Kanu Kukur

Ich spüre die Nacht in mir aufkommen und schreibe sie in mein Tagebuch...



Ich bin genauso unwichtig wie jeder
Eine absolute Besonderheit
Meine Seele bebt, ist der Körper auch schläfrig
Immer sofort wenn die Sonne steigt
Ich komm nicht weit
Wenn ich mich weiterhin weiger im inneren Rhythmus
Dem äußeren Gegenstück näher zu kommen
Doch fehlt meiner Handlung der Rückschluss
Warum lass ich mein Glück Los?
Ich hatte es fest in der Hand
Längst schon erkannt doch lies es fallen und
Lief direkt in die Wand
Plötzlich verschwand jegliche Spur
Lebte ich nur in der Illusion
Es tatsächlich zu besitzen
Obwohl ich es täglich erfuhr
Man gebe mir Dur, denn mein Moll rollt über den roten Teppich
Seine Bekanntheit ist omnipräsent und seine Leibwächter groß und schrecklich
Das Leben ist so zerbrechlich
Und der Tod ist mächtig
Sein Sog erfasst mich
Zuerst nur oberflächlich

Doch mit jedem weiterem Atemzug
Geht die Tür zu dem Garten zu
Aus dem ich einst entsprang
Und ich höre nur wie der Rabe ruft
Sehe den Gegner
Kapituliere mit einem schwarzen Tuch
Spüre die Nacht in mir aufkommen
Und schreibe sie in mein Tagebuch...
Das allsehende Auge mit der Hornhautverkrümmung
In der Reflexion seines Blicks steckt der Dorn der Verstümmelung
Doch mein Ohr, der Ergründung
Lauscht dem Wort, der Verkündung
Dessen Zeilen mich geleiten an den Ort der Bestimmung
Ich laufe die Stufen hinab
Auf der Treppe des Wahnsinns
Geh tiefer und suche in der Nacht nach dem letzten Titanen
Schließe mit Blut einen Pakt zum Entsetzen der Ahnen
Und setze den Fuß in die Stadt
Vor der Texte mich warnten
Ich laufe durch leere Straßen
Es ist still, viel zu still
Drehe mich um und stehe direkt vor meinem Spiegelbild
Es weint und spricht besorgt fang an zu sehen
Statt von deinem Ziel zurück zum Anfang zu gehen

Und langsam entstehen Umrisse der Gestalten
Die mich seit meinem Abstieg, ohne mein Wissen begleiten
Sie nehmen Formen an
Entsetzliche Formen
Streichen mit Nesseln
Und fesseln mit Dornen
Verletzten mit Worten die unaussprechlich schienen
Ich bedecke die Ohren doch der Text liegt in ihnen
Wo sind meine Wächter
Wo sind meine schützenden Geister
Denn ich dreh durch
Werde langsam verrückt und begreif das
Leise spreche ich meinen Satz
“Tief in meinem inneren ist mein Lächeln ein Schatz”
Und selbst wenn man mich peinigt und in Ketten einfasst
Leidet meine Seele nur wenn ich das schlechte Reinlass
Umrisse eines Tores
Zeichnen sich ab
Ich sehe meine Verfolger an und
Zeig meine Kraft
Stechender Schmerz durch die Dornen doch ich merke
Nichts mehr und sehe nur noch das Tor in der Ferne
Spüre die Stiche nicht mehr
Meine Blicke sind leer
Ich warte auf den Wächter des Tores
Mit seinem vergifteten Speer
Er materialisiert sich...
Eindrucksvolle Erscheinung
Ein einziger Blick von ihm
Vertreibt meine Begleitung

Er spricht zu mir:

“Ich weiß warum du hier bist
Ich hoffe du bist gut vorbereitet
Denn du verlierst jetzt
Vieles von dem dachtest es sei ein Teil von dir
Doch das hat hier keine Bedeutung mehr
Das ist mein Revier”


“Stich endlich zu
Ich bin nicht zum Reden hier
Beförder das Gift ins Blut
Schenk mir die Einsicht und ich gebe dir
Alles was du als Preis verlangst
Sei es für alle Zeit verbannt
Die Hauptsache für mich ist
Ich habe das Sein erkannt...”

