, tat Gott desgleichen."
Einmal erinnerte er sich aber, daß der Gelehrte Sussja ein Schüler des großen Meisters war, und es geriet ihm in den Sinn: wenn schon die Gabe an den Schüler so vielfältig gelohnt werde, welch ein Reichtum würde über ihn kommen wenn er den Meister selbst beschenke.
So fuhr er zu jenem Meister, und mit vielen Bitten, erwirkte er das dieser eine ansehnliche Gabe annahm. Von diesem Augenblick an schwand sein Wohlstand mehr und mehr, bis aller Gewinn der gesegneten Zeit dahin war. Da ging er in seiner Betrübnis zum Gelehrten Sussja, erzählte ihm alles und befragte ihn, was dies sei: habe doch er selbst ihm gesagt, daß der Meister unmeßbar größer sei als er.
Sussja antwortete ihm: "Sieh, solang du gabst und nicht hinsahst, wem du gibst, sondern ich war dir recht oder ein anderer, so lang gab auch Gott dir und sah nich hin. Als du aber begannst, Berechnungen anzustellen und dir edle und auserlesene Empfänger zu suchen, tat Gott desgleichen."
Der Adler im Hühnerhof
Ein Mann fand ein Adlerei und legte es in das Nest einer gewöhnlichen Henne. Der kleine Adler schlüpfte mit den Küken aus und wuchs zusammen mit ihnen auf. Sein ganzes Leben lang benahm sich der Adler wie die Küken, weil er dachte, er sei ein Küken aus dem Hinterhof. Er kratzte in der Erde nach Würmern und Insekten. Er gluckte und gackerte. Und ab und zu hob er seine Flügel und flog ein Stück genau wie die Küken. Doch eines Tages sah er einen herrlichen Vogel hoch über sich im wolkenlosen Himmel.
Anmutig und hoheitsvoll schwebte dieser durch die heftigen Windströmungen, fast ohne mit seinen kräftigen goldenen Flügeln zu schlagen. Der junge Adler blickte ehrfürchtig empor. „Wer ist das?" fragte er seinen Nachbarn. „Das ist der Adler, der König der Vögel", sagte der Nachbar. „Aber rege dich nicht auf. Du und ich, wir sind von anderer Art." Der junge Adler aber wandte erneut den Blick nach oben. Eine seltsame Erregung befiel ihn. Zuerst ganz zaghaft, dann immer auf-geregter und stärker begann er mit seinen Flügeln zu schlagen - und dann passierte es: mit einem markerschütternden Schrei erhob er sich in die Luft und schwebte davon. Er ward auf dem Hühnerhof nie mehr gesehen.
Anmutig und hoheitsvoll schwebte dieser durch die heftigen Windströmungen, fast ohne mit seinen kräftigen goldenen Flügeln zu schlagen. Der junge Adler blickte ehrfürchtig empor. „Wer ist das?" fragte er seinen Nachbarn. „Das ist der Adler, der König der Vögel", sagte der Nachbar. „Aber rege dich nicht auf. Du und ich, wir sind von anderer Art." Der junge Adler aber wandte erneut den Blick nach oben. Eine seltsame Erregung befiel ihn. Zuerst ganz zaghaft, dann immer auf-geregter und stärker begann er mit seinen Flügeln zu schlagen - und dann passierte es: mit einem markerschütternden Schrei erhob er sich in die Luft und schwebte davon. Er ward auf dem Hühnerhof nie mehr gesehen.
Kraut der Unsterblichkeit - Es wirkt wie Ginseng - aber besser
Jiaogulan (Pflanze)
Gynostemma pentaphyllum
Es wirkt wie Ginseng - aber besser als Ginseng
Ein wiederentdecktes Heilkraut aus China und Japan mit Ginseng-Wirkung! Die frühesten Aufzeichnungen aus China datieren um das Jahr 1400 n.Christus. Ein Aufguß aus den süß-herb schmeckenden Blättern wird seit Jahrhunderten in den bergigen Regionen Südchinas verwendet als ein belebender, verjüngender, täglich getrunkener Tee. Der in dieser Gegend übliche Name „Xiancao“ heißt soviel wie „Kraut der Unsterblichkeit“, und die Leute dort sagen: „Es wirkt wie Ginseng, aber besser als Ginseng!“ In der Provinz Guizhou wird der überdurchschnittliche Anteil an über 100jährigen auf den dort verbreiteten, regelmäßigen Genuß von Jiaogulan-Tee zurückgeführt. In Japan heißt die Pflanze „Amachazuru“, das heißt soviel wie „süße Tee-Ranke“, und ist auch dort als Tee- und Gemüsepflanze bekannt. Dort wurden erst 1976 - eigentlich rein zufällig - bei der wissenschaftlichen Untersuchung als Kandidat für ein neues kalorienarmes Süßungsmittel in Jiaogulan die gleichen Substanzen entdeckt, für die Ginseng berühmt geworden ist: Die Ginsenoside.
