Es gibt keine wirklich objektive Realität

Es gibt keine wirklich objektive Realität: Für jeden Menschen ist die einzige Realität das, was er erlebt und was er fühlt.

Nehmt zum Beispiel jemanden, der Halluzinationen hat: Er fühlt sich von Monstern verfolgt, ist entsetzt und läuft schreiend davon. Körperlich bzw. sichtbar stürzt sich niemand auf ihn; aber er fühlt sich verfolgt, er leidet und wenn jemand leidet, braucht ihr ihm nicht zu sagen, dass das eine Einbildung sei! Sein Leiden ist wirklich!

Das Leiden oder die Freude, die ein Mensch erlebt, sind vielleicht die einzigen Dinge, an denen er nicht zweifelt. Man kann tatsächlich an dem zweifeln, was man sieht, was man hört, was man berührt, aber man kann niemals an dem zweifeln, was man empfindet und erlebt; das ist die Wirklichkeit. In diesem Sinne kann man sagen, dass der Mensch der Herr der Wirklichkeit ist, denn wenn er sich entschließt, vom Himmel bewohnt zu werden, dann wird es ihm gelingen, und wie die Umstände auch sein mögen, er wird den Himmel fühlen.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Als ich dich sah

Als ich dich sah, sah ich mich. Gesegnet sei dieser gütige Spiegel! Als ich dich sah, wurde das Absurde zur Tatsache, meine Seele versank in Ehrerbietung. Als ich dich sah, o Geist der Welt, fiel die Liebe zur weltlichen Sonne aus meinen Augen. Du hast meinen Augen ein hohes Streben geschenkt... Ich habe das Licht gesucht und wahrlich, ich habe das Licht des Lichts gefunden.

*Rumi

Am Anfang war das Wort



Rabbi Israel von Rizin erzählte: "Alle Schüler meines Ahnen, des großen Maggids (Lehrers), sprachen die Lehre in seinem Namen, nur Rabbi Sussja nicht. Das kam daher, weil Rabbi Sussja kaum je eine Rede des Meisters bis zu Ende hörte. Denn zu Anfang der Rede, wenn der Maggid den Satz der Heiligen Schrift vortrug, den er auslegen wollte, und mit den Worten der Schrift „Und Gott sprach“, „Und Gott redete“ begann, ergriff die Verzückung Rabbi Sussja, und er schrie und bewegte sich so wild, daß er die Tafelrunde verstörte und man ihn hinausführen mußte. Da stand er dann im Flur oder in der Holzkammer, schlug an die Wände und schrie: „Und Gott sprach!“ Er wurde erst still, wenn mein Ahn auszulegen aufhörte. So ist es gekommen, daß er die Reden des Maggids nicht kannte. „Aber die Wahrheit ist, das sage ich euch: Wenn einer in Wahrheit aufnimmt, dann ist es genug an einem Wort. Mit einem Worte kann man die Welt erheben, mit einem Worte kann man die Welt entsühnen.“

Bauch & Herz

Oh lasse ab vom Bauch und strebe zum Herzen,
damit Gott dir das Heil unverhüllt schickt.
Gehe ein oder zwei Schritte voran,
strenge dich gut an,
und die Liebe wird dich am Ohr packen und vorwärts ziehen.

*Rumi 



Today, I'm Brave - Estas Tonne

Wer seinen Geist wach hält, ist glücklich. *Rumi

"Adam war wie ein Berg, obwohl er voller Schlangen war, war er doch auch die Schatzgrube des Gegengifts und blieb unverletzt."

"Zu einer Memme passt es nicht, gegen die Triebseele zu kämpfen. Sandelholz und Moschus passen nicht zum Hintern eines Esels."

"Die Vernunft ist berechnend, die Liebe nicht. Die Vernunft sucht das, was ihr Vorteil bringt. Der Liebende ist tollkühn und glühend, im Leid ist er wie ein Mühlstein. Er ist ein Draufgänger, der keinen Beschützer hat, er hat den Eigennutz in sich getötet. Er opfert alles, er strebt nicht nach Belohnung, ebenso wie er alles Reine von IHM erhält."

"Der Glanz der heiligen Männer hat den Osten und den Westen überstrahlt. Die Himmel verbeugen sich tief vor Staunen."

*Rumi

Reich erschuf Ich dich, warum machst du dich selbst arm ?

