Bäume wissen es längst: Je mehr sie wachsen, desto mehr Licht bekommen sie.

Auf der Suche nach Weisheit ist die erste Stufe, zu schweigen, die zweite, zuzuhören, die dritte, sich zu erinnern, die vierte, zu praktizieren, und die fünfte, die Lehren weiterzugeben.  
*Salomon Gabirol

Die Wahrheit ist das Licht, mit dem du deinen Weg aus der Finsternis findest. Entzünde es.  
*Rabbi Nachman von Bratzlaw

Wie rein des Herzens Gedanken sind, zeigt sich an den Worten, die von den Lippen kommen.*Sohar

Warum sind die Finger des Menschen biegsam? Damit er sich die Ohren zuhalten kann, wenn er Schlechtes über seinen Nächsten sagen hört.
*Talmud




Eintopf mit Gemüse

Eines Tages kam ein Mann zu Bahaudin Naqshbandi und verkündete, er habe bei vielen berühmten Lehrern des Ostens studiert und wünsche nun von Bahaudins grosser Quelle der Wahrheit zu trinken. Anstatt ja oder nein zu sagen, erklärte der Meister, das Essen sei serviert. Er wies seinem Gast einen Ehrenplatz zu und setzte ihm einen üppigen Gang nach dem anderen vor. Zuerst die Vorspeise, dann ein Reisgericht, gefolgt von dampfendem süssem Brot und einem leckeren Eintopf mit Gemüse. Beendet wurde das Mahl mit Früchten und Gebäck. Als der Mann seinen Teller geleert hatte und fast schmerzlich voll war, befahl Bahaudin, man solle noch einmal von vorn anfangen. Da es im Osten eine grobe Unhöflichkeit ist, sich seinem Gastgeber zu verweigern, insbesondere einem berühmten Scheich, hatte der Besucher keine andere Wahl als ein zweites Mal Fleisch, Brot, Früchte und Milchspeisen zu sich zu nehmen. Schließlich krümmte sich der übersättigte Besucher auf dem Boden und hielt sich in unbeschreiblichem Schmerz den vollen Leib. “Ihr seid voller halbverdauter Lehren zu mir gekommen”, sagte Bahaudin, “so wie das Fleisch und die Früchte nun halbverdaut in eurem Bauch liegen. Ihr habt Euer Unbehagen für einen Hunger nach spiritueller Erkenntnis gehalten, aber in Wirklichkeit ist es nichts dergleichen. Es ist einfach ein Hunger nach mehr Wissen um des Wissens willen; ein Hunger nach Nahrung, die Ihr niemals wirklich verdauen könnt. Und daher ist Euer Zustand nicht der des Wissens, sondern der Verstopfung.Was meine Schüler jedoch brauchen ist der Hunger sich zu verändern, in eine Richtung die dem Körper bitter scheint, in die Richtung des Gebens der Liebe der Verbindung der Hingabe der Selbstlosigkeit der Demut.

Liebe nährt alles..

Jedes Lesen..

Jedes Lesen eines Buches, in dem sich ein niederes Bewusstsein ausdrückt, stärkt dein Unterbewusstes und dein Unbewusstes, was dein Bewusstsein daran hindert, sich zu erheben. Und wir sollten Bücher lesen, die unser Bewusstsein anheben, offenbarende Bücher, denn in ihnen steckt immer eine Anhäufung von konzentrierten Kräften. Beim Lesen muss man seinen Kopf unbedingt zum Schweigen bringen können und vollkommen losgelöst, wie ein weißes Blatt sein, ohne alles. Ihr lest beispielsweise etwas und stoßt auf einen Gedanken, den ihr nicht begreift, ihr versteht nichts, dann gibt es nur eins: nicht mit den Worten kämpfen, sondern einfach so bleiben, entspannen, sich einfach weiten, weiter werden. Und nicht versuchen zu verstehen, vor allem das nicht - es hereinkommen lassen, ganz sachte, und sich lockern und entspannen. Ihr könnt die Sätze, die ihr vor euch habt, nicht begreifen, ihr fühlt, dass im Kopf keine Entsprechung vorhanden ist, nun dann tut ihr Folgendes: ihr lest die Sache ein-, zwei-, dreimal, dann bleibt ihr ruhig und macht den Geist still. Zwei Wochen später nehmt ihr dieselbe Stelle wieder auf, und nun ist sie sonnenklar. Im Gehirn hat sich alles geordnet, die für das Verstehen fehlenden Elemente haben sich gebildet, alles hat sich nach und nach entwickelt, und ihr versteht. Nur nicht diskutieren, um zu verstehen. Man steckt im mentalen Geist, der einen Gedanken in einem bestimmten Moment nicht erfassen konnte, ihn ablehnt, ja sogar gewaltsam von sich weist.“