Funken der Liebe die das Innere erleuchten & das Licht das zur Quelle zurückführt..

DAS RUFEN - BAAL SCHEM TOV


Rabbi David Firkes, der Schweiger, der Schüler des Baalschem, wollte den Messias rufen. Er wollte aus seinem Willen einen Sturmwind machen, der sollte an der oberen Pforte rütteln, sollte eindringen und rufen und fassen und auf die Erde ziehen. Er band sein Leben los von allen Wesen und Mächten, kasteite sich und lebte in der Gelöstheit viele Tage und Nächte. Aber bald wurde er inne, dass er allein war. Er sollte für die Zeit sprechen, aber er vermochte es nicht. Er sollte ihre Reife künden, aber er nahm sie nicht wahr. Fern von ihm breiteten sich die Lager der Menschen.

Da fand Rabbi David, was ihm zu tun oblag. In jedem Jahr am Versöhnungstag wurde er berufen, das große Gebet vor der Gemeinde zu sprechen. Jetzt erst verstand er den Sinn davon. Er wusste, er Würde auf den Flügeln seines Wortes das Beten aller tragen, das Gebet der Gemeinde und das Gebet ganz Israels - denn ist nicht das Bethaus des Baalschem der Mittelpunkt der geistigen Erde? Und er beschloss, sein Wort auf das Volk zu schleudern wie ein gewaltiges Netz, dass alle Inbrunst von ihren engen Eigenzielen weg gehoben und dem Messias zugeführt werde. Binden wollte er die Seelen Israels zu einer ringenden Schar. Ja, er wollte für die Zeit sprechen. Alle Worte sollten in sein Wort fließen und in ihm empor strömen. Ja, er wollte die Reife der Zeit künden. Das Vielfache sollte zur Einheit verschmelzen, die keinen Mangel mehr kennt.

Der Versöhnungstag war da, und die Gemeinde versammelte sich zum Frühgebet. Wie Tote standen sie in den Totenkleidern und bereiteten sich, in das Auge der Ewigkeit zu blicken. Nur der Meister fehlte. Der Baalschem war sonst der erste im Bethaus, wie ein Torhüter Gottes. Heute säumte er, und die Schar der Seinen harrte sein voller Bangigkeit, denn sie wussten, dass alles, was er tat, aus dem heimlichen Geschehen der Welt seinen Sinn nahm. Als der Morgen sich schon zum Tag aufhellte, trat der Baalschem leise und fast zögernd ein. Er ging an den Versammelten vorbei und sah keinen an, ging an seinen Ort, setzte sich und legte den Kopf auf das Betpult. Jene standen, sahen auf ihn und wagten nicht mit dem Beten zu beginnen. Er aber hob den Kopf nach einer Weile, und seine Augen blinzelten wie eines, der sich müht, in die Sonne zu sehen, dann senkte er ihn und hob ihn Wieder, und das währte eine Zeit. Danach dehnte er sich wie ein Erwachender, der einen umklammernden Traum von den Gliedern abtun will, und winkte, man solle sich zum Frühgebet stellen. Aber als dieses gesprochen war und die Gemeinde sich geweihten Herzens zu dem großen Gebet rüstete, Welches das Mussaf genannt wird, sah der Meister sich im Kreis um und sah sie stehen, eine große Schar, stumm, im Gewand des Todes, bereit zum Sterben wie zum Leben. 