Reich erschuf Ich dich, warum machst du dich selbst arm? Edel erschuf Ich dich, warum erniedrigst du dich selbst? Aus dem Wesen des Wissens gab Ich dir Leben, warum suchst du Erleuchtung bei anderen als Mir? Aus dem Ton der Liebe formte Ich dich, warum befaßt du dich mit anderem? Schaue in dich, daß du Mich in dir findest, mächtig, stark und selbstbestehend.

*Bahá'u'lláh (Verborgene Worte)

Gipfel des Himmels

Auf der Welt gibt es unsichtbare Leitern, die Sprosse für Sprosse zum Gipfel des Himmels führen.

*Rumi

Bruno Gröning - Die Heilungen geschehen weiter

KHALIL GIBRAN - Vom Geben

Etwas lernen und Handlungen ausführen, die zur Verbindung führen.

Der Sinn der Wissenschaft der Kabbala besteht darin, alle Teilchen unserer gemeinsamen Seele zu verbinden, einen Menschen mit dem anderen.

Wir nehmen die Teile des Puzzles und versuchen, sie miteinander zu verbinden. Dazu müssen wir das Licht, das zur Quelle zurückführt, heranziehen. Das Licht hilft uns zu verstehen, wie man die Teile miteinander verbindet. Und wenn alle Teile zusammengefügt sind, beginnt das Puzzle zu leuchten! Das Licht, das aus der korrekten Verbindung zwischen uns leuchtet, ist der Schöpfer.

*Rav Michael Laitman


Sufi Weisheiten




"Es gibt ein Wissen,
das die Gelehrten nicht kennen,
und es gibt eine Askese,
die die Asketen nicht kennen.
*Bayazid 



„In jenem Augenblick,
als ich an mir selbst verzweifelte,
tat sich mein Innerstes auf und ich erkannte,
was mir not tat und nahm Abstand von mir selbst.
Solang ich lebe, lebe ich dank dieses Augenblickes.“ 
*Tirmidhi



"Überliefert wurde, dass jemand Ibrahim ibn Adham tausend Dinare brachte. „Nimm!“ sagte jener. „Von Armen nehme ich nichts“, erwiederte Ibrahim. „Ich bin reich“, wehrte sich der Mann. Ibrahim fragte ihn: „ Begehrst du so mehr zu bekommen, als du hast?“ „Natürlich“, sagte der Mann. „Nimm sie zurück!“ befahl Ibrahim. „Du bist das Oberhaupt der Armen. Das ist schon keine Armut mehr, das ist reines Elend.“


"Bayazid Bistrami sagte einst: „Durch Eifer und Verdienst kann nichts gewonnen werden. Die Überlieferung, die mir zuteil wurde, ist kostbarer als beide Welten. Glück hat jener, der des Weges kommt: Plötzlich stösst sein Fuss an einen Schatz, und er wird reich.“


"Bayazid Bistrami wurde gefragt: „Wie erkennt der Mensch, dass er im wahren Wissen angekommen ist?“ Bayazid sagte: „In dem Augenblick, da er – von Gott unterwiesen – vergeht, bleibt er – ohne Selbst und ohne Schöpfung – auf der Unterlage Gottes. So vergeht er und bleibt, bleibt er und vergeht, stirbt er und lebt, lebt er und stirbt, wird das Verborgene enthüllt und das Enthüllte Verborgen."
 

Jemand hatte sich eine Weile mit Ibrahim Ibn Adham unterhalten. Er wollte nun gehen und bat: „O Weiser, sage mir, welchen Fehler du bei mir gefunden hast!“ Keinen Fehler habe ich bei dir gefunden“ sagte Ibrahim, „denn ich habe dich mit dem Auge eines Freundes betrachtet. So gefiel mir alles, was ich von dir sah.“

Um zu erlangen

Um zu erlangen, alles zu genießen,
suche – in nichts Genuß.
Um zu erlangen, alles zu besitzen,
suche in nichts etwas zu besitzen.
Um zu erlangen, alles zu sein,
suche in nichts etwas zu sein.
Um zu erlangen, alles zu wissen,
suche in nichts etwas zu wissen.
Um zu erlangen, was du nicht verkostest,
geh dorthin, wo du nichts verkostest.
Um zu erlangen, was du nicht weißt,
geh dorthin, wo du nichts weißt.
Um zu erlangen, was du nicht besitzest,
geh dorthin, wo du nichts besitzest.
Um zu werden, was du nicht bist,
geh hin, wo du nichts bist.

