Folge deinem Herzen, entdecke dein Potential und sei bereit für das größte Abenteuer deines Lebens.
Ich will..
"Ich will nichts, nur das Göttliche, ich denke an nichts außer an das Göttliche, ich tue nichts, außer jenem, welches mich zum Göttlichen führt, ich liebe nichts außer dem Göttlichen."
*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)
*Mira Alfassa, Die Mutter, (*1878 -1973)
Der Anulvogel ~ (von Kabir)
Ich erzähle dir über den Anulvogel, der im Himmel lebt, getragen von der Luft – Tag & Nacht.Die Parung geschieht durch die Augen und auf diese Weise wird sie trächtig. Sie legt ihre Eier in den Himmel, wo es keine Abstürtze gibt:Das Ei wird gehegt, während es fällt, im Himmel wird es ausgebrütet und der junge Vogel wird geboren, unterwegs öffnet es seine Augen und unterwegs erhällt es seine Flügel.Wenn es endlich die Erde erreicht, begreift es, das dies nicht sein zuhause ist, dies erfassend , fliegt es zurück dorthin, wo seine Eltern leben.Der Anulvogel kommt nicht herunter, um das junge zurückzubringen – es selbst begiebt sich nach Hause, den vorgezeichneten Pfad beschreitend.Viele Vögel leben in dieser Welt, doch sehr wenige von ihnen sind Anulvögel.Vögel wie diese sind rar, und seltener noch sind jene die sich selbst erheben.
Ich bin
Ich bin glücklich,
weil ich ein Herz aus Liebe besitze.
Ich bin glücklich,
weil ich einen Verstand voll Vertrauen besitze.
Ich bin glücklich,
weil ich ein Leben voller Dankbarkeit besitze.
*Sri Chinmoy
weil ich ein Herz aus Liebe besitze.
Ich bin glücklich,
weil ich einen Verstand voll Vertrauen besitze.
Ich bin glücklich,
weil ich ein Leben voller Dankbarkeit besitze.
*Sri Chinmoy
Eines Tages...
Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler
der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den
Namen zu lassen.
Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste
ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können z.B positive Eigenschaften und dies sollten
sie neben die Namen schreiben.
Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den
Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin.
Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen und positiven Eigenschaften, die ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathelehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinander gefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch". Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Monika. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Irene und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte.
Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen und positiven Eigenschaften, die ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathelehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinander gefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch". Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Monika. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Irene und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte.
Stille
Wenn du die Berührung
mit der inneren Stille verlierst,
verlierst du den Kontakt mit dir selbst.
Wenn du den Kontakt mit dir selbst verlierst,
verlierst du dich in der Welt.
* Eckhart Tolle (*1948)
* Eckhart Tolle (*1948)
Was ist unser Ego? Ein Gefühl oder eine mentale Wahrnehmung ?
Was ist unser Ego? Ein Gefühl oder eine mentale Wahrnehmung ?
M. Laitman: Wir können das Gehirn mit einer Kinoleinwand vergleichen, da es vollkommen leer ist. Heute kannst du für mich furchtbar aussehen und morgen, wenn ich in einem anderen Zustand bin, seh ich in dir plötzlich einen wunderschönen Menschen, der viel Lebensenergie ausstrahlt. Ist es mein Gehirn, das mir dieses Bild malt, ist es der Bildschirm? Oder projiziere ich diese Bilder? Mein Ego, meine Interessen, erzeugen diese Bilder, aber wir sind nicht in der Lage, dies im vollen Ausmaß zu verstehen.
Wir denken, dass wir objektiv sind, wenn es um die unbelebte, pflanzliche oder tierische Stufe geht, aber auf der Ebene des sprechenden, also den Beziehungen zwischen uns, gibt es verschiedene Variationen. Verallgemeinernd ausgedrückt kann man sagen, dass wir nicht begreifen, dass wir unsere Welt auf allen Ebenen aus dem Verlangen zu Empfangen wahrnehmen. Aus diesem Grund wird unsere Welt als imaginär bezeichnet, weil sie nicht wirklich existiert. Sobald das Ego gereinigt wurde, von der Wahrnehmung dieser Welt, wird sie verschwinden. Und was wird übrigbleiben? Nichts? Womit bleiben wir dann zurück? Versucht, dieses Etwas zu definieren. Beginnt eine neue Welt zu erschaffen. Es hängt alles davon ab, was Ihr auf der Leinwand eurer Wahrnehmung zeichnet....
weiter lesen könnt ihr hier:
http://www.laitman.de/in-eine-wolke-gehullt/
M. Laitman: Wir können das Gehirn mit einer Kinoleinwand vergleichen, da es vollkommen leer ist. Heute kannst du für mich furchtbar aussehen und morgen, wenn ich in einem anderen Zustand bin, seh ich in dir plötzlich einen wunderschönen Menschen, der viel Lebensenergie ausstrahlt. Ist es mein Gehirn, das mir dieses Bild malt, ist es der Bildschirm? Oder projiziere ich diese Bilder? Mein Ego, meine Interessen, erzeugen diese Bilder, aber wir sind nicht in der Lage, dies im vollen Ausmaß zu verstehen.