*Mira Alfassa

Sehnsucht


„Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

*Antoine de Saint-Exupery

Du bist dort, wo deine Gedanken sind...

"Du bist dort, wo deine Gedanken sind.
Sieh zu, daß deine Gedanken da sind,
wo du sein möchtest."



"Wenn du schon glaubst,
daß du etwas kaputt machen kannst,
dann glaube doch erst recht,
daß du etwas heilmachen kannst."



*Rabbi Nachman von Bratzlaw (1772 - 1810) 
 Urenkel des Baal Schem Tov

Mein Herz

Mein Herz ist ein Ofen,
der sich mit Feuer begnügt.
Dem Ofen reicht es,
ein Haus der Flammen zu sein!

*Rumi (1207-1273)

Das Vernetzende


Wir stehen nicht isoliert in diesem Kosmos. Wir sind wirklich Kinder des Kosmos. Wir sind von unserem Wesen her mit allem vernetzt. Das Vernetzende nennt die Mystik “Liebe”.

*Ko-un Rōshi o.a. Willigis Jäger 
(geb.1925 - Benediktinermönch, Zen-Meister & Mystiker)

Der Vogel..

Der Vogel kämpft sich aus dem Ei.
Das Ei ist die Welt.
Wer geboren werden will,
muß eine Welt zerstören.

*Hermann Hesse

Geburt

Die schwangere Frau weint bei der Geburt und sagt: "Wo gibt es Zuflucht?" - doch das Kind lacht und sagt: "die Erlösung ist da."
* Rumi (aus dem Matnawi)

Das fließende Licht der Gottheit

DIESES BUCH sende ich nun als Boten allen geistlichen Leuten, beiden: bösen und guten. Es ist nur ein Bild meiner selber und sagt hold mein Heimlichstes aus. Man soll es freundlich annehmen: Gott selber spricht die Worte.

Eya, Herr! Gott! Wer hat dieses Buch gemacht? - Ich, die ich von der Gnade, so mir verliehen ward, nicht schweigen konnte, habe es gemacht in meiner Unmacht. Ich kann und will nicht schreiben, aber ich sehe das Herrliche mit den Augen meiner Seele und höre es mit den Ohren meines ewigen Geistes und fühle in allen Gliedern meines Leibes die Kraft des heiligen Geistes.

Eya, Herr! wie soll es, Dich zu ehren, heißen, dieses Buch? - Es soll heißen: Ein Fließendes Licht Meiner Gottheit, entbrannt in allen reinen Herzen.

Dieses Buch hob an in der Liebe und in der Liebe soll es auch vollenden. Denn nichts ist weise noch heilig noch schön noch stark noch vollkommen als die Liebe.

Buch als free PDF : www.rudihaberstroh.de/zit/zitmechtmagdgottheit.pdf

Die Dornen der Rose, sind Stufen zur Blüte. *Azmuto


Schau nach innen



Schau nach innen, sei still. Frei von Furcht und Anhaftung erfahre die süße Freude des Wegs. Wie freudvoll ist es auf den Erwachten zu schauen und Gesellschaft mit den Weisen zu pflegen. Wie lange ist die Straße für den Menschen, der mit einem Narren reist. Wer aber jenen folgt, die dem Weg folgen, entdeckt seine Familie und ist von Freude erfüllt. Folge dann den leuchtenden, den Weisen, den Erwachten, den Liebenden, denn sie wissen, wie man arbeitet und vorwärts geht und wie man wartet. Folge ihnen so, wie der Mond dem Weg der Sterne folgt.