Jiaogulan (sprich: „Dschiau-gu-lan“) ist eine leicht zu ziehende Rankpflanze.Die Pflanze wächst in guter Erde schnell, und man kann schon nach wenigen Wochen ernten. Im Herbst zieht sie ein, und treibt aus Rhizomen im nächsten Frühjahr wieder aus.Aber es ist auch eine Überwinterung im Haus möglich, dann wächst sie das ganze Jahr über.
Der Tee aus den Blättern ist wohlschmeckend, und läßt sich sowohl aus getrockneten, als auch frischen Blättern zubereiten, wobei die frischen Blätter einfach besser schmecken. Mit den jungen, knackigen Triebspitzen lassen sich Salate um eine angenehme, exotische Komponente bereichern. Wenn Sie den Geschmack von echtem Ginseng kennen, werden Sie beim Naschen von den frischen Triebspitzen der Pflanze einen ganz ähnlichen, lakritzartigen Geschmack auf der Zunge haben: Dieser kommt hauptsächlich von den wirksamen Bestandteilen der Pflanze, den Gypenosiden und den Ginsenosiden.Als echtes Adaptogen hat Jiaogulan keinerlei Nebenwirkungen im Gebrauch, und wirkt immer ausgleichend, balancierend.Während Ginseng nur etwa 20 Saponine enthält, sind in Gynostemma über 80 Saponine nachweisbar. Diese Saponine sind natürliche organische Verbindungen, die unter anderem an der Hormonsynthese beteiligt sind.
Hier die beeindruckende Liste der nachgewiesenen Wirkungen:
Adaptogen: Jiaogulan verfügt über eine Reihe von ausgleichend wirkenden Saponinen, die teils mit denen von Ginseng (Panax ginseng) chemisch identisch sind, und teils eine eigene Klasse bilden, die Gypenoside. Verhindert stressbedingte Krankheiten.
Antioxidans: Es wurde nachgewiesen eine Anregung des wirksamen, körpereigenen Enzyms Superoxiddismutase (SOD), welches ein äußerst wirksames Antioxidans ist.
Herzstärkungsmittel: Verbessert die Pumpleistung des Herzens, und damit auch die allgemeine Durchblutung.
Bei Bluthochdruck: Der Blutdruck wird, wie bei Ginseng im normalen Bereich gehalten, zu niedriger Blutdruck wird angehoben.
Bei zuviel Cholesterin: Jiaogulan senkt vor allem den LDL-Spiegel, und auch die Triglyceride. Deshalb auch eine gewichtsreduzierende Wirkung bei Übergewicht.
Bei Schlaganfall und Herzinfarkt: Jiaogulan verhindert die Verklumpung der Blutplättchen, sodaß die Gefahr, daß lebensbedrohliche Blutgerinsel entstehen erheblich sinkt. Wirksam auch präventiv gegen Thrombosen.
Immunsystemstärkend: Tätigkeit der Lymphozyten wird gestärkt bei Kranken wie auch bei Gesunden.
Blutbildend: Besonders die Bildung weißer Blutkörperchen wird unterstützt. Nützlich zur Rekonvaleszenz nach Chemotherapie oder radiologischer Behandlung.
Bei Diabetes: Senkt Blutzucker und Blutfette.
Krebshemmend: Ginsenosid Rh2 ist ein im Ginseng (Panax Ginseng) in einer Menge von 0,001% vorkommendes, besonders tumorhemmendes Glykosid. Gynostemma pentaphyllum enthält auch genau dieses Glykosid - aber in wesentlich größerer Konzentration.
Stressabbauend: Ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem: Überdrehte Nerven werden beruhigt, kraftlose wieder angeregt. Die Gesamtheit der Wirkungen bewirkt eine bessere Stressverträglichkeit des Organismus und, bei Sportlern wichtig, eine Steigerung der Ausdauerleistungen.
Stoffwechselfördernd: Durch das Zusammenspiel von besserer Kapillar- und Herzdurchblutung, Verbesserung des Blutbildes und anderen Faktoren erklärt sich die stoffwechselanregende Wirkung.
Von Welt zu Welt
Welt
“Welt” (”oLaM” vom Hebräischen “aLaMa”, Verhüllung) genannt, in anderen Worten das Ausmaß der von uns erkannten Verhüllung. Daher sind “diese Welt” und die “nächste Welt” nichts anderes als zwei Stufen. Die eine ist das, was ich jetzt fühle und beobachte, ich kann das nachprüfen, erforschen und studieren. Die andere ist der Zustand, nach welchem ich strebe, das Ausmaß der Verhüllung, die ich enthüllen und erkennen möchte. Ihn nennt man meine nächste oder zukünftige Welt.