Wir denken, dass wir objektiv sind, wenn es um die unbelebte, pflanzliche oder tierische Stufe geht, aber auf der Ebene des sprechenden, also den Beziehungen zwischen uns, gibt es verschiedene Variationen. Verallgemeinernd ausgedrückt kann man sagen, dass wir nicht begreifen, dass wir unsere Welt auf allen Ebenen aus dem Verlangen zu Empfangen wahrnehmen. Aus diesem Grund wird unsere Welt als imaginär bezeichnet, weil sie nicht wirklich existiert. Sobald das Ego gereinigt wurde, von der Wahrnehmung dieser Welt, wird sie verschwinden. Und was wird übrigbleiben? Nichts? Womit bleiben wir dann zurück? Versucht, dieses Etwas zu definieren. Beginnt eine neue Welt zu erschaffen. Es hängt alles davon ab, was Ihr auf der Leinwand eurer Wahrnehmung zeichnet....
weiter lesen könnt ihr hier:
http://www.laitman.de/in-eine-wolke-gehullt/
mit Freude geben
Ich lehre euch nicht zu geben, sondern zu empfangen, nicht Verzicht, sondern Erfüllung, nicht nachgeben, sondern Verstehen, mit einem Lächeln auf den Lippen.* Khalil Gibran
Es gibt Menschen, die mit Freude geben, und diese Freude ist ihr Lohn. Sie geben, wie im Tal dort drüben die Myrte ihren Duft verströmt. Durch die Hände solcher Menschen spricht Gott zu uns und durch ihre Augen lächelt er auf die Welt. * Khalil Gibran
Ihr sagt oft: "Ich würde geben, aber nur dem, der es verdient." Die Bäume in eurem Obstgarten reden nicht so, und auch nicht die Herden auf euren Weiden. Sie geben, damit sie leben dürfen, denn zurückhalten heißt zugrundegehen.
* Khalil Gibran
Die wahre Liebe verausgabt sich nicht.
Je mehr du gibst, um so mehr fließt dir zu.
* Antoine de Saint-Exupéry
Was ist der Unterschied zwischen Erleuchtung und Gottverwirklichung ?
Sri Chinmoy: Gottverwirklichung ist volle Erleuchtung, vollständige und alles erleuchtende Erleuchtung. Manchmal erhält ein Sucher in seiner höchsten Meditation eine Art innere Erleuchtung und für eine halbe Stunde ist sein ganzes Wesen, seine ganze Existenz erleuchtet. Nach einer Stunde oder zwei jedoch ist er wieder genau die gleiche Person, die er zuvor war. Er wird wieder ein Opfer von Wünschen und ungöttlichen Eigenschaften. In diesem Fall hat zwar eine Art Erleuchtung stattgefunden, aber nicht die transzendentale Erleuchtung, welche Buddha und andere spirituelle Meister erlangten. Diese Art alles erfüllender und erleuchtender Erleuchtung ist dasselbe wie Gottverwirklichung.
Aus dem Buch:
Samadhi und Siddhi
Auf dem Pfad
Peace Pilgrim
"Ich gehe, bis mir Unterkunft angeboten wird, ich faste, bis mir Essen gegeben wird. Ich frage nicht danach — man gibt es mir ungefragt. Die Menschen sind gut! Ein Funken Güte ist in jedem, der Funken ist da, egal wie tief er vergraben sein mag."