* Siddhārtha Gautama Buddha (ca. 563-483 v. u. Z.)

Neun Zehntel

Neun Zehntel der Gefahr einer Erkrankung kommen von der Angst. Sie kann euch die scheinbaren Symptome einer Krankheit geben, ja euch sogar tatsächlich krank machen, so machtvoll wirkt sie sich aus.

Medizin und Hygiene sind unerlässlich für das gewöhnliche Leben, doch spreche ich jetzt nicht von der Öffentlichkeit, sondern von denen, die den Integralen Yoga machen. Es gibt Leute, die keine Ahnung von Hygiene haben und die unreinlichsten Arbeiten verrichten, ohne sich anstecken zu lassen. Ihr Unwissen hilft ihnen, indem es sie vor den Suggestionen medizinischer Kenntnis schützt. Es stimmt allerdings auch, dass euer Glaube an die getroffenen Gesundheitsmaßnahmen ihrem Zweck dient, denn wenn ihr denkt: "Jetzt bin ich desinfiziert und in Sicherheit", dann seid ihr, soweit euer Gedanke reicht, immun.

*Mira Alfassa

Songs of the Soul




 
Today the hallowed hour of Highest Delight
     has dawned in this life.
Today I have made friends with
     the Light of the Supreme.
Darkness no more, darkness nowhere.
Beyond the river of hope I see the
     Boat of the Transcendental Realm.
The night of aeons is captured
And its surrender is made in the deepest
     depths of my heart,
At the feet of my inner sun.
 
score: www.srichinmoysongs.com/ei-jibaner 

Wer hat dir den Weg gezeigt?

Shibli wurde gefragt: „Wer hat dir den Weg gezeigt?" Shibli antwortete: „Ein Hund. Ich sah ihn, wie er eines Tages am Rande des Wassers stand - halb tot vor Durst. Jedes Mal, wenn er trinken wollte, schrak er vor seinem eigenen Spiegelbild im Wasser zurück, weil er glaubte, einen anderen Hund vor sich zu haben. Schließlich wurde seine Not so groß, dass er alle Furcht beiseite warf und ins Wasser sprang ... woraufhin sich das Spiegelbild auflöste. Der Hund fand, dass das einzige Hindernis zwischen ihm und dem, was er suchte, sich aufgelöst hatte - nämlich er selbst. Genauso verschwand auch das, was mich gehindert hatte, als ich begriff, dass es allein das war, was ich für mein eigenes Ich gehalten hatte. So wurde mir mein Weg offenbart - durch das Verhalten eines Hundes."

Irrtum


Ein junger Mann kam zu Dhun-Nun, dem Ägypter. Er behauptete das die Sufis im Irrtum seien, und noch viele andere Dinge mehr. Der Ägypter gab ihm zur Antwort einen Ring, den er sich mit den Worten vom Finger streifte: „Nimm diesen Ring und gehe zu den Marktständen da drüben, sieh zu ob du ein Goldstück dafür bekommen kannst“. Er konnte auf dem ganzen Markt keinen Händler finden, der mehr als ein kleines Stück Silber dafür geboten hätte. Der junge Mann kam mit dem Ring zurück. „Und jetzt“ sagte Dhun-Nun „geh zu dem Goldschmied, und frage was er zu zahlen bereit ist“ Der Goldschmied bot 1000 Goldstücke für das Juwel. Der junge Mann war hoch erstaunt. „Und nun mein Sohn“ sagte Dhun-Nun „zu deiner Einschätzung der Sufis: Du verstehst gerade so viel davon, wie die Krämer dort drüben von der Goldschmiedekunst.“ Wenn du Edelsteine schätzen willst, musst du erst Goldschmied werden.“

Du kannst deine Möglichkeiten vervielfältigen..

