Glanz der Sonne















Ich bin der Geschmack reinen Wassers und der strahlende Glanz der Sonne und des Mondes. Ich bin das heilige Wort und der in der Luft gehörte Ton und der Mut des Menschen. Ich bin der süße Duft in der Erde und der strahlende Glanz des Feuers; ich bin das Leben in allen Geschöpfen und das Streben der spirituell Strebenden.  

*Bhagavad Gita

Asato mā sad gamaya

Asato mā sad gamaya, 
tamaso mā jyotir gamaya, 
mṛtyor māmṛtaṃ gamaya

Führe mich vom Unwirklichen zum Wirklichen,
von der Dunkelheit zum Licht, 
von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit.

*Upanishaden


Eines Tages gab der Buddha...



Eines Tages gab der Buddha einer Gruppe von Mönchen eine Meditationsübung und empfahl ihnen, für die Zeit von drei Monaten einen ruhigen Platz aufzusuchen.

Die Mönche wanderten einige Tage und erreichten schließlich eine Stadt, in der sie von den Bewohnern freundlich aufgenommen wurden. Nachdem die Mönche ihnen von ihrer Aufgabe erzählt hatten, stellten ihnen die Städter einen großen, ziemlich dunklen Wald zur Verfügung, in dem sie ungestört üben konnten und versorgten sie mit Nahrung. Die Mönche gingen am frühen Morgen in die Stadt, bekamen reichlich zu essen und hatten danach in ihrem Wald die schönste Ruhe für ihre Übungen.

Nach einigen Tagen stellten sie jedoch bei ihren abendlichen Versammlungen fest, dass sie sich nicht konzentrieren konnten, denn si e wurden von fürchterlichen Erscheinungen geplagt. Während der Nachtruhe hörten sie seltsame Geräusche wie Keuchen und Stöhnen. Im Schlaf sahen sie schreckliche Szenen wie abgeschlagene Köpfe und blutrünstige Monster und selbst tagsüber in den Phasen stiller Meditation erschienen abstoßende Bilder und hässliche Worte in ihren Köpfen. Nachdem dies von Tag zu Tag schlimmer wurde und keiner davon verschont blieb, kamen sie bald zu folgendem Entschluss:“Brüder, an diesem Platz kann man nicht üben und nicht leben. Wahrscheinlich gibt es hier böse Geister, die diesen Platz beherrschen und uns vertreiben wollen. Lasst uns zu unserem Lehrer zurückgehen und seinen Rat einholen." So kehrten sie zurück und berichteten dem Buddha von ihren Schwierigkeiten.

Der Buddha ließ sich alles genau beschreiben und dann sagte er: „Ihr Mönche, ihr wart genau am richtigen Platz und genau Wald unterhalb des Taktsang - Klosters bei Paro in Bhutan (Franz - Johannes Litsch) dahin sollt ihr auch wieder zurückgehen." „Oh nein", riefen sie erschrocken, „das können wir nicht!" „Doch, ihr könnt es" antwortete der Buddha, „denn ich werde euch etwas mitgeben, das euch schützen wird." „Was wollt ihr uns denn geben?" fragten sie neugierig. Da gab der Buddha zum ersten Mal die Lehrrede von der allumfassenden Liebe, die in folgenden Worten überliefert ist: „Wer auf dem geistigen Weg vorwärts kommen will, wer mir folgt auf dem Weg des inneren Friedens, der soll folgende Eigenschaften entwickeln: Er sei ehrlich und aufrecht sein, hilfreich und sanft, genügsam und frei von Überheblichkeit.