Niemand ist wirklich frei, solang er noch an materielle Güter oder an Örtlichkeiten oder Menschen gebunden ist. Wir müssen Dinge benutzen können, wenn wir sie brauchen, und sie ohne Bedauern loslassen können, wenn sie ihren Nutzen verloren haben. Wir müssen fähig sein, für den Ort, an dem wir uns aufhalten, dankbar zu sein, ihn zu genießen und ihn dennoch ohne Bedauern verlassen können, wenn wir anderswohin gerufen werden. Wir müssen mit Menschen in liebevoller Gemeinschaft leben können, ohne das Gefühl, sie zu besitzen oder ihr Leben in die Hand nehmen zu wollen. Alles, was du festhalten willst, wird dich gefangennehmen, und wenn du Freiheit willst, mußt du Freiheit geben. (*Peace Pilgrim)
Link: PeacePilgrim
Niemand ist wirklich frei, solang er noch an materielle Güter oder an Örtlichkeiten oder Menschen gebunden ist. Wir müssen Dinge benutzen können, wenn wir sie brauchen, und sie ohne Bedauern loslassen können, wenn sie ihren Nutzen verloren haben. Wir müssen fähig sein, für den Ort, an dem wir uns aufhalten, dankbar zu sein, ihn zu genießen und ihn dennoch ohne Bedauern verlassen können, wenn wir anderswohin gerufen werden. Wir müssen mit Menschen in liebevoller Gemeinschaft leben können, ohne das Gefühl, sie zu besitzen oder ihr Leben in die Hand nehmen zu wollen. Alles, was du festhalten willst, wird dich gefangennehmen, und wenn du Freiheit willst, mußt du Freiheit geben. (*Peace Pilgrim)
Link: PeacePilgrim
kaputt
"Wenn du schon glaubst, daß du etwas kaputt machen kannst, dann glaube doch erst recht, daß du etwas heilmachen kannst." *Rabbi Nachman von Bratzlaw (1772 - 1810 - Urenkel des Baal Schem Tow)
Vogel der Seele
"Jeder Lehrer offenbart seine Gedanken auf seine eigene spezielle Weise, und dann verschwindet er wieder. Wie meine Vorgänger habe ich den Vogel meiner Seele offenbart für jene, die schlafend sind. Jene der äußeren Welt werden hinsichtlich meiner Reden wie ertrinkende Menschen sein; doch die Menschen der inneren Welt, werden meine Geheimnisse verstehen. Vielleicht hat der Schlaf, der Dein Leben füllt, Dich ferngehalten von diesen Reden; aber wenn Du ihnen begegnest, wird Deine Seele erweckt durch das Geheimnis das sie offenbart."
"Wenn Du möchtest, dass der Ozean Deiner Seele in einen Zustand einer heilsamen Bewegung verbleibt, musst Du sterben zu Deinem alten Leben, und dann die Stille wahren."
"Was ist der Zweck aller dieser Erzählungen für die Menschen, die mit Egoismus korrumpiert sind ? Was kann aus dem Herzen kommen, das mit Eitelkeit und Stolz eingenommen ist?"
"Das, was Du am meisten willst, weswegen Du umherläufst es zu finden, Löse Dich selbst, wie Liebende sich selbst lösen, und Du wirst es sein."
(* Fariduddin Attar 1136 - 1220)
"Wenn Du möchtest, dass der Ozean Deiner Seele in einen Zustand einer heilsamen Bewegung verbleibt, musst Du sterben zu Deinem alten Leben, und dann die Stille wahren."
"Was ist der Zweck aller dieser Erzählungen für die Menschen, die mit Egoismus korrumpiert sind ? Was kann aus dem Herzen kommen, das mit Eitelkeit und Stolz eingenommen ist?"
"Das, was Du am meisten willst, weswegen Du umherläufst es zu finden, Löse Dich selbst, wie Liebende sich selbst lösen, und Du wirst es sein."
(* Fariduddin Attar 1136 - 1220)
Kabir (Hindi, कबीर, * 1440; † 1518)
Kabîr, der ein einfacher Weber war, gilt in Indien als einer der größten Dichter. In Indien ist er vielleicht der meist zitierte Autor zusammen mit Tulsidas.
Textauszüge:
Es kann nicht gesagt werden durch Worte des Mundes, es kann nicht beschrieben werden auf Papier. Es ist wie ein Stummer, der etwas Süßes schmeckt - wie könnte man das erklären ?
Überall um ihn herum ist Musik und dort nimmt das Herz teil an der Freude des unendlichen Meeres.Tauche Du ein in diesen Ozean der Süße: Dann werden alle Fehler des Lebens fort fliehen.
Entzückendes Wohlbehagen überall und der ganze Raum ist durchstrahlt von Licht. In dem Ozean der Offenbarung, welches das Licht der Liebe ist, werden Tag und Nacht als eins empfunden. Ewige Freude, kein Kummer, keine Qual! Dort habe ich die bis zum Rand gefüllte Freude gesehen, die Vollkommenheit der Freude; es ist dort kein Platz für Irrtum. Dort habe ich das Spiel des Universums erkannt; ich bin den Fehlern dieser Welt entflohen.Wenige sind der Menschen, welche dieses Ufer überqueren!