Du kannst deine Möglichkeiten vervielfältigen, vergrößern und mehren; du kannst plötzlich etwas hervorbringen, von dem du nicht wusstest, dass es in dir sei ... Wenn man sein seelisches Wesen entdeckt, entwickeln und offenbaren sich gleichzeitig ganz unerwartete Dinge, die man vorher keinesfalls tun konnte, und von denen man nicht annahm, dass sie in der eigenen Natur liegen würden. Auch hiervon weiß ich zahlreiche Beispiele ... Ich kannte ein junges Mädchen, die in einem sehr durchschnittlichen Milieu geboren wurde, nicht viel Erziehung genossen hatte, sich in einem recht schwerfälligen Französisch ausdrückte, und ihre Vorstellungskraft nicht entwickelt hatte und überhaupt keinen literarischen Sinn besaß: solcherart waren unter anderem die Möglichkeiten, die sie nicht hatte. Nun, dann hatte sie die innere Erfahrung der Fühlungnahme mit ihrem seelischen Wesen, und solange diese lebendig und sehr gegenwärtig war, schrieb sie bewundernswerte Dinge. Wenn sie von diesem [Bewusstseins-] Zustand in ihren gewöhnlichen zurückverfiel, konnte sie keine zwei Sätze richtig zusammenbringen! Und ich sah Beispiele von beiden Arten ihrer Schriftstellerei. Es ist ein Genius in jedem von uns – wir wissen es nur nicht. Wir müssen den Weg finden, damit er hervortritt, er ist da und schläft, er bittet um nichts anderes, als sich offenbaren zu dürfen; wir müssen ihm die Tür öffnen.

*Mira Alfassa 

aus:

Das Seelische Wesen von Sri Aurobindo und Der Mutter
DIE SEELE: IHRE NATUR, AUFGABE UND EVOLUTION
Link: http://aurobindo.ru/sunlit-path

 

Meditieren für Anfänger ;-)


Sehnsucht

Es wohnt eine tiefe Sehnsucht im Menschen, die das Göttliche selber ist. Gott drängt in uns zur Entfaltung und zum Erwachen. In uns Menschen stellt sich das Erwachen des Göttlichen dar als Verlangen nach Geborgenheit, Sicherheit und Heimat. Es ist die Sehnsucht, heim zu kommen, den Platz zu finden, wo alles gut ist, wo man geliebt und angenommen ist. Der Mensch erfährt aber sehr bald im Leben, dass kein Mensch dem Menschen diese letzte Sicherheit geben kann, auch nicht der liebste. Es bleibt diese unüberbrückbare Trennung, diese Heimatlosigkeit, bis er sein wahres Selbst gefunden hat, besser, bis sein wahres Selbst durch alle Verkrustungen und Fehlentwicklungen hindurchbrechen kann. Menschen machen sich also auf den Weg zu Gott, weil sie diese tiefste Sehnsucht in sich tragen, die letztlich die Sehnsucht Gottes nach sich selber ist.

*Willigis Jäger o.a. Kyo-un Rōshi (*1925)
(Benediktinermönch, Zen-Meister und Mystiker)

Hine ma tov - Lied Davids - Psalm 133



*Zohar Convention 2014

Hine ma tov uma nayim
shevet achim gam yachad.
Hine ma tov uma nayim
shevet achim gam yachad.

"Siehe, wie fein
und lieblich es ist
zusammen 
in der Einheit"

הִנֵּה מַה טוֹב = Hine mah tov (Behold how good)

וּמַה נָּעִים = uMah-Nayim (and how pleasing)

שֶׁבֶת אָחִים גַּם יַחַד = shevet achim gam yachad (when siblings sit together in unity)