Und leis, Wort von Wort gezogen, wie aus der Tiefe des Sterbens, sprach er zu denen, die um ihn standen: „Wer wird Mussaf vorbeten?“ Und so fast unhörbar die Rede war, im gleichen Augenblick war ein Staunen entzündet in der Gemeinde und breitete sich still durch den stillen Raum. Denn alle wussten, dies war Rabbi Davids Amt, er war vom Meister seit manchem Jahr eingesetzt als Gottes Diener im lauten und tragenden Sprechen des hohen Mussaf am Tage der Versöhnung. Aus all den zitternden Herzen und von all den flüsternden Lippen sollte er die Wünsche und die Bitten empor tragen, von der Scheu der Herzen und Lippen gelöst. Keiner jedoch wagte, dem Heiligen zu antworten. Er fragte wieder und wieder, bis einer leise und mit Zagen sprach: "Rabbi David ist doch der Beter!“ Da richtete sich der Baalschem auf und wendete sich zur Lade, vor der Rabbi David unirdisch bleich und wie abgestorben stand, und redete zu ihm in gewaltigem Hohn: „Du, David, willst Mussaf vorbeten? Weißt nichts und willst Mussaf vorbeten am Jomhakippurim?“ Da standen sie alle bestürzt, denn sie verstanden nicht, was sich ereignete, und jeder fragte sich, wie es möglich sei, dass der Meister dergestalt einen Menschen schmähe, und gar einen Zaddik, und gar am Tag der Versöhnung. Allein die Furcht War groß, und niemand sprach ein Wort. 

Rabbi David aber stand noch starr und aufgereckt vor der Lade, und ihm war, als trüge ihn ein Wirbelsturm durch die Nacht, Fäuste hoben sich aus dem Wirbel und schlugen ihn, und eisige Krallen rissen seine Seele hervor und warfen sie in die Nacht. So stand er verloren in leerem Raum und wurde keiner Zeit gewahr. Urplötzlich aber Wich der Wirbel, er fand sich vor der Lade stehen und hörte ein Wort des Baalschem zu sich herübertönen. Der Baalschem redete mit leichter Stimme: "Ist keiner da, vorzubeten, nun, so geh schon du, Rabbi David! Da stürzten Rabbi David die Tränen hervor, er weinte und weinte, und begann aus dem Weinen zu beten und betete in großem Weinen, und sein brechendes Herz sandte ihm Tränen und immer neue Tränen. Die Tränen nahmen in ihrem Strom seine Bereitschaft mit und seinen großen Willen, sie trugen mit sich davon die Kawwana seines Geistes, die Frucht der Tage und Nächte, die Spannung des Unendlichen. Nichts fühlte und wusste er mehr als das Leid seines Herzens, und aus seinem Herzeleid redete er zu Gott und betete und weinte. Und an seinem Leid entbrannte das Leid der Gemeinde und schlug empor. Wer eine Decke gebreitet hatte über die Fehle seines Lebens, der zog sie nun weg und wies Gott seine Wunden wie einem Arzt. Wer eine Mauer errichtet hatte zwischen sich und den Menschen, der riss sie nieder und litt den Schmerz der andern in seinem Schmerz mit. Und Wem die Brust schwer war, weil er in ihr das Wort nicht finden konnte, das hin dringt zum Kern der Geschicke, der fand es nun und atmete in Freiheit.