TÄNZELND ins Ohr trompetet der Sklave dem Freien: "Du und Ich sind Eins".Vorm Schüler verneigt sich ergeben der Lehrer. Das ist ein Wunder - sonst keins.(*Kabir sagt) & (Die Lieder des Kabîr)
----------------------------------------------
~ Die Tür zur Befreiung ist sehr eng, enger als die Breite eines Senf Korns.Dein Verstand ist größer als ein Elefant, wie soll der da durch?
Textauszüge:
Es kann nicht gesagt werden durch Worte des Mundes, es kann nicht beschrieben werden auf Papier. Es ist wie ein Stummer, der etwas Süßes schmeckt - wie könnte man das erklären ?
Überall um ihn herum ist Musik und dort nimmt das Herz teil an der Freude des unendlichen Meeres.Tauche Du ein in diesen Ozean der Süße: Dann werden alle Fehler des Lebens fort fliehen.
Entzückendes Wohlbehagen überall und der ganze Raum ist durchstrahlt von Licht. In dem Ozean der Offenbarung, welches das Licht der Liebe ist, werden Tag und Nacht als eins empfunden. Ewige Freude, kein Kummer, keine Qual! Dort habe ich die bis zum Rand gefüllte Freude gesehen, die Vollkommenheit der Freude; es ist dort kein Platz für Irrtum. Dort habe ich das Spiel des Universums erkannt; ich bin den Fehlern dieser Welt entflohen.Wenige sind der Menschen, welche dieses Ufer überqueren!
TÄNZELND ins Ohr trompetet der Sklave dem Freien: "Du und Ich sind Eins".Vorm Schüler verneigt sich ergeben der Lehrer. Das ist ein Wunder - sonst keins.(*Kabir sagt) & (Die Lieder des Kabîr)
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~ Die Tür zur Befreiung ist sehr eng, enger als die Breite eines Senf Korns.Dein Verstand ist größer als ein Elefant, wie soll der da durch?
~ Es gibt einen Weg heraus aus dieser Welt der Täuschung:Erkenne die Seele,was es auch kostet.
~ Folge dem schmalen Pfad in der Mitte.Das ist der einzige Weg den Ozean zu überqueren.
~ Lerne hundertmal täglich zu sterben,nicht nur einmal.
~ Sich in Grenzen bewegen: Mensch. Sich ohne Grenzen bewegen: Heiliger. Sowohl die Grenzen als auch das Grenzenlose hinter sich lassen - unergründliche Gedanken.
Salz ist nicht Wolle
Eines Tages wollte Nasrudin eine Eselsladung Salz zum Markt bringen und trieb den Esel durch den Fluß. Das Salz löste sich auf. Nasrudin war ärgerlich über den Verlust seiner Ladung, der Esel aber ausgelassen wegen der Erleichterung. Als er das nächste mal denselben Weg ging, hatte er eine Ladung Wolle. Nachdem der Esel den Fluß durchquert hatte, war die Wolle gänzlich durchweicht und sehr schwer. Der Esel schwankte unter der nassen Last.
„HA“ rief Nasrudin, „du hast dir wohl eingebildet, jedesmal so leicht davonzukommen, wenn du durchs Wasser gehst, nicht wahr!“
„HA“ rief Nasrudin, „du hast dir wohl eingebildet, jedesmal so leicht davonzukommen, wenn du durchs Wasser gehst, nicht wahr!“
~ Ich selbst ~
Ein Mönch sagte zu Nasrudin: "Ich bin innerlich so frei und losgelöst, daß ich nie an mich selbst denke, nur an andere." Nasrudin antwortete: "Ich bin so objektiv, daß ich mich betrachten kann, als wäre ich eine andere Person; daher kann ich es mir auch leisten, an mich selbst zu denken."
~ Eben darum ~
Wenn die Menschen um etwas bitten, so gib es ihnen nie, ehe nicht mindestens ein Tag darüber hingegangen ist,"sagte der Mulla." Warum denn nicht? "Die Erfahrung lehrt, dass sie nur dann etwas schätzen, wenn sie die Gelegenheit gehabt haben, daran zu zweifeln, ob sie es bekommen oder nicht."
Es war einmal..