Lernt folgende Worte: Mögen alle Lebewesen Glück erfahren und Frieden finden! Alle lebenden Wesen, starke und schwache, große und kleine, sichtbare und unsichtbare, nahe und ferne sollen wahres Glück erfahren. Kein lebendes Wesen will ich missachten, keinem will ich Schaden zufügen. Keinem Lebewesen wünsche ich aus Ärger oder Rachsucht irgendein Leid. Wie eine Mutter mit ihrem Leben ihr einziges Kind beschützt und be hütet, so möchte ich mich zu allen Wesen verhalten. Ich öffne mein Herz und durchdringe die ganze Welt mit grenzenloser liebevoller Gesinnung. Ich richte meine liebevollen Gedanken nach oben, nach unten und nach allen Seiten, frei von Hass und Feindschaft. Ob ich gehe , stehe, sitze oder liege – immerzu entfalte ich bewusst diese liebevolle Gesinnung. Ich lasse alle Vorurteile los und gewinne tiefe Einsicht. So besiege ich meine Gier und meinen Hass und finde Frieden und innere Freiheit.“ Nachdem der B uddha die Rede beendet hatte, fügte er hinzu: „Merkt euch diese Worte genau und wenn ihr euch dem Wald nähert, sagt sie auf, viele Male, und dann erst betretet den Wald und setzt euch unter die Bäume." Nachdem die Mönche diese Worte gelernt hatten, gingen sie zurück in den dunklen Wald. Immer wieder sagten sie die Worte auf und übten sich in dieser Haltung. Abends rezitierten sie diese Rede gemeinsam. Schon nach wenigen Tagen wurden die seltsamen Erscheinungen weniger und hörten schließlich ganz auf. So ko nnten sie sich bald wieder ihrer ursprünglichen Übung zuwenden. Sie meditierten über die Vergänglichkeit allen Seins, und bald gab es keinen unter ihnen, der nicht Einsichten und tiefen Frieden erfahren hatte.

Als sie nach drei Monaten zu ihrem Lehrer zurückkehrten, zeigte sich dieser erfreut über ihre geistigen Fortschritte und bestärkte sie in ihren Bemühungen, indem er sagte: „Diese liebevolle Gesinnung solltet ihr immer weiter entwick eln, bis sie so fest geworden ist, wie die Mauern einer unbesiegbaren Stadt. Auf diese Weise kann man alles Böse in der Welt überwinden und von nichts mehr bedroht werden. Auf diesem Fundament kann die Weisheit wachsen. Aber auch wenn das Böse überwunden ist, muss man weiter achtsam bleiben und darf niemals aufhören, sich zu bemühen.

Quelle: Buddhistische Legenden zum Dhammapada, Buch 3, Geschichte 6, Spruch 40. ( Dieser Text stammt aus: Paul Köppler - Auf den Spuren des Buddha, Seite 121 ff)

Mit Weisen Steine zu schleppen, nützt dir mehr, als mit Bösewichten Dattelpudding zu essen. *Malik Ibn Dinar


Die Verabredung & Der Schneider

Ein Philosoph, der sich mit Nasrudin zu einem Disput verabredet hatte, kam zu dessen Haus, traf ihn aber nicht an. Wütend nahm er ein Stück Kreide und schrieb auf Nasrudins Tür: "Dummkopf!" Als der Mulla nach Hause kam und dies sah, eilte er zum Hause des Philosophen. "Ich hatte vergessen", sagte er, "daß du mich besuchen wolltest, entschuldige bitte, daß ich nicht zu Hause war. Selbstverständlich erinnerte ich mich sofort an unsere Verabredung, als ich sah, daß du deinen Namen an meine Haustür geschrieben hast." 





~ Der Schneider ~
Nasrudin hatte Geld gespart, um sich ein neues Hemd zu kaufen. Voller Freude suchte er einen Schneider auf. Der Schneider nahm Maß und sagte: "Komm in einer Woche wieder und - wenn Allah will - wird dein Hemd fertig sein." Der Mulla faßte sich eine Woche lang in Geduld und ging dann wieder in den Laden. "Es hat eine Verzögerung gegeben. Aber - wenn Allah will - wird dein Hemd morgen fertig sein." Am nächsten Tag kam Nasrudin wieder. "Es tut mir leid", sagte der Schneider, "aber es ist noch nicht fertig. Frage morgen noch einmal nach, und - wenn Allah will wird es fertig sein." Gereizt fragt Nasrudin: "Und wie lange wird es dauern, wenn du Allah aus dem Spiele läßt"