*Juan de la Cruz / Johannes vom Kreuz (1542-1591)
(spanischer Mystiker und Kirchenvater)

Ein einzigartiges Werk der Weltliteratur - "Das Buch der Leiden" von Attar (um 1136 - 1220) erste Auflage: 16. März 2017

Der klassische persische Dichter Attar erzählt von einer Seelenreise durch den Kosmos in vierzig Stationen. Gebundene Ausgabe: 399 Seiten.

 

Wem außer mir,
ist er je gelungen,
ein Stil der den Verstand
trunken macht 
nach Sehnsucht? 
*Attar 

„Attar durchquerte die sieben Städte der Liebe,
wir sind nur bis zur nächsten Straßenecke gekommen.“


"Attar ist die Seele,
Sanai die beiden Augen der Seele.
Ich kam erst nach Sanai und Attar." 

*Rumi





 

Sadhguru - Motivational Speech

Quantenphysik & Kabbala

Das Gefühl ist eine Prüfung

Das Gefühl (Befinden, Stimmung, Emotion) bestimmt (entscheidet, zeigt, deutet) nicht die Wirklichkeit. Das Gefühl ist eine Prüfung (Test, Überprüfung, Untersuchung) des inneren Zustandes!

Der Schüler fragte den Meister: „Warum sind die Menschen genervt, gestresst, zornig oder traurig“? Der Meister sagte: "das Liegt daran das jene, das als wahr ansehen was sie selbst Denken. Sie haben ein bestimmtes Bild von der Wirklichkeit. Sie Glauben ihren unwahren Gedanken, die sich auf Urteile und Erwartungen gründen und mit der Zukunft oder der Vergangenheit verflochten sind. Sie sehen sich nicht getrennt (also als Beobachter) von jenen Gefühlen die sie selbst durch ihre Gedanken erschaffen haben, sie Denken das Gefühl bestimmt die Wirklichkeit. Diese Menschen Leben jedoch nicht im JETZT! Im jetzt Leben bedeutet in einer Vollkommenheit Leben."
Der Schüler fragt: "was ist Vollkommenheit?"

"Vollkommenheit ist der Zustand in dem ich keine Veränderung wünsche".

frische Luft

Es ist Winter, und ich betrete ein Haus. Alle Türen und Fenster sind verschlossen, und es herrscht ein ekelhafter Geruch, denn um Heizmaterial zu sparen, hat man auch die Tiere mit hineingenommen: die Katze, den Hund, das Pferd, das Schwein…! Und da sie ständig in dieser Atmosphäre leben, sind die Bewohner völlig abgestumpft: Sie riechen nichts mehr. Müsste ich ihnen erklären, dass sie ein ungesundes Leben führen, gäbe es endlose Diskussionen, und ich würde meine Zeit vergeuden. Ich wende daher eine andere Methode an: Ich lade sie ein, einen Spaziergang mit mir zu machen. Wir gehen für eine halbe oder eine ganze Stunde an die frische Luft hinaus und kehren dann zurück. Sobald sie die Tür öffnen, schreien sie auf und fragen sich, wie sie in solch einer Atmosphäre leben konnten.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Hänge nicht am alten Aberglauben. Sei stets neuen Wahrheiten geöffnet.

"Steh auf! Erwache! Was machst du? Das Göttliche in dir und anderen zu erwecken ist das Ziel."

"Habe den Mut, zur Wahrheit zu kommen, auch wenn es durch die Hölle geht."

"Erfahrung ist der einzige Lehrmeister, den wir besitzen. Wir können unser Leben lang reden und debattieren und werden trotzdem kein aus der Wahrheit gesprochenes Wort verstehen, solange wir sie nicht an uns erfahren."

"Wenn du gebunden o. begrenzt bist, wirst du gebunden o. begrenzt bleiben. Wenn du es auszusprechen wagst, daß du frei bist, bist du im gleichen Augenblick frei."

"Kein Wort der Wahrheit kann je verlohren gehen. Es mag Jahrhunderte unter Unrat verborgen sein, aber früher oder später wird es sich zeigen. Die Wahrheit ist unzerstöhrbar."

"Geh in dich hinein und hole das Wissen aus deinem eigenen Selbst heraus. Du bist das größte Buch, das jemals war und jemals sein wird ... Alle äußere Belehrung ist vergebens, solange der innere Lehrer nicht erwacht. Es muß dazu führen, daß das Buch des Herzens sich öffnet, um wertvoll zu sein."

"In einem Zwiespalt zwischen dem Herzen und dem Verstand folge dem Herzen."