Aber als das Fest sich geneigt hatte und die letzten Feiertöne der Neila in den Abend verbraust waren, trat Rabbi David vor den Baalschem hin. Wie er so vor ihm stand, ohne ihn anblicken zu können, und das gütige Angesicht nahe dem seinen nicht sah, nur fühlte, vermochte er sich nicht länger zu halten, sondern sank davor nieder und lag eine Weile stumm und ringend da. Endlich erhob er den Blick und sprach mühevoll: "Rabbi, welche Schuld hast du an mir erschaut?" Hinter ihm hatte sich die Gemeinde geschart, und alle harrten der Worte des Meisters; mit Augen, die das Gebet geläutert und befriedet hatte, sahen sie auf seinen Mund. Der Baalschem sprach: "Keine Schuld finde ich an dir, Rabbi." Er legte ihm die Hände auf die Schultern, neigte sich zu ihm wie ein Vater, der seinen Sohn segnet, und sprach zum andern Mal: "Keine Schuld finde ich an dir" Und als des andern traurig wartender Blick zu ihm aufflog, sprach er weiter: "O Rabbi David, du hast dich bereitet und geheiligt und hast im Feuer der Kasteiung deinen Leib gebadet und hast deine Seele gespannt wie eine Bogensehne der Kawwana, um den Messias zu rufen." Er hielt inne, jener beugte die Stirn, und der Baalschem sprach Weiter: "O Rabbi David, du wolltest dein Wort wie ein Netz schleudern auf das Volk Israel und alle Willen dir dienstbar machen, um den Messias zu rufen." Tiefer beugte jener die Stirn, und der Baalschem sprach Weiter: "O Rabbi David, vermeinst du, deine Gewalt könne das Unfassbare fassen? Und dränge sie auch vor bis zum innersten Himmel und umfinge den Thron des Messias, vermeinst du, du hieltest ihn, wie meine Hand deine Schulter greift? Über die Sonnen, über die Erden wandelt Messias in tausend und tausend Gestalten, und die Sonnen und die Erden reifen ihm entgegen. In seiner obern Form gesammelt, zerstreut in unsägliche Weite, hütet er allerorten das Wachsen der Seele, hebt er aus allen Tiefen die gefallenen Funken Täglich stirbt er die stillen Tode, täglich keimt er in stillen Geburten, täglich steigt er empor und nieder. Wem einst die Seele schlank und vollendet mit reinen Sohlen den reinen Boden tritt, dann wird seine Stunde in seinem Herzen auf pochen, dann wird er sich aus allen Erscheinungen ziehen und wird sitzen auf dem Thron, Herr der Himmelflammen, die aufgeloht sind aus den erlösten Funken, und wird niedersteigen und kommen und leben, und er wird der Seele sein Reich schenken." Und weiter sprach der Baalschem: "Du aber, Rabbi David, was hast du getan! Du wolltest dich mit der Gemeinde Israels in die Nacht Werfen um des Morgens willen. Aber kennst du den Herrn der Nacht? Wisse, immer ist einer, der die Zeit befragt, und einer, der aus der Zeit antwortet. Einer, der geben Will, und einer, der die Annahme weigert. Dies ist der Herr der Nacht, dazu eingesetzt, den Mangel der Zeit zu künden. Als er sah, dass du dich bereitetest und heiligtest, Wuchs eine große Freude in ihm auf, und er gedachte in deinem Gebet das Gebet Israels einzufangen und sich ein Spiel daraus zu machen. 

Er lauerte deinem Gebet auf dem Weg auf, es einzufangen. Ich stritt mit ihm an diesem Morgen, ihn zu verjagen, aber ich übermochte ihn nicht. Da schlug ich deine Seele mit Beschämung, dass sie ihren Willen aufgab und in Tränen verströmte. Dein Gebet stieg auf inmitten der Gebete Israels, frei empor zu Gott.“ Da beugte sich die Stirn des Rabbi David völlig in Boden. Aber der Baalschem hob ihn auf, zog ihn zu sich heran und sprach: "Als das Weinen über dich kam, ist an deinem Leide das Leid Israels entbrannt. Jeder stand im Läuterfeuer seines Herzeileids vor Gott, jeder wurde rein im Strom seiner Tränen. Wie viele gefallene Funken hast du da emporgehoben!"

Die Weisheit des Brahmanen

Herr, deine Welt ist schön,
Herr, deine Welt ist gut.
Gib mir nur hellen Sinn,
gib mir nur frohen Mut !
Ich fühle, dass ich bin,
ich fühle, dass Du bist,
und dass mein Sein von Dir
ein sel’ger Abglanz ist.
Die Welt beseeligst du,
beseeligst Dich in ihr,
sollt ich nicht selig sein,
Allseliger in Dir ?