Er ist verrückt

Wegen der Häufigkeit der Zustände, die ihn überwältigten und seiner Aussagen und Verhaltensweisen zu diesen Zeiten, sagten viele Leute: „Er ist verrückt.“ Einmal wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Eine Gruppe kam zu ihm und er fragte sie, wer sie seien. „Deine Geliebten“ antworteten sie. Er begann, mit Steinen nach ihnen zu werfen. Sie flohen. Er sagte: „Ihr behauptet, mich zu lieben. Also seid geduldig in meiner Bedrängnis! Ein andermal sah Schibli einen Menschen, der bitterlich weinte. Er fragte: "Warum weinst du?" Der sagte: "Ich hatte jemanden lieb, der ist gestorben!" Er sprach: "Du Tor, warum liebst du etwas, das sterben kann?“

*F.Attar 

 

Gebet des Heiligen Franziskus von Assisi

„Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe bringe, wo man sich hasst, dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt, dass ich Einigkeit bringe, wo Zwietracht ist, dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel quält, dass ich die Hoffnung bringe, wo Verzweiflung droht, dass ich die Freude bringe, wo Traurigkeit ist, dass ich das Licht bringe, wo Finsternis waltet. Oh Herr, hilf mir, dass ich nicht danach verlange, getröstet zu werden, sondern zu trösten, verstanden zu werden, sondern zu verstehen, geliebt zu werden, sondern zu lieben. Denn wer gibt, der empfängt, wer verzeiht, dem wird verziehen, wer stirbt, der wird zum ewigen Leben geboren. Amen.“

Präge dir besonders dies ein..

Präge dir besonders dies ein: Du hast die volle Freiheit der Wahl, wenn du innerlich entschlossen bist, in diesem Leben das Ziel zu erreichen, wirst du es schaffen - dann kannst du sogar in zwölf Monaten erfolgreich sein.

*Mira Alfassa

I was dead, then alive..

I was dead, then alive,
weeping, then laughing.
The power of love came into me,
and I became fierce like a lion,
then tender like the evening star.
He said, "You're not mad enough.
You don't belong in this house."
I went wild and had to be tied up.
He said, "You're still not wild enough
to stay with us!"
I broke through another layer
into joyfulness.
He said, "It's not enough."
I died.
He said, "You are a clever little man,
full of fantasy and doubting."
I plucked out my feathers and became a fool.
He said, "Now you are the candle
for this assembly."
But I'm no candle. Look!
I'm scattered smoke.
He said, "You are the sage, the guide."
But I'm not a teacher. I have no power.
He said, "You already have wings.
I cannot give you wings."
But I wanted his wings.
I felt like some flightless chicken.
Then something said to me,
"Don't move. A sublime generosity is
coming towards you."
An old love said, "Stay with me."
I said, "I will."
You are the fountain of the sun's light.
I am a willow shadow on the ground.
You make my raggedness silky.
The soul at dawn is like darkened water
that slowly begins to say "Thank you, Thank you."
Then at sunset, again, Venus gradually
changes into the moon and then the whole night sky.
This comes of smiling back
at your smile.
The chess master says nothing,
other than moving the silent chess piece.
That I am part of the ploys
of this game makes me
amazingly happy.

*Rumi 

Es ist leicht, das Leben schwer zu nehmen. Aber schwer, es leicht zu nehmen. :-)

Das Gleichgewicht neutralisiert den Widerstand

Das Problem besteht darin, dass alle unsere Bemühungen Energie erfordern. Aber wenn du dich im Gleichgewicht, in der Harmonie mit der Natur oder dem Göttlichen aufhältst, dann muss du dich kaum anstrengen. Du funktionierst wie das Perpetum mobile, fast ohne Brennstoff, ohne Bemühungen, ohne Widerstand. Heute basieren alle Handlungen auf dem Widerstand mit der Natur. Stelle dir jedoch eine völlig entgegengesetzte Situation vor: egal wo du hingehst, sind dort alle Menschen sofort bereit dir zu helfen und du ihnen. Alles wird einfacher, du verbrauchst weniger Energie, weniger Zeit und hast geringere Probleme. Und das betrifft alles. Das Gleichgewicht neutralisiert den Widerstand. Du initiierst eine solche Verbindung, die einfach alles möglich macht.
*Rav Michael Laitman

Der Eilige

Der Rabbi sah einen auf der Straße eilen, ohne rechts und links zu schauen. "Warum rennst du so?" fragte er ihn. "Ich gehe meinem Erwerb nach," antwortete der Mann. "Und woher weißt du," fuhr der Rabbi fort zu fragen, "dein Erwerb laufe vor dir her, daß du ihm nachjagen mußt? Vielleicht ist er dir im Rücken, und du brauchst nur innezuhalten, um ihm zu begegnen, du aber fliehst vor ihm. Wisse, die Eile kommt vom Teufel und die Gemächlichkeit vom Barmherzigen."