* Swami Vivekananda

Hinein gesprungen in die Tiefen der Liebe, wie ein Fisch in das Wasser.



DER Riegel des Irrtums verschließt das Tor, öffne es mit dem Schlüssel der Liebe: Wenn Du auf diese Weise die Tür öffnest, wirst Du den Geliebten wecken. Oh, geh nicht vorüber bei soviel Glück wie diesem.

DIE Flöte des Unendlichen spielt ohne zu verstummen, und ihr Klang ist Liebe: Wenn die Liebe auf alle Grenzen verzichtet, erreicht sie die Wahrheit. Wie weit doch ihr Duft reicht! Sie hat kein Ende, nichts steht ihr im Wege.

DER, der sanftmütig und zufrieden ist, der, der eine gleichmäßige Sichtweise hat, Dessen Gemüt gefüllt ist mit Fülle und Ruhe; Der Ihn gesehen hat und Ihn berührt hat, der ist befreit von aller Furcht allen Fehlern und allen Sorgen. Er sendet die Strahlen der Liebe überall hin. Berühre seine Füße, der Eins ist und unteilbar, unveränderlich und friedvoll; Der alle Gefäße bis zum Rand füllt mit Freude und dessen Form Liebe ist.

*Kabir

Gelegentlich denkt er, dass er nun einen Zustand erreicht hat, wo es unmöglich ist, dass er je wieder in einen Zustand von Niedrigkeit abfällt..

...Er fühlt zu dieser Zeit, dass er gewiss schon weiss, dass es in der Welt nichts gibt außer der Arbeit, um zum Geben zu gelangen, und dann hat er Geschmack an der Arbeit. Und wenn er seine vorherigen Zustände betrachtet, kann er diese nicht verstehen, da er sich nun in einem Aufstieg befindet. Daher entscheidet er, nach allen Berechnungen, dass es für ihn nun unmöglich ist, je einen Abstieg zu erleiden. Doch manchmal, nach einem Tag, einer Stunde, oder nach wenigen Minuten, steigt er zu einem Zustand von solcher Niedrigkeit herab, dass er nicht sofort fühlen kann, dass er von seinem hoch erhobenen Zustand gefallen ist, in die "Tiefe des großen Abgrundes." Vielmehr, nach ein- zwei Stunden, bemerkt er plötzlich, dass er von der höchsten Stufe heruntergefallen ist, gemeint ist, die vorherige Sicherheit, dass er der stärkste Mensch ist, und er ist nun wie jederman , ein Bürgerlicher. Dann beginnt er in seinem Herzen nach Rat zu suchen: "Was sollte ich jetzt tun?" "Wie kann ich mich selbst in den Zustand von Gadlut (Größe, Erwachsenenalter) hinaufziehen, den ich vorher gehabt hatte?" Zu dieser Zeit sollte man den Weg der Wahrheit wählen und sagen: "Dass ich mich nun in völliger Niedrigkeit befinde, bedeutet, dass ich absichtlich oben hinausgeworfen wurde, um Gewissheit darüber zu erlangen, ob ich die heilige Arbeit wirklich tun will um zum Geben zu gelangen, oder ob ich Gottes Diener sein will, da ich es lohnender finde als alles andere."...

Quelle: www.kabbalah.info/artikel-19

Folge deiner Glückseligkeit

Bill Moyers: Haben Sie jemals das Gefühl, daß … Ihnen von unsichtbaren Händen geholfen wird?

Joseph Campbell: Ständig. Es ist wundersam. Ich habe sogar einen Aberglauben, der dadurch in mir gewachsen ist, daß unsichtbare Hände mir ständig zu Hilfe kamen: daß nämlich, wenn du deiner Glückseligkeit wirklich folgst, du dich auf eine Art Gleis begibst, das die ganze Zeit da war und auf dich gewartet hat, und daß dann das Leben, das du führen solltest, das ist, welches du führst. Wenn du das sehen kannst, beginnst du Leuten zu begegnen, die sich in deinem Feld der Glückseligkeit befinden, und sie öffnen dir Türen. Ich sage, folge deiner Glückseligkeit und hab keine Angst, und Türen werden sich an Stellen auftun, von denen du nicht wußtest, daß sie dort sein würden. Nun, ich bin auf diese Idee mit der Glückseligkeit gekommen, weil es im Sanskrit, der großen spirituellen Sprache der Welt, drei Begriffe gibt, die den Rand, den Absprungspunkt ins Meer der Transzendenz darstellen: sat-chit-ananda. Das Wort “Sat” bedeutet Sein. “Chit” bedeutet Bewußtsein. “Ananda” bedeutet Glückseligkeit oder Wonne. Ich dachte: “Ich weiß nicht, ob mein Bewußtsein richtiges Bewußtsein ist oder nicht; ich weiß nicht, ob das, was ich von meinem Sein kenne, wirklich mein richtiges Sein ist oder nicht; aber wo meine Wonne ist, das weiß ich. Ich will mich also an die Wonne halten, und das wird mir sowohl mein Bewußtsein als auch mein Sein bringen.” Ich glaube, es hat funktioniert.