* Friedrich Rückert  (1788  -  1866)  
aus: “Die Weisheit des Brahmanen”

Alles kommt zu dir zurück :-)


Umarmungen

Als ich immer höhere Gipfel Seiner Freuden erklomm, da fragte ich mich, ob es denn keine Grenze Seiner Seligkeit gäbe, und mir wurde fast bang vor den Umarmungen Gottes.

* Sri Aurobindo

Um Deinetwillen...

Um Deinetwillen eile ich über Land und Wasser:
Um Deinetwillen überquere ich die Wüste,
spalte den Berg entzwei und wende mein Gesicht ab von allem,
bis ich den Ort erreiche, wo ich mit Dir allein bin.

* Halladsch

Erkenntnis

„Das größte Hindernis für Erkenntnis ist nicht die Unwissenheit – es ist die Illusion von Wissen.“ *Daniel Boorstin

Wegweiser

Ein Wegweiser hat insofern keinen Wert, als es wenig Sinn hat, ewig dazustehen und ihn zu lesen. * Jiddu Krishnamurti (1895-1986)

Das Mädchen welches für 6 Min. die Welt zum Schweigen brachte - Severn Suzuki

LINK: https://www.youtube.com/watch?v=Sj00vO48MTk

Severn „Killthgula Gaayaa“ (Haida, dt.: „Gute Rednerin“) Cullis-Suzuki, (* 30. November 1979 in Vancouver, British Columbia) ist eine kanadische Umweltaktivistin, Kulturbotschafterin, Referentin, Fernsehmoderatorin und Autorin. Außerdem ist sie Aufsichtsratsmitglied der Haida Gwaii Higher Education Society und der David Suzuki Foundation sowie Initiatorin zahlreicher zivilgesellschaftlicher Projekte. Bekannt wurde sie mit zwölf Jahren als "das Mädchen, das die Welt zum Schweigen brachte" mit einer 6-minütigen Rede zur ersten Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro.

In der Liebe

In der Liebe
versinken und verlieren sich
alle Widersprüche des Lebens.
Nur in der Liebe
sind Einheit und Zweiheit
nicht im Widerstreit.

*Rabindranath Tagore (1861 – 1941)

UNENDLICHES SEIN

Wenn wir hören, daß irgendein Sternennebel Millionen
Lichtjahre entfernt ist, und wissen, daß eine Lichtsekunde
schon 300 000 km beträgt, können wir ahnen, wie unermeßlich
weit »unendlich« reicht.

Gehst du im Kreis in der Runde - und ist der Kreis auch
noch so klein -, du kommst nie an ein Ende.

Unendlichkeit bedeutet: Das
Werden hat keinen Anfang und nimmt kein Ende.
Das Werden als Unendliches teilt dir mit: "Wenn du
nur das Werden kennst, bleibst du gefangen. Vom Sein her
kommt die Befreiung." Die Suche in Zeit und
Raum ist ein Herumirren im Kreise.
Das »Bald« hat sich erfüllt,
ein Berechnen ist überflüssig.
 *Friedrich Weinreb

Nasruddin saß am Flussufer, als jemand vom anderen Ufer aus rief: „Wie komme ich denn hier auf die andere Seite?“ Drauf antwortete Nasreddin: „Du bist auf der anderen Seite!“

Lernen


Das Ziel der Schöpfung, enthüllt sich, in der Verbindung zwischen uns. *Rav M. Laitman


1001 Parabel

Es wird erzählt, dass Malik ibn Dinar einmal ein Schiff bestieg und als das Schiff schon weit draußen war, verlangten die Seeleute:
„Bezahle deine Überfahrt.“
„Ich hab nichts zu bezahlen“, war seine Antwort.
Darauf schlugen sie ihn zusammen, bis er ohnmächtig war. Als er wieder aufwachte, schrien sie ihn wieder um das Fahrgeld an und der Dialog und die körperlichen Ausschreitungen wiederholten sich. Als er wieder zu sich kam, verlangten sie dies ein drittes Mal.
 „Bezahle deine Überfahrt.“
„Ich hab nichts zu bezahlen“, war auch diesmal seine Antwort.
„So lasst ihn uns bei den Füßen ergreifen und über Bord werfen“, sagten sie zueinander.
Im selben Moment steckten alle Fische im Wasser ihren Kopf heraus und ein jeder von ihnen trug zwei Golddinare im Maul. Malik langte hinunter, nahm zwei Dinare von einem Fisch und gab sie den Seeleuten. Als diese das sahen, fielen sie vor ihm auf die Knie. Er aber stand auf und ging über das Wasser davon.
Darum wird er Malik ibn Dinar genannt.