LINK: http://spirituelle-kurz-geschichten.pdf

Der Wille Gottes

So viele Gläubige stellen sich wahrhaft naive Fragen über den Willen Gottes. Sie stellen sich vor, dass Er einen speziellen Willen hat, der sie betrifft: Sei es für den Ort, an dem sie wohnen, den Beruf, den sie ausüben sollen… Will Er, dass sie heiraten, dass sie Kinder haben oder dass sie ledig bleiben, um sich Ihm zu weihen? Verlangt Er, eine bestimmte Sache oder Person zu unterstützen oder im Gegenteil zu bekämpfen? In Wirklichkeit bezieht sich der Wille Gottes nicht für jeden auf eine bestimmte persönliche Frage. Gott will lediglich, dass der Mensch lernt, Seine Gesetze zu verstehen, welche die Gesetze des Lebens sind, und dass er sich bemüht, diese in die Praxis umzusetzen. Natürlich ist jeder persönlich betroffen durch den Willen Gottes, aber was Gott von ihm erwartet, erkennt er nur, indem er den Willen Gottes als Prinzip studiert. Nur derjenige, welcher anfängt, sich in Übereinstimmung zu bringen mit dem Willen Gottes als Prinzip der Weisheit und der Liebe, wird wirklich erkennen können, was Gott von ihm erwartet.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Oh Geliebter

Oh Geliebter
mache mein Herz durstig nach Dir
durstig nach Vollkommenheit.

*Azmuto

Endlich den Frieden finden..

Wie viele Menschen glauben, dass sie endlich den Frieden finden, wenn sie die Wohnung, den Beruf, das Land, die Religion, die Ehefrau oder den Ehemann wechseln. Ja, das gibt vielleicht eine kleine Beruhigung oder einen Aufschub. Aber kurz darauf werden sie da, wo sie sind, von anderen Sorgen heimgesucht. Warum? Weil sie nicht verstanden haben, dass der Friede vor allem von einer Veränderung in ihrer Art und Weise zu denken, zu fühlen und zu handeln abhängt. Darin sollten sie einige Veränderungen vornehmen und dann wird der Friede in ihnen wohnen, auch wenn sie am selben Ort und in denselben Schwierigkeiten bleiben. Der wahre Friede hängt nicht von äußeren Bedingungen ab, er kommt von innen und daher ist er so schwierig zu erreichen. Arbeitet an der Idee zu lieben, Gutes zu tun, zu verzeihen und überallhin Harmonie zu bringen, dann wird der Moment kommen, wo diese Idee so mächtig sein wird und alle eure Zellen so tief durchdringen wird, dass sie in Übereinstimmung mit ihr schwingen werden. Wer diesen Frieden besitzt und fähig ist, um sich herum etwas Wirkliches, Lebendiges auszustrahlen, wird ein wahrer Sohn Gottes. So wie Jesus gesagt hat: »Glücklich die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden«.

*Omraam M. Aivanhov

Das Ziel des Yoga

Das Ziel des Yoga  ist immer schwer zu erreichen, doch dieser Integrale Yoga ist schwieriger als irgendein anderer und nur für jene geeignet, die den Ruf für ihn haben, die die Fähigkeit und den Willen besitzen, allem zu begegnen, jeder Gefahr, selbst der des Fehlschlags, und die den Willen haben vorwärtszuschreiten einer völligen Selbstlosigkeit, Wunschlosigkeit und Hingabe entgegen.

Dieser Yoga bezieht nicht nur die Verwirklichung Gottes mit ein, sondern auch eine völlige Weihung und Wandlung des inneren und äußeren Lebens, bis es bereit ist, ein göttliches Bewusstsein zu manifestieren und Teil einer göttlichen Arbeit zu werden.

*Sri Aurobindo (Briefe über den Yoga)

source: http://aurobindo.ru/workings

"Konferenz der Vögel" ein Film von Ayten Mutlu Saray

Leonard Cohen & Zen

Leonard Cohen practiced Zen for several years at the Mt. Baldy Center on the mountains north of Los Angeles. His friend Roshi, founder of the center and Zen master died in the year 2014 at the age of 107.


Zustand wahrer Freude

"Es ist dieser Zustand wahrer Freude, der das Herz rührt, den Geist sich aufschwingen lässt, die menschlichen Kräfte steigert, das Denken stärkt, Hoffnung schafft und die Flamme der Sehnsucht, sich zielgerichtet für das Gemeinwohl einzusetzen, entzündet. Die Herzen zu erfreuen, gehört somit für die Bahá’í zu den lobenswertesten Taten. Mit den Worten ‘Abdu’l-Bahás: „Bringt den Herzen Freude und Glückseligkeit so gut ihr es vermögt und strebt nach dem Glück für die ganze Menschheit.“
*Vom Universalen Haus der Gerechtigkeit 
in der Naw-Ruz Botschaft

I must learn...