A WORLD BEYOND

Der Ummauerte Garten der Wahrheit

 *

 In seiner Gegenwart
ist Schweigen das Geschenk der Zungen.

 *

Schluß mit dem Unsinn! Verliere dich selbst,
und die Hölle deines Herzens wird zum Himmel.
Verliere dich selbst, und alles kann vollbracht werden.

*

Hätte er sich nicht gezeigt,
wie könnten wir von ihm wissen?
Wenn er uns nicht den Weg zeigt,
wie könnten wir ihn kennen?

*

Verlasse diesen Ort
von Geburt und Verfall;
verlasse diese Schmutzgrube
und mache dich auf zu dem Heim, das dir bestimmt ist.
Dieser Staubhaufen ist eine Luftspiegelung,
wo Feuer wie Wasser aussieht.  

*

Hör' mir zu, du Herr der Sprache:
fülle besser dein Herz mit Licht
als mit hunderttausend Worten.

*

Wenn du deinen eigenen Wert wüßtest,
was kümmerte dich noch
die Zustimmung oder Ablehnung anderer? 

*

Hör' auf, ein Netz um dich zu stricken:
brich' hervor wie ein Löwe aus dem Käfig. 



H.Sanai (12 Jh.n.Chr.)



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Ursachen



Wenn Jemand Gesundheit sucht, frage ihn erst, ob er auch bereit ist, zukünftig alle Ursachen seiner Krankheit zu meiden - erst dann darfst du ihm helfen.

*Sokrates

Joy Denalane - Himmel Berühren

Seid besonders liebevoll zueinander... und frohen, lichtstrahlenden Angesichts gesellt euch zu euerem Nächsten. *Bahà ulláh

Deshalb müssen alle Menschen sich gegenseitig äußerst wirksam unterstützen, alle müssen nach dem ewigen Leben trachten; und aus demselben Grunde müssen die, die Gott lieben, in dieser Welt des Zufalls zu Gnadengaben und Segnungen werden, die durch den milden König der sichtbaren und unsichtbaren Reiche ausgestrahlt wurden. Sie sollten ihren Blick läutern und die ganze Menschheit als Blätter, Blüten und Früchte am Baume des Seins erkennen. Sie sollten zu allen Zeiten danach trachten, eine gute Tat für einen Mitmenschen zu tun und ihm Liebe, Beachtung und Vorsorgliche Hilfe zu erweisen. Niemanden sollten sie als ihren Feind betrachten noch jemandem etwas Böses wünschen, sondern in jedem Menschen den Freund sehen, den Fremden als Vertrauten, den Unbekannten als Weggefährten betrachten, frei von Vorurteil und ohne Grenzen.

Da die Mitglieder der menschlichen Gesellschaft nicht in der Lage sind, ohne gegenseitige Verbundenheit zu leben, sind Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft die Grundlagen der menschlichen Gesellschaft. Ohne die Verwirklichung dieser beiden großen Grundsätze macht keine bedeutende Bewegung Fortschritte.

*Abdul-Baha

Heilige und Helden

Die Frau hat die Berufung, Erzieherin des Mannes zu sein. Durch ihre Gedanken, Blicke und Gefühle, durch ihre Haltung kann sie ihn mitreißen, sodass sein Benehmen immer nobler, geradliniger und mutiger wird. Der Mann möchte nichts anderes, als von ihr erhoben und inspiriert zu werden. Solange die Frauen also kein hohes Ideal haben, solange sie nur an die Männer denken, um ihr Verlangen oder ihr Bedürfnis nach Behaglichkeit zu befriedigen, werden sie ihrer echten Berufung fernbleiben und selbst zum Opfer werden.