Der Korb

Als der Korb merkte, das er voller Wasser war, hielt er sich für unabhängig und verließ das Meer. Als dann kein Tropfen Wasser mehr in ihm war, zeigte das Meer sich gnädig und rief ihn zurück. *Rumi

Sei ein Zeichen der Liebe

Sei ein Zeichen der Liebe, eine Verkörperung der Barmherzigkeit, ein Brunnen der Güte ... Ertrage jede Prüfung, die dir Menschen bereiten, und begegne ihnen nur mit Freundlichkeit, großer Liebe und gutem Willen.

 *Abdu'l Baha

Die vielen Namen Gottes - JHWH - Schöpfer - Jehova - Elohim - Elaha - Allah - Bore


Gesetz der Absicht

"Gott achtet nur auf die Früchte des Herzens. Er merkt sich nicht, was einer im einzelnen tut oder wie er sich verhält. Gott lässt allein die Beweggründe gelten." *Ramakrishna

"Die Energie, die die Welt erschafft, kann nichts anderes sein als ein Wille, und Wille ist Bewußtsein, das sich in den Dienst eines Wirkens und eines Resultats stellt." *Sri Aurobindo

"Hoffe nichts und befürchte nichts, sondern vertraue den Absichten "Gottes", und deinem Willen, sie zu erfüllen." *Sri Aurobindo

"Nun merke auffolgende Unterweisung! Jede Kreatur betreibt ihr Werk um eines Endzweckes willen. Der Endzweck ist allwegs das Erste in der Absicht und das 
 Letzte in der Ausführung." *Meister Eckehart

"Die Taten rühren von der Absicht her, und Jedem gebührt entsprechend der Absicht." *Koran
 


Wo verbirgst Du Dich ? Lass mich Dich finden !

Moses hörte zufällig im Vorbeigehen, wie ein unwissender Schäfer betete: "Oh Gott, der Du auserwählst, wo verbirgst Du Dich? Lass mich Dich finden, daß ich Dir diene, Dir die Schuhe anziehe, Dir die Haare kämme, Dir die Kleider wasche, Deine Läuse töte, Dir die Milch bringe, o Erhabener! "Oh je, was bist du ganz und gar verdorben," tadelte ihn Moses, was ist das für ein Geschwätz, für eine Lästerung und Prahlerei ? Gott, der Hocherhabene, bedarf derartiger Dienste nicht!" Der Schäfer entwich verwirrt in die Wüste. Da ermahnte Gott den Moses: "Du hast Meinen Diener von Mir getrennt. Bist du gekommen zu binden oder zu lösen? Verhindere Trennung, wo immer du kannst! Das Meistgehasste ist für Mich die Scheidung. Jedem schenkte Ich sein eigenes Verhalten, gab jedem seine eigene Ausdrucksweise. Der Hirte ist zu loben, du aber bist zu tadeln: Bei ihm geht es um Honig, bei dir geht es um Gift. Ich bin unabhängig von Reinheit und Befleckung, von Schwerfälligkeit und Behendigkeit. Nicht zu meinem Nutzen stelle Ich die Gebote auf, sonder aus Großmut gegenüber Meinen Dienern. Nicht Ich werde rein durch eure Gebete - ihr selbst werdet es und verstreut Perlen. Ich schaue nicht auf Zunge und Rede, Ich schaue auf das Innere und die Seele. Ich blicke in das Herz, ob es - trotz vorlauter Worte - demütig bleibt. Das Herz ist wesentlich, die Rede zufällig." *Rumi