O Liebe! Unendliche Güte!

O Liebe! Unendliche Güte! Ich kann dir nicht mehr entfliehen! Du bist mir überall voraus, und ich finde dich überall. Ich sehe dich nicht mehr wie durch Nebel, sondern klar und offenbar. Nichts Mittelndes ist mehr zwischen dir und mir. Was soll ich nun tun? Wie werde ich auf dieser Erde leben bei dem Licht und dem Feuer, das mich verzehrt? Nie war ich wie heute verwirrt. Die Kraft, die ich fühle, übertrifft alles Maß. Ich weiß nicht, wohin mich wenden, noch was sagen, nur dies: Deine Liebe führt mich aus mir selber fort und überwindet mich, wo immer ich bin. ich sehe meine Seele von allen Dingen los und frei, so rein, so allein, so abgeschieden, dass es scheint, als wohne sie nicht mehr in meinem Leibe, der wie mich dünkt nichts anderes sucht als der Seele wie unempfindlich zu folgen. Ich habe keine Gedanken noch irgend etwas mehr, das mich aufhielte oder beschäftigte, wie es sonst gemeiniglich geschieht. Die Liebe, die mich verzehrt, kann niemand aussprechen, niemand verstehen. Sie ist unendlich und wächst dennoch alle Tage mehr und mehr.

*Armelle Nicolas (1606-1671)

www.philos-website.de/nicolas_armelle 

Praktizieren

Manche Menschen beklagen sich, dass ihnen das Praktizieren der Spiritualität nicht viel bringt. Aber in welchem Zustand wären sie, wenn sie sich niemals darum bemüht hätten, ihr inneres Leben zu disziplinieren? Schon die wenigen Regeln, die sie anzuwenden versuchen und die Übungen, die sie machen, führen sie auf den Weg der Gesundheit, des Friedens und der Hoffnung. Sie sollen diese Praktiken nur aufgeben, sie werden schon sehen, ob das besser wäre. Seit eurer Geburt atmet, esst und schlaft ihr und meint, das hätte euch weder intelligenter noch reicher noch stärker gemacht. Aber hört damit auf zu atmen, zu essen und zu schlafen und es wird sich zeigen, wo ihr euch dann befindet: auf dem Friedhof! Man isst, man trinkt und bemerkt keinerlei Veränderung. Hätte man jedoch nicht gegessen und getrunken, dann, ja dann hätte es große Veränderungen gegeben! Also, sagt nicht, die Spiritualität würde euch nichts bringen. Sie unterstützt euch, sie hält euch auf dem rechten Weg; und ihr seid doch immerhin noch am Leben und habt mindestens noch Hoffnung und Licht. Wenn ihr euch mit all diesem Licht nicht erhellt fühlt, was wäre dann ohne dieses Licht?

*Omraam Mikhael Aivanhov

Sound & Silence Festival

Der Tag wird in der Nacht geboren

Jeder Aufstieg bedarf eines Abstieges,
jede Füllung bedarf eines Mangels.
Auf jeden Winter folgt der Frühling.
Auf jede Nacht der Tag.
So geht es abwärts auf dem Weg,
der nach oben führt.