Ihr sagt: »Die Frau ist doch so viel schwächer und empfindlicher als der Mann! Es ist ihr unmöglich, sich ihm zu widersetzen?« Es ist nicht nötig, dass sie sich ihm widersetzt. Um ihn zu beeinflussen, gibt es subtilere Methoden. Und die Frau besitzt noch ein weiteres Mittel, um den Mann zu erziehen: indem sie ihre Söhne erzieht. Diese Söhne werden ihr ganzes Leben lang die Frauen respektieren, dank ihrer Mutter. Ja, durch den täglichen Einfluss, den sie auf ihre kleinen Kinder haben können, sind die Mütter fähig, aufrechte, edle und großzügige Charaktere zu prägen, Heilige und Helden.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Eine Mauer ist der einzige Ort um eine Tür zu finden.

Erleuchtung bedeutet nicht
im Licht stehen,sondern in
der Dunkelheit sehen lernen.

Vögel ziehen große Kreise der Freiheit durch den Himmel.
Wie ist ihnen dies möglich?
Sie fallen.Und in dem sie fallen,
werden ihnen Flügel verliehen.

Ohne Staub,worin er aufleuchtet,
wäre der Sonnenstrahl nicht sichtbar.

*Rumi

Epoche der Menschheitsgeschichte



In einer Epoche der Menschheitsgeschichte, die eine Höhe intellektueller Entwicklung erklommen hat, wie man sie vor hundert Jahren nicht erträumen konnte, und die einen wissenschaftlichen Fortschritt gebracht hat, der vor fünfzig Jahren für unmöglich gehalten wurde, kann man die Herzen der Welt nicht in enge Schranken bannen. Wenn man versucht, die Menschen in enge Grenzen zu verweisen, erniedrigt man sie zu Tieren und gedankenlosen Massen und tötet ihr sittliches Leben.

Was wir heute brauchen, ist das edelste Herz in Verbindung mit dem höchsten Verstand, die grenzenlose Liebe in Verbindung mit unendlicher Weisheit. Sein ohne Wissen und Liebe gibt es nicht; Wissen ohne Liebe, und Liebe ohne Wissen gibt es nicht. Unser Ziel ist die Harmonie von ewigem Sein, unendlichem Wissen und ewiger Glückseligkeit. Wir wollen Harmonie und nicht einseitige Entwicklung, den Verstand eines Shankara mit dem Herzen eines Buddha. Wollen wir uns alle bestreben, diese begnadete Verbindung zu verwirklichen.

*Vivekananda (1863 – 1902)

source: https://mystikaktuell.wordpress.com

Wahrheit

Selbst wenn alle Menschen eine identische Struktur besitzen, sind sie doch alle verschieden in ihrer Sensibilität, ihrem Verständnis, ihren Bedürfnissen, ihren Sehnsüchten und können daher nicht die gleiche Wahrnehmung der Dinge haben. Wenn sie im Namen der Wahrheit streiten und jeder behauptet von sich, die Wahrheit zu besitzen, so bleibt es doch nur seine eigene Wahrheit.

Ihr sagt: »Dann gibt es also gar keine Wahrheit?« Doch. Je mehr sich der Mensch innerlich erhebt, je mehr er sich von seinen persönlichen, egoistischen Interessen löst, je mehr er sich reinigt und sich vom göttlichen Licht durchdringen lässt, desto mehr nähert er sich der Wahrheit.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Was ist äußerste Demut?

Was ist äußerste Demut?

Sie besteht darin,
dass du aus dem Haus gehst und jeden,
den du siehst, gemessen an dir,
als besser erkennst denn dich selbst.

*Sufismus

source:

Die Reihenfolge

"Wenn der Mensch zuweilen leidet, soll er nicht sagen: „Es ist schlimm, es ist schlimm!“ Nichts ist schlimm was dem Menschen der spirituellen Arbeit zustöst. Eher sage der Mensch: „Es ist bitter!“ Denn es gibt bittre Gifte unter den Arzneien."

"Der Gelehrte erzählte: „Wenn ich von meinem Lehrer eine Weisung vernahm, wie zu dienen sei, wollte ich nichts mehr von ihm hören, bis ich diese erfüllt hatte. Dann erst tat ich wieder die Ohren auf.“

*Baal Schemtov

Schatzkammer

Ob du diese Worte für bare Münze nimmst oder nicht: dein Brot und dein Leben stammen beide aus seiner Schatzkammer. Und wäre dein Brot in China, so wäre doch das Pferd gesattelt, das dich zu ihm hinbringen würde, oder es zu dir brächte, während du im Schlaf liegst.

Für alles, was er nimmt, gibt er siebzigfach zurück, und wenn er eine Tür schließt, öffnet er dir zehn andere.