Dein Bildnis mir im Auge, Dein Wohnort mir im Herz, Im Mund das Deingedenken – Doch wo verbirgst du Dich? *Halladsch

Wenn dich die Rosse der Entfernung drängen,
Das Verzweifeln dir die Hoffnung rauben möchte,
So nimm der Demut Schild in deine Linke,
Das Schwert des Weinens fasse mit der Rechten,
Und hüte dich, o hüte dich, sei furchtsam!
Gib acht vor der verborgenen Tyrannei!
Und überkommt die Trennung dich im Finstern,
So geh zum Kerzenlicht des Herzensfrieden,
Sprich zum Geliebten: »Hier siehst Du mein Elend,
Verzeihe gnädig mir noch vor unserem Treffen!«
Und bei der Liebe! Entfern dich nicht wieder vom Freund, eh dein Wunsch Belohnung fand!

Keiner bekennt Gott als Einen außer Gott selbst, und keiner kennt das wahre Wesen des Einheitsbekenntnisses als der Gesandte Gottes.

Du rinnest zwischen Herzhaut und dem Herzen, So wie die Tränen von den Lidern rinnen, Und wohnest im Bewußtsein tief im Herzen, So wie der Geist wohnt in den Körpern drinnen. Nichts Regungsloses kann sich jemals regen, Wenn Du es nicht bewegst, verborgen innen.

*Halladsch (*857 - †922)

Gott ist in uns daheim, wir sind in der Fremde. *Meister Eckhart 1260-1328


Zustand des Gebens - Einfluss der Umgebung

 
* ( Morgen Unterricht vom 18.07.2013 - http://www.kabbalahmedia.info)


Worterklärungen:

Kelim = Gefäße
Schöpfer = Kraft des Gebens und der Liebe im bzw. zwischen den Menschen
Böser Trieb = Egoistische Absicht zu Empfangen

Bayazid Bistami wurde gefragt:

„Wie erkennt der Mensch, dass er im wahren Wissen angekommen ist ?“ Bayazid sagte: „In dem Augenblick, da er – von Gott unterwiesen – vergeht, bleibt er – ohne Selbst und ohne Schöpfung – auf der Unterlage Gottes. So vergeht er und bleibt, bleibt er und vergeht, stirbt er und lebt, lebt er und stirbt, wird das Verborgene enthüllt und das Enthüllte Verborgen.

Du sprachst: Was ist des Weges Zeichen, oh Derwisch ? Höre von mir, und wenn du hörst, so überlege ! Das ist für dich das Zeichen: Das du, obwohl du vorwärts gehst, dein Elend größer werden siehst." *Fariduddin Attar

Erst wenn du mit dem Kopf gegen die Mauer des Leidens stößt, hört dein taubes Ohr auf den Rat deines Herzens. *Rumi


"Du bist derjenige, der den Schlüssel zum Paradies in der Hand hält. Wenn du wahrhaftig Liebe schenkst, kann nichts Geringeres zu dir zurückkehren." P.Ferrini


Eckhart Tolle - Es ist immer Jetzt!

Hallo :-)

Ein Mensch...
















Ein Mensch hat so viele Häute in sich, die sich über die Tiefe des Herzens legen. Wir wissen um so viele Dinge, doch kennen wir uns selber nicht. Dreißig oder vierzig Häute oder Schwarten, dick und hart wie die eines Ochsen oder Bären überziehen die Seele. Geh ein in deinen Grund, und lerne dort dich selber kennen. 

*Meister Eckhart

Verlangen nach Sicherheit

Das Verlangen nach Sicherheit bringt Trägheit hervor, es macht das Geist-Herz unflexibel und dumpf, es verhindert, dass wir offen für die Wirklichkeit sind. Die Wahrheit offenbart sich nur in großer Unsicherheit.
* Jiddu Krishnamurti