*Azmuto


Reinheit und das Licht

Unter dem Leiden, das die Menschen zu ertragen haben, kommt natürlich vieles von außen. Und doch tragen auch sie bei diesem Leid, das ihnen auferlegt wird, und für das sie nicht direkt verantwortlich sind, einen Teil der Verantwortung: Sie haben nicht gelernt, immun zu werden. Wenn sie derart verletzlich sind, so bedeutet dies, dass die von der äußeren Welt auf sie einströmenden negativen Elemente in ihnen auf eine Resonanz treffen. Es kann sogar sein, dass das Böse durch die in ihnen liegenden Unreinheiten und Dunkelheiten noch zunimmt. Derjenige, der danach trachtet, in sich die Reinheit und das Licht aufrechtzuerhalten, erreicht nicht nur, das Böse zu neutralisieren, sondern das Gute, das ihm zu empfangen gelingt, noch zu verstärken. Und wenn er die Segnungen, die jeden Tag aus den sichtbaren und unsichtbaren Welten auf ihn zukommen, nicht intensiv wahrnimmt, so deshalb, weil alle möglichen undurchdringlichen Materialien in ihm für die Segnungen ein Hindernis bilden. Ihr seht also, alles hängt von uns ab: Das Böse abzuweisen, aber auch das Gute anzuziehen, zu bewahren und sogar zu verstärken.

*Omraam Mikhael Aivanhov

ONE DAY TO CELEBRATE UNITY - 30.Okt 2016

Link:

www.unityineurope.com/unity-day

www.unityineurope.com

Der König und der Kehrjunge

Weisheiten und Zitate aus dem Buddhismus

Sonne

Nähert euch bewusst der Sonne, mit dem Wunsch, wie sie zu werden, dann werdet ihr schließlich etwas von ihrem Leben, ihrer Wärme und ihrem Licht empfangen. Und wollt ihr Freunde? So wisst, dass die Sonne euch die besten Mittel lehrt, um sie anzuziehen. Wie sollte man nicht auf ein Wesen zugehen wollen, in dessen Nähe man sich belebt, erwärmt und erhellt fühlt? Jemanden, der kalt, finster und leblos ist, meidet man hingegen; oder wenn man gezwungen ist, ihn zu treffen, so tut man alles, um sich zu schützen, und man verschließt sich vor ihm. Schaut die Blumen an: Sie verschließen sich während der Nacht, aber öffnen sich am Tag der Sonne. Ist das nicht eine Sprache? Die Blumen sprechen zu uns und sagen: »Ihr könnt die Herzen und Seelen nur öffnen, indem ihr Licht und Wärme verbreitet.«

*Omraam Mikhael Aivanhov

Das göttliche Spiel

Wie eine Mutter

So wie eine Mutter ihr Kind mit ihrem Leben beschützt und behütet, so möchte ich mich zu allen Wesen in grenzenloser allumfassender Liebe verhalten. Möge diese Liebe die ganze Welt und ihre Wesen durchdringen.

*Buddha

Der Achtfache Pfad des Buddha

Teil des Ganzen

Das Herz lebt nicht etwa für sich selbst,
es lebt für den gesamten Körper.
Und ohne den Körper,
würde es nicht existieren können.
So auch der Mensch.

*Azmuto

Tun, was zu tun ist.

Wir sind Leben, wir sind Natur, wir sind Gott. Bloß zu existieren, ist nicht genug. Wir müssen unsere Bestimmung kennen und tun, was zu tun ist.  
*Rabbi Akiba Ben Joseph (*50 - † 136)

jetzt leben !

Wie du beim Sterben gelebt zu haben wünschest, so solltest du jetzt schon leben. 
*Mark Aurel (* 26. April 121 - † 17. März 180)

Tiefe ewigen Schweigens

Alles Vollkommene in Wort und Tat stammt aus der Tiefe ewigen Schweigens.

In den Tiefen der Weltmeere gibt es keine Stürme mehr, nur an der Oberfläche lärmen die jauchzend landwärts donnernden Wogen; genauso ist es mit der befreiten Seele inmitten turbulenter Aktion, sie handelt nicht, sie atmet nur überwältigende Tatenfülle aus.

*Sri Aurobindo

Der Verstand trennt, stellt Einzelheiten fest und setzt sie einander gegenüber; Weisheit eint und verbindet die Gegensätze in einer einzigen Harmonie. *Sri Aurobindo

"Was die Seele sieht und erfahren hat,
das weiß sie; das Übrige ist Schein,
Vorurteil und Meinung."

"Nur jene Gedanken sind wahr,
deren Gegenteil zu seiner Zeit
und an seinem Platz ebenfalls wahr ist;
unbestreitbare Dogmen
sind die gefährlichste Art von Lüge."