.. ein König, der die ganze Welt unter seinem Ring hielt. Er war von vielen Weisen umgeben, zu denen er eines Tages sprach: "Im Herzen einen Wunsch ich, seltsam, fand doch weiß ich nicht, wieso er dort entstand: Macht mir doch einen schönen Ring, daß jederzeit, wenn Kummer mich umfing',ich auf ihn blick und fröhlich werd, frei von dem Gram, dem grausamen; und wenn ich fröhlich bin und froh, voll Glück: des Ringes Anblick bringt' den Gram zurück!" «Die Weisen berieten sich lange und fertigten schließlich einen Ring, auf dem eingraviert war: "Auch dieses wird vorübergehen!"
* Fariduddin Attar, (1136 - 1220)
* Fariduddin Attar, (1136 - 1220)
Ich spüre die Nacht in mir aufkommen und schreibe sie in mein Tagebuch...
Ich bin genauso unwichtig wie jeder
Eine absolute Besonderheit
Meine Seele bebt, ist der Körper auch schläfrig
Immer sofort wenn die Sonne steigt
Ich komm nicht weit
Wenn ich mich weiterhin weiger im inneren Rhythmus
Dem äußeren Gegenstück näher zu kommen
Doch fehlt meiner Handlung der Rückschluss
Warum lass ich mein Glück Los?
Ich hatte es fest in der Hand
Längst schon erkannt doch lies es fallen und
Lief direkt in die Wand
Plötzlich verschwand jegliche Spur
Lebte ich nur in der Illusion
Es tatsächlich zu besitzen
Obwohl ich es täglich erfuhr
Man gebe mir Dur, denn mein Moll rollt über den roten Teppich
Seine Bekanntheit ist omnipräsent und seine Leibwächter groß und schrecklich
Das Leben ist so zerbrechlich
Und der Tod ist mächtig
Sein Sog erfasst mich
Zuerst nur oberflächlich
Doch mit jedem weiterem Atemzug
Geht die Tür zu dem Garten zu
Aus dem ich einst entsprang
Und ich höre nur wie der Rabe ruft
Sehe den Gegner
Kapituliere mit einem schwarzen Tuch
Spüre die Nacht in mir aufkommen
Und schreibe sie in mein Tagebuch...
Das allsehende Auge mit der Hornhautverkrümmung
In der Reflexion seines Blicks steckt der Dorn der Verstümmelung
Doch mein Ohr, der Ergründung
Lauscht dem Wort, der Verkündung
Dessen Zeilen mich geleiten an den Ort der Bestimmung
Ich laufe die Stufen hinab
Auf der Treppe des Wahnsinns
Geh tiefer und suche in der Nacht nach dem letzten Titanen
Schließe mit Blut einen Pakt zum Entsetzen der Ahnen
Und setze den Fuß in die Stadt
Vor der Texte mich warnten
Ich laufe durch leere Straßen
Es ist still, viel zu still
Drehe mich um und stehe direkt vor meinem Spiegelbild
Es weint und spricht besorgt fang an zu sehen
Statt von deinem Ziel zurück zum Anfang zu gehen
Und langsam entstehen Umrisse der Gestalten
Die mich seit meinem Abstieg, ohne mein Wissen begleiten
Sie nehmen Formen an
Entsetzliche Formen
Streichen mit Nesseln
Und fesseln mit Dornen
Verletzten mit Worten die unaussprechlich schienen
Ich bedecke die Ohren doch der Text liegt in ihnen
Wo sind meine Wächter
Wo sind meine schützenden Geister
Denn ich dreh durch
Werde langsam verrückt und begreif das
Leise spreche ich meinen Satz
“Tief in meinem inneren ist mein Lächeln ein Schatz”
Und selbst wenn man mich peinigt und in Ketten einfasst
Leidet meine Seele nur wenn ich das schlechte Reinlass
Umrisse eines Tores
Zeichnen sich ab
Ich sehe meine Verfolger an und
Zeig meine Kraft
Stechender Schmerz durch die Dornen doch ich merke
Nichts mehr und sehe nur noch das Tor in der Ferne
Spüre die Stiche nicht mehr
Meine Blicke sind leer
Ich warte auf den Wächter des Tores
Mit seinem vergifteten Speer
Er materialisiert sich...
Eindrucksvolle Erscheinung
Ein einziger Blick von ihm
Vertreibt meine Begleitung
Er spricht zu mir:
“Ich weiß warum du hier bist
Ich hoffe du bist gut vorbereitet
Denn du verlierst jetzt
Vieles von dem dachtest es sei ein Teil von dir
Doch das hat hier keine Bedeutung mehr
Das ist mein Revier”
…
“Stich endlich zu
Ich bin nicht zum Reden hier
Beförder das Gift ins Blut
Schenk mir die Einsicht und ich gebe dir
Alles was du als Preis verlangst
Sei es für alle Zeit verbannt
Die Hauptsache für mich ist
Ich habe das Sein erkannt...”