Der Kopf hat zwei Ohren; die Liebe hat nur eines.Dieses hört Gewissheit, während jenes nur Zweifel vernimmt.

*Hakim Sanai († 1131)




Rumi acknowledged Hakim Sanai and Attar as his two primary inspirations, saying, 'Attar is the soul and Sanai its two eyes, I came after Sanai and Attar.'

Sanai wrote an enormous quantity of mystical verse, of which
The Walled Garden of Truth or The Hadiqat al Haqiqa is his master work and the first Persian mystical epic of Sufism. 

Die Welt in der Eierschale



Wir Opfern das Niedere
um das Höhere zu Sein
das Alte um das Neue zu Sein.
Wir Opfern - wie der Vogel - die Welt in der Eierschale
um im weiten Himmel zu Leben.

*Azmuto
 


Verschmelzung

...Das Maß einer Verschmelzung hängt vom Maß der Ähnlichkeit der Eigenschaften ab.

Auf diese Weise verstehen wir, wie gerecht die Worte der Weisen waren, die erklärten, dass das Geschriebene "und mit Ihm zu verschmelzen" - die Verschmelzung mit Seinen Eigenschaften ist: "Wie Er barmherzig ist, so sei auch du barmherzig". Und sie verzerrten nicht den Sinn, sondern im Gegenteil, sie deuteten das Geschriebene wörtlich, weil eine spirituelle Verschmelzung überhaupt nicht anders gedeutet wird als "Ähnlichkeit der Eigenschaften". Also verschmelzen wir mit Ihm dadurch, dass wir unsere Eigenschaften den Eigenschaften des Schöpfers angleichen.

 Darüber steht geschrieben: "Wie Er barmherzig ist..." - das heißt: Genauso wie all Seine Handlungen nur darauf ausgerichtet sind, zu geben und dem Nächsten Gutes zu bringen, und keineswegs auf den eigenen Nutzen (denn es mangelt Ihm an nichts, was er ergänzen müsste, und es gibt niemanden, von dem Er empfangen könnte), so sollen auch alle unsere Handlungen zu dem Zweck sein, zu geben und dem Nächsten Nutzen zu bringen. Und darin werden wir unsere Eigenschaften den Eigenschaften des Schöpfers angleichen, was eben spirituelle Verschmelzung (Dwekut) ist.

In ihr gibt es eine Angleichung der Eigenschaften des Stadiums "Mocha" (Gehirn) und "Liba" (Herz). Das Studium der Kabbala für den Schöpfer meint die Angleichung der Eigenschaften in Mocha. Denn wie der Schöpfer nicht an Sich denkt- ob Er existiert, ob Er seine Geschöpfe lenkt, und Er keine Zweifel dergleichen hat, so soll auch derjenige, der eine Gleichheit der Eigenschaften erreichen will, nicht an solche Dinge denken, weil es ihm klar ist, dass der Schöpfer nicht daran denkt. Denn es gibt keinen größeren, qualitativen Unterschied als diesen. Daher ist jeder, der an Solches denkt, zweifellos vom Schöpfer losgelöst, und wird niemals eine qualitative Gleichheit (Ähnlichkeit der Eigenschaften) mit Ihm erreichen.

Davon sagten die Weisen: "Alle deine Taten müssen für den Schöpfer sein, das heißt auf die Verschmelzung mit dem Schöpfer ausgerichtet. Tue nichts, was nicht zu diesem Ziel führt." Das bedeutet, dass der Mensch alle seine Handlungen zu dem Zweck ausführen soll, zu geben und seinem Nächsten Nutzen zu bringen. Dann wird er eine qualitative Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen; wie alle Seine Handlungen es sind, zu geben und dem Nächsten Wohl zu bringen, so werden auch alle Handlungen des Menschen nur darauf ausgerichtet sein, zu geben und dem Nächsten Nutzen zu bringen, was eben die volle Dwekut (Verschmelzung) darstellt.

Ist es aber etwa möglich, dass der Mensch alle seine Handlungen zum Nutzen eines Anderen ausführt, denn er muss doch unbedingt arbeiten, um sich selbst und seine Familie zu ernähern? Die Antwort ist wie folgt: Alle Handlungen, die er aus Notwendigkeit ausführt, das heißt, um das Wenige zu bekommen, was zu seiner Existenz nötig ist, unterliegt weder Verurteilung noch Gutheißung, weil dies nicht als ein für sich Selbsttätigsein angesehen wird.
...