*Sri Aurobindo



Die Bodhisattva-Gelübde im Mahâyâna (Shântideva: Bodhicaryâvatâra, aus Kapitel III )

Möge ich den Schutzlosen ein Beschützer sein,
ein Führer den Reisenden,
denen die zum anderen Ufer wollen, ein Boot, ein Damm, eine Brücke,
eine Lampe für die, die eine Lampe brauchen,
ein Bett für die, die ein Bett brauchen,
ein Diener für alle Lebewesen, die einen Diener brauchen.

Möge ich den Lebewesen ein Wunschjuwel sein,
ein Glückskrug, eine Zauberformel, ein Wunderheilkraut,
ein Wunschbaum und eine Wunschkuh.

So wie die Erde und die drei anderen Elemente,
zusammen mit dem Raum, alle Wesen beständig nähren und stützen,
möge auch ich zu einer solchen Quelle der Nahrung und Stütze
für alle Wesen werden, die den Raum ausfüllen,
solange noch nicht alle Wesen den Frieden erlangt haben.

Wenn die Buddhas der früheren Zeiten sich dem Bodhicitta,
dem Herz-Geist der Erleuchtung, verpflichteten,
beschritten sie stufenweise den Pfad der Bodhisattva-Praxis.
So verpflichte auch ich mich dem Bodhicitta zum Wohle aller Wesen
und werde stufenweise den Pfad der Bodhisattva-Praxis beschreiten.

Heute ist meine Geburt fruchtbar geworden;
meine Geburt als Mensch hat eine Berechtigung erhalten.
Heute wurde ich in Buddhas Familie geboren.
Jetzt bin ich ein Kind Buddhas.

Jetzt bin ich entschlossen, Handlungen auszuführen,
die meiner Familie würdig sind.
Ich werde die Reinheit dieser fehlerlosen,
edlen Familie nicht beschmutzen.

So wie ein blinder Wanderer
ein Juwel in einem Kehrrichthaufen findet,
so entstand, scheinbar durch einen Glücksfall,
Bodhicitta in mir, Dieser überragende Nektar, der den Tod zerstört;
der unerschöpfliche verborgene Schatz, der alle Armut beseitigt;

Die überragende Medizin, die sämtliche Krankheiten heilt;
der Baum, der allen Wesen Schutz gewährt,
die es müde sind, die Pfade des Samsara zu wandern;
Das Fahrzeug für alle Reisenden,
die die Sorgen hinter sich lassen;
der Mond des Geistes,
der die Hitze der Begierde kühlt;

Die große Sonne,
welche die Dunkelheit der Unwissenheit zerstreut;
die aus der Milch des Dharma geschlagene reine Butter;

Die große Glückseligkeit
für Wanderer auf den Pfaden des Samsara,
die nach Freude Ausschau halten.
In Anwesenheit aller Buddhas lade ich alle Wesen ein,
meine Gäste zu sein.Mögen die Götter
und alle anderen Wesen sich freuen.
 
Möge das kostbare Juwel des Bodhicitta entstehen,
Wo es noch nicht entstanden ist.
Und wo es bereits entstanden ist,
Dort möge es nicht abnehmen,
Zunehmen möge es von Gipfel zu Gipfel.















Der Moses Code

Das Lied "Du"

Rabbi Levi Jizchak ben Meir von Berditschew
pflegte ein Lied zu singen, in dem es heißt:


"Wo ich gehe - du !
Wo ich stehe - du !
Nur du, wieder du, immer du !
Du, du, du !
Ergeht`s mir gut - du !
Wenn`s weh mir tut - du !
Nur du, wieder du, immer du !
Du, du, du !
Himmel - du, Erde - du !
Oben - du, unten - du,
Wohin ich mich auch wende,
du bist an jedem Ende !
Nur du, wieder du, immer du !
Du, du, du !"

Begegnungen

"Wenn du einen Menschen aus dem Schlamm und Kot heben willst, wähne nicht, du könntest oben stehen bleiben und dich damit begnügen, ihm eine helfende Hand hinabzureichen. Ganz musst du hinab, in Schlamm und Kot hinein. Da fasse ihn dann mit starken Händen und hole ihn und dich ans Licht."

"Wenn wir uns auf Begegnungen nicht mehr einlassen, verlieren wir einen entscheidenden Bestandteil unseres Lebens. Es ist so, als würden wir aufhören zu atmen." 