DAS RUFEN - BAAL SCHEM TOV
Rabbi David Firkes, der
Schweiger, der Schüler des Baalschem, wollte den Messias rufen. Er
wollte aus seinem Willen einen Sturmwind machen, der sollte an der
oberen Pforte rütteln, sollte eindringen und rufen und fassen und
auf die Erde ziehen. Er band sein Leben los von allen Wesen und
Mächten, kasteite sich und lebte in der Gelöstheit viele Tage und
Nächte. Aber bald wurde er inne, dass er allein war. Er sollte für
die Zeit sprechen, aber er vermochte es nicht. Er sollte ihre Reife
künden, aber er nahm sie nicht wahr. Fern von ihm breiteten sich
die Lager der Menschen.
Da fand Rabbi David, was
ihm zu tun oblag. In jedem Jahr am Versöhnungstag wurde er berufen,
das große Gebet vor der Gemeinde zu sprechen. Jetzt erst verstand
er den Sinn davon. Er wusste, er Würde auf den Flügeln seines
Wortes das Beten aller tragen, das Gebet der Gemeinde und das Gebet
ganz Israels - denn ist nicht das Bethaus des Baalschem der
Mittelpunkt der geistigen Erde? Und er beschloss, sein Wort auf das
Volk zu schleudern wie ein gewaltiges Netz, dass alle Inbrunst von
ihren engen Eigenzielen weg gehoben und dem Messias zugeführt
werde. Binden wollte er die Seelen Israels zu einer ringenden Schar.
Ja, er wollte für die Zeit sprechen. Alle Worte sollten in sein
Wort fließen und in ihm empor strömen. Ja, er wollte die Reife der
Zeit künden. Das Vielfache sollte zur Einheit verschmelzen, die
keinen Mangel mehr kennt.
Der Versöhnungstag war
da, und die Gemeinde versammelte sich zum Frühgebet. Wie Tote
standen sie in den Totenkleidern und bereiteten sich, in das Auge der
Ewigkeit zu blicken. Nur der Meister fehlte. Der Baalschem war sonst
der erste im Bethaus, wie ein Torhüter Gottes. Heute säumte er, und
die Schar der Seinen harrte sein voller Bangigkeit, denn sie
wussten, dass alles, was er tat, aus dem heimlichen Geschehen der
Welt seinen Sinn nahm. Als der Morgen sich schon zum Tag aufhellte,
trat der Baalschem leise und fast zögernd ein. Er ging an den
Versammelten vorbei und sah keinen an, ging an seinen Ort, setzte
sich und legte den Kopf auf das Betpult. Jene standen, sahen auf
ihn und wagten nicht mit dem Beten zu beginnen. Er aber hob den Kopf
nach einer Weile, und seine Augen blinzelten wie eines, der sich
müht, in die Sonne zu sehen, dann senkte er ihn und hob ihn Wieder,
und das währte eine Zeit. Danach dehnte er sich wie ein
Erwachender, der einen umklammernden Traum von den Gliedern abtun
will, und winkte, man solle sich zum Frühgebet stellen. Aber als
dieses gesprochen war und die Gemeinde sich geweihten Herzens zu dem
großen Gebet rüstete, Welches das Mussaf genannt wird, sah der
Meister sich im Kreis um und sah sie stehen, eine große Schar,
stumm, im Gewand des Todes, bereit zum Sterben wie zum Leben.
Und
leis, Wort von Wort gezogen, wie aus der Tiefe des Sterbens, sprach
er zu denen, die um ihn standen: „Wer wird Mussaf vorbeten?“ Und
so fast unhörbar die Rede war, im gleichen Augenblick war ein
Staunen entzündet in der Gemeinde und breitete sich still durch den
stillen Raum. Denn alle wussten, dies war Rabbi Davids Amt, er war
vom Meister seit manchem Jahr eingesetzt als Gottes Diener im lauten
und tragenden Sprechen des hohen Mussaf am Tage der Versöhnung. Aus
all den zitternden Herzen und von all den flüsternden Lippen sollte
er die Wünsche und die Bitten empor tragen, von der Scheu der
Herzen und Lippen gelöst. Keiner jedoch wagte, dem Heiligen zu
antworten. Er fragte wieder und wieder, bis einer leise und mit
Zagen sprach: "Rabbi David ist doch der Beter!“ Da richtete
sich der Baalschem auf und wendete sich zur Lade, vor der Rabbi
David unirdisch bleich und wie abgestorben stand, und redete zu ihm
in gewaltigem Hohn: „Du, David, willst Mussaf vorbeten? Weißt
nichts und willst Mussaf vorbeten am Jomhakippurim?“ Da standen
sie alle bestürzt, denn sie verstanden nicht, was sich ereignete,
und jeder fragte sich, wie es möglich sei, dass der Meister
dergestalt einen Menschen schmähe, und gar einen Zaddik, und gar am
Tag der Versöhnung. Allein die Furcht War groß, und niemand sprach
ein Wort.