*Baal HaSulam 
(aus: Artikel zum Abschluss des Buches "Sohar")
Quelle: www.kabbalah.info/sohar

Der Gang auf dem Seil


Einmal saßen einige Schüler beisammen und der Meister ging an ihnen vorbei, und da sie ihn so nah und vertraut vor sich sahen, redeten sie ihn an: „Sagt uns doch lieber Meister, wie sollen wir dienen?“ Er verwunderte sich und antwortete: „Weiß ich`s denn?“ Doch sogleich fuhr er fort zu erzählen: „Es waren einst zwei Freunde, die wurden eines gemeinsamen Vergehens halber vor dem König angeklagt. Da er sie aber liebte, wollte er ihnen eine Gnade erweisen. Freisprechen konnte er sie nicht, denn auch das königliche Wort besteht nicht gegen die Satzung des Rechts. So sprach er das Urteil, es solle über einem tiefen Abgrund ein Seil gezogen werden, und die zwei Schuldigen sollten es, einer nach dem andern, beschreiten; wer das jenseitige Ufer erreicht, dem sei das Leben geschenkt. Es geschah so, und der eine der Freunde kam ungefährdet hinüber. Der andere stand noch am selben Fleck und schrie: „lieber Freund, sage mir doch, wie hast du es angestellt, um die fürchterliche Tiefe zu überqueren ?“, „Ich weiß nichts“, rief jener zurück, „als dieses eine: wenn es mich auf die eine Seite riß, neigte ich mich auf die andere.“

*Baal Schem Tov

Je höher wir hinaufsteigen umso sensibler und feinfühliger werden wir. *M.Laitman








Verbindung - Oneness

Die Kraft Deines Herzens

Die Kraft Deines Herzens kann alles besiegen, was dir im Weg ist: Zweifel und Angst, Hass und Zwietracht, Groll und Feindschaft. Nichts von alldem kann der Kraft des Herzens widerstehen. Denn das Herz kämpft nicht und greift nicht an, es überzeugt nicht, überredet nicht und verteidigt sich nicht. Das Herz versteht und nimmt an. Was verstanden und angenommen wird, entzerrt sich und gewinnt seine wahre Natur zurück: Liebe. So verwandelt die Kraft des Herzens alles in Liebe.

*Safi Nidiaye (*1951) in: Die Stimme des Herzens

gefunden bei: https://mystikaktuell.wordpress.com/

Vorsehung

Manchen scheint es anmaßend, an eine besondere Vorsehung zu glauben oder sich für ein Werkzeug in den Händen Gottes zu halten; aber ich finde, dass jeder seine besondere Vorsehung hat, und ich sehe, dass Gott sich der Hacke des Arbeiters bedient und im Mund eines kleinen Kindes plappert.  

Werde und lebe das Wissen, das du hast; dann ist dein Wissen der lebendige Gott in dir.

*Sri Aurobindo (aus: Gedanken und Aphorismen)

source: http://aurobindo.ru/workings

Cuckoo what do you do?



Cuckoo, cuckoo, 
what do you do? 
in April I open my bill; 
in May I sing night and day;
in June I change my tune;
in July far far I fly;
in August away I must...

Beweggründe - Absichten - Motive

Kein anderer Fehler kann den Menschen so viel Enttäuschung und Unglück bringen wie die Verbohrtheit, mit der sie bestimmte Standpunkte verteidigen, ohne nachzuprüfen, ob sie begründet sind. Sie glauben weiterhin, die Wahrheit zu besitzen, während ihnen alle Ereignisse ihres täglichen Lebens das Gegenteil beweisen. Wie können sie solche Widersprüche hinnehmen?… Gerade die Ereignisse des Lebens müssen ihnen zeigen, ob sie Recht haben, nicht ihre Vorstellung, ihre Geschmäcker oder Vorlieben.

Wie viele Kriterien habe ich euch gegeben, um euch aufzuklären und zu orientieren. Das Erste dieser Kriterien ist das Folgende: Bevor ihr euch zu einem Thema äußert, was es auch sei, versucht herauszufinden, was euch dazu drängt, auf die eine oder andere Weise zu handeln. Sind eure Beweggründe ehrlich, uneigennützig?… Wenn sie es nicht sind, dann seid vorsichtig: Ihr setzt euch allen möglichen Enttäuschungen aus.

*Omraam Mikhael Aivanhov

Selig ist der Mensch, der mit sich in Frieden lebt. Es gibt auf Erden kein größeres Glück. *Gautama Buddha