*Martin Buber 




Den inneren Gott wahrnehmen


„Ich möchte, daß ein jeder von uns dahin gelangt, wo er den inneren Gott wahrnehmen kann, der auch im verdorbensten menschen wohnt. Statt diesen zu verdammen, sollten wir sagen: ‚Steige auf, du strahlendes Wesen, das für immer rein ist und weder geburt noch tod kennt, steige auf, du Allvermögendes, und offenbare deine natur!'"Folgen wir diesem schönen rat, und wir werden sehen, wie alles um uns sich wie durch ein wunder verwandelt. So verhält sich wahre, bewußte und klarsichtige liebe, jene liebe, die hinter die erscheinungen zu blicken und trotz der worte zu verstehen weiß, liebe, die durch alle hindernisse hindurch dauernd mit den tiefen in verbindung steht. Was wiegen unsere impulse und begierden, ängste und gewalttätigkeiten, unsere leiden und kämpfe, all diese persönlichen wechselfälle, die unsere ungeordnete einbildungskraft ungebührlich dramatisiert — was wiegen sie gegen diese große, erhabene, göttliche liebe, die sich aus der innersten tiefe unseres wesens über uns neigt und uns die schwächen nachsieht, die irrtümer berichtigt, die wunden heilt und unser ganzes wesen in ihren neubelebenden fluten badet?

Denn die Gottheit im innern drängt sich niemals auf, stellt nie einen anspruch, droht nie; sie bietet sich dar, sie gibt sich selbst, verbirgt und vergißt sich im herzen der wesen und dinge; sie tadelt keinen, urteilt, verwünscht und verdammt nie, sondern arbeitet unaufhörlich daran, ohne zwang zu vervollkommnen, ohne vorwurf wiedergutzumachen, ohne ungeduld zu ermutigen und jedermann mit all den schätzen zu bereichern, die er empfangen kann; sie ist die mutter, deren liebe gebiert und nährt, wacht und schützt, rät und tröstet; weil sie alles versteht, erträgt sie alles, entschuldigt und verzeiht alles, erhofft alles, bereitet alles vor. Weil sie alles in sich trägt, hat sie nichts, was nicht allen gehört, und weil sie über alle regiert, ist sie dienerin von allen; darum werden alle, ob groß oder klein, die mit ihr könige und in ihr götter sein möchten, gleich ihr keine despoten, sondern diener unter ihren brüdern. Wie schön ist diese demütige rolle des dieners, diese rolle all derer, die offenbarer und künder des Gottes waren, der in allen ist, der göttlichen Liebe, die alle dinge beseelt ... Und bis wir ihrem beispiel folgen und wie sie wahre diener sein können, laßt uns von dieser göttlichen Liebe durchdrungen und gewandelt werden, und stellen wir Ihr rückhaltlos dies wundervolle werkzeug unseres stofflichen organismus’ zur verfügung! Sie wird es auf jeder ebene des wirkens sein bestes leisten lassen.

Um zu dieser umfassenden weihung unserer selbst zu gelangen, sind alle mittel gut, haben alle methoden ihren wert. Auszuharren im willen, das ziel zu erreichen, ist das einzige wirklich unerläßliche. Dann werden alle studien, in die man sich vertieft, alle taten, die man vollbringt, alle menschen, denen man begegnet, uns einen hinweis, eine hilfe, ein licht brin- gen, die uns weiterführen auf dem weg.

*Mira Alfassa

Ananda - Seligkeit

Ananda, die Wonne, die Seligkeit, ist die eigentliche Natur des Geistes. In ihr findet er sein wahres Selbst, sein wesentliches Bewustsein, die absolute Macht seines Seins. Das Eintreten unserer Seele in diese absolute, unbegrenzte, bedingungslose Seligkeit ist sowohl unendliche Vollkommenheit wie ewige Befreiung.

Ananda ist der Schlüssel zum herrlichsten göttliche Leben, der selbst jetzt von seiner verborgenen Quelle aus alle anderen Kräfte des Weltalls unterstützt.

Gott nur als Gedanken zu erfassen, genügt nicht, Er muß auch als Wonne gefühlt werden: Ideen, Kräfte, Prinzipien sind nur hohle Formen, es sei denn, der Atem seiner Seligkeit erfülle sie.