Rabbi David aber stand noch starr und aufgereckt vor der
Lade, und ihm war, als trüge ihn ein Wirbelsturm durch die Nacht,
Fäuste hoben sich aus dem Wirbel und schlugen ihn, und eisige
Krallen rissen seine Seele hervor und warfen sie in die Nacht. So
stand er verloren in leerem Raum und wurde keiner Zeit gewahr.
Urplötzlich aber Wich der Wirbel, er fand sich vor der Lade stehen
und hörte ein Wort des Baalschem zu sich herübertönen. Der
Baalschem redete mit leichter Stimme: "Ist keiner da,
vorzubeten, nun, so geh schon du, Rabbi David! Da stürzten Rabbi
David die Tränen hervor, er weinte und weinte, und begann aus dem
Weinen zu beten und betete in großem Weinen, und sein brechendes
Herz sandte ihm Tränen und immer neue Tränen. Die Tränen nahmen
in ihrem Strom seine Bereitschaft mit und seinen großen Willen, sie
trugen mit sich davon die Kawwana seines Geistes, die Frucht der
Tage und Nächte, die Spannung des Unendlichen. Nichts fühlte und
wusste er mehr als das Leid seines Herzens, und aus seinem Herzeleid
redete er zu Gott und betete und weinte. Und an seinem Leid
entbrannte das Leid der Gemeinde und schlug empor. Wer eine Decke
gebreitet hatte über die Fehle seines Lebens, der zog sie nun weg
und wies Gott seine Wunden wie einem Arzt. Wer eine Mauer errichtet
hatte zwischen sich und den Menschen, der riss sie nieder und litt
den Schmerz der andern in seinem Schmerz mit. Und Wem die Brust
schwer war, weil er in ihr das Wort nicht finden konnte, das hin
dringt zum Kern der Geschicke, der fand es nun und atmete in
Freiheit.
Aber als das Fest sich
geneigt hatte und die letzten Feiertöne der Neila in den Abend
verbraust waren, trat Rabbi David vor den Baalschem hin. Wie er so
vor ihm stand, ohne ihn anblicken zu können, und das gütige
Angesicht nahe dem seinen nicht sah, nur fühlte, vermochte er sich
nicht länger zu halten, sondern sank davor nieder und lag eine Weile
stumm und ringend da. Endlich erhob er den Blick und sprach
mühevoll: "Rabbi, welche Schuld hast du an mir erschaut?"
Hinter ihm hatte sich die Gemeinde geschart, und alle harrten der
Worte des Meisters; mit Augen, die das Gebet geläutert und
befriedet hatte, sahen sie auf seinen Mund. Der Baalschem sprach:
"Keine Schuld finde ich an dir, Rabbi." Er legte ihm die
Hände auf die Schultern, neigte sich zu ihm wie ein Vater, der
seinen Sohn segnet, und sprach zum andern Mal: "Keine Schuld
finde ich an dir" Und als des andern traurig wartender Blick
zu ihm aufflog, sprach er weiter: "O Rabbi David, du hast dich
bereitet und geheiligt und hast im Feuer der Kasteiung deinen Leib
gebadet und hast deine Seele gespannt wie eine Bogensehne der
Kawwana, um den Messias zu rufen." Er hielt inne, jener beugte
die Stirn, und der Baalschem sprach Weiter: "O Rabbi David, du
wolltest dein Wort wie ein Netz schleudern auf das Volk Israel und
alle Willen dir dienstbar machen, um den Messias zu rufen."
Tiefer beugte jener die Stirn, und der Baalschem sprach Weiter: "O
Rabbi David, vermeinst du, deine Gewalt könne das Unfassbare fassen?