Beispiele:
Der Vogel kämpft sich aus dem Ei.
Das Ei ist die Welt. Wer geboren werden will,
muß eine Welt zerstören.
*Hermann Hesse
Gib was du hast. Gib was du bist. Dann wirst du gesegnet sein mit
neuem Licht und neuen Welten.
*Sri Chinmoy
Der Vogel kämpft sich aus dem Ei.
Das Ei ist die Welt. Wer geboren werden will,
muß eine Welt zerstören.
*Hermann Hesse
„Woher kommst du?“ Sie sagte: „Aus jener Welt.“
„Und wohin gehst du?“ Sie sagte: „In jene Welt.“
„Was tust du hier ?“ wurde sie gefragt. Sie sagte: „Ich treibe ein Spiel.“
„Welcher Art?“ wurde sie gefragt, und sie antwortete: „Ich esse das Brot dieser Welt und verrichte das Werk, jener Welt“
*Rabia al-Adawiyya
*Rabia al-Adawiyya
Der Mensch muss diese Welt auf einem sehr schmalen Steg durchqueren. Es kommt darauf an, sich niemals zu fürchten.
*Rabbi Nachman von Bratzlaw
Nimm alles Kommende in Liebe auf dich, und du wirst diese und die kommende Welt haben.
*Baal Schem-Tow
*Rabbi Nachman von Bratzlaw
Nimm alles Kommende in Liebe auf dich, und du wirst diese und die kommende Welt haben.
*Baal Schem-Tow
Der Mensch kommt mit einem Seufzer zur Welt, und mit einem Seufzer scheidet er aus der Welt. Er kommt zur Welt in Liebe, und er scheidet aus der Welt in Liebe.
*Mirdrasch Raba
*Mirdrasch Raba
Von Welt zu Welt
Viele Jahre nach Rabbi Michals Tode sah ihn der junge Rabbi Zwi Hirsch im Traum. Der Tote sprach zu ihm: „Wisse, von der Stunde meines Abscheidens an gehe ich von Welt zu Welt. Und die Welt, die gestern als Himmel über meinem Haupte ausgespannt war, die ist heute die Erde unter meinem Fuß, und der Himmel von heute ist die Erde von morgen.“
Die Bergfahrt
Rabbi Jechiel Michal von Zloczow sprach einst: Es heißt im Psalm: Wer wird des Herrn Berg ersteigen und wer an seiner heiligen Stätte stehen? Dies ist mit einem zu vergleichen, der in seinem Wagen einen Berg hinauf fährt und bis zu dessen Mitte gelangt ist, als dessen Pferde ermatten, so das er nun halt machen muß, um sie verschnaufen zu lassen. Wer dort nicht einsichtig ist, wird abstürzen. Jener einsichtige aber nimmt einen Stein und legt ihn unter den Wagen, so lang er steht, so kann er dann zur Höhe des Berges kommen. Wer nicht stürzt, wenn er den Dienst unterbrechen muß, sondern stehenzubleiben weiß, der wird des Herrn Berg ersteigen, und an seiner heiligen Stätte stehen.
Der Schlaf
Rabbi Schmelke pflegte, damit sein Lernen nicht allzulange Unterbrechung erleide, nicht anders als sitzend zu schlafen, den Kopf auf dem Arm und zwischen den Fingern ein brennendes Licht, das ihn wecken sollte, sowie die Flamme seine Hand berüherte.
Als Rabbi Elimelech ihn besuchte und die noch eingesperrte Macht seiner Heiligkeit erkannte, bereitete er ihm sorgsam ein Ruhebett und bewog ihn mit vieler Überredung, sich für ein Weilchen darauf auszustrecken. Dann schloß und verhüllte er das Fenster.
Rabbi Schmelke erwachte erst am hellen Morgen. Er merkte, wie lang er geschlafen hatte, aber es reute ihn nicht, denn er empfand eine ungekannte, sonnenhafte Klarheit.
Er ging ins Bethaus und betete der Gemeinde vor, wie es sein Brauch war. Der Gemeinde aber erschien es, als hätte sie ihn noch nie gehört, so bezwang und befreite alle die Macht seiner Heiligkeit. Als er den Gesang vom Schilfmeer sprach, mußten sie den Saum ihrer Kaftane raffen, daß ihn die rechts und links sich bäumenden Wellen nicht netzten.
Später sagte Schmelke zu Elimelech: „Jetzt erst habe ich erfahren, daß man Gott auch mit dem Schlafe dienen kann.“
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