*Sri Aurobindo

Freiheit besteht im Erkennen und überwinden der eigenen Grenzen.

Freiheit ist kein fernes Ziel, Befreiung nicht das angestrebte Ergebnis. Freiheit muss am Anfang stehen, sonst kannst du nichts entdecken“. 
*Jiddu Krishnamurti

Wir gleichen Vögeln im Käfig, die zwar oft vom Fliegen, vom Sich erheben und von der Weite des Himmels träumen, die geöffneten Käfigtüren aber ängstlich ignorieren. Alles kommt zu uns, wartet darauf, eingelassen und würdig empfangen zu werden. Auf unsere Offenständigkeit, auf unsere ständig offene Tür kommt es an. Doch das kleine Ich versucht ständig sich abzugrenzen, abzusichern, Türen zuzusperren, Berechnungen anzustellen, es ist gefüllt mit Paranoia, Angst, Gier, Ablehnung, Neid, Stolz, Mangelgedanken, Hass und Misstrauen. Nun Frei zu sein heißt seine eigenen Grenzen zu Erkennen und zu Überwinden, Frei zu sein heißt sich zu öffnen und zu öffnen und zu öffnen, ohne Selektion, ohne Bedingung, sogar ohne Türsteher, ohne Grenzen, ohne Absicherung und ohne Ende.

Freiheit und wahres Glück

Das Verlangen nach Sicherheit bringt Trägheit hervor, es macht das Geist-Herz unflexibel und dumpf, es verhindert, dass wir offen für die Wirklichkeit sind. Die Wahrheit offenbart sich nur in großer Unsicherheit.  

*Jiddu Krishnamurti - Freiheit und wahres Glück

Das System

Das System ist auf eine ungewöhnliche weise Art aufgebaut. Mit unserem persönlichen Wachstum korrigieren wir gleichzeitig auch das gesamte System im großen Maßstab, weil die Erweckung von Oben in uns einen außergewöhnlichen Zustand in uns erzeugt. Dadurch beeinflußt selbst eine mikroskopische Veränderung, die wir in uns erreichen, das ganze System und verbessert die Bedingungen anderer Leute, indem sie ihnen eine Menge Glück bringt.

*Rav M. Laitman

Messias bedeutet übersetzt das Herausziehende, die Kraft, die dem Menschen aus seiner Selbstsucht hilft. *Rav M. Laiman

Der Messias ist die Kraft des Schöpfers, die uns aus unserer derzeitigen begrenzten Wahrnehmung herauszieht. Messias kommt vom Verb „Lishmo” – herausziehen. Heraus aus dem Willen zu empfangen, hin zum Willen zu geben.

*Rav M. Laitman

Menschen Gott

Was bedeutet Diener Gottes zu sein? Dieser Ausdruck wird nie korrekt verstanden werden, solange die Menschen Gott als ein Wesen außerhalb von sich selbst betrachten. Jener, der dienen muss, weiß, dass er seiner Freiheit entsagt und es ist ganz normal, dass der Gedanke, sich in den Dienst einer Kraft zu stellen, von der man nicht weiß, wo sie ist und die vielleicht nicht einmal existiert, für manche unerträglich ist. Wer sich in den Dienst Gottes stellt, der dient keinem Wesen außerhalb von sich selbst; deshalb kann er auch nicht seine Freiheit verlieren, im Gegenteil, er erwirbt sie sich. Genau das ist die Grundlage der Religion. Die Idee, Gott zu dienen, macht nur dann Sinn, wenn der Mensch sich bewusst wird, dass die Gottheit, der er dienen soll, in seiner Seele wohnt. Je mehr er sich Ihr weiht, desto mehr nähert er sich Ihr an und nimmt Verbindung mit Ihr auf. Dank seiner Arbeit gelingt es ihm, die in seinem Inneren aufgrund seiner niederen Gedanken, Gefühle und Begierden angehäuften Schlacken aufzulösen. Auf diese Weise entdeckt er nach und nach die Quintessenz seines Wesens, welche die Quintessenz von Gott selbst ist.

*Omraam Mikhael Aivanhov