Und dränge sie auch vor bis zum innersten Himmel und umfinge den
Thron des Messias, vermeinst du, du hieltest ihn, wie meine Hand
deine Schulter greift? Über die Sonnen, über die Erden wandelt
Messias in tausend und tausend Gestalten, und die Sonnen und die
Erden reifen ihm entgegen. In seiner obern Form gesammelt, zerstreut
in unsägliche Weite, hütet er allerorten das Wachsen der Seele,
hebt er aus allen Tiefen die gefallenen Funken Täglich stirbt er die
stillen Tode, täglich keimt er in stillen Geburten, täglich steigt
er empor und nieder. Wem einst die Seele schlank und vollendet mit
reinen Sohlen den reinen Boden tritt, dann wird seine Stunde in
seinem Herzen auf pochen, dann wird er sich aus allen Erscheinungen
ziehen und wird sitzen auf dem Thron, Herr der Himmelflammen, die
aufgeloht sind aus den erlösten Funken, und wird niedersteigen und
kommen und leben, und er wird der Seele sein Reich schenken."
Und weiter sprach der Baalschem: "Du aber, Rabbi David, was hast
du getan! Du wolltest dich mit der Gemeinde Israels in die Nacht
Werfen um des Morgens willen. Aber kennst du den Herrn der Nacht?
Wisse, immer ist einer, der die Zeit befragt, und einer, der aus der
Zeit antwortet. Einer, der geben Will, und einer, der die Annahme
weigert. Dies ist der Herr der Nacht, dazu eingesetzt, den Mangel der
Zeit zu künden. Als er sah, dass du dich bereitetest und heiligtest,
Wuchs eine große Freude in ihm auf, und er gedachte in deinem Gebet
das Gebet Israels einzufangen und sich ein Spiel daraus zu machen.
Er
lauerte deinem Gebet auf dem Weg auf, es einzufangen. Ich stritt mit
ihm an diesem Morgen, ihn zu verjagen, aber ich übermochte ihn
nicht. Da schlug ich deine Seele mit Beschämung, dass sie ihren
Willen aufgab und in Tränen verströmte. Dein Gebet stieg auf
inmitten der Gebete Israels, frei empor zu Gott.“ Da beugte sich
die Stirn des Rabbi David völlig in Boden. Aber der Baalschem hob
ihn auf, zog ihn zu sich heran und sprach: "Als das Weinen über
dich kam, ist an deinem Leide das Leid Israels entbrannt. Jeder stand
im Läuterfeuer seines Herzeileids vor Gott, jeder wurde rein im
Strom seiner Tränen. Wie viele gefallene Funken hast du da
emporgehoben!"
Die Weisheit des Brahmanen
Herr, deine Welt ist schön,
Herr, deine Welt ist gut.
Gib mir nur hellen Sinn,
gib mir nur frohen Mut !
Ich fühle, dass ich bin,
ich fühle, dass Du bist,
und dass mein Sein von Dir
ein sel’ger Abglanz ist.
Die Welt beseeligst du,
beseeligst Dich in ihr,
sollt ich nicht selig sein,
Allseliger in Dir ?
* Friedrich Rückert (1788 - 1866)
aus: “Die Weisheit des Brahmanen”
Herr, deine Welt ist gut.
Gib mir nur hellen Sinn,
gib mir nur frohen Mut !
Ich fühle, dass ich bin,
ich fühle, dass Du bist,
und dass mein Sein von Dir
ein sel’ger Abglanz ist.
Die Welt beseeligst du,
beseeligst Dich in ihr,
sollt ich nicht selig sein,
Allseliger in Dir ?
* Friedrich Rückert (1788 - 1866)
aus: “Die Weisheit des Brahmanen”
Umarmungen
Als ich immer höhere Gipfel Seiner Freuden erklomm, da fragte ich mich, ob es denn keine Grenze Seiner Seligkeit gäbe, und mir wurde fast bang vor den Umarmungen Gottes.
* Sri Aurobindo
* Sri Aurobindo
Um Deinetwillen...
Um Deinetwillen eile ich über Land und Wasser:
Um Deinetwillen überquere ich die Wüste,
spalte den Berg entzwei und wende mein Gesicht ab von allem,
bis ich den Ort erreiche, wo ich mit Dir allein bin.
* Halladsch
Um Deinetwillen überquere ich die Wüste,
spalte den Berg entzwei und wende mein Gesicht ab von allem,
bis ich den Ort erreiche, wo ich mit Dir allein bin.
* Halladsch
Erkenntnis
„Das größte Hindernis für Erkenntnis ist nicht die Unwissenheit – es ist die Illusion von Wissen.“
*Daniel Boorstin
Wegweiser
Ein Wegweiser
hat insofern keinen Wert,
als es wenig Sinn hat,
ewig dazustehen
und ihn zu lesen.
*
Jiddu Krishnamurti (1895-1986)
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