Die Wahrheit von heute ist der Irrtum von morgen.

Was bedeutet das, was die Weisen sagen:
"Die Wahrheit geht über die ganze Welt"
Es bedeutet, daß sie von Ort zu Ort
verstoßen wird und weiterwandern muß.

*Rabash

Be·wusst·sein

how far You are away...




"Affection, love, sweetness,
fondness God has for me.
Every day I live and grow
Under His Protection-Tree."


"Be not afraid,
be not afraid of your Lord Supreme!
Look at Him, smile at Him — you are
His Blue-Gold-Dream!"


"My Lord, no matter how far You are away,
Only for You, only for You, my night and day."

*Sri Chinmoy

Meer des Friedens


Ihr Geist ist durch die höchsten Himmel gewandert, bis er zuletzt in den Gärten der Gesegneten ruht, und sie tauchen ein in den Fluss des Lebens. Sie haben die Schleusen des Kummers versiegelt und die Brücken der Begierde überschritten; sie sind da stehen geblieben, wo die irdische Kenntnis aufhört, und haben vom Wasser der wahren Weisheit getrunken, und sie betraten das Boot des göttlichen Überflusses und segeln im Wind der Seligkeit auf dem Meer des Friedens, bis sie erreichen die Gärten der Stille und den Ort der Glorie und der Gnade.  

*Dhu'n-Nun

Ein Tag ist wie ein ganzes Leben - Carpe diem - Nutze - Genieße - Pflücke den Tag




*

Als Mittel zur Vervollkomnung  
Sprach er jeden Morgen 
zu sich selbst: 
„nur dieser eine Tag, 
nur dieser ist mir noch gegeben“. 
*Rabbi Nachman 

Wie du beim Sterben gelebt
 zu haben wünschtest, 
so solltest du jetzt schon leben.  
*Mark Aurel 

Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben – das Leben allen Lebens. In seinem kurzen Ablauf liegt alle seine Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins, die Wonne des Wachsens, die Größe der Tat, die Herrlichkeit der Kraft. Denn das Gestern ist nichts als ein Traum und das Morgen nur eine Vision. Das Heute jedoch, recht gelebt, macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung. Darum achte gut auf diesen Tag. 
 *Rumi 

Ein Tag, ohne die süßen Tränen der Liebe und Dankbarkeit zu vergießen,
ist ein verlorener Tag.

*Azmuto 


Ein Verlangen zu überwinden bringt mehr Freude, als sich dieses zu erfüllen. *Mira Alfassa

"Nur wenn dein Wissen von dir selber dich befreit, ist dein Erkennen besser als Unwissenheit."

"Was rauh ist, Liebe macht es weich, macht Heldenseelen zag, den Feigen kühn, den Armen reich und wandelt Nacht in Tag."

"Wär' auch die ganze Welt mit Dornen rings umstellt, ein Herz, das Liebe fühlt, bleibt stets ein Rosenfeld."

"Wo Fragen sind, wird es Antworten geben; wo Schiffe sind, wird Wasser fließen. Verbringe weniger Zeit damit, Wasser zu suchen, erlange Durst! Dann wird Wasser strömen, von unten und von oben."

*Rumi

des Äußeren beraubt

Nur wenn der Mensch
des Äußeren beraubt wird,
wie es im Winter geschieht,
besteht Hoffnung,
dass sich ein neuer Fruhling
in ihm entwickelt.

*Rumi (1207-1273)